Kategorie: Wochenrückblick

Im DAX-Wochenrückblick berichtet die Bullenbrief-Redaktion jede Woche über das Geschehen an der Börse. Der Fokus liegt dabei beim DAX, aber auch bedeutende globale Einflüsse werden berücksichtigt. Am Ende eines jeden Wochenberichts gibt die Redaktion einen Ausblick zur eigenen Einschätzung für die Entwicklung an den Börsen.

  • DAX-Wochenrückblick vom 22.12.2012

    Der Deutsche Aktienmarkt hat in der vergangenen Handelswoche erneut um 0,5 Prozent zugelegt und damit den höchsten Stand seit fast 5 Jahren markiert. Der deutsche Blue Chips Index der größten Deutschen Aktiengesellschaften notiert damit bei 7.636 Punkten. Es entspricht einem Gewinn von 40 Punkten gegenüber dem Stand der Vorwoche. Bei einem weitgehend ruhigen Handel stand erneut der Haushaltsstreit in den USA im Mittelpunkt des Geschehens. Nachdem in den vergangenen Monaten die Eurokrise die Aktienmärkte beunruhigte, könnten Steuererhöhungen in den USA dazu führen, dass das Land in die Rezession rutscht. Ganz anders sieht die Situation in Deutschland aus. Der ifo-Index ist erneut gestiegen. Die Daten des Index deuten darauf hin, dass in den kommenden beiden Quartalen mit einem steigenden Wachstum gerechnet werden kann. Am Freitag sorgte der große Hexensabatt für leichte Gewinnmitnahmen.

    Unter den DAX-Aktien legten in der vergangenen Handelswoche die Aktien des Speicherchipsteller infineon am stärksten zu. Der Kursaufschlag gegenüber der Vorwoche beträgt 6,4 Prozent. Damit notieren die Titel bei 6,19 Euro. Die Kasse des Unternehmens ist gut gefüllt. Mit den Mitteln plant infineon Aktienrückkäufe. Anleger erhoffen sich dadurch weiter steigende Aktienkurse und haben die Papiere gekauft. Auf der Käuferseite standen auch die Papiere der Deutschen Lufthansa. Die Aktien legten um 5,1 Prozent auf 14,47 Euro zu. Lufthansa-Aktien haben im Jahresverlauf fast 60 Prozent zugelegt. Im Rahmen des „Window Dressings“ werden zum Jahresende besonders die Aktienfavoriten des Jahres gekauft. Hiervon profitieren die Lufthansa-Aktien. Heidelbergcement gehören mit einem Wochenplus von 4,3 Prozent auf 45,82 Euro ebenfalls zu den Gewinnern.

    Weniger gut lief es dagegen für den Pharmahersteller Merck. Das Unternehmen hat mit einem als großer Hoffnungsträger geltendes Krebsmittel sein Ziel in einer Studie mit Lungenkrebs-Patienten verfehlt. Der Kurs gab im Wochenverlauf um 1,9 PRozent auf 100,90 Euro nach. In den Keller ging es auch mit Fresenius. Die Aktie des Mutterkonzerns Fresenius verlor 1,4 Prozent auf 87,80 Euro und FMC gaben 1,3 Prozent auf 52,21 Euro nach.

    In der kommenden Handelswoche wird es traditionell eher ruhig auf dem Parkett zugehen. Aufgrund der zahlreichen Feiertage in Deutschland wird sich dieser Trend in diesem Jahr verstärken. Damit können bereits geringe Börsenorder Kurse bewegen. Insgesamt ist davon auszugehen, dass im Rahmen des „Window Dressing“ einzelne Aktien erneut stark zulegen werden und der DAX neue Jahreshöchststände markiert.

  • DAX-Wochenrückblick vom 16.12.2012

    Der Deutsche Aktienmarkt hat in der vergangenen Woche die Aufwärtstendenz fortgesetzt und 1,1 Prozent auf 7.596 Punkte zugelegt. Damit notiert der DAX 79 Punkte über dem Schlußstand der letzten Woche. In den vergangenen vier Wochen können sich die Börsianer über einen Kursgewinn von rund 700 Punkten freuen. Im Wochenverlauf notierte der DAX sogar oberhalb der 7.600er Marke und hat damit ein neues Jahreshoch markiert. Gute Konjunkturaussichten sowie berechtigte Hoffnungen auf ein Ende der Euroschuldenkrise in den nächsten 3 Jahren haben die Börsianer zu Aktien greifen lassen. Lediglich in den USA wird derzeit die Stimmung getrübt, denn die Regierung konnte sich bislang nicht auf Maßnahmen zur Bekämpfung der Schulden einigen. Sollte es zu keiner Einigung kommen, drohen dem Land automatische Ausgabenkürzungen sowie Steuererhöhungen. Es wird erwartet, dass dadurch die amerikanische Wirtschaft in die Rezession zurückfällt. Dies belastet derzeit den Aktienmarkt in den USA und wirkt sich auch negativ auf den DAX aus.

