Kategorie: Wochenrückblick

Im DAX-Wochenrückblick berichtet die Bullenbrief-Redaktion jede Woche über das Geschehen an der Börse. Der Fokus liegt dabei beim DAX, aber auch bedeutende globale Einflüsse werden berücksichtigt. Am Ende eines jeden Wochenberichts gibt die Redaktion einen Ausblick zur eigenen Einschätzung für die Entwicklung an den Börsen.

  • DAX mit neuem Allzeithoch von 9.790 Punkten – starke Handelswoche mit 2,9 Prozent Gewinn – deutliche Gewinne bei ThyssenKrupp, Lanxess und K+S

    Mit einer starken Kursentwicklung hat der DAX die vergangene Handelswoche beendet. Der Deutsche Aktienindex stieg um 2,9 Prozent auf 9.743 Punkte und ist damit der 10.000er Marke einen großen Schritt näher gekommen. Am Freitag markierte der DAX ein neues Allzeithoch bei 9.790 Punkten.

    Am Montag startete der DAX mit deutlichen Kursgewinnen von 0,4 Prozent in die neue Handelswoche. Nach Bekanntgabe der Lockerung einer Regel durch die Finanzaufsicht ging es mit dem gesamten Bankensektor nach oben. Eine positive Nachrichtenlage sorgte für starke Nachfrage nach Papieren von ThyssenKrupp. Am Dienstag ging es mit 0,3 Prozent weiter nach oben. Vor allem die gestartete Berichtssaison in den USA sorgte für Anschlusskäufe. Eine Prognose von der Weltbank liess am Mittwoch die Aktienmärkte regelrecht explodieren. Der DAX legte um 2 Prozent zu, nachdem die Weltbank eine höhere Prognose für die Weltwirtschaft veröffentlichte, starke Konjunkturdaten aus den USA bekannt gegeben wurden und die Bank of America gute Geschäftszahlen vorlegte. In Deutschland profitierten an diesem Tag die Papiere von K+S und Lufthansa besonders stark von diesem guten Aktienmarktumfeld. Dass die Kurse dann am Donenrstag etwas auf der Stelle traten und 0,2 Prozent nachgaben, wurde auf dem Börsenparkett zur Kenntnis genommen. Stark nach oben ging es dann am Freitag, als der DAX bei 9.790 ein neues Allzeithoch markierte. Allerdings kamen die Kurse wieder etwas zurück, so dass der DAX den Freitagshandel mit einem Tagesgewinn von 0,3 Prozent beendete.

    An die Spitze der Wochengewinner beim DAX setzten sich die Papiere von ThyssenKrupp. Die Dividendentitel des Stahlkochers verteuerten sich um 8,8 Prozent auf 19,15 Euro. Die Kurse wurden von den guten Konjunkturnachrichten sowie einer allgemein positiven Nachrichtenlage für ThyssenKrupp beflügelt. Auf der Hauptversammlung am Freitag sorgte die dort verbreitete Aufbruchstimmung für eine positive Perspektive für die weitere Geschäftsentwicklung von ThyssenKrupp. Mit Lanxess und K+S legten die beiden Verlierer des Börsenjahres 2013 deutlich zu und verteuerten sich jeweils um rund 7 Prozent. K+S profitiert derzeit von einer Bestätigung der Geschäftsergebnisse sowie einer Stabilisierung des Kalipreises. Dies könnte langfristig eine positive Kursentwicklung für das Unternehmen einläuten.

    Um 4,5 Prozent ging es dagegen mit den Papieren des Börsenbetreibers Deutsche Börse nach unten. Der Aktienkurs verlor 2,81 Euro auf 60,33 Euro. Kaum verändert gingen dagegen die Papiere von SAP, Fresenius und Merck auf dem Handel. Die Kurse der genannten Unternehmen bewegten sich dabei in einer Spanne von 0,5 Prozent Kursverlust bis 0,5 Prozent Kursgewinn.

    Da die Stimmung an den Aktienmärkten derzeit äußerst positiv ist und die positive Stimmung auch von guten Konjunkturdaten sowie guten Geschäftszahlen der Unternehmen getragen wird, ist derzeit keine negative Kursentwicklung zu erwarten. Die Bullen haben weiterhin die Oberhand, so dass auch in der kommenden Woche mit weiteren Kursgewinnen gerechnet werden kann. Aufgrund der aktuellen Dynamik ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis damit die Marke von 10.000 Punkten beim DAX überschritten wird. Rein rechnerisch wäre dies bei gleichen Kursgewinnen wie in der Vorwoche bereits in der kommenden Woche möglich.

  • DAX mit wenig Schwung in der vergangenen Börsenwoche – 0,8 Prozent Gewinn – Bankaktien und Lufthansa sind die Gewinner

    In der ersten kompletten Handelswoche des neuen Jahres zeichnete sich kein eindeutiger Trend ab. Zum Wochenschluss blieb immerhin ein leichter Gewinn von 0,4 Prozent auf der Börsentafel stehen. Damit legte der Deutsche Aktienindex 38 Punkte zu und ging bei einer Notierung von 9.473 Punkten aus dem Handel.

