Kategorie: Wochenrückblick

Im DAX-Wochenrückblick berichtet die Bullenbrief-Redaktion jede Woche über das Geschehen an der Börse. Der Fokus liegt dabei beim DAX, aber auch bedeutende globale Einflüsse werden berücksichtigt. Am Ende eines jeden Wochenberichts gibt die Redaktion einen Ausblick zur eigenen Einschätzung für die Entwicklung an den Börsen.

  • DAX-Wochenrückblick vom 24.8.2013

    Nachdem der DAX zu Wochenbeginn mit negativen Vorzeichen in die neue Börsenwoche starte und an den ersten drei Handelstagen der Woche jeweils mit leichten Tagesverlusten den Handel beendete, ging es am Donnerstag mit 1,4 Prozent deutlich nach oben. Am Freitag legte der DAX erneut leicht zu. Unter dem Strich bleibt somit ein Wochengewinn von 0,4 Prozent. Die Marke von 8.400 Punkten hat der DAX wieder erklommen und notiert aktuell bei 8.417 Punkten. Zu Wochenbeginn verbreiteten zunächst Sorgen um eine straffere Geldpolitik der US-Notenbank schlechte Laune auf dem Börsenparkett. Überraschend gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Europa haben am Donnerstag die Kurse deutlich befeuert.

    Unter den DAX-Papieren legten die Papiere der Commerzbank mit einem Wochengewinn von 7 Prozent auf 8,82 Euro am deutlichsten zu. Analystenhäuser haben die Aktie auf Kaufen gesetzt und das Kursziel auf 11 Euro angehoben. Bei dem aktuellen Kursniveau hat die Aktie noch viel Luft nach oben. Der Staat möchte sich ebenfalls zurückziehen, plant jedoch, sein 17 prozentiges Aktienpaket außerhalb der Börse bei einem strategischen Investor zu platzieren. Jeweils mehr als 3 Prozent legten die Papiere von Lanxess und Linde zu. Lanxess konnten von den guten Konjunkturdaten in Europa profitieren und kletterten auf 48,94 Euro.

    Weniger gut liefen dagegen die Geschäfte für Heidelbergcement. Die Aktie verlor 5,8 Prozent auf 54,78 Euro. Papiere von ThyssenKrupp verloren 2,2 Prozent auf 16,30 Euro. Der Vorstand wird nun endlich reinen Tisch machen und sich stärker auf das Aufzugsgeschäft und den Dienstleistungsbereich konzentrieren. Das Stahlgeschäft rückt damit aus dem Fokus für ThyssenKrupp. Papiere des Versicherungsriesen Allianz verloren 1,8 Prozent auf 113,55 Euro.

    Mit dem jüngsten Wochengewinn hat sich der DAX wieder an die obere Grenze der seit längerem verlaufenden Kurszone zwischen 8.200 und 8.450 Punkten herangearbeitet. Ein positives Umfeld sowie gute Daten haben den jüngsten Kursgewinn ermöglicht. Ansonsten ist es nach der Quartalsberichtssaison eher ruhig geworden. Ob damit noch genug Luft für weitere Kursgewinne vorhanden ist, steht derzeit noch in den Sternen. Allerdings stehen die Change gut, dass aufgrund des positiven Konjunkturumfeldes in Deutschland der DAX endlich neue Jahreshöchststände markiert und damit die Herbstrallye einläutet. Mutige Börsianer stocken daher jetzt ihren Aktienbestand auf.

  • DAX-Wochenrückblick vom 17.8.2013

    Mit einem leichten Kursgewinn von 0,5 Prozent hat der DAX die vergangene Handelswoche beendet. Nachdem der Handel in die neue Woche zunächst uneinheitlich und mit Verlusten startete, gelang dem DAX zum Handelsschschluss am Montag eine Aufholjagd von rund 120 Punkten um mit 0,3 Prozent im Plus zu liegen. Anleger werteten die chinesischen Konjunkturdaten positiv. Ein überraschend positiver ZEW-Index ließ am Dienstag die Kurse um 0,7 Prozent steigen. Gute Arbeitsmarktdaten aus den USA führten am Donnerstag zu Kursrückgängen. Die Börsianer erwarten ein baldiges Ende der lockeren Geldpolitik durch die US-Notenbank. Dies belastet die Aktienmärkte und führte zu einem Tagesverlust von 0,7 Prozent. Kaum verändert notierte der DAX am Freitag 0,2 Prozent höher und ging somit mit 8.383,02 Punkten ins Wochenende.