    Unter den DAX-Aktien überwiegen die positiven Vorzeichen. Den höchsten Wochengewinn von 9,2 Prozent auf 17,72 Euro erzielten die Papiere von ThyssenKrupp. Nachdem das Unternehmen einen Milliardenverlust angekündigt hat, der Verkauf der defizitären Tochter American Steel wieder Fortschritte macht und drei Vorstände entlassen wurden, geht man davon aus, dass beim Stahlkonzern nun reiner Tisch gemacht wurde. Analysten stuften die Aktie jedenfalls hoch und empfahlen die Papiere zum Kauf. Sehr fest entwickelten sich die Papiere von Daimler mit einem Wochengewinn von 4,8 Prozent. Der Kurs legte um 1,87 Euro auf 40,67 Euro zu. Daimler-Aktien profitierten von den Kursgewinnen der Automobilwerte genauso wie die BMW-Aktien, die immerhin 3,9 Prozent auf 71,73 Euro kletterten.

    Eine schwere Woche hatte die Deutsche Bank. Nach der Libor-Affäre, Ermittlungen wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung durchsuchte diese Woche die Staatsanwaltschaft die Geschäftsräume der Deutschen Bank in Sachen Geldwäsche und Steuerbetrug. Auch die Niederlage im Kirch-Prozeß gab deutschlands größtem Kreditinstitut einen weiteren Dämpfer. Der Kurs der Deutsche Bank-Aktien gab im Wochenverlauf um 5,5 Prozent auf 60,79 Euro nach. Ebenfalls schwächer notierten die weniger konjunktursensiblen Aktien Henkel und Fresenius Medical Care, die jeweils rund 2 Prozent verloren.

    Das Aktienjahr 2012 neigt sich langsam dem Ende. Die ersten Börsianer verabschieden sich bereits in den Weihnachtsurlaub, so dass in den nächsten drei Wochen mit zurückgehenden Börsenumsätzen zu rechnen ist. In dieser Zeit lösen dann bereits kleinere Aufträge größere Kursbewegungen aus. Zum Jahresende werden im Rahmen des Window Dressing besonders gut gelaufende Aktien noch einmal gekauft. Dieser Trend führt dazu, dass in aller Regel diese Titel auch zum Jahresende weiter zulegen werden. Im aktuellen Jahr könnten in den nächsten Tagen deshalb vor allem die Aktien von Bayer, SAP und Lufthansa zu den Gewinnern zählen.

  • DAX-Wochenrückblick vom 8.12.2012

    Mit einem Wochengewinn von 112 Punkten hat der DAX pünktlich zum Nikolaus die Jahresendrally gestartet. Gegenüber dem Kurs der Vorwoche legte der Deutsche Aktienindex 1,5 Prozent zu und hat einen neuen Jahreshöchststand markiert. Nachdem es am Montag aufgrund guter Konjunkturdaten in China und Europa leicht nach oben ging, markierte der DAX im Tagesverlauf ein neues Jahreshoch. Zum Handelsschluß gaben die Börsen jedoch den größten Teil der Gewinne wieder ab. Nachdem sich am Dienstag und Mittwoch die Kurse kaum bewegten, ging am Nikolaustag die Post ab. Der DAX legte 1,1 Prozent an einem Tag zu. Viele Marktteilnehmer suchen nach Anlagemöglichkeiten und kommen an Aktien nicht vorbei. Leichte Gewinnmitnahmen gab es dann am Freitag. Mit einem Kursrückgang von 0,2 Prozent wurden von einigen Marktteilnehmern Gewinne mitgenommen.

    Unter den DAX-Aktien legten die Papiere von Heidelberg Cement mit einem Wochengewinn von 5,2 Prozent auf 43,20 Euro am stärksten zu. Die Aktie profitiert dabei von den wieder verbesserten Konjunkturaussichten. Lufthansa plant auch bei den Langstreckenflügen die Kosten zu senken. Dies führt zu höheren Gewinnmargen. Aktionäre sahen dies positiv und kauften Lufthansa-Aktien. Der Kurs legte 4,9 Prozent auf 13,30 Euro zu. Aktien von FMC gehören mit einem Wochenplus von 3,8 Prozent auf 53,91 Euro ebenfalls zu den Wochengewinnern.

