Schlagwort: ThyssenKrupp

  • DAX gewinnt 1,8 Prozent und klettert auf 11.404 Punkte – Deutsche Bank, Merck und Daimler mit höchsten Kursgewinnen – ThyssenKrupp, HeidelbergCement, Vonovia und Allianz mit Wochenverlust

    Nach einer Kursrally von rund 700 Punkten in der Vorwoche setzte der DAX den Aufwärtstrend auch in der vergangenen Woche fort. Der Deutsche Aktienindex stieg um 1,8 Prozent und markiert neue Höchststände. Damit stieg der DAX um 200 Punkte auf einen Schlussstand von 11.404 Punkte.

    DAX gewinnt 1,8 Prozent und klettert auf 11.404 Punkte

    Am Montag legte der DAX nach der starken Vorwoche erst einmal eine Verschnaufpause ein. Der DAX ging 0,1 Prozent leichter aus dem Handel. Doch bereits am Dienstag setzte der Aktienindex seine Rally fort und kletterte um 0,8 Prozent nach oben. Die von der US-Notenbank für Mittwoch erwartete Zinsanhebung sorgte am Mittwoch für eine abwartende Haltung. Auf dem Börsenparkett waren keine Gewinne zu erzielen. Der DAX gab um 0,4 Prozent nach. Nach der Zinsanhebung durch die US-Notenbank verlor der Euro gegenüber dem US-Dollar an Wert und sorgte so am Donnerstag für eine Jahresendrally. Börsianer sehen die Exporte großer europäischer Konzerne durch den schwachen Euro beflügelt und haben den DAX um 1,1 Prozent steigen lassen. Zum Verfallstag am Freitag zog der DAX mit einem Tagesgewinn von 0,3 Prozent weiter leicht an.

    Deutsche Bank, Merck und Daimler mit höchsten Kursgewinnen

    Von der Zinsanhebung in Höhe von 25 Basispunkten in den USA profitieren vor allem die Bankaktien. Durch höhere Zinsen werfen Finanzprodukte wieder höhere Margen ab. Die Papiere der Deutschen Bank profitierten in der vergangenen Woche am stärksten davon und legten um 5,7 Prozent auf 18,32 Euro zu. Nachdem die Merck-Aktie letzte Woche noch zu den schwächsten Papieren zählte, ging es diese Woche um 3,7 Prozent auf 97,82 Euro nach oben. Vom schwachen Euro profitieren unter den Exportwerte die Automobilaktien am stärksten. Aktuell scheint Daimler der am besten aufgestellte Automobilkonzern zu sein. Beim Kurs ging es um 3,4 Prozent auf 70,62 Euro nach oben.

    ThyssenKrupp, HeidelbergCement, Vonovia und Allianz mit Wochenverlust

    Gering sind in der vergangenen Woche die Kursverluste ausgefallen. Den höchsten Kursrückgang gab es bei den Dividendentiteln des Stahlherstellers ThyssenKrupp mit einem Verlust in Höhe von 1,01 Prozent auf 23,26 Euro. HeidelbergCement gaben um 0,8 Prozent auf 87,29 Euro nach. Weniger gut kommen steigende Zinsen bei den verschuldeten Immobilienaktien an. Vonovia verlieren 0,4 Prozent auf 29,71 Euro und Allianz gaben ebenfalls 0,4 Prozent auf 156,65 Euro nach.

    DAX bereits mitten in Weihnachtsrally

    Mit neuen Höchstständen hat der DAX in den vergangenen Handelstagen eine beeindruckende Performance absolviert. Und die Stimmung auf dem Börsenparkett ist derzeit sehr gut. Damit stehen die Zeichen für weitere Kursgewinne gut. Ein schwacher Euro könnte das nächste Argument für eine starke Gewinnentwicklung bei den deutschen Blue Chips Aktien liefern und damit für neue Höchststände sorgen. Wer in Aktien investiert ist, kann damit guten Gewissens die Feiertage genießen.

  • DAX gewinnt 6,6 Prozent und knackt 11.000er Marke – Finanzaktien und Zykliker gewinnen zweistellig – RWE einzige Aktie mit Wochenverlust

    Klar nach oben ging es in der vergangenen Handelswoche beim DAX. Der Deutsche Aktienindex legte um 6,6 Prozent zu und gewinnt somit 690 Punkte. Damit gelang dem DAX nach langer Zeit der Seitwärtsbewegung der Sprung über die Marke von 11.000 Punkten. Zum Handelsende notierte der DAX bei 11.204 Punkten.

    DAX gewinnt 6,6 Prozent und knackt 11.000er Marke

    Trotz des Neins der Italiener zum Referendum der Staatsreform zeigte sich der DAX von seiner besten Seite und gewinnt im Tagesverlauf 1,6 Prozent. Hoffnungen auf eine weiterhin lockere Geldpolitik durch die EZB sorgten auch am Dienstag für Kursgewinne. Der DAX legte nach einem starken Wochenauftakt am Dienstag um 0,9 Prozent zu. Spekulanten sorgten am Mittwoch für steigende Kurse. Nachdem der DAX im Tagesverlauf die Marke von 11.000 Punkten hinter sich ließ, trieben Anschlusskäufer den DAX weiter nach oben. Zum Handelsende notiert der DAX bei einem Gewinn von 2 Prozent. Am Donnerstag sorgte die geldpolitische Entscheidung der EZB für einen erneut starken Tagesgewinn in Höhe von 1,8 Prozent. Auch am Freitag gab es beim DAX den fünften Handelstag in Folge Gewinne. Mit einem Tagesgewinn von nur noch 0,2 Prozent lag die Entwicklung aber deutlich unter den Steigerungen der Vortage.