    Zu Wochenbeginn verlief der Handel zunächst uneinheitlich. Am ruhigen „Heilige Drei Könige“-Tag ging der DAX 7 Punkte leichter aus dem Handel. Bei dünnen Umsätzen notieren die Deutschen Dividendentitel nahezu unverändert. Am Dienstag legte der DAX 0,8 Prozent zu. Zu den Tagesgewinnern zählen die Finanzinsitute, die deutlich zulegen konnten. Die strikte Trennung der Banken und damit der Verlust des lukrativen Eigenhandels für eine Geschäftsbank scheint damit aufzuweichen. Um 6 Prozent ging es nach dieser Meldung bei der Commerzbank nach ob. Einen Tag später war die gute Stimmung schon wieder verflogen. Der DAX ging am Mittwoch 8 Punkte leichter aus dem Handel. Ein zurückhaltender Ausblick von EZB-Chef Draghi liess den Deutschen Aktienmarkt 0,8 Prozent verlieren, bevor es zum Wochenschluss zu erneuten Gewinnen in Höhe von 0,6 Prozent kam.

    Mit einem Wochengewinn von 15 Prozent ist die Aktie der Commerzbank der Wochengewinner. Mit der Aufweichung den Eigenhandel fortführen zu können, bleibt Phantasie für eine zukünftig dynamische Ergebnisentwicklung bei den Bankaktien. Die Papiere der Commerzbank legten 1,69 Euro auf 12,97 Euro zu. Überraschend gute Geschäftszahlen und niedrigere Kosten für das Sparprogramm Score haben die Lufthansa-Aktie alleine am Freitag um 9 Prozent steigen lassen. Zum Wochenschluss bleibt ein Gewinn von 12,6 Prozent. Damit kletterte das Lufthansa-Papier um 1,94 Eurp auf 17,35 Euro. Aktien der Deutschen Börsen profitieren wie die Commerzbank ebenfalls von einer Erleichterung der Bankgeschäfte und legten um 7 Prozent auf 36,83 Euro zu.

    Weniger erfolgreich waren dagegen die Papiere von Lanxess. Das Chemieunternehmen leidet weiterhin unter der Entwicklung der Geschäfte. Der Kurs gab um 4,2 Prozent auf 46,36 Euro nach. Zu den Wochenverlieren gehören auch die Papiere von Henkel und Infinen mit einem Kursverlust von 2,9 bzw. 2,5 Prozent. Henkel-Papiere verloren im Wochenverlauf 2,42 Euro auf 81,62 Euro und infineon-Papiere verbilligten sich um 19 Cent auf 7,54 Euro.

    Nachdem der DAX im neuen Jahr bislang keine eindeutige Richtung ausbilden konnte, ist es derzeit schwierig, die kurzfristige Kursentwicklung für die kommende Börsenwoche zu prognostizieren. Insofern dürften aktuelle Meldungen das Geschehen auf dem Börsenparkett bestimmen.

  • DAX beginnt mit Verlusten das Börsenjahr 2014 – Kursverluste von 1,2 an den beiden ersten Handelstagen – Münchener Rück, Commerzbank und die Versorger-Aktien sind die Verlierer

    Die ersten Tage des neuen Jahres sind vorbei und der DAX hat an den beiden Tagen 1,2 Prozent verloren. Dabei war der Start zu Jahresbeginn noch vielversprechend. In den ersten Handelsminuten schoss der DAX nach oben und erreichte mit 9.620 ein neues Rekordhoch. Doch viele Börsianer glauben, dass aufgrund der starken Kursgewinne vor Weihnachten die Märkte heiß gelaufen sind und eine Erholung überfällig war. Zum Wochenschluss ging der DAX bei 9.435 Punkten aus dem Handel und hat damit 117 Punkte verloren.

    Besonders am Donnerstag, dem ersten Handelstag des Jahres, verlor der DAX bei schwachen Umsätzen. Nahezu durch die Bank ging es mit den Aktienkursen in den Keller. Nach einer negativen Prognose durch die Bank of America für K+S setzte sich der Dividendentitel mit einem Tagesverlust von 3,6 Prozent an die Spitze der Tagesverlierer. Bei RWE wird über eine Kapitalerhöhung spekuliert. Dies belastete das Papier ebenfalls und sorgte für einen Tagesverlust von 2,7 Prozent. Am Ende ging der DAX mit einem Kursabschlag von 1,6 Prozent aus dem Handel. Doch bereits am Freitag setzte eine Gegenbewegung ein. Der Deutsche Aktienindex legte 0,4 Prozent zu.

    Unter den DAX-Titeln konnten in den ersten beiden Handelstagen lediglich drei Aktien einen Kursgewinn verbuchen. Den Höchsten von 1,5 Prozent erzielten dabei die Papiere von HeidelbergCement. Merck legten 0,3 Prozent zu und Siemens verteuerten sich um 0,2 Prozent auf 99,50 Euro. Damit notiert das Siemens-Papier nur noch leicht unter der 100 Euro Marke.

    Die höchsten Kursverluste in der ersten Handelswoche des Jahres 2014 gab es bei der Münchener Rück mit einem Wochenverlust von 3,7 Prozent auf 154,20 Euro. Commerzbank-Aktien legten in den letzten Tagen des alten Jahres besonders stark zu. Im neuen Jahr ging es erst einmal um 3,7 Prozent nach unten. Die Versorger zählen ebenfalls zu den Wochenverlieren. RWE gaben 3,6 Prozent ab und E.on verbilligten sich um 2 Prozent.

    In der nächsten Woche wird die Börse nach den Feiertagen wieder zum Normalbetrieb zurückkehren. Dann wird sich zeigen, ob die Mehrheit der Marktteilnehmer weiter auf steigende Kurse setzt oder erst einmal die Gewinne eingefahren werden. Je nachdem wie die Entscheidung ausfällt, wird der DAX weiter zulegen oder erst einmal vor sich herdümpeln. Anlass zur Sorge besteht in jedem Fall dennoch nicht. Die Aussichten sind weiterhin erst einmal rosig.

