Kategorie: Wochenrückblick

Im DAX-Wochenrückblick berichtet die Bullenbrief-Redaktion jede Woche über das Geschehen an der Börse. Der Fokus liegt dabei beim DAX, aber auch bedeutende globale Einflüsse werden berücksichtigt. Am Ende eines jeden Wochenberichts gibt die Redaktion einen Ausblick zur eigenen Einschätzung für die Entwicklung an den Börsen.

  • DAX-Wochenrückblick: Starker Wochenschluss bei 25.261 Punkten – deutliche Ausschläge bei Einzelwerten

    Marktlage: DAX steigt auf 25.261 Punkte und zeigt beeindruckende Wochenstärke

    Die vergangene Börsenwoche präsentierte sich von ihrer freundlichen Seite. Trotz gemischter Signale aus den USA und Europa blieb die Stimmung an den Märkten stabil, und die Anleger zeigten sich weiterhin risikobereit. Vor allem die Hoffnung auf weiter sinkende Inflationsraten und eine zunehmend vorsichtige Tonlage der EZB sorgten für Unterstützung. Der DAX legte im Wochenvergleich um 2,3?% zu und erreichte am Freitag einen Schlussstand von 25.261 Punkten. Damit setzte der Leitindex seinen Erholungskurs fort und näherte sich erneut seinem Allzeithoch. Besonders die Sektoren Finanzen, Industrie und Rüstung trugen zur positiven Entwicklung bei, während einzelne Chemie- und Konsumwerte unter Druck standen.

    Wochengewinner: Commerzbank, Heidelberg Materials und Rheinmetall im Höhenflug

    Unter den stärksten Gewinnern der Woche stach die Commerzbank hervor. Mit einem Wochenplus von 7,25?% setzte die Aktie ihren beeindruckenden Aufwärtstrend fort. Die weiterhin hohen Zinsmargen und die solide Kapitalausstattung sorgten für Vertrauen, während positive Analystenkommentare zusätzlichen Rückenwind lieferten. Die Aktie profitierte spürbar von der Erwartung, dass das Zinsumfeld der Bank auch in den kommenden Quartalen in die Karten spielen dürfte.

    Ebenfalls sehr stark zeigte sich Heidelberg Materials, das mit einem Wochenanstieg von 9,21?% zu den auffälligsten Gewinnern zählte. Der Konzern profitiert weiterhin von einer robusten Nachfrage im globalen Bausektor. Steigende Preise für Baustoffe und optimistische Branchenaussichten sorgten dafür, dass Investoren verstärkt zugriffen. Die Aktie setzte damit ihre seit Monaten anhaltende positive Entwicklung fort.

    Ein weiterer Gewinner war Rheinmetall, das mit einem Kursplus von 8,14?% erneut seine Rolle als einer der stärksten Trendwerte im DAX bestätigte. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Rüstungsgütern, neue Großaufträge aus Europa und politische Zusagen für steigende Verteidigungsausgaben ließen den Kurs weiter steigen. Rheinmetall bleibt damit einer der dynamischsten Titel im Index.

    Auch andere Werte konnten überzeugen. Vonovia erholte sich mit einem Plus von 5,17?%, während Siemens Healthineers mit 4,11?% von einer stabilen Nachfrage im Medizintechnikbereich profitierte. Die Deutsche Bank legte um 4,90?% zu und zeigte, dass das Zinsumfeld weiterhin ein starker Treiber für Finanzwerte bleibt. Infineon gewann 3,88?%, was auf eine Stabilisierung im Halbleitermarkt hindeutet. Die Allianz zeigte sich ebenfalls robust und legte um 3,35?% zu, unterstützt durch ihre defensive Ausrichtung und eine attraktive Dividendenrendite.

    Wochenverlierer: Qiagen, Bayer und Brenntag unter deutlichem Druck

    Auf der anderen Seite gab es auch klare Verlierer. Am stärksten traf es Qiagen, das mit einem Wochenminus von 5,30?% den schwächsten Wert im DAX stellte. Der Diagnostikspezialist leidet weiterhin unter einer verhaltenen Nachfrage nach Testsystemen und einem insgesamt vorsichtigen Ausblick. Investoren reagierten zurückhaltend, da kurzfristige Impulse fehlen und die Margenentwicklung unter Beobachtung steht.

    Auch Bayer musste erneut Federn lassen und verlor 5,01?%. Der Konzern bleibt durch die bekannten Rechtsrisiken in den USA belastet, während das Agrargeschäft weiterhin schwächelt. Die Aktie findet derzeit kaum Unterstützung, da es an klaren Katalysatoren für eine Trendwende mangelt.

    Deutlich unter Druck stand zudem Brenntag, das mit einem Rückgang von 7,15?% zu den größten Wochenverlierern zählte. Die schwache Nachfrage in der Chemiedistribution und sinkende Margen in Europa sorgten für eine spürbare Belastung. Analysten äußerten sich zuletzt vorsichtiger, was die Abwärtsbewegung verstärkte.

    Weitere Verlierer waren BASF mit einem Minus von 4,29?%, was die anhaltende Schwäche im Chemiesektor widerspiegelt, sowie Siemens, das nach einer starken Vorwoche um 2,35?% nachgab. Auch Airbus musste mit –1,40?% eine leichte Korrektur hinnehmen, nachdem die Aktie zuvor über Wochen hinweg stark gelaufen war.

    Ausblick: Inflationsdaten, EZB-Signale und Quartalszahlen bestimmen die neue Woche

    Die kommende Woche verspricht erneut Spannung, denn mehrere marktbewegende Ereignisse stehen an. Besonders im Fokus stehen die neuen Inflationsdaten aus der Eurozone. Sollten die Verbraucherpreise weiter sinken, könnte dies die Erwartung stützen, dass die EZB ihren vorsichtigen Kurs beibehält. Ein solcher Trend würde dem DAX zusätzlichen Rückenwind verleihen.

    Auch die USA rücken in den Blickpunkt. Mehrere hochrangige Fed?Vertreter werden sich äußern, und jede Andeutung einer möglichen Kursänderung könnte die Märkte beeinflussen. Ein zu restriktiver Ton könnte kurzfristig belasten, während eine moderatere Einschätzung die Risikobereitschaft stärken würde.

    Zudem stehen wichtige Quartalszahlen großer DAX?Konzerne an, insbesondere aus den Bereichen Industrie, Technologie und Finanzwesen. Diese Berichte könnten für deutliche Einzelbewegungen sorgen und damit auch den Gesamtmarkt beeinflussen. Parallel dazu rückt die Dividendensaison näher, die traditionell für Stabilität sorgt und viele Anleger anzieht.

