Schlagwort: Deutsche Post

  • DAX-Wochenrückblick: Continental, Infineon & Siemens trotzen schwachem Markt – Rheinmetall, Deutsche Börse und Post brechen ein

    Marktlage der Börsen: DAX verliert 1,3 % – Zinssorgen, schwache Unternehmensausblicke und geopolitische Unsicherheit belasten

    Die vergangene Börsenwoche stand klar im Zeichen wachsender Unsicherheit. Während die US-Märkte von gemischten Arbeitsmarktdaten und widersprüchlichen Inflationssignalen geprägt waren, sorgten in Europa vor allem neue Konjunkturprognosen für Zurückhaltung. Die Erwartung, dass die EZB ihre Zinssenkungen später als erhofft einleiten könnte, belastete besonders zinssensitive Branchen.

    Der DAX rutschte im Wochenverlauf spürbar ab und verlor auf Xetra-Basis 1,3 %. Der Schlussstand am Freitag lag bei 24.338 Punkten, während die späten Indikationen der Banken zwischen 24.376 und 24.396 Punkten pendelten.

    Hauptgründe für die schwache Entwicklung waren deutliche Kursverluste bei Versicherern, Energieversorgern und zyklischen Industriewerten. Gleichzeitig sorgten enttäuschende Ausblicke einzelner DAX?Konzerne für zusätzliche Nervosität. Die Marktbreite war klar negativ: 33 der 40 DAX-Werte schlossen im Minus – ein deutliches Zeichen für eine risk-off-Woche.

    Wochengewinner: Continental, Infineon, Siemens & BMW überzeugen trotz schwachem Gesamtmarkt

    Trotz der insgesamt negativen Stimmung gab es einige klare Gewinner, die sich dem Abwärtstrend entziehen konnten.

    Continental: +10,1 % – Hoffnung auf Margenverbesserung und starke Autoabsätze

    Continental war der unangefochtene Wochenstar. Die Aktie profitierte von optimistischen Analystenkommentaren, die eine Verbesserung der Margen im Reifengeschäft und eine Erholung im Automobilsektor erwarten. Zudem sorgten robuste Absatzzahlen aus China für Rückenwind.

    Infineon: +7,9 % – Chipnachfrage bleibt hoch

    Infineon setzte seine beeindruckende Serie fort. Die Nachfrage nach Halbleitern für Elektromobilität, Industrieanwendungen und KI?Hardware bleibt stark. Positive Branchendaten aus Asien und den USA stützten die Aktie zusätzlich.

    Siemens: +4,9 % – Industriekonzern profitiert von globalen Investitionen

    Siemens zeigte erneut Stärke. Der Konzern profitiert weiterhin von hohen Investitionen in Automatisierung, Energieinfrastruktur und Digitalisierung. Die Aktie reagierte besonders positiv auf neue Großaufträge aus Nordamerika.

    BMW: +5,0 % – Erholung im Premiumsegment

    BMW überraschte mit einer soliden Performance. Die Aktie profitierte von stabilen Absatzzahlen und einer verbesserten Marge im Elektrosegment. Auch die Erwartung einer stärkeren Nachfrage im zweiten Halbjahr wirkte unterstützend.

    Weitere Gewinner

    • Airbus: +2,8 % – Hohe Nachfrage nach Langstreckenjets
    • Merck: +2,5 % – Stabiles Pharmageschäft
    • Beiersdorf: +2,2 % – Konsumgüterwerte als sicherer Hafen

    Wochenverlierer: Rheinmetall, Deutsche Börse, Deutsche Post & BASF unter starkem Druck

    Die Liste der Wochenverlierer war lang – und einige Rücksetzer fielen deutlich aus.

    Rheinmetall: –10,1 % – Gewinnmitnahmen nach Rekordlauf

    Rheinmetall musste den heftigsten Wochenverlust hinnehmen. Nach einer langen Phase massiver Kursgewinne kam es zu deutlichen Gewinnmitnahmen. Zudem sorgten Berichte über Verzögerungen bei einzelnen Rüstungsprojekten für Unsicherheit.

    Deutsche Börse: –7,2 % – Rückgang der Handelsvolumina belastet

    Die Deutsche Börse litt unter rückläufigen Handelsaktivitäten im April. Niedrigere Volumina im Derivate? und Kassamarkt drückten auf die Stimmung. Auch die Aussicht auf geringere Transaktionsgebühren belastete.

    Deutsche Post: –7,0 % – Schwache Logistikdaten aus Asien

    Die Deutsche Post rutschte deutlich ab. Schwächere Frachtvolumina in Asien und steigende Kosten im Paketgeschäft sorgten für Druck. Analysten sprachen von einer „operativen Delle“.