    Finanzaktien und Zykliker gewinnen zweistellig

    Nach der Entscheidung der EZB die Zinspolitik bis Ende nächsten Jahres fortzusetzen und damit auch dem angeschlagenen italienischen Bankensektor mehr Zeit zu geben, gab es vor allem bei den Bankaktien eine Erholungsrally. Die Papiere der Deutschen Bank und Commerzbank legten jeweils 17 Prozent auf 17,34 bzw. 7,68 Euro zu. Auch die Aktien zyklischer Unternehmen wie dem Automobilsektor lagen in der Gunst der Anleger. Papiere von BMW gewinnen 11,2 Prozent auf 88,77 Euro. Der Stahlkonzern ThyssenKrupp hat mit einem Kursgewinn von 10,5 Prozent auch eine starke Aktienperformance hingelegt.

    RWE einzige Aktie mit Wochenverlust

    Einzig die Papiere von RWE haben in der vergangenen Woche an Wert verloren. Der Energiekonzern verliert 3,5 Prozent auf 11,19 Euro. Die Entschädigungen für den Atomausstieg durch das Bundesverfassungsgericht dürften geringer ausfallen als zunächst erwartet. Eine schwache Performance von weniger als 2 Prozent Wochengewinn erzielten die Papiere von Vonovia und Merck.

    Wochengewinn könnte Start der Weihnachtsrally einläuten

    Der starke Wochenverlauf könnte der Auftakt für die Weihnachtsrally gewesen sein. Das Aktienumfeld ist derzeit äußerst attraktiv. Lediglich äußere Umstände könnten den Aufwärtstrend unterbrechen. Kommen keine Störfeuer von politischer Seite könnten dem DAX noch mehr gute Wochen mit weiteren Kursgewinnen und neuen Allzeithöchstständen bevorstehen. Unter dieser Annahme wären auch auf Käufe auf dem aktuellen Niveau ein lohnendes Investment.

  • DAX markiert Jahreshoch bei 10.828 Punkten bei 15 Punkten Wochenverlust – Commerzbank, Deutsche Lufthansa und Deutsche Telekom sind die Wochengewinner – ThyssenKrupp, Merck und adidas verlieren am deutlichsten

    So gut wie unverändert ist der DAX aus der vergangenen Handelswoche gegangen. Nach einem zwischenzeitlichen Jahreshoch von 10.828 Punkten notiert der Deutsche Aktienindex 15 Punkte unter dem Stand der Vorwoche. Damit verliert der deutsche Blue Chips Aktienindex 0,1 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 10.696 Punkten nur knapp unter der 10.700er Marke.

    DAX markiert Jahreshoch bei 10.828 Punkten bei 15 Punkten Wochenverlust

    Überraschend gute Konjunkturdaten haben zu Wochenbeginn den DAX klettern lassen. Am Montag ging es mit den Börsenkursen um 0,5 Prozent nach oben. Selbst ein überraschend guter ifo-Geschäftsklimaindex konnte am Dienstag den DAX nicht bewegen. Gewinnmitnahmen waren am Mittwoch angesagt. Der Ausblick auf steigende Zinsen sowie Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Aufwärtstrend sorgten für Abschläge von 0,4 Prozent. Wenig verändert zeigte sich der DAX am Donnerstag und verliert 0,1 Prozent. Keine klare Tendenz zeichnete sich am Freitag ab. Beim DAX führte dies zu einem leichten Kursrückgang von 0,2 Prozent.

    Commerzbank, Deutsche Lufthansa und Deutsche Telekom sind die Wochengewinner

    Gute Vorgaben anderer europäischer Bankaktien sorgten auch für steigende Kurse bei den deutschen Finanztiteln. Am stärksten profitierten aus dem DAX davon die Papiere der Commerzbank. Der Aktienkurs der Commerzbank-Aktie stieg um 3,8 Prozent auf 6,30 Euro. Niedrigere Kerosinpreise sorgen für gute Geschäftszahlen bei der Deutschen Lufthansa. Der Aktienkurs der größten deutschen Fluggesellschaft legte um 3,6 Prozent auf 11,70 Euro zu. Bei der Deutschen Telekom entwickelt sich deren US-Tochter immer mehr zu einer Cash Cow. Die guten Zahlen jenseits des Atlantiks hinterlassen beim Mutterkonzern deutliche Spuren. Die T-Aktie gewinnt 2,7 Prozent auf 14,91 Euro.

    ThyssenKrupp, Merck und adidas verlieren am deutlichsten

    Eine negative Studie der Ratingagentur Moodys belastet den europäischen Stahlsektor insgesamt. Dies wirkt sich auf den Aktienkurs von ThyssenKrupp mit einem Wochenverlust von 5,9 Prozent auf 21 Euro negativ aus. Der Pharmakonzern Merck verliert 4,6 Prozent an Wert und kostet damit aktuell 94,25 Euro. Neue Gesetze in den USA könnten in Zukunft dazu führen, dass die Patente für Arzneimittel von Pharmakonzernen in Zukunft weniger wert sind.