    Gegen den Trend nach unten ging es mit den Aktien des Speicherchipherstellers infiineon. Die Aktie gab 2,3 Prozent auf 5,81 Euro nach. Ebenfalls nach unten ging es mit den Papieren von Henkel, RWE und Fresenius, wobei die Kursverluste jeweils bei Henkel mit 1,5 Prozent auf 62,03 Euro noch am größten waren. RWE verloren 1 Prozent auf 31,54 Euro und Fresenius gaben 0,8 Prozent auf 87,48 Euro nach.

    Mit der positiven Kursentwicklung der vergangenen Woche hat der DAX die Tür in Richtung Jahresendrally ganz weit geöffnet. Nachdem die aktuellen Kursniveaus Jahreshöchststände markieren und sich die Konjunkturaussichten gebessert haben, dürfte es mit den Kursen weiter nach oben gehen. Neue Jahreshöchststände zum Jahresende sind damit sehr wahrscheinlich geworden.

  • DAX-Wochenrückblick vom 25.11.2012

    Mit einer kleinen Kursrally legte der DAX in der vergangenen Woche 5,2 Prozent zu. Damit konnten die Verluste der Vorwochen zum Teil wieder ausgebügelt werden. Der DAX ist nun wieder über die 7.300er Marke geklettert und ging bei einem Stand von 7.309 Zählern ins Wochenende. Besonders bemerkenswert ist der über die gesamte Woche verlaufene Aufwärtstrend. Der DAX legte an jedem Handelstag zu.

    Den höchsten Tagesgewinn erzielte der DAX dabei bereits am Montag. Nach positiven Nachrichten aus den USA legte der Deutsche Aktienindex gleich zu Wochenbeginn 2,5 Prozent zu. Eine mögliche Lösung in der Auseinandersetzung um den Staatshaushalt in den USA sowie überraschend gute US-Immobiliendaten lieferten Kaufargumente. Gute Wirtschaftsdaten aus China sowie gestiegene Einkaufsmanagerindizes aus Frankreich und Deutschland sorgten für Kauflaune und liefern erste Anzeichen, dass der Boden der konjunkturellen Talfahrt gefunden ist. Der am Freitag veröffentlichte ifo-Geschäftsklimaindex fiel erneut positiv aus und hat die Aktienmärkte nach oben getrieben und dem DAX zum Sprung über die 7.300er Marke verholfen.

    Den stärksten Kursgewinn der Woche verbuchten die Aktien des Speicherchipherstellers infineonen. Damit sind die Kursverlierer der Vorwoche wieder zurückgekehrt. Allein am Montag legte infionen bereits 6,2 Prozent zu. Zum Wochenschluss erhöhte sich der Gewinn auf 10,2 Prozent bzw. 5,92 Euro. Beflügelt wurde der Kursgewinn von positiven Analystenkommentern. Aktien der Commerzbank profitieren von der zunehmenden Beruhigung um die Schuldenkrisen in den USA und in Europa. Das Geldinstitut legte 8,9 Prozent auf 1,35 Euro zu. Auch Aktien der zyklischen Industrie profitieren von den jüngsten positiven Konjunkturdaten. BASF-Papiere verteuerten sich mehr als 8 Prozent auf 67,54 Euro.

    Zu den wirklichen Verlieren gehören in der letzten Handelswoche lediglich die eher weniger konjunktursensible Aktie von FMC. Der Kurs gab leicht um 0,5 Prozent auf 51,35 Euro nach. Aktien von K+S wurden von J.P. Morgen Analysten abgestuft. Mit einem Kursgewinn von lediglich 0,6 Prozent bei dem positiven Aktienumfeld gehört die Aktie damit zu den Wochenverlierern. Den Titel Wochenverlierer hält auch die E.on-Aktie mit dem gleichen Kursgewinn von 0,6 Prozent auf 13,91 Euro. Alle anderen DAX-Aktien legten mehr als 2 Prozent im Wochenverlauf zu.