    Unter den DAX-Aktien profitierten von den guten Konjunkturindikatoren vor allem konjunktursensible Aktien. An die Spitze der Wochengewinner setzten sich die Papiere des Chemiehersteller BASF mit einem Wochengewinn von 5 Prozent auf 68,01 Euro. Auch der Automobilhersteller BMW profitiert von guten Konjunkturdaten. Die Papiere der Bayern legten 4,5 Prozent auf 75,53 Euro zu. Deutlich über die 8 Euro Marke kletterten die Dividendentitel der Commerzbank. Damit scheint die lange Talfahrt zumindest kurzfristig beendet zu sein. Die Commerzbank-Papiere legten 4,4 Prozent auf 8,24 Euro zu.

    Gegen den Trend nach unten ging es mit den Papieren der Deutschen Lufthansa. Die Analysten von Morgan Stanley stuften die Aktie ab, nachdem sich die Rendite des Unternehmens im zweiten Quartal verschlechtert hatte. Der Kurs gab um 4,3 Prozent auf 14,20 Euro nach. Aktien der Allianz verloren um 2,7 Prozent auf 115,60 Euro. Eine möglicherweise stärkere Regulierung des Hochfrequenzhandels in den USA könnte der Deutschen Börse schaden. Papiere des Börsenbetreibers wurden verkauft. Die Aktie verlor 2,5 Prozent auf 54,05 Euro.

    Die Kursentwicklung für die kommende Handelswoche wird derzeit uneinheitlich erwartet. Insgesamt scheint es um die Wirtschaftsentwicklung nicht schlecht bestellt zu sein und die Aussichten stimmen positiv. Allerdings könnte dies die Notenbanken zu einer Rückkehr zu einer restriktiveren Geldpolitik veranlassen. Damit fehlt den Aktienmärkten billiges Geld. Durch den Nachfragerückgang werden die Aktienmärkte belastet.

  • DAX-Wochenrückblick vom 10.8.2013

    Mit einem leichten Kursverlust von 0,8 Prozent hat der DAX die vergangene Handelswoche beendet und damit 69 Punkte an Wert verloren. Damit ist der Deutsche Aktienindex unter die Marke von 8.400 Punkte gerutscht und ging am Freitag bei einem Schlussstand von 8.338 Punkten aus dem Handel. Nachdem die Woche zunächst ruhig begann und der DAX lediglich 0,1 Prozent verlor, verhagelten am Dienstag Gewinnwarnungen von Lanxess und K+S die Laune der Börsianer. Der Akteinmarkt verlor alleine am Dienstag 1,2 Prozent. Am Mittwoch liessen Sorgen um die lockere Geldpolitik durch die US-Notenbank die Aktienkurse um 0,5 Prozent fallen. Überraschend gute Zahlen der Commerzbank haben die Aktie um 15 Prozent haussieren lassen. An diesem Tag beendete der DAX den Handel mit einem Gewinn von 0,7 Prozent. Zum Wochenschluss legte der DAX am Freitag erneut 0,2 Prozent zu. Einen Boden scheinen auch die Aktien von K+S gefunden zu haben, die nach starken Kursverlusten in der Vorwoche auch zu Wochenbeginn weiter an Wert verloren haben. Zur Wochenmitte setzte eine Gegenbewegung ein und die Aktie konnte wieder deutlicher zulegen.

    Die Aktie der Commerzbank legte auch am Freitag weiter zu und führt damit den Wochengewinn mit einem Plus von 16,7 Prozent an. Gute Nachrichten gab es auch von der Deutschen Telekom. Das erste Mal seit Jahren legte der Umsatz wieder zu und auch in den USA laufen die Geschäfte wieder besser. Die T-Aktie verteuerte sich um 5,8 Prozent und legte damit 0,53 Euro zu. Damit ist die Aktie auf 9,72 Euro gestiegen und notiert in Reichweite zur 10 Euro-Marke. Gute Zahlen haben auch den Kurs von Henkel beflügelt. Der Waschmittelhersteller legte 3,3 Prozent auf 76,96 Euro zu.

    Gegen den Trend nach unten ging es mit den Papieren von Merck. Ein schwacher Absatz des wichtigen Krebsmedikaments Erbitux kam bei den Aktionären nicht gut an. Der Aktienkurs gab 5,7 Prozent auf 119,40 Euro nach. Die Versorgeraktien zählen weiter zu den aktuellen Verlierern. Die Titel von RWE verbilligten sich um 5,4 Prozent auf 21,30 Euro. BASF und Münchener Rück konnten sich dem freundlichen Trend ebenfalls nicht anschließen und gaben 4,5 Prozent nach. BASF gingen mit 64,79 Euro aus dem Handel und Münchener Rück-Papiere können für 144,65 Euro erworben werden.