    DAX steht vor Herbstrally

    Mit dem Erreichen eines neuen Jahreshöchststandes in der vergangenen Woche hat der DAX die Grundlage für eine positive Kursentwicklung gelegt. Die bislang angelaufene Berichtssaison liefert ebenfalls gute Argumente für Dividendenpapiere. Eine Fortsetzung der positiven Unternehmenszahlen im Rahmen der Berichtssaison wird von den Marktteilnehmern erwartet und somit steht weiteren Kursgewinnen nichts mehr im Wege. Damit wird der DAX bald neue Jahreshöchststände erreichen und in die Herbstrally starten. Dass der traditionell schwache Börsenmonat bereits solch starke Signale liefert, ist ein starkes Argument für eine erfolgreiche Herbstrally.

  • DAX verliert 0,2 Prozent auf 10.491 Punkte – Deutsche Bank, BMW, ThyssenKrupp und Allianz mit Kursgewinnen – RWE, Lufthansa und Vonovia am Ende des DAX

    Die Unsicherheit über mögliche Zinserhöhungen hat auch in der vergangenen Woche die Aktienmärkte belastet. Der DAX gab in der feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche mit 0,2 Prozent nur leicht an Wert nach. Damit notiert der Deutsche Aktienindex 20 Punkte unter dem Stand der Vorwoche auf einem aktuellen Niveau von 10.491 Punkte. Damit ist der DAX wieder unter die 10.500er Marke gerutscht, bewegt sich aber weiterhin seitwärts in einer Range zwischen 10.200 und 10.800 Punkten.

    DAX verliert 0,2 Prozent auf 10.491 Punkte

    Am Montag sind die Börsen aufgrund des Tages der Deutschen Einheit geschlossen geblieben. Ein schwacher Euro gegenüber dem US-Dollar sorgte am Dienstag für einen freundlichen Handelsverlauf. Mit einem Tagesgewinn von 1 Prozent notiert der Aktienmarkt deutlich fester. Vor allem Exportunternehmen aus dem Automobilbereich legten deutlich zu. Spekulationen über ein Ende der lockeren Geldpolitik durch die EZB drückten am Mittwoch auf die Aktienkurse. Der DAX verlor insgesamt 0,3 Prozent an Wert. Kaum verändert mit einem Verlust von 0,2 Prozent beendete der DAX am Donnerstag den Handel. Ein uneinheitlicher US-Arbeitsmarktbericht sorgte am Freitag für größere Verluste. Dieser fiel leicht schwächer als erwartet aus, jedoch nicht so schlecht, dass damit die Ängste um eine mögliche Zinserhöhung vom Tisch wären. In diesem Umfeld gab der DAX um 0,7 Prozent nach.

    Deutsche Bank, BMW, ThyssenKrupp und Allianz mit Kursgewinnen

    Mit einem Kursgewinn von 4,5 Prozent hat die Deutsche Bank den Kursverfall der vergangenen Wochen zumindest vorübergehend gestoppt. Die Aktie erholte sich wieder von den Tiefständen und ging bei einem Stand von 12,09 Euro aus dem Handel. Neben einem möglichen Verkauf der Investmentfondsgesellschaft DWS sorgten auch Berichte führender DAX-Manager über mögliche Beteiligungen an einer Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank. Beide Meldungen sorgen für Optimismus und führten dazu, dass einige Spekulanten ihre Bücher schlossen und damit den Kursverfall beendeten. BMW profitieren von einem schwachen Euro. Die Aktie des Automobilbauers zog um 3,5 Prozent auf 77,41 Euro an. ThyssenKrupp und Allianz legten jeweils um 2,8 Prozent zu.

    RWE, Lufthansa und Vonovia am Ende des DAX

    Den höchsten Kursverlust von 12,7 Prozent fuhren in der vergangenen Woche die Papiere von RWE ein. Nach dem Börsengang der Tochter Innogy stiegen einige Aktionäre bei RWE aus und investierten in die neue börsennotierte Tochter, welche mit dem innovativeren Geschäftsfeld der neuen Energien mehr Potential verspricht. Turbulenzen im Flugbetrieb von Tuifly und Air Berlin im Zusammenhang mit der geplanten Zusammenarbeit zwischen der Lufthansa-Tochter Eurowings und Air Berlin sorgen für fallende Kurse. Die aktuelle Expansion von Eurowings birgt auch Risiken und an der Börse wird dies mit einem Kursverlust von 6 Prozent des Lufthansa-Mutterkonzerns eher kritisch gesehen. Steigende Zinsen belasten den in den letzten Jahren stark gelaufenen Immobiliensektor. Damit erklärt sich der Verlust von 5,6 Prozent auf 31,82 Euro beim Immobilienkonzern Vonovia.

    DAX wird in den nächsten Wochen eher seitwärts erwartet

    In der kommenden Woche startet in den USA die Berichtssaison. Mit Spannung wird am Dienstag das Ergebnis des US-Aluminiumherstellers Alcoa erwartet. Auch die Entwicklung bei der Deutschen Bank könnte nach der rasanten Berg- und Talfahrt die Aktienmärkte weiter in ihren Bann ziehen. Und schließlich rückt die Präsidentenwahl in den USA immer näher. Damit gibt es einige Argumente um erst einmal abzuwarten. Da allerdings nicht zu erwarten ist, dass sich die Aussichten an der Börse rasant eintrüben werden, sehen wir den DAX in den kommenden Wochen eher seitwärts bewegen.