    Nach den positiven Konjunkturdaten hat sich das aktuelle Marktumfeld wieder deutlich verbessert. Mit der Lösung der Schuldenkrisen dürfte sich die Lage an den Aktienmärkten wieder etwas beruhigen. Die Aktienmärkte haben die positiven Marktdaten noch nicht eingepreist, so dass die Wahrscheinlichkeit für eine Jahresendrally in den nächsten Wochen  deutlich zugenommen hat. In den nächsten Wochen sind daher weitere Kursgewinne sehr wahrscheinlich.

  • DAX-Wochenrückblick vom 17.11.2012

    Nachdem der DAX bereits in der Vorwoche deutlich leichter notierte, setzte sich der Kursrückgang auch in der vergangenen Handelswoche fort. Der Deutsche Aktienindex gab um 3 Prozent nach und ist damit unter die 7.000er Marke gerutscht. Zum Wochenschluss ging der Index bei einem Stand von 6.951 Punkten aus dem Handel und notiert damit 213 Punkte unter dem Schlußstand der Vorwoche. Nachdem der DAX zunächst unverändert in die Börsenwoche startete und sowohl am Montag als auch am Dienstag sich die Kurs kaum veränderten, ging es an den folgenden Tagen deutlicher in den Keller. Nachdem die Euro-Schuldenkrise monatelang im Blickpunkt der Börsianer stand, weckt nun das global viel größere Problem die Aufmerksamkeit auf sich. Auch den USA wachsen die Schulden über den Kopf. Sollte es bis zum Jahresende zu keiner Einigung kommen, werden automatische Maßnahmen wie Steuererhöhungen und Ausgabensenkungen zur Schuldenbekämpfung eingeführt. Damit steigt jedoch die Gefahr eines Wirtschaftsabschwungs, was den Börsianern überhaupt nicht gefällt. In Europa ist die Rezession noch nicht vorbei. Während es Frankreich zur Überraschung der Marktteilnehmer gelang im letzten Quartal ein Wachstum von 0,2 Prozent zu erzielen, ist auch Deutschland auf eine Wirtschaftsleistung von nur noch 0,2 Prozent abgerutscht. Damit ist die Konjunktur deutlich ins Stottern geraten, was sich mit dem Abschwung an der Börse widerspiegelt.

    Unter den DAX-Aktien rauschten die Papiere des Energieriesen E.on mit einem Wochenverlust von 16 Prozent in den Keller. Damit wurde der bisherige Jahrestiefstand geknackt. Die E.on-Aktie brach alleine am Dienstag nach der Veröffentlichung von Unternehmenszahlen um 11 Prozent ein. Zwar sieht es für das laufende Jahr gut aus und die Prognosen wurden bestätigt, allerdings wurde der Ausblick für das nächste Jahr reduziert. Börsianer verkauften die Aktie und zahlreiche Analysten senkten den Ausblick. Hart erwischte es auch die beiden konjunktursensiblten Titel HeidelbergCement und ThyssenKrupp. Beide Aktien verloren jeweils etwas mehr als 8 Prozent im Wochenverlauf. HeidelbergCement rutschten damit auf 38,41 Euro ab und ThyssenKrupp gingen mit einem Kurs von 15,96 Euro aus dem Handel. Auf der Verkäuferseite standen Commerzbank-Aktien, die 6,8 Prozent auf 1,24 Euro nachgaben und K+S, die 6,3 Prozent auf 32,99 Euro verloren. Bei K+S sorgte ein schwaches Umfeld für fallende Kurse.

    Etwas überraschend waren die von infineon veröffentlichten Daten. Hier hatte man wohl Schlimmeres erwartet. Der Aktie half es immerhin den Kurs zu halten. Die Aktie ging unverändert mit 5,37 Euro ins Wochenende. Damit war infineon bereits die beste Aktie im DAX. Positive Quartalszahlen von Merck verhinderten größere Verluste. Die Merck-Aktie gab im Wochenvergleich lediglich 11 Cent auf 97,14 Euro nach. Stabil entwickelte sich der Aktienkurs der Deutschen Post und der Softwareschmiede SAP. Beide Titel waren auf dem Börsenparkett gefragt und notierten lediglich leicht im Minus.

    Da die Unsicherheit auch in der kommenden Woche anhalten wird, ist derzeit keine eindeutige Aussage zur weiteren Kursentwicklung beim DAX möglich. Die Schuldenkrise in den USA mit der Fiskalklippe könnte die Märkte genauso verunsichern wie eine weitere Eskalation in der bewaffneten Auseinandersetzung im Nahen Osten. Sollte es jedoch positive Überraschungen geben, könnte der DAX schnell wieder in die andere Richtung drehen und Kursgewinne verbuchen.