    Nach der Trendwende im Wochenverlauf der vergangenen Woche sieht der Marktverlauf aus charttechnischer Sicht gut aus und verspricht weitere Kursgewinne. Ein erneutes Überwinden der 8.400er Marke und das Anpeilen von neuen Jahreshöchstständen ist damit nur eine Frage der Zeit. Nachdem aus China zuletzt eher negative Nachrichten kamen, sind zumindest zum Wochenschluss wieder positive Signale gesendet worden. Damit dürfte die Laune der Aktionäre auf Aktien wieder zunehmen.

  • DAX-Wochenrückblick vom 3.8.2013

    Mit einem Wochengewinn von fast 2 Prozent hat der DAX die vergangene Handelswoche beendet. Dabei ist der Deutsche Aktienindex um 162 Punkte gestiegen und ging zum Wochenschluss bei einem Indexstand von 8.407 Punkten aus dem Handel. Nachdem der Wochenstart zunächst unspektakulär war und lediglich kleine Kursgewinne verbucht werden konnten, ging es am Donnerstag mit einem Tagesgewinn von 1,6 Prozent deutlich nach oben. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland hat positiv überrascht und ist auf einen Wert von 50,7 Punkte gestiegen. Außerdem sorgte der EZB-Präsident mit seiner  Aussage der Fortsetzung der aktuellen lockeren Geldpolitik für Vertrauen in die Aktienmärkte. Damit gerieten die durchwachsenen Unternehmensergebnisse in den Hintergrund und konnten den Aufwärtstrend beim DAX nicht beeinflussen. Der US-Arbeitsmarktbericht gab am Freitag keine klare Richtung vor. So ist es auch nicht überraschend, dass der DAX am Freitag unverändert den Handel beendet hatte.

    Unter den DAX-Aktien setzten sich die Bayer-Aktien mit einem Wochengewinn von 7 Prozent an die Spitze der DAX-Werte. Das unbereinigte EBIT der Leverkusener lag Einersteits recht deutlich unter der Konsensschätzung. Dennoch hätten aber die neuen Produkte Xarelto, Stivarga und Eylea eine „hervorragende Entwicklung“gezeigt, so die DZ-Bank. Die Bayer-Aktie verabschiedete sich bei einem Stand von 89,63 Euro ins Wochenende. VW-Titel stiegen um 6 Prozent. Europas größter Autobauer steigerte sowohl Verkäufe als auch Umsätze. Der Rückgang beim operativen Gewinn fiel nicht so gravierend aus wie im ersten Quartal und weniger deutlich als zunächst befürchtet worden war. Diese positiven Nachrichten haben den Kurs der VW-Aktie auf 182,75 Euro klettern lassen. Nach dem Wechsel an der Konzernspitze bei Siemens wurde auf dem Börsenparkett die Siemens-Aktie wieder gekauft. Die Papiere gehörten mit einem Wochengewinn von 5,1 Prozent auf 83,75 Euro zu den Wochengewinnern.

    Deutlich schlechter entwickelten sich dagegen die Papiere des Kasseler Kaliproduzenten K+S. Der Kurs brach um 29 Prozent auf einen Schlusskurs von 18,72 Euro ein. Damit hat die Aktie innerhalb einer Woche 7,73 Euro an Wert verloren. Auslöser der rasanten Talfahrt waren Aussagen des russischen Wettbewerbers Uralkali gewesen, der sich skeptisch zu den weiteren Aussichten für den Kalipreis geäußert hatte. Nach dieser Meldung rechnen die Russen im zweiten Halbjahr nur noch mit einem Weltkalipreis von 300 Dollar je Tonne. Aktuell liegt der Kali-Preis bei rund 400 Dollar. Positive Nachrichten gab es bereits von ersten Analysten. Die Analysten der NordLB hielten die Kursreaktion bei K+S für stark übertrieben und sprachen von einer hohen Verunsicherung der Investoren. Ebenfalls nach unten ging es mit den Papieren der Lufthansa. Die Fluglinie setzte in den Monaten April bis Juni wegen geringerer Flüge weniger um als im Vorjahr. Der operative Gewinn fiel um gut ein Viertel und das Nettoergebnis ging sogar um 43 Prozent nach unten. Der Aktienkurs der Lufthansa verlor 5,1 Prozent auf 14,66 Euro. Die Aktie der Deutschen Bank gab 4,5 Prozent nach, nachdem der deutsche Branchenprimus mit den Geschäftszahlen zum zweiten Quartal die Erwartungen der Marktteilnehmer verfehlt hatte. Bei der Entwicklung beim Nettogewinn habe die Deutsche Bank deutlich schlechter abgeschnitten. Vor allem aber beim Handel mit festverzinslichen Papieren und beim Zinsüberschuss legte die Bank eine Bauchlandung hin und verfehlte die Ziele. Zum Wochenschluss ging die Deutsche Bank-Aktie bei einem Stand von 34,50 Euro aus dem Handel.