    BASF: –5,6 % – Chemiesektor bleibt unter Druck

    BASF kämpft weiterhin mit schwacher Nachfrage in Europa und hohen Energiepreisen. Die Aktie reagierte empfindlich auf neue Prognosen, die eine nur langsame Erholung der Branche erwarten.

    Weitere deutliche Verlierer

    • E.ON: –5,2 % – Versorger im Abwärtstrend
    • Hannover Rück: –5,0 % – Belastung durch Schadensmeldungen
    • RWE: –5,2 % – Energiepreise drücken
    • Zalando: –5,5 % – Konsumzurückhaltung im Onlinehandel

    Ausblick auf die kommende Woche: Inflationsdaten, EZB?Signale und US?Verbraucherdaten im Fokus

    Die kommende Woche dürfte erneut hohe Volatilität bringen, denn mehrere marktbewegende Termine stehen an.

    Wichtige Termine

    • US?Inflationsdaten (CPI): Entscheidend für die Zinserwartungen der Fed.
    • EZB?Reden und Protokolle: Anleger hoffen auf Hinweise zu möglichen Zinssenkungen im Sommer.
    • Deutsche Industrieproduktion: Wichtiger Indikator für die Konjunkturentwicklung.
    • US?Verbrauchervertrauen: Gibt Hinweise auf die Stärke des US?Konsums.
    • Hauptversammlungen mehrerer DAX-Konzerne: Dividendenentscheidungen könnten für Bewegung sorgen.

    Erwartung für den DAX

    Sollten die Inflationsdaten moderat ausfallen und die EZB eine Lockerungsperspektive bestätigen, könnte der DAX seine Verluste teilweise aufholen und wieder in Richtung 24.500 Punkte laufen. Fallen die Daten jedoch zu stark aus oder enttäuschen die US?Verbraucherzahlen, droht eine Fortsetzung der Konsolidierung.

    Die Grundstimmung bleibt verhalten, aber nicht pessimistisch – viele Anleger warten auf klare Signale der Notenbanken.

  • DAX-Wochenrückblick: adidas, Infineon & Deutsche Post glänzen – Qiagen, Münchener Rück und Bayer brechen ein

    Marktlage der Börsen: DAX steigt um 1,9 % – Entspannung an den Märkten und robuste US-Daten treiben den Index

    Die Börsen haben in der vergangenen Woche eine freundliche Grundtendenz gezeigt. Nach Wochen geopolitischer Unsicherheit sorgten diplomatische Fortschritte im Nahen Osten sowie rückläufige Energiepreise für eine spürbare Entspannung an den internationalen Märkten. Gleichzeitig fielen mehrere US-Konjunkturdaten besser aus als erwartet, was die Hoffnung stärkte, dass die globale Wirtschaft trotz hoher Zinsen auf einem stabilen Wachstumspfad bleibt.

    Der DAX konnte von dieser verbesserten Stimmung profitieren und legte auf Wochensicht um 1,9 % zu. Der Schlussstand am Freitagabend lag je nach Indikation zwischen 24.279 und 24.292 Punkten. Damit behauptete der Leitindex sein hohes Niveau und zeigte sich deutlich robuster als viele internationale Pendants.

    Hauptgründe für die positive Entwicklung waren die starke Performance einzelner Schwergewichte wie adidas und Infineon, die Erholung im Technologiesektor sowie die Erwartung, dass die EZB im Sommer erste Zinssenkungen vornehmen könnte. Auch die Berichtssaison in den USA lieferte überwiegend positive Impulse.

    Wochengewinner: adidas, Infineon, Deutsche Post & Siemens im Aufwind

    Die Gewinnerliste der Woche war breit gefächert – insgesamt 28 der 40 DAX-Werte schlossen im Plus. Besonders stark präsentierten sich Konsum-, Technologie- und Logistikwerte.

    adidas: +6,7 % – Konsumlaune und starke US-Daten beflügeln

    adidas war einer der klaren Überflieger der Woche. Die Aktie profitierte von einer spürbaren Erholung im globalen Einzelhandel sowie von positiven Analystenkommentaren, die das Potenzial neuer Produktlinien hervorhoben. Auch die robuste US-Konjunktur wirkte unterstützend.

    Infineon: +7,1 % – Halbleiternachfrage zieht weiter an

    Infineon setzte seine beeindruckende Rallye fort. Die Nachfrage nach Leistungshalbleitern und Chips für Elektromobilität und KI-Anwendungen bleibt hoch. Zudem sorgten optimistische Branchendaten aus Asien für zusätzlichen Rückenwind.

    Deutsche Post: +5,1?% – Logistik profitiert von globaler Stabilisierung

    Die Deutsche Post überzeugte mit einer starken Wochenperformance. Der Konzern profitierte von steigenden Transportvolumina und einer verbesserten globalen Lieferkettensituation. Auch die Erwartung stabiler Dividendenzahlungen stärkte das Vertrauen der Anleger.