  • DAX mit 25 Prozent Jahresgewinn in 2013 – DAX-Jahresrückblick 2013 – DAX oberhalb von 11.000 Punkten in 2014 erwartet

    Während der feiertagsbedingten Weihnachts-Pause wurde seit der letzten Bullenbrief-Ausgabe vor Weihnachten lediglich an drei Tagen an der Börse gehandelt. Diese Zeit stand dabei ganz im Zeichen der Jahresendrally und der Deutsche Aktienindex konnte den Jahresgewinn weiter ausbauen. In dieser Zeit legte der Index weitere 1,6 Prozent zu. Der DAX geht damit bei einem Stand von 9.552 Punkten in die Silvesternacht.

    25 Prozent Gewinn – 2013 als eines der erfolgreichsten Börsenjahre beim DAX

    Insgesamt verlief das Börsenjahr 2013 äußerst erfreulich und zählt damit zu einem der 10 erfolgreichsten Börsenjahre in der 25-jährigen Geschichte des DAX. Der DAX legte im Jahresverlauf genau 1.940 Punkte zu. Nachdem der Start ins Börsenjahr 2013 bei 7.612 Punkten erfolgte, entspricht dieses Kursplus einem Gewinn von 25 Prozent.

    Dabei verlief die erste Hälfte des Börsenjahres 2013 gar nicht so erfolgreich. Der DAX bewegte sich mehr oder weniger auf der Stelle. Nach den ersten beiden Monaten notierte der DAX mehr oder weniger unverändert gegenüber dem Jahresbeginn. Im Mai setzte dann die Börsenrally ein. Neue Allzeithöchststände wurden bei 8.500 Punkten erreicht, die sich jedoch bereits einen Monat später wieder in Luft auflösten. Der DAX gab nach und viel bis auf rund 7.700 Punkte. Viele Börsianer trauten dem DAX wohl nicht zu viel zu. Doch seitdem ging es mit den Kursen kontinuierlich nach oben. Während im Juli und August die Kursgewinne noch relativ holprig waren, ging es im November nachhaltig über die Marke von 9.000 Punkten. Nahezu täglich wurden neue Allzeithochs markiert. Anfang Dezember notierte der DAX oberhalb von 9.400 Punkten, bevor es in den folgenden Wochen zu Gewinnmitnahmen kam. Einige Börsianer erwarteten bereits das Ende der Kursgewinne. Der DAX gab bis auf 9.000 Punkte nach, bevor die Kurse zum Jahresende noch einmal richtig zulegten.

    Jahresrückblick beim DAX 2013 – Aktienverluste waren im DAX fast unmöglich

    Damit war es für Börsianer fast unmöglich Kursverluste zu machen. Insgesamt fuhren lediglich sechs Aktien Jahresverluste ein. Die Verluste von K+S sowie Lanxess waren mit 37 bzw. 27 Prozent am höchsten und hausgemacht, während die Kursrückgänge von RWE und E.on von 16 bzw. 5 Prozent auf das Konto der Energiewende gingen. ThyssenKrupp lag mit einem Rückgang von 3 Prozent lediglich leicht im Minus. Alle übrigen Aktien notieren im Plus und legten mehr zu als man auf dem Sparbuch oder Tagesgeldkonto bekommt – Dividendenzahlungen jeweils noch nicht mit berücksichtigt. Bei K+S wurde auf einen Verfall bei den Kalipreisen spekuliert, der am Ende doch nicht so kam. Dies führte zu einer unterjähirgen Erholung bei der K+S-Aktie, die im Jahresverlauf noch tiefer in den roten Zahlen notierte. Lanxess macht das Kautschuk-Geschäft zu schaffen, da hier ein Preisverfall eintrat.

    Von den Gewinneraktien notieren 14 Dividendenpapiere mit einem Kursgewinn von mehr als 20 Prozent im Plus. Den höchsten Kurszuwachs erzielten die Papiere von Continental mit einem beachtlichen Kursgewinn von 84 Prozent. Selbst eher als langweilig geltende Papiere zählen im Börsenjahr 2013 zu den Gewinnern. Die als „Aktie Gelb“ bekannten Papiere der Deutschen Post verteuerten sich um 61 Prozent und die Papiere des Automobilherstellers Daimler legten um 51 Prozent zu. Während Contintental einerseits von der guten Entwicklung in der Automobilbranche profitierte, machte das Unternehmen andererseits auch die Hausaufgaben. Die durchgeführten Restrukturierungen zeigen ihre Wirkung. Das boomende Onlinegeschäft beschert der Post jede Menge Zugewinne im Pakethandel.

    Geldpolitik und Konjunktur treiben Kursgewinne im DAX

    Politische Nachrichten hatten die Börsen kaum negativ beeinflusst. Stattdessen führten Erfolge bei der Euro-Rettung für gute Stimmung. Während vor einem Jahr noch über das Austreten einzelner Länder aus der Euro-Währung spekuliert wurde, gelang es Irland bereits den Rettungsschirm zu verlassen. In Spanien ist ein leichtes Anziehen der Konjunktur wieder zum Greifen nahe und bei den Krisenländern Griechenland und Portugal scheint die Abwärtsspirale gestoppt zu sein. Auch in Italien ist die Lage weitaus weniger dramatisch wie zu Beginn des Jahres. Deutschland legte bei den Exporten in der zweiten Jahreshälfte wieder deutlich zu und hier macht sich auch ein Anziehen der Binnenkonjunktur positiv bemerkbar. Ein weiterer großer Treiber für die positive Kursentwicklung an den globalen Aktienmärkten ist die lockere Geldpolitik aller großen Zentralbanken. Zur Ankurbelung der Konjunktur wurden die Leitzinsen auf historische Tiefstände gesenkt. Zusätzlich sorgen Liquiditätsprogramme für jede Menge freies Geld, das nach Anlagen sucht und an die Aktienmärkte floss.