  • DAX-Wochenrückblick vom 10.11.2012

    Das Auf- und Ab an den Aktienmärkten setzte sich auch in der vergangenen Handelswoche fort. Diese Woche war wieder eine Woche mit einem Kursverlust. Gegenüber dem Schlußkurs der Vorwoche betrug der Kursverlust 2,7 Prozent. Damit notiert der Deutsche Aktienindex 200 Punkte unter dem Kurs der Vorwoche bei 7.163 Punkten. Nahezu an allen Tagen gaben die Kurse auf dem Parkett nach. Schwache Konjunkturaussichten und schlechte Frühindikatoren haben die Aktienmärkte belastet. Am Mittwoch sorgten Aussagen des EZB-Chefs zu einer schwachen Konjunkturentwicklung in Deutschland zu einem Kurssturz. Bei diesem Ausverkauf gab der DAX 2 Prozent seines Wertes ab.

    Die Schuldenkrise ist in Europa noch nicht überwunden. Das griechische Parlament hat zwar ein weiteres Sparpaket verabschiedet, aber dennoch ist die Krise wieder auf die Tagesordnung zurückgekehrt. Darunter leidet besonders die Aktie der Commerzbank, die mehr als 12 Prozent auf 1,33 Euro verlor. Außerdem konnten die angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen die Aktionäre nicht begeistern. Schwach bleibt der Ausblick auch im Energiesektor. Aktien von RWE gaben 6 Prozent auf 33,15 Euro nach und Eon verbilligen sich um 6 Prozent auf 16,50 Euro. Bei Lanxess setzte sich die positive Geschäftsentwicklung im dritten Quartal nicht weiter fort. Die Aktie gab 6 Prozent auf 62 Euro nach.

    Besser als erwartet laufen dagegen die Geschäfte beim Rückversicherer Münchener Rück. Die Versicherungsaktie legte 2,3 Prozent auf 126,90 Euro zu. Eine günstige Bewertung bei gleichzeitig hoher Dividende hat die Bewertung der Deutschen Börse in den Blickpunkt gerückt und Aktionäre bei dem Papier zugreifen lassen. Der Kurs legte 1,7 Prozent auf 42,17 Euro zu. Ein Kursplus von mehr als 1 Prozent gelang auch den Papieren von Fresenius Medical Care. Siemens notieren mit 79,70 Euro nahezu unverändert, während alle restlichen Aktien im DAX mit Kursverlusten auf sich aufmerksam machen.

    Der Kursverlauf dürfte sich auch in den kommenden Wochen volatil entwickeln. Solange keine neuen Nachrichten die Markte überraschen, wird es mit dem Auf und Ab an den Börsen weiter gehen. Sollten positive Nachrichten zu einer Belebung auf dem Börsenparkett führen, könnte dies der Startschuß für die Jahresendrally sein.

  • DAX-Wochenrückblick vom 3.11.2012

    Das Auf und Ab von Woche zu Woche setzt sich auch in dieser Woche fort. Nachdem der DAX in der Vorwoche 2 Prozent verloren hatte, ging es in der letzten Handelswoche wieder fast um den gleichen Wert nach oben. Der Wochengewinn beträgt 1,8 Prozent. Damit legte der Deutschen Aktienindex 132 Punkte auf einen Stand zum Wochenschluß von 7.364 Punkte zu. Charttechnisch bewegt sich der DAX damit bilderhaft in der Zone zwischen 7.200 und 7.400 Punkten.

    Nachdem es am Montag zunächst leicht nach unten ging, legte der DAX am Dienstag ordentlich zu und verteuerte sich um mehr als 1 Prozent. Hervorragende Quartalsergebnisse haben den Aktienmarkt angetrieben. Doch bereits am Mittwoch war die Party schon wieder vorbei. Der DAX gab mit einem Tagesverlust von 0,3 Prozent wieder einen Teil seiner Gewinne ab. Dafür war ein enttäuschend aufgenommener Einkaufsmanagerindex aus der Region Chicago verantwortlich. Ordentllich nach oben ging es auch am Donnerstag. Bei feiertagsbedingt dünnen Umsätzen legte der DAX 1 Prozent zu. Am Freitag sorgten gute US-Arbeitsmarktdaten für weitere Kursgewinne.

