Kategorie: Wochenrückblick

Im DAX-Wochenrückblick berichtet die Bullenbrief-Redaktion jede Woche über das Geschehen an der Börse. Der Fokus liegt dabei beim DAX, aber auch bedeutende globale Einflüsse werden berücksichtigt. Am Ende eines jeden Wochenberichts gibt die Redaktion einen Ausblick zur eigenen Einschätzung für die Entwicklung an den Börsen.

  • DAX-Wochenrückblick vom 2.6.2013

    Nach einer Berg- und Talfahrt in der vergangenen Woche hat der DAX dennoch leicht zulegen können. Der Deutsche Aktienindex kletterte um 44 Punkte auf einen Wochenschlußkurs von 8.348,84 Punkte und legte damit 0,5 Prozent zu. Die Kursverluste der Vorwoche hat der DAX dabei gut verkraftet. Bereits am Montag startete der Aktienmarkt mit Kursgewinnen auf dem Börsenparkett. Am Dienstag setzte sich dieser Trend fort. Nachdem der Kurseinbruch in Japan gebremst wurde, zog der DAX alleine an diesem Handelstag um 1,2 Prozent an und lag nur leicht unterhalb des Allzeithochs. Am Mittwoch kamen erneut Sorgen über ein Ende der lockeren Geldpolitik durch die Notenbanken auf. Die Aktienmärkte belastete dies negativ. Auch am Donenrstag und Freitag setzte sich diese Berg- und Talfahrt fort.

    Den höchsten Wochenverlust erzielten in der vergangenen Woche die Papiere der Deutschen Telekom. Der Kurs verlor 4,5 Prozent auf 8,84 Euro. Nachrichten für diesen Kursverlust lagen nicht vor. Das gleiche Bild zeichnet sich bei Fresenius ab. Der Krankenhausbetreiber gab 3,2 Prozent auf 91,48 Euro nach. Börsianer haben in der vergangenen Woche umgeschichtet: raus aus den konjunkturunabhängigen Werten und rein in konjunktursensitive Werte. Die Aktie der Deutschen Post steht zwar mit einem Wochenverlust von 62 Cent in den Büchern. Allerdings täuscht dieser Wochenverlust von 3,1 Prozent, da die Aktionäre eine Dividende in Höhe von 70 Cent erhalten haben.

    Der stärkste Wochengewinner waren die Papiere der Deutschen Börse. Das Thema Finanztranksaktionssteuer hat den Börsenbetreiber stark belastet. Dies scheint sich nun zu verwässern und davon profitiert die Deutsche Börse. Der Wochengewinn beträgt 8,2 Prozent auf 49,79 Euro. Die Commerzbank kann sich über die erfolgreiche Kapitalerhöhung freuen. Damit kann sich das Unternehmen wieder auf das Tagesgeschäft konzentrieren. Marktbeobachter sehen daher Potential für das Frankfurter Geldinstitut. Der Kurs der Commerzbank legte um 5,4 Prozent auf 8,08 Euro zu. Ebenfalls starkt entwickelten sich die Papiere von Infineon, Daimer und der Deutschen Lufthansa mit Wochengewinnen von jeweils mehr als 4 Prozent. Die gute Nachrichtenlage hat zu den genannten Kursgewinnen verholfen.

    Insgesamt agieren die Marktteilnehmer derzeit vorsichtig. Das Anziehen der US-Wirtschaft könnte die Geldschwemme durch die Notenbanken beenden. Damit wird die Finanzierung wieder teurer und es gibt weniger Geld im Umlauf. Dies hätte zum einen den Effekt, das weniger Geld zur Anlage in Aktien zur Verfügung steht und zum Anderen würden dadurch auch die Finanzierungskosten der Unternehmen wieder teurer werden. Beides sind wahrscheinliche Szenarien, die in den vergangenen Tagen immer wieder zu Tagesverlusten geführt haben. Insgesamt bleibt jedoch festzuhalten, dass sich die Aktienmärkte derzeit in einer sehr soliden Verfassung befinden. Die Märkte sind weder überteuert noch geht es den Unternehmen schlecht. Von daher sollte einem weiteren Kursanstieg nichts im Wege stehen, auch wenn dieser vielleicht an Dynamik etwas verlieren dürfte. Wichtig ist die Richtung, in die sich der Markt bewegt. Und kurzfristige Kursverluste haben noch jede Aufwärtsbewegung unterstützt. In diesem Sinne sollten Kursschwächen gezielt für einen weiteren Aufbau der Aktienquote genutzt werden.