    Beim DAX könnte es in den nächsten Wochen neue Allzeithöchststände geben. Die aktuelle Berichtssaison läuft durchwachsen, jedoch deutlich besser als befürchtet. Inzwischen mehren sich auch die Anzeichen, dass die Rezession in Europa langsam dem Ende entgegensteuert und damit die Weichen für neues Wachstum gestellt werden. Mit der gleichzeitigen Fortsetzung der billigen Zinspolitik durch die EZB und die US-Notenbank, die zumindest in den kommenden Wochen anhalten wird, sind die Rahmenbedingungen für weitere Kursgewinne gelegt. Damit dürfte der DAX genügend Kraft haben um in den nächsten Wochen weiter zuzulegen und neue Höchststände zu markieren.

  • DAX-Wochenrückblick vom 27.7.2013

    In der vergangenen Handelswoche hat der DAX eine Berg- und Talfahrt hingelegt. Nachdem der DAX am Montag mit einer Nullnummer in die neue Woche startete und der Index einen Verlust von weniger als 1 Punkt markierte, ging es an den folgenden Tagen stärker zur Sache. Am Dienstag drehte der Deutsche Aktienindex nach anfänglichen Kursgewinnen wieder ins Minus und schloss den Handelstag mit einem Tagesverlust von 0,2 Prozent ab.

    Ein guter Einkaufsmanagerindex lies den DAX am Mittwoch über die 8.400er Marke steigen. Schwache Vorgaben aus den USA haben den Tagesgewinn zum Handelsende auf 0,8 Prozent schrumpfen lassen. Zum Wochenende hin tendierte der DAX erneut schwächer. Am Donnerstag betrug der Tagesverlust 1 Prozent nach schwachen Unternehmensergebnissen von BASF und Siemens. Am  Freitag wurden die schwachen Vorgaben noch verarbeitet und der Aktienindex gab weitere 0,7 Prozent an Wert ab. Zum Wochenschluss blieb unterm Strich damit ein Verlust von 1 Prozent. Dies ist ein Kursverlust von 87 Punkten auf einen aktuellen Indexstand von 8.245 Punkte.

    Aktien von HeidelbergCement waren die Gewinner der vergangenen Handelswoche. Der Kurs legte um 5,1 Prozent auf 55,19 Euro zu, nachdem die Analysten von J.P. Morgan die Aktie auf Übergewichten hochgestuft hatten. RWE-Papiere zählen mit einem Wochengewinn von 4,1 Prozent auf 23,38 Euro ebenfalls zu den Gewinnern. Das Management von RWE kündigte kräftige Sparmaßnahmen an und löste damit ein kleines Kursfeuerwerk aus. Aktien der Deutschen Bank zählen mit einem Wochengewinn von 2,9 Prozent ebenfalls zu den besten Aktien der vergangenen Handelswoche.

    Zu den Wochenverlierern zählen die Aktien von BASF mit einem Verlust von 5,9 Prozent. Damit verlor der Aktienkurs 4,13 Euro auf einen Schlußkurs von 65,87 Euro. BASF meldete für das zweite Quartal einen operativen Gewinn von 1,8 Milliarden Euro. Da dies fast 200 Millionen Euro weniger waren als erwartet, wurde die Aktie an der Börse verkauft. Eine Gewinnwarnung von Siemens lies die Aktien ebenfalls einbrechen. Im Wochenverlauf bleibt hier ein Verlust von 4,5 Prozent auf 79,68 Euro. Ohne Nachrichten gaben die Papiere von Linde 3,3 Prozent auf 142,15 Euro nach.

    Die aktuelle Berichtssaison enthielt mit BASF, Siemens und der Deutschen Börse bereits einige negative Überraschungen. Interessant wird es in den kommenden Tagen – hält dieser Negativtrend an oder waren diese negativen Nachrichten nur eine Ausnahme. Sollte der Gewinnrückgang stärker ausfallen und weitere Unternehmen negative Unternehmensdaten melden, könnte es mit der positiven Stimmung auf dem Börsenparkett bald vorbei sein und die Kurs wieder etwas nachgeben. Anleger sollten auf der Hut sein und ggfs. aktuell aufgelaufene Kursgewinne versilbern und später bei einem niedrigeren Kursniveau wieder einsteigen. Der Zeitpunkt für Verkäufe dürfte momentan recht gut sein.