    Durch die Decke starteten die Papiere der Deutschen Lufthansa. Nach überraschend guten Daten legte der Kurs deutlich zu und schloß am Mittwoch 7,3 Prozent stärker. Auch an den folgenden Tagen waren Lufthansa-Papiere gefragt. Zum Wochenschluß bleibt ein Gewinn von 13,4 Prozent. Damit notiert die Aktie bei 12,30 Euro. Ebenfalls hervorragende Zahlen veröffentlichte der Nivea-Hersteller Beiersdorf. Der Umsatz legte 10 Prozent zu. Beim Betriebsgewinn wurden die Ergebnisse sogar um 30 Prozent gesteigert. Unter diesen positiven Vorgaben verteuerten sich die Beiersdorf-Papiere um 7,8 Prozent auf 60,70 Euro. Gefragt waren auch die Automobilaktien. Deutsche Hersteller konnten in den USA mit deutlichen Verkaufserfolgen glänzen. Papiere von BMW verteuerten sich um 6,6 Prozent auf 65 Euro und Volkswagen legten 6,0 Prozent auf 163,60 Euro zu.

    Weniger gut entwickelten sich dagegen die eher defensiven Aktien. Etwas schwächere Zahlen be Fresenius haben den Kurs um 9,2 Prozent auf 51,85 Euro fallen lassen. Beim Mutterkonzern Fresenius beträgt der Wochenverlust immerhin noch 6,3 Prozent auf 85,78 Euro. Gegenwind bläst auch den Telekommunikationsunternehmen ins Gesicht. Der Deutschen Telekom macht das US-Geschäft weiter zu schaffen. Nachdem bereits zahlreiche europäische Konkurrenten ihre Dividenden gekürzt hatten, denken nun auch die Bonner leise über eine Dividendenkürzung nach. Dem Kurs der T-Aktie hilft dies nicht. Dieser verlor 2 Prozent auf 8,66 Euro.

    In der kommenden Woche dürfte in den USA der Wahlkampf näher in den Fokus rücken. Die beiden Kandidaten liefern sich derzeit ein Kopf an Kopf-Rennen. Mittelfristig sind durch den Wahlausgang zwar keine grundlegenden Veränderungen zu erwarten. Allerdings steigen die Börsen kurz vor den Wahlen tendenziell. Möglicherweise könnte dies auch in der kommenden Woche zu weiteren Kursgewinnen und einem Start der Herbstrally führen.

  • DAX-Wochenrückblick vom 27.10.2012

    Nachdem der DAX in der Vorwoche schon 2 Prozent an Wert verloren hat, setzte sich dieser Trend auch in der aktuellen Woche fort. Der DAX gab weitere 2 Prozent nach und verlor damit 149 Punkte. Zum Handelsende ging der Aktienindex bei einem Stand von 7.231,85 Punkten aus dem Handel. Nachdem der Wochenstart gleich mit negativen Vorzeichen begann, brach der DAX alleine am Dienstag um 2 Prozent ein. Die schwache Berichtssaison für das dritte Quartal sowie eine trübe Nachrichtenlage sorgten für Kursverluste. Ein enttäuschender französischer Geschäftsklimaindex verstärkte den Abwärtstrend. In den folgenden Tagen notierte der Markt wenig verändert und gewann nur leicht dazu. Gute Zahlen einzelner Unternehmen sowie gute Indikatoren aus China und ein positives BIP für das vergangene Quartal in den USA sorgten für ein leichtes Plus.

    Den höchsten Kursverlust von 6,2 Prozent hatte die Aktie von Daimler zu verkraften. Nach der Vorlage schwacher Zahlen und einem enttäuschenden Ausblick gab die Aktie deutlich nach und ging bei einem Stand von 36,69 Euro aus dem Handel. Auf der Verkäuferliste standen Papiere von E.on, die ohne Nachrichten 4,5 Prozent an Wert verloren. Für den Kursrückgang werden Verkäufe eines Fonds in größerem Umfang unter Börsenkreisen genannt. Die Aktie ging mit 17,61 Euro aus dem Handel. Ein Kursverlust von 3,6 Prozent auf 57,11 Euro bei Fresenius Medical Care deutet darauf hin, dass die Börsianer weiter an eine Jahresendrally unter den zyklischen Aktien glauben und deshalb noch nicht verstärkt in defensive Aktien wie Fresenius einsteigen.