  • DAX-Wochenrückblick vom 26.5.2013

    Nach erneuten Allzeithöchstständen bei 8.531 Punkten ist dem DAX die Luft ausgegangen. Am Donnerstag ging es mit den Kursen kräftig in den Keller. Und am Freitag setzte der Aktienmarkt die Kursverluste fort. Aus Wochensicht bleibt damit ein Kursrückgang von 1,1 Prozent auf 8.305 Punkte. Der DAX hat damit 93 Punkte gegenüber dem Schlusskurs der Vorwoche geschlossen. Nachdem der Markt zu Wochenbeginn noch positiv in die neue Woche startete, sorgten die Aussagen Bernanke für Verunsicherung. Börsenexperten interpretierten die Aussagen des Notenbankchefs so, dass die lockere Geldpolitik bald beendet sein könnte. Als dann China schwache Wirtschaftsdaten veröffentlichte und in Japan die Börsenkurs stark einbrachen, kam es auch am deutschen Aktienmarkt zu deutlichen Kursverlusten. Am Freitag setzte sich der Kursrückgang fort und selbst der auf den ersten Blick positive ifo-Geschäftsklimaindex wirkt bei einem genauen Blick auf die Erwartung der Exporte eher negativ.

    Unter den DAX-Werten ging es mit den Papieren der Deutschen Bank und SAP am stärksten abwärts. Beide Titel gaben mehr als 6 Prozent nach. Deutsche Bank verbilligten sich um 6,8 Prozent auf 34,95 Euro. Allerdings muss hier berücksichtigt werden, dass sich der Kursverlust nur optisch so hoch darstellt. Deutsche Bank-Aktionäre haben eine Dividende von 75 Cent erhalten. Der tatsächliche Kursverlust ist damit unter Berücksichtigung des Dividendenabschlages in Realität geringer als dies im ersten Augenblick den Anschein hat. SAP rutschten um 6,5 Prozent auf 58,68 Euro ab. Papiere des Rückversicherers Münchener Rück verbilligten sich um 3,9 Prozent auf 143,35 Euro. Damit zählen die Finanzwerte sowie konkjunktursensiblen Aktien zu den Verlierern der Woche.

    Unerwartet stark entwickelten sich dagegen weniger konjunktursensible Titel. Allen voran kletterten die Papiere des Pharmaherstellers Merck um 3,2 Prozent auf 122,85 Euro. Lufthansa legten erneut 3 Prozent zu und notieren aktuell bei 15,99 Euro. FMC konnten sich ebenfalls stabil halten und legten 2,5 Prozent auf 53,09 Euro zu.

    Nach den jüngsten Kursrücksetzern sind die Märkte zumindest angeschlagen. Der klare Aufwärtstrend ist damit unterbrochen und die Börsianer sind vorsichtig geworden. In den nächsten Tagen muss sich zeigen, ob negative Meldungen die Nachrichtenlage übernehmen und damit weitere Kursverluste auslösen oder ob sich die Märkte auf dem aktuellen Niveau stabilisieren können. Je nach Lage ist die Kursentwicklung in den kommenden Tagen besonders kritisch zu beobachten.

  • DAX-Wochenrückblick vom 19.5.2013

    Auch in der vergangenen Handelswoche hat der DAX seine beeindruckende Kursentwicklung fortgesetzt. Der Deutsche Aktienindex hat dabei neue Allzeithöchststände markiert. Den höchsten Stand markierte der deutsche Blue Chips-Index im Tagesverlauf am Freitag bei 8.409 Punkten. Zum Wochenschluss beendete der DAX den Handel bei 8.398 Punkten und erzielte damit den höchsten Schlussstand, den es in der Geschichte des DAX gab. Getrieben wurde die positive Marktenwicklung von guten Ergebnisse einzelner Unternehmen. Die aktuelle Geldschwemme durch die Zentralbanken liefert ebenfalls einen bedeutenden Beitrag für die aktuell gute Börsenstimmung. Einzelne Konjunkturbarometer sendeten bereits negative Vorzeichen, die in der vergangenen Woche jedoch nicht beachtet wurden. Zu Wochenbeginn startet der DAX ruhig in die Woche und notierte am Montag zunächst unverändert. Am Dienstag und Mittwoch folgten jedoch gute Börsentage. Nachdem am Donnerstag nur ein kleines Plus auf der Anzeigentafel stand, legte der DAX am Freitag nach guten Vorgaben wieder etwas stärker zu. Zum Wochenschluss ging der DAX mit einem Wochengewinn von 119 Punkten ins Wochenende und legte damit 1,4 Prozent zu. Zahlreiche Unternehmen hatten in der vergangenen Woche Dividenden ausgeschüttet. Aufgrund des Dividendenabschlages erscheint die Kursentwicklung bei solchen Aktien geringer als diese realistisch betrachtet ist.