  • DAX klettert über 10.000er Marke – 4,5 Prozent Wochengewinn auf 10.067 Punkte – Deutsche Bank legt zweistellig zu, BMW und ThyssenKrupp mit hohen Gewinnen – Beiersdorf und Fresenius Medical Care einzige Wochenverlierer

    Dem DAX ist in der vergangenen Woche wieder der Sprung über die Marke von 10.000 Zählern geglückt. Nach einer starken Handelswoche notiert der Deutsche Aktienindex 437 Punkte über dem Schlusskurs der Vorwoche bei einem Stand von 10.067 Punkten. Der Kursgewinn entspricht damit einem Plus von 4,5 Prozent.

    DAX klettert über 10.000er Marke – 4,5 Prozent Wochengewinn auf 10.067 Punkte

    Der gute Arbeitsmarktbericht vom Freitag aus den USA wirkte auch am Montag noch positiv auf den Deutschen Aktienmarkt. Mit einem Tagesgewinn von 2,1 Prozent ging der DAX aus dem Handel. Auch am Dienstag legte der DAX mit einem Gewinn von 1,3 Prozent ordentlich zu. Im Tagesverlauf kletterte der DAX am Dienstag bereits über die 10.000er Marke, gab zum Handelsschluss aber wieder etwas nach. Ein Ende der steilen Aufwärtsbewegung führte am Mittwoch zu einem Tagesverlust von 0,3 Prozent. Erneut nach oben ging es am Donnerstag. Aussagen der Notenbanker, die alles für eine stabile Konjunkturentwicklung tun werden, liessen den DAX im Tagesverlauf um 1,4 Prozent steigen. Am Freitag war erst mal Konsolidierung angesagt. Der DAX verlor 1 Punkt.

    Deutsche Bank legt zweistellig zu, BMW und ThyssenKrupp mit hohen Gewinnen

    Der Brexit und die Bankenkrise in Italien setzten in den vergangenen Wochen den Finanzaktien besonders stark zu. Die Aktien der Deutschen Bank konnten in der vergangenen Woche aber wieder einen Teil gutmachen. Der Kurs der Deutschen Bank Aktie stieg um 10,8 Prozent auf 13,02 Euro. Im Automobilsektor gab es von BMW und Daimler sehr gute Unternehmensdaten. Die BMW-Papiere profitierten mit einem Gewinn in Höhe von 9,1 Prozent auf 74,66 Euro am stärksten. ThyssenKrupp reagiert momentan besonders volatil auf die Kursschwankungen. In der vergangenen Woche zählt das Papier mit einem Gewinn von 9,1 Prozent auf 19,73 Euro ebenfalls zu den Gewinnern.

    Beiersdorf und Fresenius Medical Care einzige Wochenverlierer

    In der vergangenen Woche gehörten vor allem weniger konjunkturabhängige Papiere zu den Verlierern. Dem Kosmetikhersteller Beiersdorf machte der Brexit kaum zu schaffen, jetzt ist das Papier aber erst mal weniger gefragt. Der Wochenverlust betrug 0,5 Prozent auf 84,06 Euro. Ähnlich sieht es bei Fresenius Medical Care aus. Hier verliert die Aktie 0,2 Prozent auf 78,95 Euro.

    Viele Signale könnten nächste Woche für neue Gewinne sorgen

    Drei Wochen nach dem Brexit ist dieser so gut wie kein Thema mehr. Der Anschlag an Nizza hat die Märkte nur peripher berührt. Und auch der Putschversuch in der Türkei dürfte die Märkte kaum beeinflussen. Das Augenmerk der Börsianer ist auf die Fundamentaldaten gerichtet. Und da nimmt die Berichtssaison in den USA richtig Fahrt auf. Des Weiteren werden nächste Woche zahlreiche Frühindikatoren veröffentlicht. Sollten diese ein positives Bild abzeichnen, ist von weiteren Kursgewinnen auszugehen und der Beginn einer Sommerrally könnte bevorstehen.

  • Brexit macht DAX zu schaffen mit 1,5 Prozent Verlust auf 9.630 Punkte – RWE, SAP und Merck sind die Wochengewinner – Deutsche Bank, ThyssenKrupp, Münchener Rück und Linde verlieren über 4 Prozent

    Die Sorgen um den Brexit haben in der vergangenen Woche den DAX wieder auf Talfahrt geschickt. So verlor der Deutsche Aktienindex im Handelsverlauf 1,5 Prozent an Wert. Damit gab der Aktienindex der größten deutschen Dividendenpapiere um 146 Punkte nach. Bei einem Schlussstand von 9.630 Punkten notiert der DAX weiterhin unterhalb der Marke von 10.000 Zählern.

    Brexit macht DAX zu schaffen mit 1,5 Prozent Verlust auf 9.630 Punkte

    Gleich zu Beginn der Woche sorgte ein Absturz des Britischen Pfunds am Devisenmarkt für Turbulenzen. Am Montag ging es deshalb um 0,7 Prozent nach unten, gefolgt von einem Verlust von 1,8 Prozent am Dienstag und 1,7 Prozent am Mittwoch. Die Gewinne der Vorwoche sind damit wieder dahingeschmolzen. Eine Gegenbewegung mit einem Tagesgewinn von 0,5 Prozent sorgte am Donnerstag nur für ein leichtes Durchatmen. Eine Trendwende war damit nicht erkennbar. Nach überraschend guten Arbeitsmarktdaten in den USA legte der DAX zum Wochenschluss eine kleine Rally hin. Der Tagesgewinn von 2,2 Prozent stimmte zumindest etwas positiv auf die kommenden Handelstage.