    Sollten die Inflationsdaten positiv überraschen und die Fed keine restriktiven Signale senden, könnte der DAX seinen Weg in Richtung 25.500 Punkte fortsetzen. Enttäuschende Daten oder geopolitische Risiken könnten jedoch kurzfristige Rücksetzer auslösen.

  • DAX-Wochenrückblick: Telekom, Siemens Energy & BASF treiben den Markt – Banken und Bauwerte brechen ein

    Ein ruhiger, aber richtungsweisender Wochenausklang am deutschen Aktienmarkt

    Die vergangene Börsenwoche verlief insgesamt stabil, auch wenn die internationalen Märkte ein gemischtes Bild zeigten. Während die US?Börsen von robusten Unternehmenszahlen und einer moderaten Inflationsentwicklung profitierten, blieb die Stimmung in Europa verhaltener. Der DAX konnte dennoch leicht zulegen und schloss am Freitag bei rund 24.900 Punkten, was einem kleinen Plus gegenüber der Vorwoche entspricht.

    Getrieben wurde die Entwicklung vor allem durch defensive Werte und einzelne Industriekonzerne, die von positiven Branchensignalen profitierten. Belastend wirkten dagegen deutliche Rückgänge im Finanzsektor sowie bei konjunktursensitiven Unternehmen. Die Hoffnung auf eine weiterhin stabile Zinspolitik der EZB sorgte jedoch für eine solide Grundstimmung und verhinderte größere Rücksetzer.

    Wochengewinner: Telekom, Siemens Energy und BASF mit deutlichen Kursgewinnen

    Deutsche Telekom: Starke Netzerträge sorgen für kräftigen Schub (+6,5?%)

    Die Deutsche Telekom war der klare Gewinner der Woche. Mit einem Kursplus von 6,5?% reagierten Anleger positiv auf starke Zahlen aus dem US?Geschäft sowie auf stabile Erträge im europäischen Netzbetrieb. Analysten hoben ihre Prognosen an, was zusätzliche Kaufimpulse auslöste. Die Aktie profitierte zudem von einer erhöhten Nachfrage nach defensiven Infrastrukturwerten.

    Siemens Energy: Erholung setzt sich fort (+6,6?%)

    Siemens Energy legte um 6,6?% zu und setzte damit seine Erholungsbewegung fort. Fortschritte im Servicegeschäft sowie Signale, dass die Probleme im Windturbinenbereich zunehmend unter Kontrolle sind, sorgten für Vertrauen. Der Markt honorierte vor allem die Aussicht auf eine nachhaltige Stabilisierung der Margen.

    BASF: Chemieriese profitiert von Entspannung bei Energiepreisen (+6,0?%)

    BASF überzeugte mit einem Wochenplus von 6,0?%. Die Aktie profitierte von sinkenden Energiepreisen, die die Produktionskosten entlasten, sowie von optimistischeren Konjunkturerwartungen in China. Auch die stabile Dividendenpolitik des Konzerns stärkte das Anlegervertrauen.

    Vonovia: Immobilienwert mit deutlichem Rebound (+5,4?%)

    Vonovia gewann 5,4?% und zeigte damit eine klare Erholungstendenz. Sinkende langfristige Zinsen und eine leichte Entspannung am Wohnungsmarkt sorgten für Rückenwind. Investoren setzen zunehmend auf defensive, zinssensitive Titel.

    Merck: Pharmawert mit solider Nachfrage (+5,2?%)

    Merck legte 5,2?% zu. Positive Analystenkommentare und eine robuste Nachfrage im Life?Science?Segment unterstützten die Kursentwicklung. Der Konzern gilt weiterhin als verlässlicher Stabilitätsanker im DAX.

    Wochenverlierer: Heidelberg Materials, Scout24 und Banken unter Druck

    Heidelberg Materials: Schwacher Ausblick sorgt für massiven Kursrutsch (-12,5?%)

    Mit einem Minus von 12,5?% war Heidelberg Materials der klare Wochenverlierer. Der Konzern enttäuschte mit einem vorsichtigen Ausblick, insbesondere aufgrund einer schwächeren Nachfrage im europäischen Bausektor. Steigende Kosten und Unsicherheiten im globalen Bauumfeld verstärkten den Abwärtstrend.

    Scout24: Gewinnmitnahmen nach starkem Jahresstart (-7,7?%)

    Scout24 verlor 7,7?%. Nach einer starken Phase kam es zu deutlichen Gewinnmitnahmen. Zudem belastete ein verhaltener Ausblick für das Immobilienportalgeschäft die Stimmung.

    RWE: Energieriese mit deutlichem Rücksetzer (-5,4?%)

    RWE gab 5,4?% ab. Niedrigere Strompreise und Unsicherheiten rund um regulatorische Rahmenbedingungen im Energiesektor drückten auf die Aktie. Auch die schwächere Entwicklung im europäischen Energiemarkt spielte eine Rolle.

    Commerzbank und Deutsche Bank: Finanzwerte schwächeln (-5,4?% / -5,3?%)

    Die Commerzbank verlor 5,4?%, die Deutsche Bank 5,3?%. Sinkende Zinserwartungen sowie ein schwächeres Handelsumfeld belasteten den gesamten Bankensektor. Zudem sorgten geopolitische Risiken für eine vorsichtigere Risikobewertung.

    Allianz: Versicherer mit deutlichem Wochenminus (-5,2?%)

    Die Allianz gab 5,2?% ab. Vorsichtige Aussagen zur Gewinnentwicklung und die allgemeine Schwäche im Finanzsektor sorgten für Abgabedruck.

    Ausblick: Wichtige Termine und mögliche Impulse für die kommende Woche

    Die kommende Woche verspricht erhöhte Spannung, denn mehrere wichtige Ereignisse könnten die Märkte maßgeblich beeinflussen:

    Inflationsdaten aus der Eurozone

    Die neuen Verbraucherpreisdaten stehen im Fokus. Erwartet wird eine leichte Abschwächung der Inflation. Sollte sich dies bestätigen, könnte dies die Hoffnung auf stabile oder sogar sinkende Zinsen stärken – ein potenzieller Kurstreiber für den DAX.

    EZB?Signale zur Zinspolitik

    Mehrere EZB?Vertreter werden öffentlich sprechen. Jede Andeutung einer Lockerung könnte die Märkte beflügeln. Überraschend restriktive Aussagen hingegen könnten kurzfristig belasten.

    US?Konjunkturdaten

    Arbeitsmarktdaten, Einkaufsmanagerindizes und neue Inflationszahlen aus den USA könnten global für Bewegung sorgen. Positive Überraschungen würden vor allem exportorientierten DAX?Titeln helfen.