    Siemens: +3,8?% – Industriekonzern mit solider Auftragslage

    Siemens legte ebenfalls deutlich zu. Die Aktie reagierte positiv auf Berichte über steigende Investitionen in Automatisierung und Energietechnik. Die Nachfrage aus den USA und Asien bleibt robust.

    Weitere Gewinner

    • Airbus: +4,0 % – Hohe Nachfrage nach neuen Flugzeugmodellen
    • Scout24: +2,3 % – Stabile Plattformumsätze
    • RWE: +2,3 % – Erholung im Energiesektor
    • Commerzbank: +2,2 % – Solide Zinsmargen

    Wochenverlierer: Qiagen, Münchener Rück, Bayer & Hannover Rück unter Druck

    Trotz der insgesamt positiven Marktstimmung gab es auch deutliche Verlierer – insbesondere im Gesundheits- und Versicherungssektor.

    Qiagen: –10,8 % – Schwache Nachfrage im Diagnostikbereich

    Qiagen war der klare Wochenverlierer. Der Diagnostikspezialist litt unter enttäuschenden Branchendaten und einer schwächeren Nachfrage nach Testsystemen. Zudem belasteten negative Analystenkommentare die Aktie.

    Münchener Rück: –8,4 % – Gewinnmitnahmen nach Rekordlauf

    Die Münchener Rück musste einen deutlichen Rücksetzer hinnehmen. Nach einer langen Phase starker Kursgewinne kam es zu umfangreichen Gewinnmitnahmen. Zudem sorgten Berichte über steigende Schadensbelastungen für Verunsicherung.

    Hannover Rück: –6,3 % – Belastung durch höhere Rückversicherungskosten

    Auch Hannover Rück geriet unter Druck. Der Markt rechnet mit steigenden Kosten im Rückversicherungssektor, was die Aktie spürbar belastete.

    Bayer: –5,0 % – Rechtsrisiken und schwache Pharmadaten drücken

    Bayer bleibt ein Sorgenkind im DAX. Neue Unsicherheiten im Zusammenhang mit laufenden Gerichtsverfahren sowie verhaltene Signale aus dem Pharmabereich sorgten für erneute Kursverluste.

    Weitere Verlierer

    • Beiersdorf: –4,8 % – Konsumwerte weniger gefragt
    • GEA Group: –4,1 % – Zurückhaltung im Maschinenbau
    • BMW: –3,9 % – Schwache China-Daten belasten Automobilsektor
    • Volkswagen Vz.: –2,4 % – Absatzsorgen in Europa

    Ausblick auf die kommende Woche: Inflationsdaten, EZB-Signale und US-Arbeitsmarkt im Fokus

    Die kommende Woche verspricht hohe Spannung, denn mehrere marktbewegende Termine stehen an.

    Wichtige Termine

    • Eurozonen-Inflationsdaten: Entscheidend für die Frage, ob die EZB im Juni oder Juli erstmals die Zinsen senkt.
    • US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls): Ein zentraler Indikator für die Fed-Politik.
    • EZB-Reden und Protokolle: Anleger hoffen auf klare Signale zur geldpolitischen Ausrichtung.
    • Hauptversammlungen mehrerer DAX-Konzerne: Dividendenentscheidungen könnten für Bewegung sorgen.
    • US-Tech-Quartalszahlen: Können die globale Tech-Rallye weiter antreiben.

    Erwartung für den DAX

    Sollten die Inflationsdaten moderat ausfallen und die EZB eine Lockerungsperspektive bestätigen, könnte der DAX erneut Kurs auf die Marke von 24.500 bis 24.700 Punkten nehmen. Fallen die US-Arbeitsmarktdaten jedoch zu stark aus, könnte dies die Zinssenkungshoffnungen dämpfen – eine kurzfristige Konsolidierung wäre dann wahrscheinlich.

    Insgesamt bleibt die Stimmung verhalten optimistisch, getragen von stabilen Unternehmenszahlen und der Aussicht auf eine geldpolitische Entspannung im Sommer.