    Jahresausblick – wie wird sich der DAX 2014 entwickeln

    Doch was kommt nach dem erfolgreichen Börsenjahr 2013? Immerhin hat der DAX zwei Jahre in Folge ordentlich zugelegt. Bei einem Blick auf die Unternehmensbewertung ist auf dem aktuellen Kursniveau noch keine Übertreibung zu erkennen. Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse bewegen sich auf langjährigen Mittelwerten. Bei einer Fortsetzung der aktuellen Konjunkturentwicklung sollte die Party an der Börse damit noch weitergehen. Für eine Belastung an den Aktienmärkten könnte jedoch eine mögliche Anhebung der Leitzinsen und der Reduzierung der Liquidität an den Märkten sorgen. Ebenfalls eine Gefahr stellt die chinesische Wirtschaft dar. Die Exporte in diese Region werden immer wichtiger. Mögliche Probleme im Finanzsektor hätten damit auch Auswirkungen auf die globale und die deutsche Wirtschaft.

    Neue DAX-Höchststände in 2014

    Unter Abwägung der Szenarien ist für 2014 zunächst mit weiteren Kursgewinnen zu rechnen. Wir gehen davon aus, dass der DAX in den kommenden Monaten die Rally ungebremst fortsetzt und selbst die 11.000 Marke in greifbare Nähe rückt. Zumindest die 10.000er Marke sollte im Januar noch übersprungen werden. In 2014 könnte allerdings die alte Börsenweisheit „Sell in May and go away“ viel Geld wert sein. Wir erwarten auf jeden Fall einen Einbruch nach der starken Entwicklung. Ob es tatsächlich Mai ist oder etwas früher oder später, können wir jedoch nicht sagen. Die Gründe können dafür vielfältig sein. Bis zum Jahresschluss sollte sich die Lage jedoch wieder beruhigen.

    Prognose für DAX-Schlusstand 2014 bei 9.890 Punkten

    Auf Jahressicht erwarten wir jedoch nur einen leichten Kursgewinn. In unserem Szenario sehen wir den DAX bei einem Stand von 9.890 das Börsenjahr 2014 beendet. Dies würde einem leichten Gewinn von 3,5 Prozent entsprechen. Das Motto für Börsianer sollte in 2014 daher sein, Gewinne auch mal mitzunehmen und bei günstigeren Kursniveaus zu investieren. Damit lassen sich bei unserem Szenario ordentliche Renditen erwirtschaften, die das Börsenjahr 2013 in den Schatten stellen dürften.

  • DAX in Weihnachtsstimmung – 4,4 Prozent Wochengewinn – Deutsche Börse, Telekom und Post haussieren – DAX kurz vor neuen Allzeithochs

    Mit einem Kursfeuerwerk hat der DAX in der letzten richtigen Handelswoche vor Weihnachten die Jahresendrally eingeläutet. Der Deutsche Aktienindex legte um 4,4 Prozent zu. Dies ist ein Wochengewinn von 394 Punkten. Damit notiert der deutsche Blue Chips Index mit 9.400 Punkten nur leicht unter den Allzeithochs. Die Stimmung auf dem Börsenparkett sieht damit derzeit sehr gut aus. Auch aus charttechnischer Sicht hat der DAX mit der starken Performance in den letzten fünf Handelstagen positive Signale gesendet.

    Mit einem Tagesgewinn von 1,7 Prozent hat der DAX bereits am Montag in den Vorwärtsgang geschaltet. Doch bereits am Dienstag verkauften vorsichtige Aktionäre und machten einen Teil der Kursgewinne des Vortages wieder zunichte. Am Tagesende notiert der DAX mit einem Tagesverlust von 0,9 Prozent. Selbst hervorragende Konjunkturindikatoren wie der ZEW Frühindikator, der so positiv ist wie zuletzt im April 2006, konnten die Verluste nicht verhindern. Am Mittwoch veröffentlichte auch das ifo-Institut hervorragende Konjunkturaussichten für Deutschland. Der DAX legte im Tagesverlauf 1,1 Prozent zu. Lange wurde spekuliert, dass die US-Notenbank das Liquiditätsprogramm der Anleihekäufe mit dem Anziehen der Konjunktur reduzieren könnte. Nun herrscht Gewissheit, dass diese je Monat um 10 Milliarden US-Dollar reduziert wird. Die Börsianer sahen darin allerdings eine Stärke der Konjunktur und liessen die Kurse entgegen der vorangegangenen Befürchtungen steigen. Der DAX legte auch am Donnerstag kräftig zu. Der Tagesgewinn betrug 1,7 Prozent. Selbst am Freitag hielt die positive Stimmung an und der DAX ging zum Wochenschluss mit einem Tagesgewinn von 0,7 Prozent aus dem Handel.

    Den höchsten Wochengewinn von 10,2 Prozent fuhren die Papiere der Deutschen Börse ein. Nachdem die Aktie in der Vorwoche noch den Verlierer stellte, wendete sich das Blatt. Die Aktie stieg um 5,43 Euro und notiert damit aktuell bei 58,92 Euro. Ein möglicher Verkauf der US-Mobilfunksparte sorgte für steigende Kurse bei der Deutschen Telekom. Die T-Aktie gewann 9,1 Prozent und ging bei einem Stand von 12,38 Euro aus dem Handel. Die guten Umsätze des Onlinehandels im Weihnachtsgeschäft bescheren der Deutsche Post hervorragende Ergebnisse. Die Aktie gelb ging mit einem Wochengewinn von 6,8 Prozent aus dem Handel.