    Trotz vorsichtiger Aussagen von Volkswagen wurden die Unternehmensergebnisse an der Börse positive aufgenommen. Analysten hoben sogar die Kursziele für die Wolfsburger an. Die VW-Aktie legte gegen den Trend 3 Prozent auf 154,40 Euro zu. Von guten Lizenzumsätzen und einem positiven Ausblick auf das letzte Quartal profitiert die SAP-Aktie. Der Dividendentitel des Walldorfer Unternehmens notiert um 1,5 Prozent bei 55,24 Euro höher. Insgesamt nach oben ging es mit dem Chemiesektor. Die Aktie dex DAX-Neulings Lanxess verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 62,83 Euro.

    Nachdem die Gewinnentwicklung in den nächsten Monaten mit der Entwicklung der Marktkapitalisierung der Unternehmen und damit der Entwicklung der Aktienkurs nicht mithalten konnte, ist zunächst davon auszugehen, dass sich der DAX weiter in der Spanne zwischen 7.200 und 7.400 Punkten bewegt. Da jedoch das untere Ende charttechnisch stark abgesichert ist, könnte der Markt an diesem unteren Ende drehen und den Aufwärtstrend fortsetzen. Zumindest erste fundamentale Ausblicke, denen zufolge der Stahlsektor im vierten Quartal den Tiefstand überwunden hat, zeichnen bereits für die Zukunft einen positiven Ausblick ab, der bereits in Kürze zu steigenden Notierungen führen könnte, da die Börse immer die zukünftigen Entwicklungen in den Kursen vorwegnimmt.

  • DAX-Wochenrückblick vom 21.10.2012

    Mit einem deutlichen Kursgewinn von 2 Prozent hat der DAX trotz der verhalten gestarteten Quartalsberichtssaison die vergangene Handelswoche beendet. Da jedoch bereits im Vorfeld die Erwartungen an die Ergebnisse gesenkt wurden, sorgten die bislang veröffentlichten Ergebnisse für keinen negativen Trend bei den Kursen. Ein positiver ZEW-Frühindikator sowie gute Daten zum Wirtschaftswachstum aus China haben die Märkte beruhigt. Die Ergebnisse spanischer und italienischer Bondauktonen haben zu einer Beruhigung bei den Anleihezinsen dieser Länder geführt. Damit wurde der Euro-Krise der Schrecken etwas genommen. In der letzten Handelswoche gelang dem DAX mit der Ausnahme des Freitag jeden Tag ein Handelsplus. Am Freitag selbst betrug der Rückgang 0,8 Prozent, ohne dass dafür konkrete Argumente vorlagen. Zum Wochenschluss betrug der Punktegewinn 148 Punkte. Damit notiert der DAX bei 7.381 Punkten und nah am Jahreshoch.

    Unter den DAX-Aktien kam es bei den Finanztiteln zu kräftigen Kursgewinnen. Die rückläufigen Kreditzinsen für Italien und Spanien, ein möglicher Hilfsantrag von Spanien für den ESM-Rettungsschirm sowie Fortschritte in Griechenland haben die Sorgen vor weiteren Abschreibungen deutscher Kreditinstitute reduziert. Die Aktie der Deutschen Bank ist der Wochengewinner mit einem Kursgewinn von 5,6 Prozent auf 34,43 Euro. Aktien des Speicherchiphersteller infineon legten 5,2 Prozent auf 5,31 Euro zu. Börsianer erwarten im Vorfeld der Quartalsberichtssaison positive Meldungen von infineon und haben die Aktie kräftig steigen lassen. Ohne große Meldungen ging es auch bei der Deutschen Post nach oben. Das Unternehmen treibt die Internationailisierung weiter voran und plant die Vergrößerung seiner Präsenz auf dem indischen Kontinent. Der Kurs kletterte um 4,6 Prozent auf 16,17 Euro.

    Schwache Quartalsdaten der Firma Mosaic haben auch den Kurs des deutschen Wettbewerbers K+S in den Keller fallen lassen. Die Dividendenpapiere sind mit einem Wochenverlust von 3,2 Prozent auf 36,49 Euro der Wochenverlierer. Der finische Reifenhersteller Nokian hat mit schwachen Unternehmensdaten ebenfalls den deutschen Konkurrenten belastet. Hier wirkte sich dies negativ auf Continental-Aktien aus, die um 2,3 Prozent nachgaben. Der neu entstehende große Mobilfunkanbieter um Softbank dürfte die USA-Tochter der Deutschen Telekom weiter belastet. Der Kurs der T-Aktie gab in den letzten Handelstagen 1,6 Prozent auf 9,01 Euro nach.