    Unter den DAX-Aktien legten die Papiere von Daimler mit einem Wochengewinn von 11,5 Prozent am stärksten zu. Die Aktie des schwäbischen Automobilbauers verteuerte sich um 5,07 Euro auf 49 Euro. Die Bank Credit Suisse hat den Autosektor auf „Übergewichten“ hochgestuft; das verlieh der Branche Rückenwind. Die Daimler-Aktie profitierte davon am meisten, zumal Experten der neuen S-Klasse sehr viel Potential einräumen. Gute Geschäfte sowie Erfolge auf einer Roadshow verhelfen dem Chemieunternehmen Lanxess zu einem Kursgewinn von 6,9 Prozent auf 57,21 Euro. Im Fahrwasser von Daimler legten auch die Papiere des Volkswagen-Konzerns deutlich zu. Die VW-Aktien verteuerten sich um 6,8 Prozent auf 168,40 Euro.

    Deutlich billiger erscheint dagegen der Kurs der Commerzbank-Aktie. Der Kurs gab um 25 Prozent auf 7,81 Euro nach. Diesem Kursverlust sind allerdings Kapitalmaßnahmen geschuldet. Nachdem bereits zuvor die Aktie im Verhältnis 10:1 umgetauscht wurden und dadurch der Kurs deutlich zulegte, sorgten die Daten zur Kapitalerhöhung für diesen optischen Kursverlust. Das Bezugsrechts für neue Commerzbank-Aktien kann im Verhältnis 21:20 für einen Bezugspreis von 4,50 Euro ausgeübt werden. Aktien der Deutschen Telekom und des Düngemittelherstellers K+S notieren rund 5 Prozent im Minus. Die T-Aktie verlor 53 Cent auf 9,21 Euro. Allerdings wurden 70 Cent Dividende ausgeschüttet, so dass Aktionäre unterm Strich einen Gewinn verbuchten. Ähnlich sieht es bei K+S aus. Hier steht im Wochenverlauf ein Kursverlust von 1,79 Euro in den Büchern. Allerdings macht hier der Dividendenabschlag 1,40 Euro aus. Insgesamt bleibt somit bei K+S nur ein kleiner Verlust.

    Nachdem die Dynamik der Aufwärtsbewegung in den vergangenen Tagen leicht nachgelassen hat, stellt sich die Frage, ob die Hausse langsam an Fahrt verlieren könnte. Wichtige Konjunkturindikatoren werden in der kommenden Woche veröffentlicht. Sollte es hier zu Überraschungen kommen, dürften die Kurse darunter leiden. Auch die amerikanische Notenbank Fed berät. Experten gehen davon aus, dass die Geldschwemme langsam zu Ende geht. Damit dürfte auch der Aktienboom zumindest etwas gebremst werden. Aus diesen Gründen ist es daher ratsam gute Kursgewinne zu sichern und die aktuellen Marktbewegungen aufmerksam zu beobachten.

  • DAX-Wochenrückblick vom 11.5.2013

    Mit einem neuen Allzeithoch von 8.278 Punkten hat der DAX den Handel beendet und damit so hoch notiert wie noch nie. In der vergangenen Handelswoche kannte der deutsche Aktienindex nur eine Richtung – die nach oben. Am Freitag überwand das Börsenbarometer im Tagesverlauf sogar die 8.300er Marke. Bis Handelsschluss konnte dieses Niveau jedoch nicht gehalten werden und die Kurse gaben wieder etwas von den Höchstständen ab. Insgesamt geht damit eine erfolgreiche Börsenwoche zu Ende. Der DAX legte 156 Punkte zu. Dies entspricht einem Kursgewinn von 1,9 Prozent. Unterstützt wurde die positive Kursentwicklung von guten Konjunkturdaten und hervorragenden Unternehmensergebnissen.

    Unter den DAX-Aktien legten die Papiere der Deutschen Telekom mit einem Kursplus von 7,2 Prozent auf 9,74 Prozent am stärksten zu. Die Aktien der Deutschen Telekom profitierten dabei von guten Zahlen des britischen Wettbewerbers BT. Neuigkeiten von der Telekom selbst standen dagegen nicht auf der Tagesordnung. Hervorragende Geschäftszahlen und ein starkes Margenergebnis präsentierte dagegen Henkel. Die Aktie legte daraufhin 5,7 Prozent auf 76,29 Euro zu. Nachdem die Aufwärtsbewegungn in den vergangenen Wochen etwas ins Stocken geraten ist, legten die Papiere von Fresenius Medical Care in der letzten Woche wieder stärker zu. Der Kursgewinn beträgt 5,4 Prozent auf 54,48 Euro.