    Gegen den Trend verloren die Dividendenpapiere von HeidelbergCement. Immerhin hält sich der Verlust mit 0,7 Prozent in Grenzen. Zwar im Plus, aber dennoch als Verlierer gelten die Versroger. Aktien von RWE legten um 0,4 Prozent auf 26,26 Euro zu und E.on verteuerten sich um 0,9 Prozent auf 13,22 Euro.

    Nach der starken Performance der Vorwoche dürfte die gute Stimmung an der Börse weiter anhalten. Immerhin herrscht nun Klarheit darüber, wie die US-Notenbank das Anleihekaufprogramm fortsetzen wird. Die anziehende Konjunktur in den USA sorgte für steigende Gewinne bei den Unternehmen und davon profitieren auch die DAX-Konzerne. Für Deutschland sind die Aussichten ebenfalls weiterhin positiv. Unter diesen Umständen dürfte das ruhige Weihnachtsgeschäft an der Börse in den kommenden Tagen erfolgreich verlaufen und neue Allzeithochs dürften nicht lange auf sich warten lassen.

  • DAX baut Verluste aus – 1,8 Prozent Minus im Wochenverlauf – Commerzbank einzige Aktie mit Wochengewinn – kommt die Jahresendrally noch?

    In der vergangenen Handelswoche hat der DAX erneut den Rückwärtsgang eingelegt und die Verluste der Vorwoche ausgeweitet. Der Deutsche Aktienindex DAX verlor in den letzten 5 Handelstagen 1,8 Prozent an Wert. Dies entspricht einem Kursrückgang von 166 Punkten auf einen Wochenschlussstand von 9.006 Punkten. Die 9.000er Marke konnte damit gehalten werden – wenn auch nur knapp. Zusammen mit den Verlusten der Vorwoche hat der DAX damit innerhalb von nur zwei Wochen rund 400 Punkte an Wert verloren. Angesichts eines aktuellen Jahresgewinn von rund 18 Prozent ist dies jedoch verkraftbar.

    Nachdem der DAX zunächst kaum verändert in die neue Börsenwoche startete und noch mit einem Tagesgewinn am Montag von 0,2 Prozent den Handel beendete, ging es an den folgenden vier Handelstagen jeweils mit den Kursen nach unten. Ohne neue Nachrichten und mit Gewinnmitnahmen wurde der Tagesverlust am Dienstag in Höhe von 0,9 Prozent begründet. Weitere 0,4 Prozent betrug der Kursverlust am Mittwoch, der auf das Konto einer erwarteten restriktiveren Geldpolitik in den USA ging. Schwache Konjunkturdaten aus Europa schickten den DAX am Donnerstag auf Talfahrt. Die Aktienmärkte gaben um 0,7 Prozent nach. Kaum verändert notierte der Markt am Freitag zum Wochenschluss bei einem Minus von 0,1 Prozent.

    Die höchsten Kursverluste gab es bei den Aktien, die sich bereits in der jüngsten Zeit besonders dynamisch entwickelten und daher als volatil gelten. Der Börsenbetreiber Deutsche Börse verbilligte sich um 2,6 Prozent auf 53,49 Euro. Aktien des Kasseler Düngemittelhersteller K+S gaben 4,1 Prozent auf 20,16 Euro nach und der Kurs der Dividendenpapiere des Stahlriesen ThyssenKrupp gaben 3,6 Prozent auf 16,85 Euro nach.

    Am anderen Ende rangierten die Papiere der Commerzbank mit einem Wochengewinn von 1,9 Prozent. Die Papiere der Commerzbank gelten als eine der derzeit günstigsten europäischen Bankaktien. Börsianer griffen bei den Commerzbank-Aktien zu. Der Kurs stieg auf 10,66 Euro. Alle weiteren DAX-Aktien beendeten dagegen den Handel mit Verlusten. Die geringsten Kursverluste von weniger als 1 Euro hatten die Titel von Bayer, HeidelbergCement bzw. Daimler zu verbuchen.

    Am Montag könnte die Nachricht über die Bildung der Großen Koalition in Deutschland die Börsen positiv beeinflussen. Ebenfalls für Spannung könnten Nachrichten aus den USA zur Geldpolitk sorgen. Am Freitag herrscht schließlich noch der große Verfallstag an den Terminbörsen, der kurz vor Weihnachten noch einmal für stärkere Ausschläge sorgen könnte, bevor der ruhige Weihnachtshandel erwartet wird. Ob die Jahresendrally damit bereits erledigt ist, wird sich in der kommenden Woche zeigen. Nach dem starken Jahresanstieg ist der aktuelle Kursrückgang noch nicht als Trendumkehr zu interpretieren, sondern allenfalls als Kursrücksetzer. Geht es in den nächsten Tagen wieder signifikant nach oben, ist davon auszugehen, dass der DAX den Aufwärtstrend fortsetzt und neuen Allzeithöchstständen zum Jahresschluss nichts im Wege steht. Noch liegen die Chancen für dieses Szenario nicht schlecht.

