Schlagwort: Deutsche Lufthansa

  • Notenbanken und Deutsche Konjunktur zünden Kursfeuerwerk beim DAX mit 5,2 Prozent Wochengewinn – alle DAX-Aktien mit Kursgewinnen – ThyssenKrupp, K+S, Bayer und infineon legen knapp 10 Prozent zu

    Mit deutlichen Kursgewinnen hat der DAX die vergangene Handelswoche beendet. Der Deutsche Aktinindex stieg um 5,2 Prozent und kletterte damit 480 Punkte nach oben. Zur Schlussglocke stand am Freitag ein Kurs von 9.733 Punkten auf der Anzeigentafel. Damit hat der DAX den höchsten Stand seit 2 Monaten erreicht und notiert im Jahresverlauf wieder leicht im Plus.

    Notenbanken und Deutsche Konjunktur sorgen für Kursfeuerwerk

    Zu Wochenbeginn sah es zunächst nicht so rosig aus. Am Montag schickte Japan mit einem Fall in die Rezession die Aktienmärkte auf Talfahrt. Vor Handelsbeginn wurde erwartet, dass der DAX 1 Prozent verliert. Im Tagesverlauf erholten sich die Märkte insbesondere mit Blick auf die lockere Geldpolitik der Zentralbanken. Am Tagesende notiert der DAX 0,6 Prozent im Plus. Kräftig gestiegene Konjunkturerwartungen für Deutschland sorgten am Dienstag für einen hohen Tagesgewinn beim DAX von 1,6 Prozent. Krisenherde wie der Ukraine-Konflikt, Ebola oder die Spannungen im Nahen Osten werden damit verdrängt. Ruhiger verlief die Entwicklung am Mittwoch und Donnerstag mit leichten Kursgewinnen von 0,2 bzw. 0,1 Prozent. Ein erneutes Kursfeuerwerk gab es am Freitag. Der DAX haussierte um 2,6 Prozent. Anlass waren erneut die Notenbanken – China senkte die Leitzinsen und die EZB bestätigt sämtliche geldpolitischen Instrumente zur Wachstumsbelebung in der Eurozone zu nutzen.

    Zyklische Aktien sind die Gewinner – fast 10 Prozent Wochengewinn

    Das konjunkturelle Umfeld sorgt vor allem bei konjunkturzyklischen Aktien zu kräftigen Kursaufschlägen. Aktien von ThyssenKrupp legten 9,9 Prozent zu und erzielten damit die beste Performance aller DAX-Aktien. Das Dividendenpapier des Stahlherstellers stieg damit um 1,89 Euro auf 20,99 Euro. Bei ThyssenKrupp sorgte nicht nur das Umfeld für diese positive Entwicklung – auch die vorgelegten Zahlen zum Geschäftsverlauf haben die Erwartungen der Analysten übertroffen. Bei K+S geht es 9,4 Prozent nach oben nachdem ein russischer Konkurrent Probleme in einer Mine durch Wassereintritt hat und eine vorübergehende Schließung vermeldete. Dies könnte zu einem steigenden Kali-Preis führen und die Umsätze von K+S beflügeln. Analysten werteten daraufhin die Aussichten für K+S positiv. Bayer und infineon legten bei dem aktuell positiven Börsenumfeld ebenfalls mehr als 7 Prozent zu.

    Keine Aktie verliert an Wert – geringste Kursgewinne bei FMC, Lufthansa und Fresenius

    Die vergangene Handelswoche ist keine Woche in der es wirkliche Börsenverlierer gibt – alle 30 Aktien im DAX haben die Woche mit Kursgewinnen beendet. Die geringsten Kursgewinne gab es bei Aktien, die eher weniger stark von der Konjunktur abhängig sind. So verwundert es nicht, dass die Aktien von Fresenius aus dem Medizinbereich eher am unteren Ende notierten. Die schwächste Wochenperformance erzielten die FMC-Papiere mit einem Wochengewinn von 0,9 Prozent. Lufthansa legten 1,9 Prozent zu und Fresenius sowie Deutsche Börse verteuerten sich um 2,3 Prozent.

    War das schon der Start zur Jahresendrally?