    Unternehmensseitige Impulse

    Mehrere DAX?Konzerne halten Hauptversammlungen ab oder veröffentlichen neue Quartalszahlen. Besonders im Fokus stehen Technologie? und Industriewerte, die zuletzt stark performt haben.

    Erwartung für den DAX

    Sollten die Inflationsdaten moderat ausfallen und die EZB keine restriktiven Signale senden, könnte der DAX seine leichte Aufwärtstendenz fortsetzen. Das Risiko bleibt jedoch erhöht, insbesondere aufgrund der Schwäche im Finanzsektor und globaler geopolitischer Unsicherheiten.

  • DAX-Wochenrückblick: Leitindex steigt auf 24.764 Punkte – Top-Gewinner, größte Verlierer und Ausblick auf die neue Börsenwoche

    DAX?Wochenrückblick: Leitindex gewinnt und schließt bei 24.764 Punkten

    Die vergangene Börsenwoche verlief für den deutschen Leitindex insgesamt positiv. Trotz zwischenzeitlicher Schwankungen konnte der DAX im Wochenvergleich zulegen und ging am Freitag bei 24.764,05 Punkten aus dem Handel. Gegenüber der Vorwoche entspricht dies einem moderaten Plus von rund 1 %.

    Getrieben wurde die Aufwärtsbewegung vor allem von der Hoffnung auf eine allmähliche Entspannung bei der Inflation, stabilen Unternehmenszahlen aus Europa sowie einer freundlichen Vorgabe der US?Börsen. Gleichzeitig blieben die Märkte sensibel für jede neue Äußerung der großen Zentralbanken – insbesondere der US?Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB). Unterm Strich überwogen jedoch die positiven Impulse, sodass der DAX die Woche im grünen Bereich beendete.

    Wochengewinner im DAX: Diese Aktien überzeugten mit starken Kurszuwächsen

    Auf Basis der Wochenveränderungen gehörten folgende Titel zu den auffälligsten Gewinnern der vergangenen Woche. Die Prozentangaben sind gerundet und dienen der Einordnung der Größenordnung:

    Siemens Energy – rund +5 %

    Grund: Fortschritte bei der Stabilisierung des Windkraftgeschäfts und positive Signale zu laufenden Projekten sorgten für spürbare Erleichterung im Markt. Zudem werteten Analysten die mittelfristigen Perspektiven im Bereich Energiewende und Netzinfrastruktur erneut positiv.

    Rheinmetall – rund +4 %

    Grund: Anhaltend hohe Nachfrage nach Verteidigungstechnik und neue Auftragsmeldungen aus Europa stützten die Aktie. Der Markt preist weiterhin robuste Umsatz- und Gewinnperspektiven ein, was Rheinmetall zu einem der Favoriten im DAX macht.

    Bayer – rund +3 %

    Grund: Die Aktie profitierte von der Hoffnung auf Fortschritte in Rechtsstreitigkeiten sowie von Spekulationen über mögliche Portfolioanpassungen. Positive Analystenkommentare und eine leichte Stimmungsaufhellung im Chemie? und Pharmasektor unterstützten den Kurs.

    Vonovia – rund +2–3 %

    Grund: Sinkende langfristige Renditen am Anleihemarkt und die Erwartung, dass der Zinsgipfel erreicht sein könnte, spielten dem Immobiliensektor in die Karten. Vonovia profitierte zusätzlich von der Einschätzung, dass der Wohnimmobilienmarkt sich langsam stabilisiert.

    Wochenverlierer im DAX: Diese Aktien gerieten unter Druck

    Nicht alle DAX?Werte konnten von der freundlichen Grundtendenz profitieren. Einige Titel mussten im Wochenverlauf deutliche Rücksetzer hinnehmen:

    Infineon – rund –5 bis –6 %

    Grund: Der Chipkonzern litt unter einer vorsichtigen Brancheneinschätzung und Zurückhaltung im zyklischen Halbleiterbereich, insbesondere im Automobil? und Industriegütersegment. Gewinnmitnahmen nach vorangegangenen Kursanstiegen verstärkten den Druck.

    Adidas – rund –4 bis –5 %

    Grund: Enttäuschende Signale aus wichtigen Absatzmärkten sowie Sorgen um die Konsumlaune drückten auf die Stimmung. Nach der starken Performance der letzten Monate nutzten viele Investoren die Gelegenheit, Gewinne mitzunehmen.

    BASF – rund –4 %

    Grund: Der Chemiekonzern steht weiterhin im Spannungsfeld aus hohen Energiekosten, schwächerer Industrienachfrage und Unsicherheit über die globale Konjunktur – insbesondere mit Blick auf China. Neue Daten zur Industrieproduktion fielen verhalten aus und belasteten den Kurs.

    Porsche AG – rund –3 bis –4 %

    Grund: Die Aktie reagierte sensibel auf Diskussionen über Margendruck im Premium?Segment und eine mögliche Abkühlung im Luxusgüterbereich. Zudem sorgten skeptische Analystenstimmen für zusätzlichen Verkaufsdruck.

    Ausblick: Wichtige Termine und mögliche Auswirkungen auf den DAX in der kommenden Woche

    Die neue Handelswoche dürfte erneut stark von makroökonomischen Daten und geldpolitischen Signalen geprägt sein. Mehrere Termine haben das Potenzial, die Richtung am Markt kurzfristig zu beeinflussen:

    Inflationsdaten aus Deutschland und der Eurozone

    Neue Verbraucherpreisdaten geben Hinweise darauf, ob der disinflationäre Trend anhält. Mögliche Wirkung:

    • Überraschend niedrige Inflation: Könnte die Erwartung früherer oder stärkerer Zinssenkungen durch die EZB befeuern – tendenziell positiv für den DAX.
    • Hartnäckig hohe Inflation: Würde die Fantasie auf schnelle Lockerungen dämpfen – eher belastend für zinssensitive Sektoren wie Immobilien und Technologie.

    US?Arbeitsmarktdaten und Konjunkturindikatoren

    Die Entwicklung am US?Arbeitsmarkt bleibt ein zentraler Faktor für die Zinspolitik der Fed. Mögliche Wirkung:

    • Leichte Abkühlung: Könnte die Hoffnung auf Zinssenkungen stützen und Risikoanlagen wie Aktien Rückenwind geben.
    • Sehr starke Daten: Würden die Fed zu einem vorsichtigeren Kurs zwingen – das könnte die Risikobereitschaft dämpfen.

    Fortsetzung der Berichtssaison im DAX

    Mehrere DAX?Konzerne legen Quartalszahlen und Ausblicke vor. Mögliche Wirkung:

    • Positive Überraschungen: Können einzelne Titel deutlich antreiben und den Index mitziehen.
    • Enttäuschungen: Führen schnell zu spürbaren Kursabschlägen, insbesondere bei hoch bewerteten Wachstumswerten.