    RWE, SAP und Merck sind die Wochengewinner

    Die Kursturbulenzen nach dem Brexit sorgen am Devisenmarkt für Verwerfungen, die sich vor allem bei den produzierenden und exportorientierten Unternehmen niederschlagen. Besonders gefragt sind in solchen Zeiten dann weniger konjunkturanfällige Papiere. Auf der Gewinnerseite stehen damit auch die Versorgerpapiere wieder. Nachdem die Kosten des Atomausstieges eingepreist sind und die Abspaltungen der Stromkonzerne beschlossene Sache sind, gibt es Analysten mit positiven Ausblicke für RWE. Die Aktie legte nach dem starken Kursgewinn aus der Vorwoche auch in der vergangenen Woche 3,3 Prozent zu und notiert damit bei 14,88 Euro. Auf Quartalssicht hat RWE bereits mehr als ein Viertel an Wert gewonnen. SAP legten mit 2,9 Prozent auf 69,37 zu und Merck gehören mit einem Wochengewinn von 1,8 Prozent auf 92,72 ebenfalls zu den Wochengewinnern.

    Deutsche Bank, ThyssenKrupp, Münchener Rück und Linde verlieren über 4 Prozent

    Finanzaktien gehören auch in der aktuellen Woche zu den Verlierern. Den höchsten Verlust im DAX fuhren die Deutsche Bank Aktien mit einem Kursverlust von 6,4 Prozent auf 11,75 Euro ein. Das Unternehmen arbeitet momentan an vielen Baustellen und der Brexit sorgt für weitere Risiken. ThyssenKrupp leidet als exportstarkes Unternehmen an den Brexit-Folgen. Auch die Bündelung des Stahlgeschäfts mit Tata könnte gefährdet sein. Die Aktie verliert 4,8 Prozent auf 18,09 Euro. Münchner Rück verlieren 4,7 Prozent auf 145,10 Euro. Linde hat bei einer US-Tochter Probleme. Hier läuft gerade eine Untersuchung – der Kurs verlor aufgrund dieser Meldung um 4,6 Prozent auf 122,55 Euro.

    Start in die Berichtssaison könnte Signale senden

    Dass der Brexit auch in der kommenden Woche das zentrale Thema sein wird, sind sich Börsianer einig. Zudem könnte die Bank of England die Zinsen senken und damit die Märkte beflügeln. Außerdem startet in die USA die Berichtssaison. Nach den guten Arbeitsmarktdaten könnten gute Unternehmensdaten zu weiteren Kursgewinnen führen. Das aktuelle Kursniveau könnte daher ein idealer Einstieg sein. Momentan sind viele negative Szenarien eingepreist. Wenn es am Ende weniger schlimm als heute befürchtet kommt, ist das ein Szenario für deutliche Kursgewinne.

  • DAX legt 2,3 Prozent auf 9.776 Punkte – RWE haussieren um 15 Prozent, starke Gewinne bei ThyssenKrupp, Telekom und E.on – Finanzaktien leiden unter Brexit – Deutsche Bank und Commerzbank mit Verlusten

    Eine positive Bilanz hat der DAX in der vergangenen Woche zu verbuchen. Der Deutsche Aktienindex legte nach der Entscheidung Großbritannien für einen Brexit um 2,3 Prozent auf 9.776 Punkte zu. Damit notiert der DAX 219 Punkte im Plus gegenüber dem Stand vor einer Woche und über dem Niveau vor der Brexit-Entscheidung. Vom Jahreshoch bei rund 10.300 Punkten ist der DAX weiterhin ein ganzes Stück entfernt.

    DAX legt 2,3 Prozent auf 9.776 Punkte

    Der Start in die neue Handelswoche war weiterhin vom Brexit bestimmt und so tauchte der DAX am Montag deutlich ab. Mit einem Minus von 3 Prozent hat der DAX einen selten hohen Tagesverlust verbucht. Bei einem Tagesschlusskurs von 9.269 Punkten rückte der Index immer näher an die 8.000er Marke heran. Besonders konjunktursensible Aktien sowie Dividendenpapiere aus dem Finanzsektor leiden unter der Brexit-Entscheidung und hatten entsprechend hohe Verluste zu verbuchen. Im weiteren Wochenverlauf erholten sich die Kurse. So kam es am Dienstag zunächst mehr zu einer Gegenreaktion mit einem Tagesgewinn von 1,9 Prozent. Dieser Trend verfestigte sich an den folgenden Tagen mit Kursgewinnen von 1,7 Prozent am Mittwoch, 0,7 Prozent am Donnerstag und 1 Prozent am Freitag. Vor allem die Aussagen einzelner Notenbanken mit geldpolitischen Maßnahmen die Märkte zu unterstützen, sorgte für positive Stimmung auf dem Parkett. Aber auch gute Konjunkturdaten sowie Kursgewinne beim Britischen Pfund nach historischen Tiefständen nach der Brexit-Entscheidung sorgten für ein freundliches Aktienumfeld.