    Nach der starken Kursentwicklung in der vergangenen Woche könnte es gerade so weitergehen. Auch in 2015 setzen viele internationale Analysten auf Deutschland. Hier läuft die Konjunktur rund und die Wirtschaft befindet sich auf soliden Beinen. Eine hervorragende Infrastruktur im Land sowie geordnete politische Verhältnisse sprechen für ein Investment in deutsche Unternehmen. Damit sind die Grundlagen für weitere Kursgewinne gegeben und eine Fortsetzung der Jahresendrally bleibt damit nicht nur ein Wunsch, sondern könnte in der Tat Realität sein.

  • Pause beim Aufwärtstrend im DAX – 0,4 Prozent Wochenverlust – Deutsche Lufthansa, HeidelbergCement und Beiersdorf mit starker Performance – Lange Gesichter bei Lanxess

    Nach drei Wochen mit starken Kursgewinnen in Folge hat der DAX die vergangenen fünf Handelstag am Ende mit einem leichten Verlust beendet. Der DAX gab um 0,4 Prozent nach und verlor damit 35 Punkte. Am Freitagabend schloß der Aktienindex bei einem Stand von 9.292 Punkten. Damit hat der DAX die Kursmarke von 9.300 Punkten nach unten durchbrochen.

    Schwache Konjunktur in Europa und starke US-Wirtschaft belasten den DAX

    Schwache Konjunkturdaten aus Europa und Deutschland drückten zu Wochenbeginn die Stimmung beim DAX. Bereits am Montag ging es mit den deutschen Aktien um 0,8 Prozent nach unten. Am Dienstag sorgte die gesenkte Wirtschaftsprognose der EU-Komission für weitere Verkäufe und einen Tagesverlust von 0,9 Prozent. Gute Wirtschaftsdaten aus den USA sorgten am Mittwoch für gute Stimmung auf dem Börsenparkett und beflügelten auch die Deutschen Aktien. Der DAX legte 1,6 Prozent zu. Aussagen zur Unterstützung von Konjunkturprogrammen durch die EZB sorgten für starke Kursgewinne im Tagesverlauf, die zum Handelsende jedoch teilweise wieder abgegeben wurden. Am Tagesende blieb ein Plus von 0,7 Prozent. Die brummende US-Wirtschaft wird damit wieder zum Risiko für die Börsen. Denn eine starke Wirtschaft macht Zinsanhebungen durch die US-Notenbank wahrscheinlicher. Dies würde ein langsames Ende der liquiditätsgetriebenen Kursgewinne bedeuten. Der DAX ging am Freitag 0,9 Prozent leichter aus dem Handel.

    Gute Unternehmensdaten beflügeln – Wochengewinner: Lufthansa, HeidelbergCement und Beiersdorf

    Nach der Gewinnwarnung in der Vorwoche und den starken Kursverlusten startete die Aktie der Deutschen Lufthansa in dieser Wochde durch. Als Gegenreaktion sowie ein weiter schwacher Ölpreis führten zu Kursgewinnen beim Kranich-Papier. Die Aktie der Deutschen Lufthansa legte um 7,6 Prozent zu und ging mit einem Kurs von 12,68 Euro aus dem Handel. HeidelbergCement überraschte mit dem veröffentlichten Gewinn, der 8 Prozent über den Analystenerwartungen lag. Dieses gute Ergebnis zahlt sich mit einem Kursgewinn von 6,1 Prozent aus. Die Papiere gingen damit bei einem Stand von 57,65 Euro aus dem Handel. Auch bei Beiersdorf laufen die Geschäfte rund. Die Aktie legte um 4 Prozent auf 67,17 Euro zu.

    Kurseinbruch bei Lanxess – Deutsche Bank und BMW schwächeln

    Die Ankündigung eines Verlustes für das laufende Geschäftsjahr liess den Wert von Lanxess einbrechen. Der Spezialchemiehersteller liegt mit einem Wochenverlust von 9,3 Prozent an der Spitze der Kursverlierer. Die Aktie ist damit nur noch 37,64 Euro wert. Auch für die Aktie der Deutschen Bank ging es nach unten. Der Kurs gab um 2,5 Prozent auf 24,27 Euro nach. Bei BMW lag der Vorsteuergewinn unter den Erwartungen. Außerdem bremste der Chef von BMW die Erwartungen für den chinesischen Markt. Dies sind alles Nachrichten, die auf dem Börsenparkett nicht besonders gut ankommen. BMW-Aktien gaben daraufhin 2,3 Prozent nach und notieren aktuell bei 83,33 Euro.