    Hauptversammlungen und Dividendensaison

    Mit Blick auf die anlaufende Dividendensaison rücken Ausschüttungen und Ausblicke auf das laufende Geschäftsjahr in den Fokus. Mögliche Wirkung:

    • Attraktive Dividendenrenditen: Können den DAX stabilisieren und insbesondere defensive Werte stützen.
    • Zurückhaltende Ausblicke: Könnten die Stimmung im breiten Markt eintrüben.

    Erwartungshaltung für den DAX: Zwischen Erholungschance und Datenrisiko

    Aus heutiger Sicht spricht vieles dafür, dass der DAX nach dem Anstieg auf 24.764 Punkte zunächst in eine Phase der Konsolidierung übergehen könnte. Fallen die Inflationsdaten moderat aus und signalisieren die Zentralbanken keine überraschend restriktive Haltung, ist eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung in Richtung 25.000 Punkte und darüber hinaus durchaus denkbar.

    Gleichzeitig bleibt das Umfeld datengetrieben:

    • Positive Überraschungen bei Konjunktur und Unternehmenszahlen könnten eine weitere Rallye auslösen.
    • Negative Überraschungen – insbesondere bei Inflation oder Wachstum – hätten das Potenzial, kurzfristig deutliche Rücksetzer auszulösen.

    Für Anleger bedeutet das: Die Richtung stimmt aktuell nach oben, aber die Märkte bleiben sensibel. Stock?Picking und ein genauer Blick auf Termine und Sektoren werden in der kommenden Woche wichtiger denn je.

  • DAX Wochenrückblick: Gewinner, Verlierer & Ausblick – Stand 24.500 Punkte

    1. Marktüberblick: DAX rutscht auf 24.500 Punkte – Zinssorgen und schwache Konjunkturdaten belasten

    Die vergangene Börsenwoche stand klar im Zeichen zunehmender Unsicherheit. Sowohl in Europa als auch in den USA sorgten schwächere Konjunkturdaten für Zurückhaltung bei Anlegern. Besonders die hartnäckige Kerninflation in den USA und die Diskussion über den Zeitpunkt der nächsten Zinssenkungen belasteten die Stimmung.

    Der DAX gab im Wochenverlauf rund 1,8 % nach und schloss am Freitag bei etwa 24.500 Punkten. Hauptgründe für die Schwäche:

    • Zinsfantasie gedämpft: Die US-Notenbank signalisierte, dass sie weitere Daten abwarten will, bevor sie Lockerungen einleitet.
    • Schwache Einkaufsmanagerindizes in Europa: Vor allem der Industriesektor bleibt unter Druck.
    • Gewinnmitnahmen nach starker Vorwoche: Viele Anleger nutzten das Umfeld für Positionsbereinigungen.

    Trotz der Abgaben blieb die Volatilität moderat – ein Hinweis darauf, dass der Markt zwar nervös, aber nicht panisch agiert.

    2. Wochengewinner: Diese DAX-Aktien legten trotz schwachem Markt zu

    Auf Basis der aktuellen Daten zählen folgende Werte zu den stärksten Performern der Woche:

    1. Siemens Energy – +4,9 %

    Der Energietechnikkonzern profitierte von positiven Nachrichten aus dem Windkraftsegment. Fortschritte bei der Stabilisierung der Gamesa?Sparte und neue Serviceaufträge sorgten für frischen Optimismus.

    2. Zalando – +3,8 %

    Der Onlinehändler legte zu, nachdem mehrere Analysten ihre Kursziele anhoben. Zudem stützten robuste E?Commerce?Daten aus Europa die Aktie.

    3. Vonovia – +3,1 %

    Sinkende langfristige Renditen am Anleihemarkt spielten dem Immobilienriesen in die Karten. Anleger setzen zunehmend darauf, dass die Finanzierungskosten im Jahresverlauf weiter sinken.

    4. Deutsche Telekom – +2,7 %

    Die Telekom profitierte von stabilen Ergebnissen im US?Geschäft und einer defensiven Grundausrichtung, die in volatilen Marktphasen gefragt ist.

    3. Wochenverlierer: Diese DAX-Werte mussten deutliche Rücksetzer hinnehmen

    Die schwächsten Werte der Woche:

    1. Infineon – –6,2 %

    Der Chipkonzern litt unter schwächeren Branchenaussichten und einer vorsichtigen Prognose eines großen US?Halbleiterherstellers. Die Nachfrage im Automobilsektor bleibt verhalten.

    2. Adidas – –5,4 %

    Adidas geriet nach enttäuschenden US?Absatzzahlen unter Druck. Zudem belasteten Gewinnmitnahmen nach der starken Performance der letzten Monate.

    3. BASF – –4,9 %

    Der Chemiekonzern kämpft weiterhin mit hohen Energiekosten und einer schwachen Nachfrage aus China. Neue Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte sorgten für zusätzlichen Druck.

    4. Porsche AG – –4,6 %

    Die Sportwagenmarke litt unter einem verhaltenen Ausblick für das Luxussegment und Sorgen über rückläufige Margen.

    4. Ausblick: Diese Termine könnten den DAX in der kommenden Woche bewegen

    Die kommende Woche bringt mehrere potenzielle Marktimpulse:

    Inflationsdaten aus Deutschland und der Eurozone

    Die neuen Verbraucherpreise könnten entscheidend dafür sein, ob die EZB im Frühjahr eine Zinssenkung in Betracht zieht. Erwartung: Leicht rückläufige Teuerung – positiv für den DAX.

    US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls)

    Der US?Arbeitsmarkt bleibt ein zentraler Faktor für die Zinspolitik der Fed. Erwartung: Leichte Abkühlung – könnte die Zinssenkungsfantasie wiederbeleben.

    Berichtssaison läuft weiter

    Mehrere DAX?Konzerne legen Zahlen vor. Überraschungen – positiv wie negativ – können den Index kurzfristig stark bewegen.

    Hauptversammlungen und Dividendensaison

    Die Dividendensaison startet langsam an. Hohe Ausschüttungen könnten den Markt stabilisieren.

    Erwartung für den DAX

    Sollten die Inflationsdaten moderat ausfallen und die US?Arbeitsmarktdaten keine neue Zinssorgen schüren, hat der DAX gute Chancen auf eine technische Erholung. Ein Rücklauf in Richtung 24.800 bis 25.000 Punkte erscheint realistisch – vorausgesetzt, die globalen Konjunkturdaten enttäuschen nicht erneut.