    RWE haussieren um 15 Prozent, starke Gewinne bei ThyssenKrupp, Telekom und E.on

    Nachdem RWE ein starkes UK-Geschäft hat, sorgte die Entspannung am Aktienmarkt in der vergangenen Woche bei RWE für einen zusätzlichen Kursschub. Die Aktie stieg um 15,3 Prozent auf 14,40 Euro. Analysten unterstützten den Kursanstieg mit einem Kursziel von 20 Euro für die Papiere von RWE. ThyssenKrupp zählte in der Vorwoche noch zu den Verlierern. In der aktuellen Woche legte die Aktie des Stahlherstellers aufgrund des positiven Marktumfeldes mit 9,1 Prozent überdurchschnittlich stark zu. Der Kurs stieg damit um 1,59 Euro auf 19,01 Euro. In unsicheren Zeiten sind Telekommunikationsunternehmen aufgrund ihrer stabilen Umsätze immer ein beliebtes Investment. Davon profitieren im aktuellen Umfeld auch die Aktien der Deutschen Telekom mit einem Wochengewinn von 8,5 Prozent auf 15,24 Euro. Im Zuge der Erholung von RWE legte der Energiesektor insgesamt zu. Papiere von E.on verteuerten sich um 7,8 Prozent auf 9,14 Euro.

    Finanzaktien leiden unter Brexit – Deutsche Bank und Commerzbank mit Verlusten

    Die Deutsche Bank hat inzwischen jede Menge eigener Probleme. Nachdem die US-Tochter erneut den Stresstest nicht bestanden hatte, wurde das Institut durch den IWF zum riskantesten globalen Finanzinstitut degradiert. An der Börse hinterlässt dies Spuren – der Kurs gab um 6,1 Prozent nach. Die Aktie notiert mit 12,55 Euro auf einem Niveau wie zuletzt vor Jahrzehnten. Damit droht der Aktie der Abstieg aus dem Stoxx50, was zu weiteren Kursverlusten führen wird. Im Zuge der Schwäche der Finanztitel verlieren auch Commerzbank 6 Prozent auf 5,83 Euro. Eine Herabstufung hat die Papiere von HeidelbergCement stärker fallen lassen. Der Kurs der HeidelbergCement-Aktie gab um 4,7 Prozent auf 68,34 Euro nach.

    DAX könnte Talfahrt beenden

    Mit der starken Kursentwicklung der vergangenen vier Handelstage hat der DAX einen Boden ausgebildet und könnte aus technischer Sicht zu weiteren Kursgewinnen ansetzen. Die Unsicherheit um die Umsetzung des Brexits wird den Handel weiter beschäftigen und auch verunsichern. Sofern es von dieser Seite jedoch keine negativen Überraschungen gibt und die Konjunktur stabil bleibt, dürfte der DAX bald wieder neue Jahreshöchststände markieren. Auf dem aktuellen Kursniveau bietet der DAX Einsteigern eine gute Basis für Aktienkäufe.

  • DAX verliert nach sehr volatiler Woche 0,8 Prozent auf 9.557 Punkte – Henkel, Beiersdorf und Vonovia legen gegen den Trend zu – ProSiebenSat1, ThyssenKrupp und Commerzbank verlieren über 5 Prozent

    In der vergangenen Woche ging der DAX nach starken Schwankungen leicht im Minus aus dem Handel. Der Wochenverlust von 0,8 Prozent bildet die ganze Dramatik der vergangenen Woche dabei in keiner Weise ab. Auf Wochensicht steht ein Verlust von 74 Punkten in den Büchern. Am Freitag beendete der DAX den Handel bei einem Stand von 9.557 Punkten. Der Sprung über die 10.000er Marke war damit nur von kurzer Dauer.

    DAX verliert nach sehr volatiler Woche 0,8 Prozent auf 9.557 Punkte

    Die vergangene Handelswoche stand ganz im Zeichen des Referendums Großbritannien über den Austritt aus der Europäischen Union. Nachdem der Ausgang lange Zeit als ungewiss galt, haben zu Wochenbeginn die Wettbüros Tendenzen über ein Scheitern des Referendums ausgemacht. Dies sorgte beim DAX zu einem deutlichen Kurssprung. Der Deutsche Aktienindex legte im Handelsverlauf um 3,4 Prozent zu. Am Dienstag sorgte zusätzlich ein positiver ZWE-Indikator für Kursgewinne von 0,5 Prozent. Am Tag vor dem Referendum ging es beim DAX um 0,6 Prozent nach oben und selbst am Tag der Entscheidung überwog die Freude der Brexit-Gegner mit einem Tagesplus von 1,9 Prozent beim DAX. Wettbüros bewerteten ein Scheitern des Referendums bereits mit einer Wahrscheinlichkeit von 85 Prozent. Ganz dick kam es dann aber am Freitag. Als bekannt wurde, dass die Brexit-Befürworter am Ende den engen Ausgang für sich entscheiden konnten, sackte der DAX deutlich ab. Im weiteren Tagesverlauf kam es zu einer leichten Erholung und der DAX ging nur noch mit einem Tagesverlust von 6,8 Prozent aus dem Handel.

    Henkel, Beiersdorf und Vonovia legen gegen den Trend zu

    Mit einem Kursgewinn von 4,9 Prozent schoben sich die Papiere von Henkel an die Spitze der Wochengewinner. Hier wirkt sich die Übernahme des amerikanischen Wasch- und Reinigungsmittelherstellers The Sun Products positiv aus. Zum Handelsende lag die Henkel-Aktie 4,93 Euro über dem Schlußkurs der Vorwoche und legte damit 4,9 Prozent auf 104,70 Euro zu. Die als defensiv gehandelte Aktie des Nivea-Herstellers Beiersdorf legte um 3,6 Prozent auf 80,11 Euro zu. Der Immobilienkonzern Vonovia gehört mit einem Plus von 3,3 Prozent ebenfalls zu den Wochengewinnern.