    Börsianer erwarten weitere Kursgewinne

    Nach den starken Vorwochen scheint der leichte Kursverlust in der vergangenen Woche eher eine Ausnahme zu sein und wird als kurze Verschnaufpause interpretiert. In der Tat könnten gute Nachrichten von der Unternehmerseite für weitere Kursgewinne sorgen. Immerhin zieht die Wirtschaft in den USA an und dürfte damit auch die europäischen Unternehmen positiv beeinflussen. Die Konjunkturprogramme der EZB sollte positive Impulse für Deutschland bringen und damit dem DAX weitere Kursgewinne bescheren.

  • Starke Woche für den DAX mit 3,8 Prozent Gewinn – Telekom, Bayer und K+S mit höchsten Kursgewinnen – nur Lufthansa, Linde und Deutsche Bank mit Wochenverlust

    Die vergangene Handelswoche beendete der DAX mit einem Wochengewinn von 3,8 Prozent. Noch vor zwei Wochen notierte der Deutsche Aktienindex auf Jahrestief und legte seitdem eine beeindruckende Kursrally auf das Parkett. Am Freitag ging der Aktienmarkt bei einem Stand von 9.327 Punkten aus dem Handel und legte damit 339 Punkte gegenüber dem Schlussstand der Vorwoche zu.

    Notenbanken sorgen für Kursgewinne an den Aktienbörsen

    Am Montag startete der DAX zunächst mit einem Minus von 0,9 Prozent in die Woche. Ein überraschend schwacher ifo-Index schickte den DAX auf Talfahrt. Im Tagesverlauf erholten sich die Aktien jedoch wieder etwas von den Tiefständen. Kräftig nach oben ging es mit den Dividendenpapiere dagegen am Dienstag. Mit einem Tagesgewinn von 1,9 Prozent beendete der DAX den Handel. Positive Impulse gab es von den Quartalsberichten in den USA. Am Donnerstag und Freitag setzte der DAX die positive Kursentwicklung mit Tagesgewinnen von 0,2 bzw. 0,4 Prozent fort. Die lockere Geldpolitik von den Notenbanken ist weiterhin ein Kurstreiber für die Aktienmärkte.

    Deutsche Telekom, Bayer und K+S mit höchstem Wochengewinn im DAX

    Die Spitze der Wochengewinner wird von den Papieren der T-Aktie angeführt. Mit einem Wochengewinn von 7,6 Prozent verteuerten sich die Dividendenpapiere der Deutschen Telekom um 85 Cent auf einen Kurs von 12,02 Euro. Ein überraschend starker Zuwachs bei den Kundenzahlen der US-Tochter beflügelte den Aktienkurs der deutschen Muttergesellschaft. Die Aktien von Bayer legten beim Kurs um 7,3 Prozent zu, nachdem das Unternehmen ausgezeichnete Unternehmenszahlen veröffentlichte und die Jahresprognose anhob. Bayer-Aktien gingen mit einem Stand von 113,45 Euro aus dem Handel. K+S profitierten von Käufen nach Analystenempfehlungen. Die Papiere des Kasseler Kaliproduzenten gewannen 6,7 Prozent auf 22,26 Euro.

    Deutsche Lufthansa, Linde und Deutsche Bank als einzige Aktien mit Wochenverlusten

    Am anderen Ende der Liste platzierten sich die Aktien der Deutschen Lufthansa. Nach einer Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2015 stellt die Deutsche Lufthansa auch die Zahlung einer Dividende zur Dispositionen. Dies schlägt sich negativ auf den Aktienkurs nieder, der 3,3 Prozent verlor. Aktien der Deutschen Lufthansa beendeten den Handel bei 11,79 Euro. Linde-Aktionäre verkauften nach einer Gewinnwarnung des Unternehmens ebenfalls die Dividendenpapiere. Der Kurs von Linde gab im Wochenverlauf 1,8 Prozent nach und verabschiedete sich bei 147,15 Euro aus dem Handel. Das Trio der Wochenverlierer vervollständigt die Aktie der Deutschen Bank mit einem Verlust von 0,8 Prozent auf 24,88 Euro. Alle anderen Aktien im DAX beendeten die Woche mit Kursgewinnen.