  • DAX-Wochenrückblick: Stabiler Markt, neue Rekorde und klare Gewinner–Verlierer-Trends

    Marktlage: DAX behauptet sich über 25.000 Punkten – robuste Stimmung trotz Gegenwinds

    Die vergangene Börsenwoche zeigte eine bemerkenswert stabile Marktverfassung. Trotz anhaltender Unsicherheiten rund um die globale Konjunktur, gemischter Signale aus den USA und der weiterhin sensiblen Zinspolitik der großen Zentralbanken blieb die Stimmung an den Märkten überwiegend positiv. Besonders die Hoffnung auf eine weiter nachlassende Inflation und die Erwartung, dass die EZB ihren moderaten Kurs beibehält, sorgten für Unterstützung. Der DAX konnte sich im Wochenverlauf gut behaupten und schloss am Freitag bei 25.261 Punkten, was einem leichten Wochenplus entspricht. Damit bleibt der Leitindex in Reichweite seiner jüngsten Rekordstände und zeigt, dass die Anleger trotz kurzfristiger Schwankungen weiterhin Vertrauen in die Marktentwicklung haben.

    Wochengewinner: Deutsche Börse, E.ON, Telekom und weitere Werte mit deutlichen Aufschlägen

    Unter den stärksten Gewinnern der Woche ragte die Deutsche Börse heraus, deren Aktie um 5,7?% zulegte. Der Konzern profitierte von einem anhaltend hohen Handelsvolumen, das durch die jüngsten Marktbewegungen zusätzlich befeuert wurde. Investoren honorierten zudem die stabile Ertragslage und die Aussicht auf ein weiterhin solides Wachstum im laufenden Jahr.

    Fast ebenso stark präsentierte sich E.ON, das mit einem Wochenplus von 5,6?% zu den auffälligsten Gewinnern gehörte. Der Energieversorger profitierte von einer verbesserten regulatorischen Sichtbarkeit und positiven Erwartungen hinsichtlich der Netzentgelte. Die defensive Ausrichtung des Unternehmens erwies sich in einem wechselhaften Marktumfeld erneut als Vorteil.

    Auch die Deutsche Telekom zeigte eine beeindruckende Performance und legte um 4,2?% zu. Die Aktie profitierte von einem robusten operativen Geschäft, starken US?Zahlen und einer weiterhin attraktiven Dividendenperspektive. Die Telekom bleibt damit einer der stabilsten Ankerwerte im DAX.

    Ebenfalls im Plus lagen Vonovia mit einem Anstieg von 4,5?%, was auf eine spürbare Erholung im Immobiliensektor hindeutet, sowie Hannover Rück, das mit einem Wochenplus von 2,6?% von einer starken Nachfrage im Rückversicherungsgeschäft profitierte. Auch Symrise, Qiagen, Scout24, Infineon und Münchener Rück konnten sich im positiven Bereich behaupten und trugen zur insgesamt freundlichen Marktstimmung bei.

    Wochenverlierer: MTU Aero Engines, Heidelberg Materials und Rheinmetall unter Druck

    Auf der Verliererseite stand in dieser Woche vor allem MTU Aero Engines, das mit einem deutlichen Rückgang von 9,1?% den schwächsten Wert im DAX stellte. Der Triebwerkshersteller litt unter erneuten Sorgen hinsichtlich möglicher Verzögerungen und Kostensteigerungen bei wichtigen Programmen. Zudem belasteten Berichte über technische Herausforderungen im Triebwerksbereich die Stimmung der Anleger.

    Ebenfalls stark unter Druck stand Heidelberg Materials, das im Wochenverlauf 7,9?% verlor. Der Baustoffkonzern reagierte empfindlich auf Hinweise, dass sich die Nachfrage in einigen Kernmärkten abschwächen könnte. Auch steigende Energiekosten und ein verhaltener Ausblick im Bausektor sorgten für Zurückhaltung bei Investoren.

    Ein weiterer deutlicher Verlierer war Rheinmetall, das trotz langfristig starker Perspektiven kurzfristig 4,4?% einbüßte. Nach einer langen Phase nahezu ungebremster Kursanstiege kam es zu spürbaren Gewinnmitnahmen. Zudem sorgten politische Diskussionen über die zukünftige Ausgestaltung der Verteidigungsbudgets für Unsicherheit.

    Auch Fresenius Medical Care mit einem Minus von 4,2?%, Bayer mit –3,8?%, Brenntag mit –3,3?% sowie Airbus mit –2,9?% mussten Rückschläge hinnehmen. Diese Werte litten teils unter branchenspezifischen Belastungen, teils unter verhaltenen Ausblicken oder schlicht unter Gewinnmitnahmen nach zuvor starken Wochen.

    Ausblick: Inflationsdaten, Zentralbank?Signale – und ein geopolitischer Schock, der die Märkte dominieren wird

    Die kommende Woche steht unter völlig neuen Vorzeichen. Während Anleger ursprünglich vor allem auf Inflationsdaten, Zentralbank?Signale und Unternehmenszahlen geblickt hätten, rückt nun ein Ereignis in den Mittelpunkt, das die Märkte weltweit erschüttert: der am Wochenende eskalierte Krieg zwischen den USA/Israel und Iran. Die Angriffe auf iranische Führungspersonen und die massiven Gegenschläge Teherans haben die geopolitische Lage im Nahen Osten dramatisch verschärft. Internationale Medien berichten, dass Investoren sich auf einen ausgeprägten Risk?Off?Modus einstellen, sobald die Märkte wieder öffnen.