    ProSiebenSat1, ThyssenKrupp und Commerzbank verlieren über 5 Prozent

    Die schwärzeste Woche hatten die Papiere von ProSiebenSat1. Der Medienkonzern wurde nach Aussagen von Händlern von den Analysten heruntergestuft. Der Wochenverlust liegt bei 6,3 Prozent auf 39,30 Euro. Die konjunktursensible Aktie des Stahlherstellers ThyssenKrupp gab um 5,8 Prozent auf 17,42 Euro nach. Die stark unter dem Brexit leidenden Bankaktien legten zu Wochenbeginn stark zu. Die hohen Kursverluste vom Freitag werden damit wieder relativiert und so erscheint der Kursverlust bei der Commerzbank von 5,1 Prozent auf 6,20 Euro moderat.

    DAX auf der Suche nach Orientierung

    Nachdem eigentlich die Mehrheit inzwischen von einem Verbleib Großbritanniens in der EU ausgegangen ist, erwarteten Analysten nach dem Wahlausgang den Start einer Sommerrally. Doch damit ist jetzt erst einmal Schluss. Die Rally ist ins Wasser gefallen und die Unsicherheit überwiegt. Das Gute ist erst einmal, dass der Austritt nicht von heute auf morgen erfolgt und die Parteien innerhalb der nächsten zwei Jahr die Bedingungen für einen Austritt festlegen. Was aber in jedem Fall bleiben wird, sind höhere Hürden und damit auch höhere Kosten für Exportunternehmen. Was auch die nächsten Wochen bleiben wird, ist Unsicherheit über die letztendlichen Konsequenzen des Austritts. Bis dahin und bis es wieder eindeutige Wachstumssignale von der Wirtschaft gibt, wird der DAX erstmal schwanken und keine eindeutige Richtung einschlagen. Aktuell ist damit eine Marktphase in der man nicht voll investiert sein muss und die mit Sicherheit jede Menge für Neuengagements bietet.

  • DAX verliert 2,1 Prozent auf 9.631 Punkte – E.ON, ThyssenKrupp und Bayer mit Gewinnen – Volkswagen, Deutsche Börsen und Deutsche Telekom größte Verlierer

    Der Deutsche Aktienindex DAX hat in der vergangenen Woche die dritte Woche in Folge mit Verlusten beendet. Innerhalb der letzten fünf Handelstage hat sich der Kursverfall weiter beschleunigt, so dass ein Rückgang von 2,1 Prozent in den Büchern der Börsianer steht. Damit hat der DAX innerhalb einer Woche 203 Punkte an Wert verloren und ist auf 9.631 Punkte abgerutscht.

    DAX verliert 2,1 Prozent auf 9.631 Punkte

    Ängste über die wirtschaftlichen und finanziellen Folgen der Weltwirtschaft vor einem Austritt Großbritanniens aus der EU haben zu Wochenbeginn die Aktienmärkte auf Talfahrt geschickt. Der DAX startete mit einem Tagesverlust von 1,8 Prozent in die neue Woche. Aus den gleichen Gründen ging es am Dienstag weiter nach unten. Am Dienstag stand bei Handelsschluss ein Tagesverlust von 1,4 Prozent auf der Anzeigetafel. Zu einem Stillstand des Crash von fast 800 Punkten innerhalb von nur fünf Handelstagen kam es am Mittwoch. Der Leitindex machte einen kleinen Teil der Verluste wieder gut und legte immerhin 0,9 Prozent zu. Doch bereits am Donnerstag war die Angst um einen Brexit auf dem Börsenparkett mit einem Verlust von 0,6 Prozent wieder spürbar. Nachdem am Freitag die Wettbüros überraschenderweise das Risiko eines Brexit als unwahrscheinlicher einschätzen, sorgte dies an den Weltbörsen zu deutlichen Kursgewinnen. Der DAX legte immerhin um 0,8 Prozent zu.

    E.ON, ThyssenKrupp und Bayer mit Gewinnen

    Nach der schwachen Handelswoche gibt es lediglich drei Dividendentitel, die beim Kurs etwas zulegen konnten. Die Papiere von E.ON legten im Wochenverlauf mit 0,6 Prozent auf 8,49 Euro am stärksten zu. Aktien von ThyssenKrupp verteuerten sich um 0,5 Prozent auf 18,50 Euro und für den Chemiekonzern Bayer ging es immerhin um 0,1 Prozent nach oben. Trotz dieser gegen den Markt positiven Performance liegen die Wochengewinner auf Sicht von einem Jahr am hinteren Ende. Die Entwicklung der vergangenen Woche ist für die betroffenen Aktionäre daher nur ein geringer Trost.

    Volkswagen, Deutsche Börsen und Deutsche Telekom größte Verlierer

    Trotz eines insgesamt schwachen Börsenumfeldes haben die Verlierer nicht stark an Wert verloren. Größter Verlierer im DAX waren die Papiere von Volkswagen. Die vom Volkswagen-Konzern nach der Dieselaffäre vorgelegten Langfristziele überzeugten nicht. An der Börse gab die Aktie 5,4 Prozent auf 118,75 Euro nach. Aktien der Deutschen Börse geben um 3,7 Prozent auf 74,19 Euro nach. Das laufende Übernahmeangebot für die London Stock Exchange dürfte hier jedoch nicht verantwortlich sein. Und Aktien der Deutschen Telekom gaben bei einem insgesamt schwachen Aktienmarkt 3,5 Prozent auf 14,22 Euro nach.