  • DAX-Wochenrückblick vom 20.7.2013

    Der DAX hat in der vergangenen Woche erneut zugelegt und damit die Sommerrally fortgesetzt. Demnach es in den vergangenen Wochen zu leichten Kursverlusten kam und viele Marktteilnehmer bereits das Ende der positiven Kursentwicklung prognostizierten, sorgte der starke Kursgewinn in der Vorwoche sowie die Fortsetzung von Kursgewinnen in der vergangenen Woche für ein Ende dieser Diskussionen. Der Deutsche Aktienindex kletterte 119 Punkte oder 1,5 Prozent nach oben und ging damit bei einem Indexstand von 8.332 Punkten aus dem Handel.

    Nachdem der DAX zu Wochenbeginn zunächst mit leichten Kursgewinnen startete, die er am Folgetag wieder abgab, ging es vor allem am Mittwoch und Donnerstag steiler nach oben. Die Rede des US-Notenbank-Chefs beflügelte die Märkte. Demnach wird die Notenbank die Phase der Anleihenkäufe fortsetzen, solange die Arbeitslosenquote die 7 Prozent noch nicht erreicht hat. Marktexperten gehen davon aus, dass die aktuelle Politik damit bis Mitte nächsten Jahres andauern könnte.

    Unter den DAX-Aktien setzten sich die Papiere von ThyssenKrupp mit einem Wochengewinn von 10,2 Prozent an die Spitze der Kursgewinner Der Stahlhersteller könnte für sein Werk in Brasilien bald einen Verkaufsvertrag unterzeichnen. Analysten sehen beim Kurs der ThyssenKrupp-Aktie unter Umständen Potential bis in die Region 30 Euro. Damit hat die Aktie so viel Luft nach oben, dass sie sich sogar noch verdoppeln könnte. Aktuell liegt der Kurs bei 17,02 Euro. Aktien der Commerzbank entwickelten sich ebenfalls positiv und legten 9,2 Prozent auf 6,52 Euro zu. Der Bank gelang es ein gewerbliches Immobilienpaket erfolgreich zu platzieren und damit die Risiken zu reduzieren. Aktien von Siemens und Deutsche Bank legten jeweils knapp 5 Prozent zu.

    Etwas leichter gingen dagegen die Titel des Softwarehersteller SAP aus dem Markt. Der Kurs gab 2,8 Prozent auf 55,73 Euro nach, nachdem die Unternehmensdaten unter den Erwartungen ausgefallen sind. Schlimmeres konnte verhindert werden – nachdem das Unternehmen bekannt gab, dass die Geschäfte in der asiatischen Region im zweiten Halbjahr besser erwartet werden, konnte die Aktie einen Teil der Kursverluste reduzieren. Weiterhin nicht in der Gunst der Anleger stehen die Aktien von K+S mit einem Kursverlust von 2,3 Prozent auf 26,28 Euro. Adidas gaben ebenfalls leicht nach und gingen 1,2 Prozent niedriger aus dem Handel. Der aktuelle Kurs der adidas-Aktie beträgt 84,87 Euro.

    Für die kommende Woche wird eine Fortsetzung der Aktienkurse auf dem aktuellen Marktniveau erwartet. Die Umsätze haben in den vergangenen Wochen leicht abgenommen, so dass die Gefahr von Kursverlusten gestiegen ist. Insgesamt ist der Aufwärtstrend intakt, so dass weitere Kursgewinne bis in die Region von 8.600 in den kommenden Wochen zu erwarten sind.

  • DAX-Wochenrückblick vom 13.7.2013

    Mit ordentlichen Kursgewinnen hat der DAX die vergangene Handelswoche beendet. Der Deutsche Aktienindex legte an jedem Tag der Woche zu und fuhr damit im Wochenverlauf einen Gewinn von 5,2 Prozent ein. Bereits zu Wochenbeginn ist dem Deutschen Index der Sprung über die 8.000er Marke gelungen. Zum Wochenschluss ging der DAX bei einem Stand von 8.213 Punkten aus dem Handel.