  • DAX-Wochenausblick: Gewinner, Verlierer und die wichtigsten Impulse für die kommende Börsenwoche

    Marktüberblick: DAX unter Druck – schwache Konjunktursignale belasten die Stimmung

    Die vergangene Handelswoche stand klar im Zeichen einer zunehmenden Verunsicherung an den internationalen Finanzmärkten. Sowohl in Europa als auch in den USA sorgten schwächere Konjunkturdaten für eine spürbare Eintrübung der Anlegerstimmung. Besonders die Hinweise auf eine nachlassende Dynamik im deutschen Privatsektor drückten auf die Kurse.

    Der DAX gab im Wochenverlauf nach und schloss am Freitag bei 24.217,50 Punkten, was einem leichten Rückgang gegenüber der Vorwoche entspricht. Die Marktteilnehmer reagierten vor allem auf die Kombination aus konjunktureller Abkühlung, vorsichtigen Aussagen der Notenbanken und einer insgesamt defensiveren Risikobereitschaft. Während die Hoffnung auf sinkende Zinsen im Jahresverlauf bestehen bleibt, dominierte kurzfristig die Sorge, dass die wirtschaftliche Schwächephase länger anhalten könnte.

    Wochengewinner im DAX: Diese Aktien konnten sich gegen den Trend durchsetzen

    Trotz des insgesamt schwächeren Marktumfelds gab es im DAX einige klare Outperformer, die sich mit deutlichen Kursaufschlägen von der breiten Masse abheben konnten. Besonders stark präsentierten sich Unternehmen, die von robusten Geschäftsmodellen, positiven Branchentrends oder überzeugenden Unternehmensmeldungen profitierten.

    Zu den stärksten Gewinnern der Woche zählen:

    Volkswagen VZ (+4,6?%) Die Aktie profitierte von einer spürbaren Erholung im Automobilsektor. Marktteilnehmer honorierten Fortschritte bei der Effizienzstrategie sowie positive Signale aus wichtigen Absatzmärkten. Zudem sorgten optimistische Analystenkommentare für zusätzlichen Rückenwind.

    Porsche AG Vz (+3,7?%) Auch Porsche konnte sich deutlich verbessern. Die Kombination aus starken Margen, stabiler Nachfrage im Premiumsegment und einem weiterhin überzeugenden Markenimage sorgte für Kaufinteresse. Anleger setzen darauf, dass Porsche trotz des herausfordernden Umfelds überdurchschnittlich profitabel bleibt.

    Porsche Automobil Holding (+3,1?%) Die Holding profitierte indirekt von der positiven Entwicklung der Porsche AG sowie von einer insgesamt verbesserten Stimmung gegenüber Beteiligungsmodellen. Die Aktie wurde zusätzlich durch eine günstige Bewertung unterstützt.

    BMW (+2,8?%) BMW überzeugte mit soliden Absatzzahlen und einer stabilen Nachfrage nach elektrifizierten Modellen. Die Aktie wurde zudem durch die Erwartung gestützt, dass der Konzern seine Profitabilität im laufenden Jahr weiter steigern kann.

    Mercedes?Benz Group (+2,6?%) Auch Mercedes zeigte Stärke. Der Fokus auf margenstarke Modelle und ein konsequentes Kostenmanagement kamen bei Investoren gut an. Die Aktie profitierte außerdem von einer robusten Nachfrage im Luxussegment.

    Wochenverlierer im DAX: Diese Aktien mussten deutliche Rücksetzer hinnehmen

    Auf der anderen Seite gab es auch Werte, die in der vergangenen Woche spürbar unter Druck standen. Besonders betroffen waren Unternehmen, die mit branchenspezifischen Herausforderungen, schwächeren Ausblicken oder negativen Nachrichten konfrontiert waren.

    Zu den größten Verlierern der Woche zählen:

    MTU Aero Engines (–1,9?%) Der Triebwerkshersteller litt unter anhaltenden Sorgen rund um Lieferketten, steigende Kosten und Unsicherheiten im Luftfahrtsektor. Zudem belasteten technische Herausforderungen bei einzelnen Modellen das Sentiment.

    Vonovia (–1,9?%) Der Immobilienkonzern geriet erneut unter Druck, da steigende Finanzierungskosten und regulatorische Unsicherheiten die Branche weiterhin belasten. Die Erwartung einer nur langsam sinkenden Inflation dämpfte zusätzlich die Hoffnung auf schnelle Entlastung.

    Deutsche Börse (–1,7?%) Die Aktie reagierte empfindlich auf rückläufige Handelsvolumina und eine allgemein schwächere Marktaktivität. Anleger befürchten, dass die Erträge aus dem Handelsgeschäft kurzfristig unter Druck geraten könnten.

    Fresenius Medical Care (–1,7?%) Der Dialysespezialist musste Kursverluste hinnehmen, nachdem Marktteilnehmer die Margenentwicklung kritisch beurteilten. Zudem belasten strukturelle Herausforderungen im US?Gesundheitsmarkt.

    Deutsche Bank (–1,6?%) Die Aktie gab nach, da die Erwartungen an das Zinsumfeld kurzfristig weniger dynamisch ausfallen. Gleichzeitig sorgten globale Bankensorgen für eine vorsichtigere Haltung gegenüber Finanzwerten.

    Ausblick auf die kommende Woche: Wichtige Termine und mögliche DAX?Impulsgeber

    Die neue Handelswoche verspricht erneut hohe Spannung, denn mehrere zentrale Wirtschaftsdaten und Ereignisse könnten die Richtung an den Märkten maßgeblich beeinflussen.

    Zu den wichtigsten Terminen zählen:

    • Inflationsdaten aus der Eurozone: Die Märkte erwarten eine leichte Abschwächung der Teuerung. Sollte sich dieser Trend bestätigen, könnte dies die Hoffnung auf eine moderatere EZB?Politik stärken.
    • US?Konjunkturdaten: Einkaufsmanagerindizes und Arbeitsmarktdaten werden entscheidend sein, um die wirtschaftliche Lage in den USA besser einschätzen zu können. Überraschungen nach unten könnten die globale Risikobereitschaft dämpfen.
    • Äußerungen von EZB? und Fed?Vertretern: Jede Andeutung einer veränderten Zinsperspektive dürfte unmittelbare Marktreaktionen auslösen.
    • Unternehmensmeldungen und Hauptversammlungen: Besonders in zyklischen Branchen könnten neue Ausblicke für Bewegung sorgen.

    Was bedeutet das für den DAX? Sollten die Inflationsdaten rückläufig ausfallen und die Notenbanken eine etwas entspanntere Tonlage anschlagen, besitzt der DAX kurzfristiges Erholungspotenzial. Bleiben die Konjunktursignale jedoch schwach oder steigen die Zinssorgen erneut, ist eher mit einer seitwärts bis leicht abwärts gerichteten Entwicklung zu rechnen.