    Aktienmarkt auf der Suche nach Orientierung

    Nach schwachen Wochen ist der Aktienmarkt inzwischen auf einem geringen Niveau angelangt, das wieder verstärkt Käufer auf das Parkett zieht. Damit sollte es eigentlich keine Gründe für weitere Kursverluste geben. Mit dem Referendum über den Austritt Großbritanniens nächste Woche werden die Karten vermutlich neu gemischt werden. Sollte der Brexit nicht zustande kommen, ist mit einer deutlichen Erholung an den Aktienmärkten zu rechnen. Sollte die Mehrheit der Briten für einen Brexit stimmen, wird die Börse erst einmal ins Ungewisse fallen und weitere Kursverluste einfahren. Deshalb sollte man in den nächsten Tagen den Handel besonders aufmerksam beobachten um entsprechend kurzfristig reagieren zu können.

  • DAX verliert 1,7 Prozent und rutscht unter die 10.000er Marke auf 9.835 Punkte – RWE mit deutlichen Kursgewinnen – adidas und Vonovia legen ebenfalls zu – Lufthansa, Commerzbank und ThyssenKrupp mit höchsten Verlusten

    Eine schwache Performance hat der DAX in der vergangenen Woche erlebt. Der DAX gab um 269 Punkte nach und hat damit 2,7 Prozent an Wert verloren. Dieser Wochenverlust lies den DAX wieder unter die Marke von 10.000 Punkte rutschen. Damit hat der Ausflug über die 10.000er Marke nur drei Wochen gehalten. Am Ende ging der Deutsche Aktienindex bei einem Stand von 9.835 Punkten aus dem Handel.

    DAX verliert 1,7 Prozent und rutscht unter die 10.000er Marke auf 9.835 Punkte

    Nach einem Mini-Minus von 0,2 Prozent am Montag legte der DAX am Dienstag 1,6 Prozent zu. Nach der Notenbanksitzung vom Montag wurde klar, dass die Zinswende in den USA erst einmal auf sich warten lässt. Besonders gefragt waren danach Unternehmen, die von einem niedrigen Zinsniveau profitieren. Deshalb standen besonders Immobilienunternehmen auf der Einkaufsliste der Börsianer, zumal verknappender Wohnraum in den Großstädten für zusätzliche Phantasie in diesem Aktiensegment sorgt. Eine gesenkte Wachstumsprognose der Weltbank führte am Mittwoch zu einem Tagesverlust von 0,7 Prozent. Ein fallender Ölpreis beschleunigte am Donnerstag den Kursrückgang. Beim DAX stand am Tagesende ein Verlust von 1,3 Prozent in den Büchern. Am Freitag sorgte ein rabenschwarzer Tag für einen Kursverlust von 2,5 Prozent. Neben Konjunktursorgen belastete auch ein möglicher Brexit die Aktienmärkte.

    RWE mit deutlichen Kursgewinnen – adidas und Vonovia legen ebenfalls zu

    Analysten sorgen bei RWE zu einem kleinen Kursfeuerwerk. Bei einem schwachen Gesamtmarkt legte die RWE-Aktie 6,1 Prozent auf 12,86 Euro zu. Die Analysten von HSBC machten ein Erholungspotential bei dem Energieversorger aus. Nach deren Einschätzung ist der Markt reif für eine Erholungsphase. Auch die Aufspaltung des Konkurrenten E.on sorgte für Phantasie und Kursgewinne im Energiesektor. adidas-Aktien notierten im Vorfeld der EM 2016 mit 1,8 Prozent im Plus und gingen bei einem Stand von 118,95 Euro aus dem Handel. Damit notierten die Papiere im Wochenverlauf auf Allzeithoch. Wenig Veränderung aber immerhin ins Plus hat es die Vonovia-Aktie geschafft. Das Immobilienunternehmen profitiert von weiterhin niedrigen Zinsen und einer starken Nachfrage nach Wohnimmobilien in Großstädten. Die Aktie legte 0,5 Prozent auf 31,41 Euro zu.

    Lufthansa, Commerzbank und ThyssenKrupp mit höchsten Verlusten

    Den höchsten Wochenverlust fuhren die Papiere der Lufthansa mit einem Kursrückgang von 8,9 Prozent auf 11,33 Euro ein. Schwache Verkehrszahlen im Luftfahrtbereich, weniger Passagiere am Flughafen Frankfurt und erneute Terroranschläge belasten die Luftfahrtbranche. Das niedrige Zinsumfeld sorgt für geringere Zinseinnahmen bei den Banktiteln. Die Papiere der Commerzbank gaben um 8,2 Prozent auf 6,75 Euro nach. Die Konsolidierung im Stahlsektor sorgt für eine schwache Entwicklung bei ThyssenKrupp. Die Aktie verlor 6,8 Prozent auf 18,40 Euro.

    Brexit-Diskussion sorgt für Verunsicherung

    Die Meldungen über gesenkte Wachstumsprognosen haben bereits in der Vorwoche zu Verunsicherung auf dem Aktienparkett geführt. Kurz vor dem Referendum über einen möglichen Brexit stiegt die Verunsicherung über den Ausgang. Börsianer werden diese Unsicherheit weiter meiden und eher unterinvestiert bleiben als Kursverluste einzufahren. Insofern stehen für die kommenden Wochen die Zeichen für Kursgewinne eher schlecht. In der aktuellen Marktlage ist es besser den Markt zu beobachten und je nach Entscheidung schnell einzusteigen um bei einer möglichen Gegenreaktion Gewinne einzufahren.