    Nach 10 Prozent Kursrally wird die Luft dünner

    Mit der starken Kursentwicklung in den vergangenen Wochen hat der DAX mehr als 10 Prozent wieder zugelegt. Damit ist die Luft für weitere Kursgewinne erst einmal dünner geworden. Momentan befinden wir uns mitten in der Berichtssaison. Bislang wurden die veröffentlichten Unternehmensdaten gemischt aufgenommen. Deshalb sollten die Erwartungen an die kommende Woche auch nicht zu hoch gesetzt werden. Börsianer sprechen von der kommenden Woche gerne von der „Woche der Wahrheit“, bei der sich zeigen wird, ob sich die negativen Konjunkturnachrichten in den Bilanzen der Unternehmen niederschlagen. Weiteres Kurspotential hat der DAX aus charttechnischer Sicht.

    Aus Sicht der Bullenbrief-Redaktion ist eine Konsolidierung auf dem aktuellen Niveau nicht unwahrscheinlich. Wir gehen davon aus, dass sich die Aktienmärkte in den nächsten Tagen auf dem aktuellen Kursniveau einpendeln und abhängig von der weiteren Geschäftsentwicklung zum Jahresende weiter zulegen oder gar an Wert verlieren.

  • DAX legt im Wochenverlauf nach sehr volatilem Handel 0,7 Prozent zu – Wochengewinn geht auf Konto eines Super-Freitags mit 3,1 Prozent Tagesgewinn – Continental, Lufthansa und VW gewinnen – Deutsche Bank, RWE und Henkel verlieren

    Der Deutsche Aktienindex DAX ging auf Wochensicht betrachtet mit einem leichten Wochengewinn von 0,7 Prozent aus dem Handel und beendete damit bei einem Stand von 8.850 Punkten am Freitag den Handel. Aus dieser Sicht nichts Besonderes – betrachtet man allerdings die einzelnen Handelstage etwas genauer, sieht man die enormen Schwankungen, mit denen der Markt aktuell zu kämpfen hat. Und ohne den Gewinn von 3,1 Prozent am letzten Tag der Woche, dem Super-Freitag, hätte der DAX einen deutlichen Wochenverlust eingefahren.

    Zu Wochenbeginn ging es am Montag beim DAX zunächst in den Keller. Neue Jahrestiefstände wurden markiert. Doch dann sorgten Schnäppchenjäger für Kursgewinne. Am Tagesende beendete der DAX den Handel mit einem Gewinn von 0,3 Prozent. Am Dienstag sorgte ein schwacher ZEW-Frühindikator für ein Absacken – zeitweise notierte das Deutsche Aktienbarometer 1,3 Prozent im Minus. Durch die Unterstützung einer robusten Wall Street beendete der DAX jedoch den Handel mit einem Tagesgewinn von 0,2 Prozent. Schwache Konjunkturdaten aus den USA trübten das Bild jedoch am Mittwoch und von der Wall Street gab es keine Unterstützung. Der DAX beendete daraufhin den Handel mit deutlichen Kursverlusten von 2,9 Prozent. An diesem Tag gingen alle Aktien aus dem DAX mit Tagesverlusten aus dem Handel. Am Donnerstag setzte der DAX die Talfahrt zunächst fort. Sorgen um die Wirtschaft in der Eurozone führten zu panikartigen Verkäufen. Zeitweise notierte der DAX deutlich unter 8.400 Punkten und damit auf dem tiefsten Niveau seit einem Jahr. Am Nachmittag sorgten jedoch Aussagen der US-Notenbank über eine mögliche Fortsetzung der Liquiditätsversorgung für Erleichterung auf dem Parkett. Am Tagesende beendet der DAX den Handel noch mit einem Gewinn von 0,1 Prozent. Am Freitag kam es dann zu einer kompletten Gegenbewegung. Der DAX legte 3,1 Prozent zu und beendete damit den Handel mit einem außerordentlich hohen Kursgewinn. An diesem Tag beendeten alle DAX-30-Aktien den Tag mit Handelsgewinnen.