  • DAX legt in Quartal 9,2 Prozent auf 11.526 Punkte zu – Wirecard explodiert um 21 Prozent – Infineon, Bayer und ThyssenKrupp mit höchstem Wochenverlust

    In der vergangenen Woche hat der DAX deutlich an Wert gewonnen. Insgesamt hat der DAX das erste Quartal des Jahres 2019 positiv abgeschlossen. Am Freitag ging der Deutsche Aktienindex bei einem Stand von 11.526 Punkte aus dem Handel. Damit notiert das Börsenbarometer fast 1.000 Punkte höher als zum Jahreswechsel. Der Gewinn im ersten Quartal beträgt 9,2 Prozent was einem Punkteanstieg von 967 Zählern entspricht.

    DAX legt in Quartal 9,2 Prozent auf 11.526 Punkte zu

    In der vergangenen Woche hat der DAX am Montag noch mit einem leichten Tagesverlust von 0,2 Prozent den Handel beendet. Der schwache Einkaufsmanagerindex aus der Vorwoche belastete noch den Handel. Mit einem Tagesgewinn von 0,6 Prozent drehte sich am Dienstag die Stimmung auf dem Börsenparkett. Allerdings ist die Hälfte des Gewinns dem Kursanstieg bei Wirecard zu verdanken. Die Wirecard-Aktie schoss um 26 Prozent nach oben, nachdem die Manipulationsvorwürfe nicht bestätigt wurden. Keine einheitliche Tendenz hat sich am Mittwoch abgezeichnet. Der Aktienmarkt beendete den Handel unverändert. Wenig Bewegung gab es auch am Donnerstag. Der Brexit lähmt momentan das Handelsgeschehen. Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen China und den USA sorgten am Freitag für ein positive Aktienklima. Die Börse steig um 0,9 Prozent.

    Wirecard explodiert um 21 Prozent

    Nachdem die Financial Times über Wochen Manipulationsvorwürfe in Asien bei dem Aschheimer Unternehmen in den Raum stellt sorgte das Ergebnis der Prüfung in der vergangenen Woche für Erleichterung. Der Prüfbericht deckte keine signifikanten Verstöße auf und damit sind die Vorwürfe haltlos. Die Aktie legte im Wochenverlauf um 21 Prozent auf 111,70 Euro zu. Die Kurse notieren damit noch weit unter den Höchstständen, jedoch dürfte sich die Lage damit etwas beruhigen. Trotzdem lässt die Financial Times nicht locker und hat zum Wochenschluss mit erneuten Berichten Druck auf die Aktie ausgeübt. Es bleibt daher spannend, ob das Zeitungsblatt damit dem eigenen Journalismus letztendlich nicht mehr schadet.

    Infineon, Bayer und ThyssenKrupp mit höchstem Wochenverlust

    Den höchsten Wochenverlust von 10,5 Prozent hat die Aktie von infineon eingefahren. Der Halbleiterkonzern hat die Börsianer mit einer Gewinnwarnung überrascht. Die Aktie verlor auf 17,68 Euro. Bayer hat erneut vor einem US-Gericht im Glyphosat-Streit unterlegen und wurde zu einer Schadenersatzzahlung verurteilt. Ein Produkt der Bayer-Tochter Monsanto steht im Verdacht bei dem Kläger Krebs ausgelöst zu haben. Eine zusätzliche Abstufung durch die Bank of America-Merril Lynch sorgte in Summe für einen Wochenverlust von 8,1 Prozent auf 57,60 Euro. Die schwächeren Konjunkturaussichten drücken insgesamt auf die konjunktursensiblen Dividendenpapier. Bei ThyssenKrupp geht es daher um 7,6 Prozent auf 12,24 Euro nach unten.

    DAX ist weiter in seiner Range gefangen

    Der DAX bewegt sich seit einiger Zeit in einem Korridor zwischen 10.500 und 12.000 Punkten. Um aus dieser Range auszubrechen bedarf es nachhaltiger Entwicklungen. Aktuell drohen mit den schwächeren Konjunkturaussichten und dem bevorstehenden Brexit mehr negative als positive Überraschungen. Es ist daher davon auszugehen, dass es dem DAX nicht gelingen wird diese Range zu verlassen. Für die kommenden Monate ist eine Seitwärtsbewegung des wahrscheinlichste Szenario.

  • DAX verliert auf 11.458 Punkte – Vonovia, Beiersdorf und Merck mit höchstem Wochengewinn – ThyssenKrupp, Deutsche Bank und Daimler mit höchstem Wochenverlust

    In der vergangenen Woche hat der DAX deutlich an Wert verloren. Der Deutsche Aktienindex ging bei einem Stand von 11.458 Punkten aus dem Handel und notiert damit rund 150 Punkte unter dem Stand der Vorwoche.

    DAX verliert auf 11.458 Punkte

    Mit leichten Abgaben von 0,1 Prozent ist der DAX in die neue Handelswoche gestartet. Die Marktteilnehmer agierten vorsichtig und wollten die EZB-Entscheidung am Donnerstag abwarten bevor größere Investments getätigt werden. Ein festerer US-Dollar sorgte am Dienstag für leichte Kursgewinne in Höhe von 0,2 Prozent. Der schwache Automobilsektor und die gesenkte Prognose von Schaeffler sorgte am Mittwoch für einen Rückgang von 0,3 Prozent. Nachdem die EZB und die schon vorher die OECD ihre Wachstumsprognosen gesenkt hatten, ging es an den Aktienmärkten deutlicher nach unten. Der DAX verlor im Tagesverlauf 0,6 Prozent an Wert. Wachstumssorgen haben auch am Freitag das Bild geprägt und den DAX weitere 0,5 Prozent an Wert verlieren lassen.

    Vonovia, Beiersdorf und Merck mit höchstem Wochengewinn

    Nach der EZB-Sitzung sind die Anleiherenditen wieder deutlich gefallen. Ein niedriges Zinsniveau wirkt sich vor allem auf Immobilienaktien positiv aus. Deshalb ist es wenig überraschend, dass Vonovia mit einem Wochengewinn von 6,8 Prozent der Wochengewinner im DAX ist. Ganz geräuschlos präsentiert sich auch das Plus von 3,3 Prozent bei Beiersdorf. Merck legte zwar negative Zahlen vor, allerdings überzeugte der Ausblick. In Summe konnte die Aktie auf Wochensicht so um 3 Prozent auf 95,34 Euro zulegen.