    Bereits am Montag legte der DAX 2,1 Prozent zu und ging nur leicht unter der 8.000er Marke aus dem Handel. Mit dem Spin-Off von Osram erhielten Siemens-Aktionäre am Montag Osram-Aktien in ihr Depot gebucht. Damit gehörten dem DAX-Index für diesen einen Tag 31 Unternehmen an anstatt der sonst üblichen 30 Werte. Allerdings musste Osram bereits am Montag Abend den DAX wieder verlassen, so dass damit die alte Ordnung wieder hergestellt war. Am Dienstag glückte dem DAX dann tatsächlich der nachhaltige Sprung über die 8.000er Marke nach einem erneuten 1,1 prozentigen Tagesgewinn. Die Euro-Finanzminister sorgten für Beruhigung in Sache Eurokrise und damit für weiter steigende Kurse. Mit guten Unternehmensdaten läutete auch der amerikanische Aluminiumhersteller Alcoa die beginnende Quartalssaison positiv ein. Am Freitag sorgte die Daimler-Aktie für eine positive Überraschung mit unerwartet guten vorgelegten Quartalszahlen und zog damit den DAX zum Wochenschluss weiter nach oben.

    Damit waren die Dividendenpapiere des Automobilbauers Daimler auch der Spitzenreiter unter den DAX-Titeln. Der Kurs legte um 10,2 Prozent zu. Damit notiert die lange Zeit knapp unter der 50 Euro Marke schwankende Aktie bei 52,35 Euro. Einige Analysten sehen die aktuelle positive Entwicklung als den Start einer länger andauernden Serie von positiven Quartalsergebnissen. Momentan machen die Stuttgarter Vieles richtig und haben damit das Unternehmen gut für die Zukunft ausgerichtet. Im laufenden Jahr sind die Lanxess-Papiere das Schlusslicht. In der vergangenen Woche griffen Anleger jedoch zu und kauften diese Papiere. Der Kurs der Lanxess-Aktie legte 8,2 Prozent auf 46,54 Euro zu. Von positiven Konjunkturnachrichten profitieren auch immer die infineon-Aktien, die in der vergangenen Woche ebenfalls deutlich zulegen konnten. Die Aktie des Speicherchipherstellers legte 7,8 Prozent auf 6,93 Euro zu.

    Einzige Aktie im DAX mit Kursverlusten waren dagegen die Aktien des Düngemittelherstellers K+S. Hier haben Analysten der UBS die Aktie zum Verkauf empfohlen und sogar die Dividende für das aktuelle Geschäftsjahr in Frage gestellt. Daraufhin brach der Kurs ein und ging zum Wochenschluss bei einem Verlust von 0,5 Prozent aus dem Handel. Aktien von K+S notieren aktuell bei 26,89 Euro. Leichte Kursgewinne und damit ebenfalls schwächste Werte im DAX waren ferner die Papiere von Lufthansa, Commerzbank und Merck mit einem Kursgewinn von jeweils rund 1 Prozent. Während bei Lufthansa ein Paket-Verkauf eines Großaktionärs zu 15 Euro je Aktie den Kurs drückte, scheint die Commerzbank derzeit keinen Boden zu finden und eilt von einem Allzeit-Tief zum Nächsten.

    Für die kommende Handelswoche stehen die Aussichten für weitere Kursgewinnen nicht schlecht. Das Umfeld ist derzeit weiter gut für deutsche Aktien und deshalb dürfte sich die Gewinnserie beim größten deutschen Aktienindex auch fortsetzen.

  • DAX-Wochenrückblick vom 6.7.2013

    Nach einer unglaublichen Berg- und Talfahrt hat der DAX die vergangene Handelswoche tiefrot beendet. Der Deutsche Aktienindex notiert 154 Punkte unter dem Stand der Vorwoche und hat damit 1,9 Prozent an Wert verloren. Am Montag feierte der DAX sein 25-jähriges Bestehen und zur Feier gelang dem Index ein kleines Kursplus von 0,3 Prozent. Doch bereits am Dienstag sorgten uneinheitliche Konjunkturdaten sowie der Rücktritt des portugiesischen Finanzministers für Unruhe unter der Börsianern. Sorgen um ein Wiederaufflammen der Eurokrise haben die Aktienkurse in den Keller fallen lassen.

    Der DAX gab am Dienstag um 0,9 Prozent nach. Einen Tag später bot sich das gleiche Bild mit einem Tagesverlust von 1 Prozent. Als am Donnerstag die EZB eine Fortsetzung des billigen Geldes ankündigte, drehte die Stimmung auf dem Börsenparkett. Die Märkte kannten nur noch eine Richtung. Aktien wurden in großem Umfang gekauft. Der DAX legte einen Kurssprung um 2,1 Prozent hin. Doch bereits am Freitag war die Feierstimmung schon wieder vorbei. Positive US-Jobdaten schüren die Angst, dass zumindest in den USA die Zeit des billigen Geldes und damit der Treibstoff für Kursgewinne bald vorbei sein könnte. Der DAX beendete mit einem Tagesverlust von 2,4 Prozent den Handel und hat damit auch das Wochenergebnis verhagelt.