    Der Ausblick für die kommende Handelswoche ist derzeit neutral. Je nach Nachrichtenlage könnten die Aktienmärkte stärker ausschlagen. Insgesamt ist jedoch zu erwarten, dass der DAX auf dem aktuellen Kursniveau verharren wird, bevor sich eine eindeutige Tendenz abzeichnet.

  • DAX-Wochenrückblick vom 13.10.2012

    In der vergangenen Handelswoche hat der DAX 2,2 Prozent an Wert verloren. Nachdem der DAX zu Wochenbeginn tiefrot in die neue Handelswoche startete, ging es auch an den folgenden Handelstagen mit den Kursen in den Keller. Grund für die Kursverluste waren negative Ausblicke und Sorgen, dass die Unternehmensdaten zum dritten Quartal unter den Erwartungen liegen könnten. Den traditionellen Start der Berichtssaison machte der amerikanische Aluminiumhersteller Alcoa. Das Unternehmen erzielte zwar gute Geschäfte im dritten Quartal, enttäuschte jedoch beim Ausblick. Erst am Donnerstag kehrte der Trend beim DAX um. Positive Arbeitsmarktdaten aus den USA sorgten für steigenden Kursgewinne auf dem Börsenparkett. Demnach haben sich in den USA in den letzten Wochen so wenig Menschen arbeitslos gemeldet wie zuletzt vor mehr als 4 Jahren. Da in den USA ein erheblicher Teil des Wirtschaftswachstums durch den privaten Konsum generiert wird, werden diese Daten besonders kritisch betrachtet. Am Donnerstag legte der DAX 1,1 Prozent zu. Doch bereits am Freitag kehrte wieder Ernüchterung ein. Viele Marktteilnehmer haben Gewinne mitgenommen.

    Unter den DAX-Aktien gaben die Papiere von HeidelbergCement mit einem Wochenverlust von 5,6 Prozent auf 39,65 Euro am stärksten nach. Nur wenig besser notieren die Dividendentitel von Siemens mit einem Kursrückgang von 5 Prozent auf 76,19 Euro. Der Konzern kündigte ein Sparprogamm an. Details sollen erst im November veröffentlicht werden. Die Analysten der Deutschen Bank haben daraufhin die Aktie abgestuft. Mit einem dicken Minuszeichen von 4,8 Prozent mischt sich auch der DAX-Neuling Lanxess unter die Wochenverlierer. Hier sorgten Abstufungen durch die Analysten von Barclays und der Credit Suisse für fallende Notierungen. Lanxess-Papiere beendeten den Handel bei einem Kurs von 60,21 Euro.

    Die Aktie mit dem höchsten Wochengewinn ist die Commerzbank. Der Kurs des Frankfurter Kreditinstitutes legte 1,4 Prozent auf 1,47 Euro zu. Bestätigten Berichten zufolge prüft die EU die Basel 3 Richtlinien später in Kraft zu setzen. Dies würde den Banken mehr Spielraum geben und den kurzfristigen Eigenkapitalbedarf reduzieren. Auf das Ergebnis der Banken wirkt sich dies kurzfristig positiv aus, da diese nun mehr Zeit erlangen könnten, entweder das notwendige Eigenkapital zu beschaffen oder die Risikopositionen abzubauen. Mit den weiteren Wochengewinnern Deutsche Post und ThyssenKrupp, die jeweils nur leicht zulegten, sind bereits alle Aktien mit einer positiven Kursentwicklung aufgezählt. Alle restlichen 27 Aktien aus dem DAX haben die Handelswoche mit einem Wochenverlust beendet.

    Positiv an den jüngsten Kursverlusten ist die Tatsache, dass die Verluste bei geringen Handelsumsätzen zustande kamen. Dies zeigt, dass kein breiter Ausverkauf stattfindet und lediglich eine Minderheit mit geringen Umsätzen Kursverluste auslöst. Anders ausgedrückt kann man auch sagen, dass momentan nur eine geringe Bereitschaft zum Einstieg besteht, denn sonst würden die Aktienkurs wiederum steigen. Wie auch immer die Ergebnisse gedeutet werden, lässt sich feststellen, dass sich der DAX derzeit in einer Spanne von 7.200 bis 7.400 Punkten bewegt und kein eindeutiger Trend erkennbar ist. Aus charttechnischer Sicht ist mit der aktuellen Konsolidierung eine Verschnaufspause im aktuellen Aufwärtstrend erkennbar. Zumindest unter charttechnischen Gesichtspunkten zeichnet sich damit ein positives Bild ab, das bald wieder deutlich steigende Kurse erwarten lässt.