    ThyssenKrupp, Deutsche Bank und Daimler mit höchstem Wochenverlust

    Den höchsten Wochenverlust in Höhe von 7,2 Prozent hatten die Papiere von ThyssenKrupp zu verzeichnen. Fallende Zinsen bei gleichzeitig rückläufigem Wachstum erhöhen wieder die Kreditrisiken für Banken. Mit den Papieren der Deutschen Bank ging es um 6 Prozent auf 7,68 Euro nach unten. Deutliche Bremsspuren im Automobilbereich führen zu einem Wochenverlust von 6 Prozent auf 50,08 Euro für die Aktien von Daimler.

    DAX könnte bald mit Frühjahrsrally starten

    Momentan überwiegen an der Börse die negativen Nachrichten. Diese sind zum größten Teil nicht neu und daher bereits eingepreist. Die Börse handelt immer die Zukunft. Sollten sich die Aussichten in der Zukunft verbessern, wären dies positive Nachrichten. Nachdem derzeit alle negativen Meldungen verarbeitet werden, ist bald mit einer Umkehr zu rechnen. Dem DAX könnte damit eine ordentliche Frühjahrsrally bevorstehen.

  • DAX steigt über Marke von 11.000 Punkte – Covestro, Deutsche Bank und Wirecard mit höchstem Wochengewinn – Beiersdorf, ThyssenKrupp und Merck mit Wochenverlust

    In der vergangenen Woche hat der DAX rund 3 Prozent an Wert zugelegt. Zum Handelsschluss notiert der Deutsche Aktienindex bei einem Stand von 11.206 Punkten. Damit ist es dem DAX wieder gelungen über die Marke von 11.000 Punkte zu klettern.

    DAX steigt über Marke von 11.000 Punkte

    Von Montag bis Donnerstag gab es beim DAX nur wenig Bewegung. Die Abstimmung in Großbritannien über den Brexit sorgte nur kurzfristig für Verunsicherung, verhinderte aber auch einen entspannten Börsenhandel. Kräftig nach oben ging es jedoch am Freitag. Alleine am letzten Handelstag der Woche legte der DAX um 2,6 Prozent zu. Neue Gespräche über eine mögliche Beendigung des Handelstreits zwischen China und den USA sorgten für Entspannung.

    Covestro, Deutsche Bank und Wirecard mit höchstem Wochengewinn

    Den höchsten Wochengewinn in Höhe von 8 Prozent haben die Papiere von Covestro eingefahren. Nachdem die Aktie in den letzten Wochen zu den Verlierern zählte setzte sich die Aktie in der vergangenen Woche an die Spitze der DAX-Papiere. Die Fusionsgerüchte mit der Commerzbank sowie starke Zahlen von US-Banken sorgten bei der Deutschen Bank für einen Wochengewinn von 7.3 Prozent auf 8 Euro. Wirecard gilt als Gewinner der Digitalisierung des Zahlungsverkehrs. Die Aktie legte um 7,2 Prozent auf 149,85 Euro zu.

    Beiersdorf, ThyssenKrupp und Merck mit Wochenverlust

    Bei Beiersdorf ist das letzte Quartal überraschend schlecht ausgefallen. An der Börse sagten daraufhin die Kurse ab. Gegenüber der Vorwoche verliert die Beiersdorf-Aktie 2,4 Prozent an Wert. Das Papier ist damit der Wochenverlierer im DAX. Aktuell kostet eine Aktie von Beiersdorf 88,34 Euro. Papiere von ThyssenKrupp verlieren gegenüber der Vorwoche 1,3 Prozent auf 15,98 Euro und bei Merck geht es um 0,2 Prozent auf 90,50 Euro nach unten.

    Sprung über die 11.000er Marke hat den DAX befreit

    Der Sprung über die 11.000er Marke hat dem DAX einen deutlichen Schub gegeben. Die Erleichterung auf dem Börsenparkett ist groß, denn damit ist es dem DAX gelungen die Abwärtsbewegung zu durchbrechen. Auch die Anzeichen zur Entwicklung der deutschen Wirtschaft sehen wieder etwas besser aus. Wurde in den Vorwochen häufig von Rezession gesprochen, wird nun nur noch ein schwaches Wachstum erwartet. In den kommenden Wochen ist daher mit weiteren Kursgewinnen zu rechnen.

  • DAX gewinnt 2 Prozent auf 10.768 Punkte – Bayer, Deutsche Bank E.on und RWE mit höchstem Wochengewinn – Linde, infineon und SAP mit höchsten Verlusten

    In der verkürzten Handelswoche ist dem DAX ein erfolgreicher Start in das Börsenjahr 2019 gelungen. Auf Wochensicht legte der Deutsche Aktienindex um rund 2 Prozent zu. Damit notiert der DAX 209 Punkte über dem Jahresendstand bei einem aktuellen Kurs von 10.768 Punkten.

    DAX gewinnt 2 Prozent auf 10.768 Punkte

    Nachdem der DAX am Mittwoch noch mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent in das neue Jahr startete ging es am zweiten Tag bereits wieder nach unten. Der Tagesverlust betrug 1,6 Prozent nachdem Apple negative Quartalszahlen veröffentlichte und damit der Handelsstreit zwischen USA und China in den Fokus trat. Vor allem der Automobilsektor litt unter diesen Vorgaben. Doch als sich am Freitag eine Entspannung um den Handelsstreit abzuzeichnen scheint und die Arbeitsmarktdaten positiv überraschten, ging es mit den Aktienkursen deutlich nach oben. Der DAX schoss am Freitag um 3,4 Prozent nach oben und hat damit ein mehr als beachtliches Tagesplus eingefahren.

    Bayer, Deutsche Bank E.on und RWE mit höchstem Wochengewinn

    Unter den DAX-Aktien legten die Papiere von Bayer mit einem Wochengewinn in Höhe von 7,2 Prozent am stärksten zu. Bayer hat sich im Streit um Schadenersatzzahlungen für mögliche Krebserkrankungen durch den Unkrautvernichter Glyphosat eine bessere Ausgangsposition verschafft. An der Börse stieg die Aktie um 4,34 Euro auf 64,90 Euro gegenüber dem Vorjahresschlusskurs. Aktien des Vorjahresverlierers Deutsche Bank legten gegen den Trend mit 6,7 Prozent auf 7,44 Euro ebenfalls deutlich zu. Und schließlich sorgten auch die Versorger für einen steigenden DAX. Bei E.on ging es um 5,2 Prozent auf 9,08 Euro nach oben und RWE kletterten um 5,1 Prozent auf 19,92 Euro.

    Linde, infineon und SAP mit höchsten Verlusten

    Die höchsten Verluste in Höhe von 2,2 Prozent wurden dagegen mit den Papieren von Linde eingefahren. Die Aktie verlor 3 Euro auf 135,55 Euro. Nach der Gewinnwarnung von Apple schnitt vor allem auch der Technologiesektor negativ ab. Infineon verloren 1,3 Prozent auf 17,14 Euro und bei SAP ging es um 0,6 Prozent auf 86,44 Euro nach unten.