  • 2,5 Prozent Wochenverlust beim DAX – Ängste der Börsianer vor Konjunturerholung – Schwarze Woche für ThyssenKrupp, Sonnenschein für Fresenius und K+S

    Nach mehreren Wochen mit zum Teil ordentlichen Kursgewinnen in Folge hat der DAX in der vergangenen Handelswoche mal wieder nachgegeben. Der Deutsche Aktienindex gab 233 Punkte ab und verlor damit 2,5 Prozent. Aktuell notiert der Aktienindex der Deutschen Blue Chips bei 9.172 Punkten. Nachdem der DAX am Montag zunächst nur 3 Punkte verlor, ging es vorallem am Dienstag mit den Kurs nach unten. An diesem Tag gab der DAX um 1,9 Prozent nach. Am Mittwoch setzte sich die Verlustserie mit einem Kursrückgang von 0,9 Prozent und am Donnerstag mit Kursverlusten von 0,6 Prozent fort. Am Freitag stabilisierte sich der Markt wieder und der DAX legte 1 Prozent zu.

    Der am Montag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex fiel gut aus, konnte die Börsianer jedoch nicht für steigende Kurs begeistern. Für Freitag stand in den USA der Arbeitsmarktbericht an. Nachdem hier eine positive Entwicklung für den Arbeitsmarkt erwartet wurde, kam es zu den Kursverlusten. Und genau darin liegen die Gründe für die Kursverluste des DAX. Denn mit dem Anziehen der Konjunktur werden die Notenbanken ihre Unterstützungsmaßnahmen zurückfahren. Damit geht dann die Zeit des billigen Geldes zu Ende was zu weniger Käufen und damit weniger Nachfrage an den Aktienmärkten führen würde.

    Richtig in den Keller ging es in der vergangenen Woche mit den Papieren von ThyssenKrupp. Der Stahlhersteller steckt derzeit richtig in der Krise. Der Kursverlust betrug 9,3 Prozent. Die Aktie kam damit um 1,79 Euro auf einen Schlusskurs von 17,47 Euro zurück. Durch Verkauf eines Stahlwerkes in den USA erlöste ThyssenKrupp deutlich weniger als zunächst erwartet. Die zur Reduzierung der Schulden durchgeführte Kapitalerhöhung hat die ThyssenKrupp-Aktie weiter belastet. Es bleibt zu hoffen, dass mit diesen Maßnahmen aufgeräumt wurde und nun wieder Ruhe in die Aktie einkehrt. Eine Herabstufung durch die Deutsche Bank hat die Lanxess-Aktie belastet. Der Kurs des Papiers verlor 5,3 Prozent auf 46,09 Euro. Schwach notierten auch die Versorger. RWE verloren 4,8 Prozent auf 26,90 Euro und E.on gaben 4,5 Prozent auf 13,52 Euro nach.

    An die Kursgewinne der Vorwochen konnten dagegen die Papiere von Fresenius anknüpfen. Der Gesundheitskonzern aus Bad Homburg legte im schwachen Gesamtumfeld 2,3 Prozent auf 106,60 Euro zu. Auch K+S legten zu und gewannen 2 Prozent. Die Aktie des Düngemittelherstellers ging mit 21,01 Euro aus dem Handel. Derzeit setzen viele Spekulanten auf kurzfristig weiter fallende Kurse bei dem Papier. Mit jedem Tag, an dem diese Rechnung nicht aufgeht, sind diese Akteure zu Käufen gezwungen und treiben damit den Kurs nach oben. Eine Übernahme stärkt das Geschäft von Merck. Die Darmstädter haben eine ehemalige Höchst-Tochter übernommen. Merck steigt damit zu einem bedeutenden Player im lukrativen Markt für Flüssigkeitskristalle auf. Der Kurs legte 0,4 Prozent zu und notiert nun bei 128,25 Euro.

    Nach den Verlusten der Vorwoche und der Erholung am Freitag stellt sich nun die Frage, ob dies die erwartete Verschnaufpause war unter der der Aktienmarkt die Jahresendrally fortsetzt oder der Beginn von weiteren Kursverlusten eingeläutet wurde. Was für weitere Kursgewinne spricht, sind die fehlenden Alternativen für Geldanlage. Somit ist man quasi gezwungen in Aktien zu investieren. Das Anziehen der Konjunktur reduziert zwar die Geldschleusen der Notenbanken, andererseits ist eine gute Konnjunktur positiv für die Geschäftsergebnisse der Unternehmen. Insofern dürfte einem weiteren Kursanstieg an den Aktienmärkten nicht zu viel im Wege stehen. Nachdem einige zittrige Aktionäre nun ihre Bestände reduziert haben, dürfte es wieder mit den Kursen nach oben gehen. Und zum Jahreswechsel sind Indexstände oberhalb des aktuellen Kursniveaus sehr wahrscheinlich.

  • DAX klettert auf neues Allzeithoch und knackt die 9.400er Marke – K+S, FMC und Commerzbank mit kräftigen Kursgewinnen

    Mit neuen Rekordständen hat der DAX die vergangene Handelswoche erfolgreich beendet. Im Wochenverlauf legte der DAX 2 Prozent zu. Gegenüber dem Schlusskurs der Vorwoche ist dies ein Kursanstieg von 186 Punkten. Damit verabschiedete sich der deutsche Blue Chips Index bei einem Stand von 9.405 Punkten ins Wochenende. Damit gelang es dem größten Deutschen Aktienindex erstmals die Marke von 9.400 Punkten zu knacken.