    Gegen den Trend nach unten ging es mit E.on. Der Kurs verlor im Wochenverlauf 1,04 Euro. Allerdings war bei den Aktionären Zahltag. Die ausgeschüttete Dividende betrug 1,10 Euro, so dass unterm Strich auch die E.on-Papiere zulegten. Eine schwache Jahresprognose drückte auf den LAnxess-Kurs. Die Aktie verlor 4 Prozent auf 53,54 Euro. Weiter rot sieht es bei der Commerzbank aus. Das Unternehmen kommt noch nicht aus dem Tal. Der Kurs gab wieder nach und ging 3,8 Prozent schwächer aus dem Handel. Damit notiert die Aktie bei 10,43 Euro.

    Wie sich am Freitag zeigte, wurde bei einem Stand von 8.300 Punkten der Höhenflug des DAX erst einmal gestoppt. Die Luft wurde dünner und zum Wochenende griffen die Börsianer nicht mehr zu Aktien. Allerdings spricht derzeit vieles für Aktien. Denn Anlagealternativen sind nicht wirklich vorhanden und die Zentralbanken versorgen das Finanzsystem mit günstigem Geld. Unter diesen Aspekten dürfte sich die Kursrally weiter fortsetzen. Allerdings könnte inzwischen der Höchststand des Jahres schon erreicht sein. Denn oft geht es an der Börse irrational zu und daher wäre es nicht überraschend, wenn der DAX unter dem aktuellen Niveau verharrt und auf negative Nachrichten stärker reagiert. Deshalb sollten sich die Börsianer nicht zu sehr über die aktuellen Höchststände freuen und wachsam die Kursentwicklung an den Märkten verfolgen.

  • DAX-Wochenrückblick vom 4.5.2013

    In der durch den Mai-Feiertag verkürzten Handelswoche hat die Leitzinssenkung durch die EZB auf den historisch niedrigen Wert von 0,5 Prozent die Aktienkurs angetrieben. Überraschend gute US-Arbeitsmarktdaten sorgten am Freitag für ein wahres Kursfeuerwerk. So legte der DAX an jedem einzelnen Handelstag zu. Nach einem gelungenen Wochenstart mit einem Kursplus von 0,8 Prozent am Montag, ging es am Dienstag um 0,5 Prozent nach oben. Am Donnerstag selbst, dem Tag der Zinssenkung durch die EZB hat der DAX im Tagesverlauf die 8.000er Marke überwunden, zum Tagesschluss aber nur noch mit 0,6 Prozent im Plus notiert. Am Freitag sorgten nicht nur die überraschend guten Arbeitsmarkdaten für Feierlaune. Auch die bereits veröffentlichten Daten wurden noch einmal nach oben revidiert. Diese positive Flut an Nachrichten hat den DAX am Freitag um 2 Prozent steigen lassen. Damit hat der DAX im Wochenverlauf 3,9 Prozent zugelegt und ging bei 8.122 Punkte aus dem Handel. Das bisherige Allzeithoch von 8.151 Punkten ist damit nur noch rund 30 Punkte entfernt und liegt zum Greifen nahe.

    Den höchsten Wochengewinn legten die Papiere von infineon hin. Der Kurs stieg um 13 Prozent auf 6,68 Euro. Bei dem Speicherchiphersteller läuft momentan alles rund. Bei den im Rahmen der Quartalsberichtssaison veröffentlichten Geschäftszahlen legten sowohl Umsatz als auch Marge deutlicher als erwartet zu. Die Analysten von J.P. Morgan stuften die Aktie ebenfalls hoch. Bei der Deutschen Bank sorgte ebenfalls ein sehr gutes Zahlenwerk für steigende Kurse. Aber auch die kurzfristig durchgeführte Kapitalerhöhung durch institutionelle Investoren verhilft dem Geldhaus zu einem sicheren Eigenkapitalpolster und damit der Erfüllung der Basel-Richtlinien. Die Aktie der Deutschen Bank verabschiedete sich mit einem Kursplus von 12,8 Prozent auf 36,50 Euro ins Wochenende. Bei adidas und Continental sind die Quartalszahlen ebenfalls sehr positiv ausgefallen. Adidas legten 8,1 Prozent zu und Continental verteuerten sich um 7,9 Prozent. Nach dem Ende des Tarifstreiks bei der Lufthansa hoffen Aktionäre wieder auf bessere Zeiten. Der Kurs gewann 7,5 Prozent. Positive Nachrichten aus dem Automobilbereich brachte der Volkswagen-Konzern, dem es in dem aktuell schwierigen Marktumfeld gelang, den Weltmarktanteil zu erhöhen. Der Kurs stieg um 6,7 Prozent.