    Start ins Börsenjahr 2019 wird positiv bewertet

    Mit dem Wochengewinn in Höhe von 2 Prozent wird der Start in das neue Börsenjahr positiv bewertet. Bereits im Vorfeld wurde darüber spekuliert, dass eine negative Auftaktwoche zu weiteren Kursverlusten führen könnte. Dies ist mit dem Wochengewinn durch die hohen Kursgewinne vom Freitag verhindert worden. Damit steht einem erfolgreichen Börsenjahr aus charttechnischer Sicht nichts im Wege und der DAX könnte in Richtung weiterer Jahreshochs marschieren.

  • Jahresrückblick: DAX verliert 18,3 Prozent und fällt auf 10.559 Punkte – DAX markiert Allzeithoch bei 13.597 Punkten – Zahlreiche Krisen lassen DAX einbrechen – DAX könnte Boden gefunden haben

    Im vergangenen Jahr hat der Deutsche Aktienindex 2.359 Punkte an Wert verloren. Damit notiert der DAX 18,3 Prozent unter dem Stand von vor einem Jahr. Zahlreiche charttechnische Marken wurden auf dem Weg nach unten durchbrochen. Zum Jahresende notiert der DAX bei einem Stand von 10.559 Punkten.

    DAX verliert 18,3 Prozent und fällt auf 10.559 Punkte

    Damit hat der DAX eine starke Serie beendet. In den vergangenen sechs Jahren hat der DAX auf Jahressicht ausschließlich Gewinne eingefahren. Der DAX hat damit das erste Mal seit sechs Jahren wieder Verluste gemacht. Damals hatte der DAX im Jahre 2011 einen Verlust von 14,7 Prozent eingefahren.

    Einen größeren Verlust als in 2018 gab es zuletzt vor genau zehn Jahren als die internationale Finanzkrise im Jahre 2008 ihren Höhepunkt hatte. Damals ging es um 40,4 Prozent nach unten. Der DAX notierte bei einem Stand von 4.810 Zählern.

    DAX markiert Allzeithoch bei 13.597 Punkten

    Aber es gab nicht nur negative Entwicklungen. Zu Beginn des Jahres setzte der Aktienmarkt seinen Aufwärtstrend fort. Die Geldschwemme der Notenbanken und das niedrige Zinsniveau haben die Aktienkurse steigen lassen. Am 23. Januar notierte der DAX auf Allzeithoch bei 13.597 Punkten. Doch während der DAX noch einige Monate immer wieder zwischen 12.000 und 13.000 Punkten schwankte ging es ab September nur noch nach unten.

    Zahlreiche Krisen lassen DAX einbrechen

    Der Handelsstreit zwischen den USA und China, aber auch zwischen Europa und den USA haben die Aktienmärkte negativ berührt. Hinzu kommt der nahende Brexit. In Italien gab es einen Haushaltsstreit um die Verschuldung des Landes und in Frankreich gestalten sich die Reformen für den Präsidenten schwieriger als gedacht. Die meisten dieser politischen Unsicherheiten konnten immer wieder nur kurzfristig die Aktienmärkte negativ beeinflussen.

    Selbst die steigenden Zinsen und die Rückkehr der Notenbanken zur Normalität sorgten für keine Verunsicherung an den Aktienmärkten. Als allerdings ab dem dritten Quartal Unternehmen verstärkt mit Gewinnwarnungen die Aktienmärkte überraschten, ging es mit den Kursen nach unten. Der Abschwung ist damit auch bei den deutschen Unternehmen angekommen. Lange wollten die Börsianer nicht wahrhaben, dass der starke Euro und die Handelsbeschränkungen negative Auswirkungen auf die Bilanzen deutscher Unternehmen haben werden.

    Lediglich sechs Aktien mit positiver Kursentwicklung – RWE bestes Papier

    Im DAX gab es lediglich sechs Aktien mit einer positiven Kursentwicklung. Das höchste Plus erzielten dabei die Papiere von RWE mit einem Jahresgewinn in Höhe von 11,5 Prozent. Allerdings bewegt sich das Papier mit 18,96 Euro weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Adidas und Deutsche Börse zählen mit einem Plus von 8,4 Prozent bzw. 9,1 Prozent ebenfalls zu den Top-Aktien. Münchener Rück legen mit 5,4 Prozent ebenfalls leicht zu während Deutsche Telekom und Merck mit einem Plus von 0,2 bzw. 0,3 Prozent so gut wie unverändert rangieren. Die Aktien von Wirecard und der Commerzbank sind in dieser Jahresbetrachtung nicht berücksichtigt, da die Papiere nicht die letzten 12 Monate dem DAX angehörten.

    Deutsche Bank, Continental und Bayer mit höchstem Jahresverlust

    Schlechte Zeiten gibt es weiterhin für den Finanzsektor. Die niedrigen Zinsmargen sowie strukturelle Probleme belasten die deutschen Geldhäuser. Die Aktien der Deutschen Bank sind mit 56 Prozent größter Verlierer im DAX. Der einstiege Highflyer notiert bei gerade einmal 6,97 Euro.

    Gewinnwarnungen und der Dieselskandal belasten die Automobilbranche. Allen voran verlieren Continental 46,4 Prozent. Bayer, HeidelbergCement und Deutsche Post geben um rund 40 Prozent nach. ThyssenKrupp sind auf nur noch 14,98 Euro eingebrochen und bei der Deutschen Lufthansa hat sich der etwas höhere Kerosinpreis negativ auf die Bilanz niedergeschlagen.

    DAX könnte Boden gefunden haben

    Für das kommende Jahr sehen die ersten Anzeichen nicht anders aus. Die Risiken bleiben. Allerdings gibt es den einen großen Unterschied, dass die negativen Signale an der Börse angekommen und durch fallende Kurse verarbeitet sind. Die Euphorie der vergangenen Jahre ist damit verschwunden. Auf dem Börsenparkett herrscht ein realeres Bild. Negative Ergebnisse dürften damit nicht mehr überraschen. Insofern kann es eigentlich nur noch positive Überraschungen geben. Zumal in 2019 ab dem zweiten Halbjahr in den USA der Präsidentschaftswahlkampf startet. Und mit diesem waren in der Vergangenheit immer steigende Aktienkurse verbunden.

    In diesem Sinne blicken wir optimistisch in das Aktienjahr 2019. Wir gehen davon aus, dass der DAX wieder in Richtung Allzeithoch marschiert. Für den DAX erwarten wir daher einen Jahresschlussstand in 2019 von 13.278 Punkten. Dies würde einem Plus von 25,8 Prozent entsprechen.