    Besonders kritisch ist die Lage, weil der Konflikt eine Region betrifft, die für die weltweite Energieversorgung von zentraler Bedeutung ist. Analysten warnen bereits vor einem möglichen Ölpreisschock, sollte der Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus beeinträchtigen – eine Route, über die rund ein Viertel des globalen Ölhandels läuft. Ein deutlicher Anstieg der Energiepreise könnte die Inflation erneut anheizen und die geldpolitischen Spielräume der Zentralbanken einengen. Für den DAX wäre dies ein Belastungsfaktor, da höhere Energiepreise sowohl die Unternehmensgewinne als auch die Kaufkraft der Verbraucher dämpfen.

    Parallel dazu werden die Märkte genau beobachten, wie die Federal Reserve und die Europäische Zentralbank auf die neue Unsicherheit reagieren. Zwar stehen in dieser Woche keine großen Zinsentscheidungen an, doch jede Äußerung führender Notenbanker wird nun durch die geopolitische Brille betrachtet. Ein zu restriktiver Ton könnte die Nervosität verstärken, während eine moderatere Einschätzung stützend wirken könnte.

    Auch die Unternehmenszahlen, die in den kommenden Tagen veröffentlicht werden, geraten durch die geopolitische Lage in einen neuen Kontext. Branchen wie Energie, Rüstung und Versorger könnten kurzfristig profitieren, während zyklische Industrien, Technologieunternehmen und Logistiker eher unter Druck geraten dürften. Besonders Airlines und Tourismuswerte könnten empfindlich reagieren, da steigende Kerosinpreise und geopolitische Risiken ihre Kosten erhöhen.

    Insgesamt ist die Erwartungshaltung für den DAX kurzfristig deutlich vorsichtiger geworden. Während der Index in den vergangenen Wochen eine robuste Entwicklung zeigte, könnte die geopolitische Eskalation zu einem schwächeren Wochenstart führen. Entscheidend wird sein, ob sich der Konflikt weiter ausweitet oder ob diplomatische Bemühungen greifen. Sollte sich die Lage stabilisieren und die Inflationsdaten positiv überraschen, könnte der DAX seinen Weg Richtung 25.500 Punkte dennoch fortsetzen. Bei einer weiteren Eskalation hingegen wären deutliche Rücksetzer wahrscheinlich.

  • Aktien-Alpha Strategie schlägt DAX – 1,1 Prozent Wochengewinn

    Während der DAX die vergangene Woche unverändert beendete kletterte das Musterportfolio der Aktien-Alpha Strategie um 1,1 Prozent nach oben. Nachdem über Wochen ein hoher Cashanteil im Portfolio enthalten war wurde dieser in der vergangenen Woche etwas abgebaut. Die Aussichten auf eine Jahresendrally sind gestiegen und demzufolge wurde in aussichtsreiche Einzeltitel investiert. Der aktuelle Wert eines Anteilscheins am Portfolio liegt bei 155,13 Euro.

    Mit dem Energieversorger RWE ist ein DAX-Gewinner auch im Portfolio ganz oben an der Spitze. Der Wochengewinn der Aktie beträgt 5,9 Prozent auf 18,56 Euro. Positiv entwickelten sich auch die Papiere des Personaldienstleisters Amadeus Fire mit einem Wochengewinn von 4 Prozent auf 103,20 Euro. Bei der Deutschen Post sind die Ergebnisse besser als erwartet ausgefallen. An der Börse ging es daraufhin um 1,9 Prozent auf 28,57 Euro nach oben.

    Weiter nach unten ging es dagegen mit den Papieren von freenet. In der vergangenen Woche gab es mit einem Wochenverlust von 11,9 Prozent auf 17,76 Euro einen gewaltigen Kurseinbruch. Aus dem IT-Sektor erwischte es ferner Cancom mit einem Wochenverlust von 6,1 Prozent auf 35,56 Euro. Schwach war auch die Entwicklung des Gesundheitskonzerns Fresenius mit einem Kursverlust von 1,5 Prozent auf 52,82 Euro.

  • Geringe Investitionsquote bremst Wochengewinn – Cancom legt wieder zu

    In der vergangenen Woche hat sich die geringe Investitionsquote der Aktien-Alpha Strategie negativ ausgewirkt. Während der DAX um 1,4 Prozent nach oben kletterte stieg der Wert des Musterportfolios lediglich um 0,6 Prozent.