    Überraschend schwache Quartalszahlen von Fresenius haben dagegen den Kurs gedrückt. Die Fresenius-Aktie verlor 3,1 Prozent auf 93,99 Euro. Auch die Tochter FMC verlor in diesem Zuge 1,6 Prozent auf 51,70 Euro. Deutlich schwächer entwickelten sich in der letzten Handelswoche die Chemieaktien von Merck und Bayer mit einem Wochengewinn von lediglich 0,4 bzw. 0,7 Prozent.

    Nach der starken Entwicklung in der vergangenen Handelswochen könnte man meinen, dass damit die Luft aus dem Markt ist und zunächst eine Konsolidierung erwartet werden kann. Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen und der sich robust entwickelnden deutschen Wirtschaft zwingen sich jedoch Anlagen in Aktien auf. Damit dürften weitere Kursgewinne nicht lange auf sich warten lassen. Insgesamt gehen wir davon aus, dass die Party beim DAX zunächst weiter geht. Ein neues Allzeithoch sollte bereits in der nächsten Woche realistisch sein und in den nächsten Wochen erwarten wir weitere Kursgewinne.

  • DAX-Wochenrückblick vom 28.4.2013

    Trotz negativer Konjunkturdaten legte der DAX in der vergangenen Handelswoche mit einem Plus von rund 5 Prozent ordentlich zu. Getrieben wurde der DAX von der Hoffnung sinkender Zinsen durch die EZB aufgrund des konjunkturell schwachen Umfeldes. Alleine diese Hoffnung hat den DAX auf einen Schlussstand von 7.815 Punkte klettern lassen. Damit hat der DAX mehrere charttechnische Marken durchbrochen und die Widerstandslinie von 7.800 Punkten überwunden. Der charttechnische Aufwärtstrend sieht nach der aktuellen Kurserholung damit wieder gut aus.

    Am Montag sorgten zunächst überraschend schwache Hausverkäufe für negative Stimmung. Der Einbruch des US-Immobilienmarktes war der Grund für das Platzen der Immobilienblase und damit der Beginn einer weltweiten Rezession. Dadurch wurden vor allem Finanztitel belastet. Am Dienstag kam mit einem überraschend stark gefallenen deutschen Einkaufsmanagerindex die nächste schwache Konjunkturmeldung. Einen Tag später meldete das ifo-Institut einen ebenfalls überraschend starken Rückgang des ifo-Indexes. Diese Nachrichten sorgen normalerweise für Kursverluste und Ängste unter den Börsianern. In der vergangenen Woche wurden diese Negativmeldungen jedoch mit der Hoffnung auf Zinssenkungen durch die EZB gefeiert.

    Unter den DAX-Aktien legten die Papiere von BASF mit einem Wochengewinn von 10,6 Prozent auf 72,75 Euro am stärksten zu. Trotz schwacher Konjunktur konnten die Ludwigshafener im ersten Quartal Umsatz und Gewinn steigern. Alleine am Freitag legte das Papier deutlich zu und sorgte für eine positive Entwicklung beim DAX. Von der allgemein positiven Kursentwicklung profitierten vor allem die Verlierer der Vorwochen. Die volatilen infineon-Papiere legten in der vergangenen Handelswoche 8,2 Prozent auf 5,91 Euro zu und Continental kletterten 7,7 Prozent nach oben.

    Den höchsten Kursverlust von 10,7 Prozent fuhren die Aktien der Commerzbank ein. Nach dem Aktientausch im Verhältnis 10:1 hat sich zumindest optisch der Kurs der Commerzbank-Aktie wieder erholt. Zum Handelsende verabschiedeten sich die Commerzbank-Aktien mit 10,20 Euro ins Wochenende. Aktien des Düngemittelhersteller K+S verbilligten sich um 2 Prozent auf 32,89 Euro nachdem bekannt wurde, dass in Kanada ein großes Kaliförderprojekt um rund 25 Prozent teurer wird. Ebenfalls Kursverluste hatten Merck mit 1,2 Prozent und FMC mit 0,8 Prozent zu verbuchen.

    Dividendenabschläge sorgen nur rein optisch für höhere Kursverluste. Der Rückversicherer schüttet 7 Euro je Anteilsschein an die Aktionäre aus. Bei VW sind es 3,56 Euro je Vorzugsaktie und 3,50 Euro je Stammaktie.