    Insgesamt war die Stimmung auf dem Parkett in der vergangenen Woche positiv. Gleich zu Wochenbeginn sorgte das Einlenken des Iran im Atomstreit für eine Erleichterung. Damit scheinen zukünftige kriegerische Auseinandersetzungen abzunehmen und auch die Ölförderung des Iran dürfte wieder zunehmen, was zu sinkenden Ölpreisen führen dürfte und damit die Wirtschaft beflügeln würde. Der Aktienmarkt legte am Montag 0,9 Prozent zu. Am Dienstag ging es lediglich 0,1 Prozent nach unten, nachdem sich das Verbrauchervertrauen überraschend eingetrübt hatte. Fortschritte bei der Bildung der großen Koalition verzeichneten die Parteien am Mittwoch in Berlin und beflügelten den DAX, der 0,7 Prozent zulegte. Zum Wochenschluss legte der DAX bei dünnen Umsätzen aufgrund des Thanksgiving-Feiertages in den USA weiter zu. Am Donnerstag gewann der Börsenindex 0,4 Prozent und am Freitag ging es erneut um 0,2 Prozent nach oben.

    Unter den DAX-Papieren legten die Aktien des Kasseler Düngemittelherstellers 7,7 Prozent auf 20,59 Euro zu. Nachdem ein fallender Kalipreis seit Monaten den Aktienkurs belastete, sorgten Meldungen über eine Stabilisierung des Kalipreises sowie die Aussicht auf ein profitables Geschäftsjahr 2014 für Kursgewinne. Die Sparmaßnahmen im US-Gesundheitssektor fallen weniger stark als zunächst befürchtet aus. Dies sorgte für gute Stimmung bei Fresenius Medical Care. Das Unternehmen ist in den USA stark vertreten. Der Kursgewinn betrug 7,5 Prozent auf 51,44 Euro. Von dieser positiven Entwicklung profitierte auch die Muttergesellschaft Fresenius mit einem Wochengewinn von 6,3 Prozent auf 104,20 Euro. Ein positiver Analystenkommentar zu den Europäischen Banken beflügelte die Aktie der Commerzbank, die um 6,3 Prozent auf 10,94 Euro zulegte.

    Einzige Aktie im DAX mit Kursverlusten waren die Papiere von RWE. Der Versorger verlor 1,8 Prozent auf 28,26 Euro. Alle anderen Titel legten zu. Die schwächsten Kursgewinne verzeichneten die Volkswagen- und Siemens-Aktien mit einem Kursgewinn von lediglich 0,3 Prozent.

    Der Marktausblick für die kommende Handelswoche ist weiter positiv. Typischerweise startet ab Thanksgiving die Jahresendrally. Demzufolge müsste es alleine schon deswegen mit dem DAX weiter nach oben gehen. Derzeit stimmt einfach alles: das Konjunkturumfeld ist positiv, Europa kommt langsam aus der Rezession, Deutschlands Wirtschafts bleibt weiterhin auf Fahrt und im Nahen Osten zeichnet sich auch eine politische Entspannung ab. Dies sind alles Nachrichten für weitere Kursgewinne. Wir gehen davon aus, dass der DAX deshalb auch in der kommenden Woche weiter zulegen und neue Allzeithochst markieren wird.

  • DAX erreicht neues Allzeithoch bei 9.254 Punkten – RWE, Eon und Lufthansa top – gute Vorgaben für die nächste Woche

    Gleich zu Wochenbeginn setzte der DAX die freundliche Kursentwicklung fort und legte kräftig zu. Im Tagesverlauf markierte der Deutsche Aktienindex ein neues Allzeithoch bei 9.254 Punkten und ging zum Handelsschluss immerhin noch mit einem Tagesgewinn von 0,6 Prozent bzw. 9.225 Punkten aus dem Handel. Börsianer sprechen weiterhin von einer liquiditätsgetriebenen Hausse. Das niedrige Zinsniveau lässt immer mehr Anleger zur Aktie greifen, da traditionelle Geldanlagen wie Tagesgeld, Sparbuch und Anleihen kaum noch Renditen abwerfen. Positive Konjunkturindikatoren sorgten am Dienstag für gute Laune bei den Aktionären. Zum Einen erreichte der ZEW-Indikator den höchsten Stand seit Ende 2009. Im Tagesverlauf kam es dennoch zu leichten Gewinnmitnahmen und einem Kursrückgang von 0,4 Prozent. Wenig kursbewegende Meldungen gab es am Mittwoch. Entsprechend träge verlief der Handelsverlauf. Ein überraschend guter Einkaufsmanagerindex hat am Donnerstag für gute Stimmung gesorgt, die sich allerdings nicht auf die Kursentwicklung auswirkte. Der deutsche Bluechipsindex notierte unverändert. Und mit dem ifo-Geschäftsklimaindex wurden auch am Freitag positive Konjunkturnachrichten veröffentlicht. Diese liessen den DAX immerhin noch um 0,2 Prozent steigen.

    Einen deutlichen Satz nach oben machten die Papiere der Versorger. Vor allem die Titel von RWE legten mit 9,7 Prozent überraschend stark zu. Der Kurs der RWE-Aktien notiert nun bei 28,78 Euro und damit 2,55 Euro über dem Schlusskurs der Vorwoche. Händler sprachen von einer Erholung, nachdem die Aktie nach den schwachen Zahlen der Vorwoche stark gelitten hatte. Zusätzlich hat die französische Bank BNP die Aktien auf Outperform hochgestuft. In diesem Fahrwasser ging es auch mit den Papieren des Wettbewerbers Eon nach oben, die um 3,8 Prozent auf 14,01 Euro zulegten. Lufthansa-Papiere profitieren von guten Zahlen der Airline Easyjet. Die Aktie der Lufthansa zog um 3,9 Prozent auf 15,78 Euro an.