    Unter den größten Verlierern sind vor allem Dividendenpapiere aus dem Finanzsektor zu finden. Besonders unter Druck stehen die Aktien der Frankfurter Commerzbank, die um 11,8 Prozent an Wert verloren und selbst nach dem Aktiensplit nur noch bei 5,91 Euro notieren. Mögliche Probleme mit Schiffskrediten wurden als Ursache für den Unternehmenswertverfall genannt. Fresenius Medical Care leiden unter einer Reduzierung der Ausgaben des Gesundheitssystems in den USA. Damit bricht dem Bad Homburger Unternehmen ein Teil der Einnahmen weg. Die Aktie notiert in dieser Woche genauso schwach wie die Commerzbank mit einem Verlust von ebenfalls 11,8 Prozent. Die Aktien werden aktuell bei 48,11 Euro gehandelt. Auf einem Kursniveau von 1993 notieren die Papiere des Energieversorgers RWE. Die Aktie ist ebenfalls kräftig unter die Räder gekommen und verlor
    10 Prozent an Wert. Damit müssen für eine Aktie nur 22,07 Euro bezahlt werden.

    Mit Continental gab es im aktuell schwachen Börsenumfeld auch einen Gewinner. Der Kurs legte um 3,9 Prozent auf 106,65 Euro zu. Nachdem das Unternehmen in der vergangenen Woche durch eine Tilgung den Schuldenberg reduzierte, stürzten sich zahlreiche Käufer auf die Papiere. Auch die Automobilhersteller legten gegen den Trend zu. Daimler verteuerten sich um 2,2 Prozent auf 47,52 Euro und Volkswagen gewannen 1,1 Prozent auf 157,25 Euro.

    Derzeit beschäftigt das nahende Ende der lockeren Geldpolitik durch die Notenbanken den Aktienmarkt negativ. Zusätzlich sorgten erneute Gerüchte zur Eurokrise für Verunsicherung. Dies zeigte jeweils wie anfällig die Märkte momentan sind und welche Kursreaktionen dies auslösen kann. Ähnlich stürmisch dürfte es auch in den kommenden Wochen weitergehen. Allerdings laden die aktuellen Kursniveaus bereits zu Käufen ein, so dass hier durchaus gute Schnäppchen zu finden sind. Clevere Anlager nutzen aktuell günstige Einstiegschancen, bevor die Kurs wieder zulegen.

  • DAX-Wochenrückblick vom 29.6.2013

    Nach Verlusten in den vergangenen Wochen gelang dem DAX in der vergangenen Handelswoche die Trendwende. Der Deutsche Aktienindex legte 170 Punkte zu und notierte damit 2,2 Prozent über dem Schlußkurs der Vorwoche. Im Wochenverlauf ist dem DAX sogar der Sprung über die 8.000er Marke gelungen. Allerdings war dieser Ausflug nur von kurzer Dauer.

    Der Start in die Woche ist zunächst holprig verläufen. Am Montag drückten Sorgen um eine Kreditklemme in China sowie ein mögliches Ende des billigen Geldes in den USA für Kursverluste. Selbst gute Konjunkturdaten wie der ifo-Geschäftsklimaindex konnten dem DAX zu keinen Kursgewinnen verhelfen. Die Marktteilnehmer verkauften Papiere – der DAX verlor 1,2 Prozent. An den folgenden Tagen legten die Aktienmärkte zum Teil kräftig zu. Die chinesische Notenbank scheint die heimischen Probleme im Griff zu bekommen und schwache Konjunkturdaten aus den USA nähren die Hoffnung, dass das Ende der Niedrigzinspolitik in den USA doch noch etwas andauern wird. Am Freitag gab es nach drei starken Handelstagen mit Kursgewinnen einen leichten Kursverlust von 0,4 Prozent.

    Nachdem aus China im Verlauf der vergangenen Woche entspannende Worte kamen, legten vor allem Aktien aus dem Automobilbereich, dem Finanzsektor und konjunktursensible Aktien am stärksten zu. Aktien des Automobilherstellers Daimler verteuerten sich um 7,7 Prozent auf 46,49 Euro. Die Dividendenpapiere des Automobilzulieferers Continental legten 6,7 Prozent auf 102,60 Euro zu und Papiere des Versicherungsriesen Allianz gewannen 6,4 Prozent auf 112,25 Euro.