    Ein optimistischer Ausblick von Cancom hat den Aktienkurs deutlich nach oben steigen lassen. Die Aktie legte gegenüber der Vorwoche um 10,9 Prozent auf 39,56 Euro zu. Ansonsten folgen die DAX-Schwergewichte: Commerzbank legt nach Spekulationen über eine Fusion mit der Deutschen Bank um 7,5 Prozent auf 8,82 Euro zu und Deutsche Post gewinnen 1,7 Prozent auf 31,11 Euro.

    Schwach entwickelt sich dagegen das Papier von Rocket Internet. Analysten sehen das Papier auf dem aktuellen Niveau fair bewertet. Die Phantasie für weitere Kursgewinne geht damit verloren. Rocket Internet verlieren 4,4 Prozent auf 27,58 Euro. Amadeus Fire geben um 1,6 Prozent auf 97,80 Euro nach und bei Freenet geht es mit 0,4 Prozent auf 21,49 Euro ebenfalls weiter nach unten.

  • DAX verliert 1,5 Prozent auf 12.424 Punkte – Adidas, Deutsche Post und BMW mit höchsten Wochengewinnen – Linde, Fresenius und ThyssenKrupp mit größten Kursabschlägen

    Der DAX hat in der vergangenen Woche erneut einen Verlust eingefahren. Beim Deutschen Aktienindex DAX ging es um 1,5 Prozent nach unten. Damit verliert der DAX 191 Punkte auf 12.424 Punkte. Die Marke von 12.500 Punkten hat der DAX damit wieder nach unten durchbrochen.

    DAX verliert 1,5 Prozent auf 12.424 Punkte

    Mit wenig Schwung startete der Handel am Montag in die neue Woche. So fiel der Tagesverlust in Höhe von 0,1 Prozent entsprechend gering aus. Am Dienstag wurden schwache Produktionsdaten für Deutschland veröffentlicht. Da die Erwartung aber noch drunter lag kam es in der Folge zu leichten Kursgewinnen mit einem Gewinn von 0,4 Prozent. Am Mittwoch folgten leichte Verluste von 0,1 Prozent und am Donnerstag beflügelten die Quartalszahlen von adidas. Der DAX ging 0,3 Prozent höher aus dem Handel. Die Zuspitzung der Türkei-Krise sorgte am Freitag für einen Vertrauensverlust und mögliche Gefahren für den Bankensektor. Der DAX brach um 2 Prozent ein.

    Adidas, Deutsche Post und BMW mit höchsten Wochengewinnen

    Die von adidas vorgelegten Quartalszahlen haben die Analystenerwartungen deutlich übertroffen. Bei verbesserter Marge und gestiegenen Umsätzen wurde vor allem in den wichtigen Märkten von Nordamerika und China deutlich mehr verdient. Die Aktie legte 8,5 Prozent auf 205,70 Euro zu. Die Deutsche Post hat Zahlen lediglich im Rahmen der Erwartungen vorgelegt, allerdings fand der Plan zur Lösung der Probleme im Paketgeschäft die Zustimmung der Aktionäre. Beim Börsenkurs ging es für die Deutsche Post um 3,7 Prozent auf 30,63 Euro nach oben. BMW konnten den Handel gegen den Trend mit einem Gewinn in Höhe von 1,5 Prozent auf 83,58 Euro beenden und zählen damit ebenfalls zu den Wochengewinnern.

    Linde, Fresenius und ThyssenKrupp mit größten Kursabschlägen

    Bei Linde gibt es neue Auflagen im Rahmen der Praxair-Übernahme. Die gesteckten Ziele sind damit nur noch schwer zu erreichen. Unter den Aktionäre sank das Vertrauen in Linde und der Kurs gab um 10,6 Prozent auf 188 Euro nach. Die Gewinnwarnung eines britischen Gesundheitsdienstleisters hat sich negativ auf den Aktienkurs von Fresenius ausgewirkt. Fresenius verlieren 7 Prozent auf 64,70 Euro. Bei ThyssenKrupp sorgte die Senkung der Prognose für das Geschäftsfeld Aufzug für eine negative Überraschung. An der Börse gaben ThyssenKrupp-Papiere 6,5 Prozent auf 20,46 Euro nach.

    Türkei-Krise wird weitere Verluste im DAX bringen

    Die unsicheren Zeiten haben mit der Türkei-Krise einen neuen Anlass für Verunsicherung. Der starke Verfall der türkischen Währung sowie mögliche Verluste im Bankensektor und weiteren Industrien stellen die Unternehmen im aktuell schwierigen Umfeld vor neue Herausforderungen. Aus diesem Grund gehen wir davon aus, dass diese Verunsicherung die Aktienmärkte noch weiter auf Talfahrt schicken wird. Ob letztendlich dann alles so schlimm kommt wie manche Szenarien aktuell ausmalen tut erst einmal nichts zur Sache. Die Verunsicherung ist sehr groß und deshalb wird es kurzfristig an den Aktienmärkte mit den Kursen tendenziell eher nach unten gehen.