    Nach der starken Kursentwicklung der vergangenen Handelstage scheint die Luft für weitere Kursgewinne erst einmal dünn zu sein. Falls sich die Anzeichen auf eine mögliche Zinssenkung durch die EZB weiter verdichten, könnte dies zusätzliche Energie für weitere Kursgewinne bedeuten. Weitere positive Nachrichten zur langfristigen Konjunkturentwicklung könnten ebenfalls eine entsprechende Kursrally einläuten.

  • DAX-Wochenrückblick vom 30.3.2013

    Während in den USA der Dow Jones von einem Hoch zum anderen Hoch klettert, bei vergleichbarer Betrachtung und bei vergleichbarer Betrachtung der Kursindizes der Dow Jones auf aktuellen Allzeithochs notiert, fehlen dem DAX noch rund 1.000 Punkte. Auch in der vergangenen Woche setzte sich diese ungleiche Kursentwicklung fort. Der DAX gab um 116 Punkte nach und hat damit den Kampf um die 8.000er Marke erst einmal aufgegeben. Insgesamt verlor der deutsche Blue Chips Index 1,4 Prozent und ging bei einem Stand von 7.795 Punkten ins lange Osterwochenende. Damit hat der DAX zum Quartalsende noch einmal etwas deutlicher an Wert verloren und der Abstand zum Allzeithoch ist wieder auf mehr als 300 Punkte angewachsen.

    Die Rettung Zyperns und der befürchtete Run auf die Banken ist zwar ausgeblieben, jedoch sorgte vor allem die erstmalige Beteiligung von Spareinlagen für Verunsicherung von Bankaktien. Insgesamt entwickelt sich in Europa die Konjunktur schwächer als erwartet. Auch die deutsche Konjunkturlokomotive verliert etwas an Schwung wie fallende Frühindikatoren zeigen. Dies hat sich ebenfalls negativ auf die Aktienkurse niedergeschlagen.

    Unter diesem Marktumfeld haben vor allem Bankaktien und konjunktursensible Aktien an Wert verloren. Den höchsten Wochenverlust von 7 Prozent haben Aktien der Deutschen Bank eingefahren, die am meisten unter der Zypern-Krise leiden. Die Titel notieren aktuell bei 30,42 Euro. Ebenfalls unter Druck geraten sind die ThyssenKrupp-Aktien. Der Kurs gab um 5,4 Prozent auf 15,87 Euro nach. Lanxess-Papiere litten unter einer Gewinnwarnung des US-Konkurrenten Ashland. Die Lanxess-Aktie notiert 5 Prozent unter dem Schlußkurs der Vorwoche bei 55,32 Euro.

    Auf der Gewinnerseite notierten dagegen die Papiere von Adidas mit einem Wochengewinn von 3,6 Prozent auf 80,94 Euro. Ebenfalls rund 3 Prozent höher notieren die Dividendenpapiere von Fresenius bei aktuell 96,29 Euro und Henkel mit einem Schlußkurs von 75,09 Euro.

    Nach dem langen Osterwochenende und dem Quartalsende kann der DAX nach Ostern wieder neu durchstarten. Zwar werden die politischen und konjunkturellen Einflüsse die Kursentwicklung beim DAX prägen, allerdings wird die nahende Hauptversammlungssaison und die Veröffentlichung der Ergebnisse des ersten Quartals die Aktienmärkte beeinflussen. Bei den DAX-Unternehmen sind die Erwartungen an das erste Quartal nicht sonderlich hoch – von daher dürfte sich nur eine schwächer als bereits erwartete Entwicklung negativ auf die Kurs auswirken. Unter diesen Gesichtspunkten gehen wir davon aus, dass der DAX bald wieder in Richtung 8.000er Marke durchstarten wird.

  • DAX-Wochenrückblick vom 24.3.2013

    Negative Nachrichten haben den DAX wieder unter die psychologische Marke von 8.000 Punkten fallen lassen. Das Hauptthema auf dem Börsenparkett war die Rettung Zyperns vor der Pleite. Nachdem das Parlament dem Rettungsplan nicht zugestimmt hatte, sorgte dies für Verunsicherung. Bislang sichert die Europäische Zentralbank die Liquidität der Banken Zyperns. Allerdings nur noch bis Montag. Dann muss das Land selbst einen Plan ausgearbeitet haben. Die gesamte Börsenwoche war stark von der Entwicklung des Mittelmeerstaates beeinflusst. Bis auf den Mittwoch fuhr der DAX ausnahmslos Verluste ein. Zum Wochenschluss steht ein Kursverlust von 132 Punkten in den Büchern. Damit verlor der DAX in den letzten 5 Handelstagen 1,6 Prozent auf 7.911 Punkte.