    Schwache Kalipreise drückten den Kurs des Kasseler Düngemittelherstellers K+S. Die Aktie verlor in der vergangenen Woche 7,3 Prozent auf 19,11 Euro. Auch der Chemiesektor und die Industrieaktien sind in der vergangenen Woche auf der Verkaufsliste gestanden. So gaben Lanxess 3,9 Prozent auf 47,22 Euro nach, ThyssenKrupp verbilligten sich um 2,8 Prozent auf 18,77 Euro und BASF gingen um 2,8 Prozent zurück auf 76,64 Euro. Der möglicherweise bevorstehende Verkauf des defizitären Stahlwerks in den USA hat sich damit bislang nicht positiv auf die Kursentwicklung bei ThyssenKrupp ausgewirkt.

    Aus charttechnischer Sicht steht der DAX derzeit gut da. Auch die Konjunkturindikatoren und Unternehmensdaten haben ein positive Bild gegeben. Da die niedrigen Zinsen weiterhin den Aktienmärkten in die Karten spielen, ist auch in der kommenden Woche mit einem positiven Handelsverlauf zu rechnen. Zwar wird es auch wieder Verluste an den Aktienmärkten geben müssen. Allerdings sehen wir in der kommenden Woche noch keine dunklen Wolken aufziehen und raten investiert zu bleiben. Auf dem aktuell historisch hohen Niveau sollte die Kursentwicklung allerdings aufmerksam beobachtet werden und gegebenenfalls kurzfristig für Gewinnmitnahmen genutzt werden, bevor man wieder billiger einsteigen kann.

  • DAX legt 0,8 Prozent im Wochenvelauf zu – neues Allzeithoch bei 9.194 Punkten – Commerzbank, K+S, Continental

    Ein neues Allzeithoch bei 9.193,98 markierte der DAX im Wochenverlauf am Donenrstag. Zum Wochenschluss notierte der Deutsche Aktienindex 0,8 Prozent über dem Schlusskurs der Vorwoche und ging bei einem Indexstand von 9.078 Punkten ins Wochenende. Eine ausgezeichnete Berichtssaison treibt derzeit die Kurse vieler Aktien an. Die überraschende Zinssenkung durch die EZB sorgte für weitere Kursgewinne.

    Zu Wochenbeginn legte der DAX am Montag zunächst 0,3 Prozent zu und machte damit deutlich, dass der Ausflug über die 9.000er Marke keine Eintagsfliege war. Eine Erholungsrally beim Düngemittelhersteller K+S sowie ein starker Automobilmarkt in Deutschland haben positive Stimmung verbreitet. Nachdem am Dienstag die EU-Kommision die Erwartung für das Wachstum in Deutschland auf 1,7 Prozent gesenkt hatte, kam es am Aktienmarkt zu Gewinnmitnahmen. Der DAX verlor 0,3 Prozent. In Erwartung der EZB-Sitzung und einer weiteren Zinssenkung noch in diesem Jahr präsentierten sich die Märkte robust. In diesem Umfeld legte der DAX 0,4 Prozent am Mittwoch zu. Nach der überraschenden Zinssenkung auf den historisch tiefen Stand von 0,25 Prozent legte der DAX am Donnerstag weitere 0,4 Prozent zu, bevor am Freitag ein uneinheitlicher Handel den DAX auf dem Vortagesniveau pendeln lies.

    Unter den DAX-Aktien überraschten die Papiere der Commerzbank die Aktienmärkte. Ein gutes Zinsergebnis liess den Kurs der Commerzbank durch die Decke gehen. Die Aktie legte nach der Vorlage der Unternehmenszahlen 10 Prozent zu. Zum Wochenschluss notiert die Commerzbank wieder über der 10 Euro Marke bei 10,42 Euro und damit 10,26 Prozent höher als in der Vorwoche. Eine Berg- und Talfahrt legte der Düngemittelherstellter K+S hin. Zum Wochenschluss bleibt ein Kursgewinn von 8,4 Prozent auf 20,81 Euro. Nachdem zunächst Ängste über einen Preisverfall bei Kali den Kurs in den vergangenen Monaten stark belastete, scheint es nun doch nicht ganz so schlimm zu sein. Das Ergebnis gab deutlich nach, lag aber über den Erwartungen. Erste Analysten stuften die Aktie bereits von untergewichten auf neutral hoch. Aufgrund guter Zahlen gehören auch Continental-Papiere zu den Wochengewinnern. Die Kurse kletterten um 6 Prozent auf 143,65 Euro.

    Gegen den Trend nach unten ging es dagegen mit den Aktien der Deutschen Telekom. Nach guten Zahlen aus der Vorwoche sorgten hier lediglich Gewinnmitnahmen für einen Abschlag von 2,4 Prozent auf 11,34 Euro. Ähnlich sieht es mit dem Wochenverlust von Fresenius Medical Care aus. Hier beträgt der Kursverlust 2,2 Prozent auf 47,89 Euro. Im Schatten der Commerzbank entwickelten sich in dieser Woche die Papiere der Deutschen Bank mit einem Wochenverlust von 1,9 Prozent auf 34,75 Euro.

    In der kommenden Woche wird sich die Berichtssaison fortsetzen. Gute Unternehmensergebnisse dürften mit Sicherheit für weitere Kursgewinne und neue Allzeithöchststände sorgen. Allerdings steigt damit auch die Gefahr, dass die Party bald vorbei sein könnte. Nicht, weil die Unternehmen sich nicht prächtig weiterentwickeln, sondern weil die Zentralbanken die lockere Geldpolitik reduzieren und damit die Nachfrage nach Aktien abnimmt. Somit sollten Börsianer bereits jetzt genau die Entwicklung an den Märkten beobachten und ebenfalls daran denken, Gewinne zu Geld zu machen, bevor es zu spät ist.