  • Aktien-Alpha Strategie verliert 0,2 Prozent – deutliche Outperformance gegenüber DAX dank hoher Cashquote

    Die Strategie des Aktien-Alpha Portfolios hat sich in der vergangenen Woche wieder deutlich ausgezahlt. Während der DAX 1,5 Prozent an Wert verlor hat unser Musterportfolio gegenüber der Vorwoche um 0,2 Prozent auf 162,34 Euro zulegen können. Die aktuelle Cashquote von 57 Prozent macht sich damit bezahlt.

    Die Deutsche Post zählte im DAX zu den Favoriten und ist in der vergangenen Woche der Top-Wert im Aktien-Alpha Portfolio. Die Deutsche Post hat Maßnahmen zur Optimierung im Paketgeschäft entwickelt und scheint die Aktionäre damit zu beruhigen. Die Aktie legte 3,7 Prozent auf 30,63 Euro zu. Aktien von Amadeus Fire zählen mit einem Wochengewinn von 2,7 Prozent auf 96,80 Euro ebenfalls zu den Favoriten. Auch die Papiere von HeidelbergCement tragen mit einem Wochengewinn von 0,6 Prozent auf 70,10 Euro zur positiven Entwicklung des Aktien-Alpha Portfolios bei.

    Bei Cancom setzt sich die Schwäche dagegen fort. Die Aktie des IT-Dienstleisters verliert weitere 8,7 Prozent auf 41,70 Euro. Fresenius leiden unter einer Branchenschwäche und gegen 7 Prozent ab. Die Türkei-Krise wirkt sich auch bei der Commerzbank negativ aus. Die Aktie verliert 5 Prozent auf 8,45 Euro.

  • Aktien-Alpha Musterportfolio erneut mit deutlicher Outperformance gegenüber DAX

    Nachdem sich die hohe Cashquote beim Aktien-Alpha Portfolio positiv auf die Performance gegenüber dem DAX auswirkte setzte sich dieser Trend auch in der vergangenen Woche fort. Während der DAX einen Gewinn von lediglich 0,2 Prozent verbuchte, konnte die Aktienauswahl im Musterportfolio 0,9 Prozent zulegen. Ein Anteilsschein an der Aktien-Alpha Strategie ist aktuell 162,11 Euro wert.

    Unter den Aktien mit der besten Wochenperformance sind diesmal ausschließlich Standardwerte aus dem DAX zu finden. Den höchsten Kursgewinn erzielten dabei Deutsche Bank Aktien mit einem Wochengewinn von 6,8 Prozent auf 10,26 Euro. An zweiter Stelle folgen Fresenius mit einem Wochengewinn von 4,3 Prozent auf 69,46 Euro und Deutsche Post mit einem Kursplus von 3,1 Prozent auf 28,93 Euro. Der Depotanteil von rund 4 Prozent der beiden letztgenannten Papiere wirkt sich überproportional auf die Entwicklung des Musterportfolios aus.

    Den höchsten Kursverlust rein optischer Natur hatten die Papiere von Cancom. Aufgrund einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln im Verhältnis 1:1 ergibt sich für Cancom ein Wochenverlust von 51,5 Prozent. Bereinigt um die Einbuchung der Gratisaktien beträgt der Verlust dagegen lediglich rund 2 Prozent. Einen Wochenverlust von 4,7 Prozent haben die Papiere von Amadeus Fire zu verkraften. Und schließlich reihen sich auch Aktien von HeidelbergCement mit einem Kursverlust von 1 Prozent in die Liste der Wochenverlierer ein.

  • Aktien-Alpha Portfolio hinkt DAX hinterher – hohe Cash-Quote ist aktuell negativ

    Leicht schwächer als der DAX hat sich das Aktien-Alpha Musterportfolio entwickelt. Bei einem steigenden Aktienmarkt hat sich die hohe Cash-Quote negativ auf die Performance niedergeschlagen. Ein Anteilsschein notiert 1 Prozent höher gegenüber der Vorwoche bei einem aktuellen Wert von 160,84 Euro.

    Wie im DAX sorgen auch im Aktien-Alpha Portfolio die Papiere von RWE für einen deutlichen Kursschub. Die RWE-Aktie legte gegenüber der Vorwoche um 13 Prozent zu. Auf den weiteren Plätzen folgen die Depotwerte aus dem Finanzsektor. Deutsche Bank gehören mit einem Wochengewinn in Höhe von 5,9 Prozent genauso zu den Wochengewinnern wie die Papiere der Commerzbank mit einem Wochengewinn in Höhe von 4,1 Prozent.