    Deutliche Kursverluste von mehr als 10 Prozent fuhren die Aktien von Lanxess und ThyssenKrupp ein. Der Chemiekonzern Lanxess gab für das laufende Jahr einen negativen Ausblick. Nach Einschätzung des Unternehmens wird für das laufende Geschäftsjahr ein Gewinn unter dem vergangenen Jahr erwartet. Die Lanxess-Aktie verlor daraufhin 11 Prozent im Wochenverlauf auf 55,66 Euro. ThyssenKrupp gaben 10 Prozent auf 16,54 Euro nach. Dem Stahlkocher drohen weitere Abschreibungen auf das Amerika-Geschäft. Damit könnte auch eine Kapitalerhöhung den Aktionären drohen. Unter der schwachen Marktphase gaben infineon-Papiere 6 Prozent nach. Aktuell notieren die Dividendenpapiere des Chiphersteller bei 6,22 Euro.

    Ein Ende der Talfahrt erfahren die Versorgeraktien. Nachdem diese Titel lange Zeit gemieden wurden, sorgten in den letzten Handelstagen zahlreiche Käufe für kräftige Kursgewinne. Aktien von E.on verteuerten sich um 6 Prozent auf 13,87 Euro. Papiere des Wettbewerbers RWE legten 5 Prozent auf 29,83 Euro zu. Gerade bei Dividendenjägern sind die Versorger mit ihrer hohen Dividendenrendite sehr beliebt. Morgan Stanley hat die Aktie von Siemens auf die Favoritensliste der besten Aktien aufgenommen. Das Münchener Unternehmen legte daraufhin 3,6 Prozent auf 86,51 Euro zu.

    In der feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche wird Zypern weiterhin das Hauptthema an den Börsen sein. Auch wenn niemand davon ausgeht, dass die Probleme in Zypern zu einem Crash am deutschen Aktienmarkt führen, sorgen die Entwicklungen dennoch für spürbare Kursbewegungen. Aus diesem Grunde ist es derzeit sehr schwer den Markt kurzfristig vorherzusagen. Sollte es tatsächlich zu starken Kursverlusten in Folge der Zypernkrise kommen, wäre das eine ideale Möglichkeit für ein Engagement in solide deutsche Aktien.

  • DAX-Wochenrückblick vom 17.3.2013

    In der vergangenen Handelswoche hat der DAX den Kursanstieg fortgesetzt. Der Gewinn fiel mit einem Wochenplus von 0,7 Prozent auf 8.043 Punkte zwar bescheiden aus, der Aufwärtstrend ist jedoch intakt. Im Wochenverlauf selbst gab es mit Ausnahme des Donnerstag nur minimale Kursbewegungen. Damit ist der DAX auf dem aktuellen Kursniveau nur rund 1 Proznet von seinem Allzeithoch bei 8.151,57 aus dem Jahre 2007 entfernt.

    Für eine negative Überraschung sorgte die Commerzbank. Das Frankfurter Kreditinstitut gab bekannt eine Kapitalerhöhung im Volumen von 2,5 Milliarden Euro vorzubereiten. Damit liegt der Kapitalbedarf deutlich über der Markterwartung. Mit dem frischen Geld möchte das Unternehmen die Einlage des Staates und der Allianz zurückzahlen. Als Folge dieser Nachricht reduzierten zahlreiche Analysten ihre Kursziele für die Commerzbank-Aktie. Im Wochenverlauf beträgt der Kursverlust 17,2 Prozent. Damit ist die Aktie nur noch 1,20 Euro wert. Ebenfalls nach unten ging es mit den Automobilaktien Volkswagen und BMW. Die Deutsche Bank platzierte ein größeres Paket an VW-Aktien am Markt. Außderdem macht den Automobilaktien im operativen Geschäft die rückläufige Marge zu schaffen. VW-Aktien verbilligten sich um 5,6 Prozent auf 160,30 Euro und BMW verloren 3,7 Prozent auf 70,00 Euro.

    Deutlich nach oben ging es dagegen mit den Papieren von HeidelbergCement. Der Kurs legte 6,4 Prozent zu, nachdem bekannt wurde, dass es dem Unternehmen gelang, die Nettoverschuldung deutlich zu reduzieren. Damit dürfte HeidelbergCement zukünftig ein besseres Kreditrating erhalten. Die Aktien von HeidelbergCement verabschiedeten sich mit einem Stand von 56,90 Euro ins Wochenende. Der erneute Wintereinbruch lässt die Kasse beim Salzhersteller K+S klingeln. Der Kurs von K+S legte nach einem schwachen Kursverlauf in den Vorwochen in den vergangenen Handelstagen mit 6,2 Prozent deutlich zu. Die Aktie ging mit 37,53 Euro aus dem Handel. Lufthansa-Papiere gehören mit einem Wochenplus von 5,7 Prozent auf 16,16 Euro zu den Wochengewinnern. Überraschend niedrigere Kerosinpreise haben die Aktie beflügelt.