    Im Rahmen des Windows Dressing wurden zum Halbjahr die Aktien der aktuellen Jahresverlierer erneut verkauft. Zu den Wochenverlierern mit dem höchsten Wochenverlust zählt die Aktie der Commerzbank, die erneut 7,8 Prozent verlor und nur noch bei 6,70 Euro notiert. Analysten haben die Papiere des Chemieherstellers Lanxess auf die Verkaufsliste gesetzt. Der Kurs gab ebenfalls um 7,8 Prozent auf 46,28 Euro nach. Aktien der Deutschen Bank verloren ebenfalls und gaben 3,1 Prozent auf 32,16 Euro nach.

    Ob dem DAX in der kommenden Woche der Sprung über die 8.000er Marke gelingt, ist derzeit fraglich. Allerdings stehen die Vorzeichen derzeit gut, dass die Übertreibung in der jüngsten Vergangenheit Käufer auf den Plan gerufen hat und dadurch die Kurse wieder zulegen. Die deutsche Wirtschaft läuft weiterhin auf Hochtouren. Somit dürfte auch mittelfristig neuen Jahreshöchstständen nichts im Wege stehen.

  • DAX-Wochenrückblick vom 8.6.2013

    Auf Wochensicht hat sich der DAX mit einem Verlust von 1,1 Prozent ins Wochenende verabschiedet. Der Aktienindex verlor 94 Punkte und notiert aktuell bei 8.255 Punkten. Nachdem zu Wochenbeginn unterschiedliche Konjunktursignale gesendet wurden und schwache Vorgaben aus Asien die Märkte überraschten, brachen die Kurs deutlich ein. Als dann auch noch die EZB einen negativen Ausblick gab, kannten die deutschen Standardaktien nur noch eine Richtung – nach unten. Am Freitag sorgten überraschende Arbeitsmarktdaten jedoch für eine Gegenbewegung, die dem DAX alleine am Freitag zu einem Tagesgewinn von 1,9 Prozent verhalf. Die Arbeitsmarktdaten sind optimal ausgefallen wie es ein Börsianer treffend bezeichnet. Es wurden mehr Stellen geschaffen, was ein positives Signal ist, jedoch stieg nach der Revision der letzten Arbeitslosenquoten diese leicht an. Die US-Notenbank will die lockere Zinspolitik solange fortsetzen bis eine Arbeitsmarktquote von 6,5 Prozent erreicht ist. Damit fliest den Märkten weiter billiges Geld zu, das auch für Käufe an den Aktienmärkten genutzt wird und damit die Kurse steigen lässt.

    Unter den DAX-Aktien überraschten die Papiere der Deutschen Bank mit einem Wochengewinn von 0,7 Prozent auf 36,34 Euro. Ebenfalls stabil entwickelten sich die Papiere von ThyssenKrupp, Bayer und Fresenius, die ebenfalls leicht zulegen konnten. Merck und Deutsche Telekom notierten unverändert, während alle übrigen DAX-Aktien die Woche mit Kursverlusten beendeten.

    Den höchsten Kurseinbruch gab es für die Aktien des Kalihersteller K+S. Der Kurs gab um 1,99 Euro auf 30,52 Euro nach. Dies entspricht einem Verlust von 6,1 Prozent. Aktien der Commerzbank verbilligten sich um 5,2 Prozent auf 7,66. Drittschwächste Aktie im DAX waren die Papiere des Chemieherstellers BASF mit einem Kursrückgang von 3,2 Prozent auf 72,83 Euro.

    Ein Rückgang bei den Neuzulassungen für PKWs sorgte für Verkäufe bei den Automobilaktien. Im Wochenverlauf konnten sich die Papiere von BMW, VW und Daimler mit Kursverlusten von rund 2 Prozent recht gut behaupten. Die Hochwasserflut in Deutschland belastet die Versicherer. Vor allem Allianz ist in der Hausratversicherung stark vertreten. Zum Wochenschluss bleibt hier ein Rückgang um 2,4 Prozent auf 116,90 Euro.

    Die für die Aktienmärkte hervorragenden Arbeitsmarktdaten haben die Börsen zumindest vorübergehend beruhigt. Deshalb dürfte die Erholung auch in den nächsten Tagen noch andauern. Allerdings wird es nicht lange dauern bis erneute Sorgen um die lockere Zinspolitik aufkommen. Sollte die Konjunkturentwicklung weiter schwach bleiben, wird die Zinspolitik als Kurstreiber Bestand haben, allerdings schlägt sich dies auf Dauer auf die Unternehmensergebnisse durch, so dass es hier ebenfalls zu einer Belastung kommt. Wie auch immer, kurzfristig erwarten wir zunächst eine weitere Erholung bevor es wieder zu Kursrückgängen kommt. Hier heißt es im richtigen Moment aus dem Markt auszusteigen.