    Auf der Verliererseite sind die Papiere der Deutschen Post mit einem Kursrückgang von 1,4 Prozent auf 27,59 Euro zu finden. Weniger zyklische Aktien stehen in einem positiven Aktienmarkt weniger im Fokus. So überrascht es nicht mit Beiersdorf einen weiteren Wochenverlierer in Höhe von 0,5 Prozent zu finden. Essilor verlieren gegenüber der Vorwoche ebenfalls. Allerdings beträgt der Kursrückgang lediglich 0,4 Prozent.

  • DAX gewinnt 1,9 Prozent auf 13.011 Punkte – E.on, RWE und Siemens mit höchsten Kursgewinnen – Commerzbank, Deutsche Post und HeidelbergCement mit höchsten Verlusten

    Mit einem Plus von 1,9 Prozent hat der DAX die vergangene Handelswoche erfolgreich beendet. Gegenüber der Vorwoche notiert der Deutsche Aktienindex 244 Punkte höher. Bei einem Stand von 13.011 Punkten gelang sogar der Sprung über die Marke von 13.000 Zähler.

    DAX gewinnt 1,9 Prozent auf 13.011 Punkte

    Mit einem Tagesgewinn in Höhe von 0,6 Prozent startete der Aktienhandel in die neue Woche. Für Entspannung sorgte vor allem das Bekenntnis der italienischen Regierung zur Eurozone. Am Dienstag war dann die Luft draußen. Der DAX bewegte sich nicht und notierte einen Punkt tiefer. Im Vorfeld der Sitzungen der Notenbanken haben sich die Anleger auf dem Börsenparkett zurückgehalten. Mit einem leichten Kursgewinn in Höhe von 0,4 ging der DAX am Mittwoch aus dem Handel bevor es am Donnerstag zu einem Kursplus von 1,7 Prozent reichte. Vor allem die Sitzung der Europäischen Zentralbank sorgte für Aktienkäufe. Wie erwartet, wurde der Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm angekündigt, allerdings gleichzeitig das Risiko schneller Zinserhöhungen reduziert. Dies führte zu einem fallenden Euro-Kurs und in der Folge zu steigenden Aktienpreisen. Die Freude über die Nachrichten von der EZB währte jedoch nicht lange. Bereits am Freitag legte der DAX wieder den Rückwärtsgang ein. Strafzölle der USA auf China-Importe drückten die Stimmung. Der DAX ging am Freitag mit einem Tagesverlust von 0,7 Prozent aus dem Handel.

    E.on, RWE und Siemens mit höchsten Kursgewinnen

    Die Aussicht auf ein weiterhin niedriges Zinsniveau ist schlecht für den Finanzsektor, weil dort die Margen und damit Gewinne niedrig bleiben, aber gut für hochverschuldete Branchen wie den Energiesektor. Deshalb überrascht es wenig, dass die Papiere von E.on mit einem Wochengewinn von 7 Prozent auf 9,49 Euro den höchsten Wochengewinn erzielten. Der Versorger RWE folgt mit einem Kursplus von 6,7 Prozent auf 20,17 Euro. Und bei Siemens gibt es Planungen über eine Neuordnung der Geschäftsfelder und damit einem Verkauf des Gasturbinengeschäfts. Auch diese Überlegungen kommen an der Börse gut an und sorgen für einen Wochengewinn von 5,1 Prozent auf 119,62 Euro.

    Commerzbank, Deutsche Post und HeidelbergCement mit höchsten Verlusten

    Auf der anderen Seite sorgt das niedrige Zinsumfeld weiterhin für ein margenschwaches Geschäft bei der Commerzbank. Die Aktie verliert 4,4 Prozent auf 8,91 Euro. Die Gewinnwarnung der Deutschen Post zieht weitere Kursverluste nach sich. Der Kursrückgang in der vergangenen Woche beträgt 2,4 Prozent auf 30,41 Euro. Und bei HeidelbergCement geht es um 2,1 Prozent auf 76,90 Euro nach unten.

    Notenbanken legen Basis für Kursgewinne

    Mit den Sitzungen in der vergangenen Woche haben die Notenbanken die Grundlagen für ein weiterhin freundliches Aktienumfeld gelegt. Eine Fortsetzung der Niedrigzinspolitik mit einem schwachen Euro sollten das Börsenparkett beflügeln. Allerdings gibt es von politischer Seite zahlreiche Risikofaktoren. Der von den USA angezettelte Handelskrieg könnte sich genauso negativ auf die Konjunktur auswirken wie der Streit um die Flüchtlingspolitik innerhalb der deutschen Regierungskoalition.