    Nachdem der Dow Jones bereits neue Allzeithochs erreicht hatte und von Hoch zu Hoch steigt und die Konjunktur wieder stärker anzieht, ist auch beim DAX mit weiter steigenden Kursen zu rechnen. Die Nachrichtenlage ist in den kommenden Tagen nach der bereits erfolgten Vorlage der Unternehmensdaten eher dünn. Somit dürfte keine starke Kursentwicklung zu erwarten sein. Das Erreichen eines neuen Allzeithochs könnte jedoch in den nächsten Handelstagen anstehen.

  • DAX-Wochenrückblick vom 9.3.2013

    Nach einer starken Handelswoche hat der DAX den Sprung über die 8.000er Marke geschafft. Auch wenn es am Freitag zum Handelsschluss nicht für einen Schlußkurs über der Marke gereicht hat, ist der Wochengewinn von 3,6 Prozent überzeugend. Der deutsche Blue Chips-Index ging bei 7.986 Punkten aus dem Handel. Sehr gute Unternehmensdaten der DAX-Unternehmen sowie gute Konjunktursignale aus den USA wie auch aus Deutschland haben die Aktienmärkte beflügelt. Besonders konjunktursensible Aktien waren gefragt. Am Montag war der Start in die Handelswoche zunächst nicht ganz geglückt. Die politische Hängepartie in Italien und die Ausgabenkürzungen in den USA sorgten für Verunsicherung und liessen die Kurse leicht fallen. Doch bereits am Dienstag explodierten die Kurse. Der DAX verteuerte sich um 2,3 Prozent. Die US-Notenbank setzt den Kurs des billigen Geldes fort. Diese Aussage wurden auf dem Börsenparkett gefeiert. An den folgenden Tagen konnte der DAX das aktuelle Kursniveau halten und an allen Handelstagen weiter leicht zulegen.

    Unter den DAX-Titeln führen die ThyssenKrupp-Aktien die Liste der Wochengewinner an. Der Kursgewinn beträgt hier 9,1 Prozent. Damit müssen je Anteilsschein des Stahlherstellers 18,29 Euro gezahlt werden. Der Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden Cromme hat die Aktie beflügelt. Da Cromme viele offene Baustellen zurücklässt, wird sein Ausscheiden positiv bewertet. Äußerst erfolgreich laufen derzeit die Geschäfte bei Continental. Der Automobilzulieferer legte bei sämtlichen Kennzahlen deutlich zu und stockt die Dividende kräftig auf. Auf dem Börsenparkett wurde dies mit einem ordentlichen Kursgewinn von 9 Prozent gefeiert. Die Conti-Aktie verabschiedete sich mit einem Kurs von 97,89 Euro ins Wochenende und notiert damit leicht unter der 100 Euro Marke. Einen Kursgewinn von 8 Prozent können adidas-Aktionäre verbuchen. Gute Geschäftszahlen und eine Dividendensteigerung haben den Kurs auf 76,20 Euro klettern lassen.

    Hinter den Erwartungen sind dagegen die veröffentlichten Daten von Lanxess geblieben. Die Geschäftszahlen konnten nicht überzeugen und die Börsianer quittierten dies mit einem Kursabschlag von 5,4 Prozent. Damit kostet der jüngste DAX-Aufsteiger nur noch 62,21 Euro. Ebenfalls Kursverluste gab es bei Fresenius Medical Care mit einem Rückgang von 2,8 Prozent auf 51,01 Euro und dem Kalihersteller K+S mit einem Verlust von 1,7 Prozent auf 35,35 Euro.

    Einem weiteren Kursaufschwung und ein Überwinden des Allzeithochs bei über 8.100 Punkten dürften die nächsten Ziele im DAX sein. Da die Konjunktur- und Unternehmensdaten ebenfalls deutlich zulegten, ist der jüngste Kursanstieg beim DAX fundamental unterlegt und es ist davon auszugehen, dass die Party erst einmal weiter geht. Deshalb ist bereits in der kommenden Woche ein nachhaltiger Anstieg über die 8.000er Marke zu erwarten. Das Erreichen eines neuen Allzeithochs könnte allerdings erst ein paar Tage später folgen.