    Unter den DAX-Aktien legten vor allem die konjunktursensiblen Aktien besonders deutlich zu. An der Spitze der Gewinner sind Papiere aus dem Automobilsektor zu finden. Ein weiter fallender Ölpreis sorgte hier für eine besonders gute Stimmung unter den Börsianern. Die Dividendenpapiere von Continental legten in diesem Marktumfeld mit 9,1 Prozent Wochengewinn besonders deutlich zu. Die Continental-Aktien gingen bei einem Stand von 151,65 Euro aus dem Handel. Auch die Papiere der Deutschen Lufthansa profitieren von den günstigen Ölpreisen. Die Aktie haussierten um 7,2 Prozent auf 11,66 Euro. Deutliche Kursgewinne von jeweils 6 Prozent verzeichneten auch die Automobilhersteller. Aktien von Volkswagen legten 9,05 Euro auf 160 Euro zu und Daimler verteuerten sich um 5,96 Euro auf 59,35 Euro.

    Weniger gut entwickelten sich dagegen die Papiere der konservativen Branchen. Auch die Aktien aus dem Finanzsektor konnten sich nicht der guten Marktentwicklung anschließen. Aktien der Deutschen Bank bilden mit einem Wochenverlust von 4,8 Prozent das Schlusslicht beim DAX. Ebenfalls deutlich nach unten ging es bei RWE. Der Kurs verlor 4,7 Prozent auf 26,46 Euro. Aktien von Henkel gaben um 2,7 Prozent auf 74,99 Euro nach.

    Nachdem in der vergangenen Woche die Kurse stark zwischen Kursverlusten und Kursgewinnen schwankten, stehen mit der aktuellen Berichtssaison die Unternehmen auch in den kommenden Wochen im Vordergrund. Letzte Woche reagierte der Markt stark auf Meldungen zur schwachen Konjunktur in Europa. Sollte sich dies im Zahlenwerk der Unternehmen in den nächsten Wochen widerspiegeln, stellt sich die Frage, ob die Unternehmensergebnisse am Ende besser oder schlechter als erwartet ausfallen. Darüber hinaus sorgen zahlreiche Konflikte wie z.B. der Kampf gegen den IS für Verunsicherung. Auch die weitere Ausbreitung von Ebola könnte die Weltwirtschaft nachhaltig schwächen. Aus diesen Gründen dürften die kommenden Wochen richtungsweisend für die weitere Kursentwicklung beim DAX sein. Sollte es keine neuen negativen Überraschungen geben, ist von starken Kursgewinnen in den nächsten Wochen auszugehen.

  • Schwächeanfall sorgt für Talfahrt beim DAX – 4,4 Prozent Wochenverlust – Lufthansa, infineon und Siemens mit höchsten Verlusten – Linde und Fresenius legen entgegen dem Trend leicht zu

    Deutlich nach unten ging es in der vergangenen Handelswochen mit den im DAX notierten Wertpapieren. Schwache Konjunkturdaten, die Angst vor einer Rezession in Deutschland sowie deutlich weniger Gewinne bei deutschen Unternehmen haben die Kurse der größten deutschen Aktiengesellschaften zum Teil deutlich nach unten gedrückt. Der DAX ging bei einem Stand von 8.789 Punkten ins Wochenende und hat damit ein neues Jahrestief markiert. Auch auf Sicht der letzten 52 Wochen notiert der Deutsche Aktienindex damit sehr nahe am 52-Wochen-Tief. Auf Wochensicht hat der DAX damit 4,4 Prozent an Wert verloren.

    Nachdem am Montag die guten Arbeitsmarktdaten aus den USA die Märkte stützten und der DAX zunächst gut zulegen konnte, sorgten schwache Auftragseingänge für Kursverluste gegen Handelsende. Am Montag wurde damit der Handel mit einem leichten Gewinn von 0,2 Prozent beendet. Als am Dienstag schwache Produktionsdaten der deutschen Wirtschaft veröffentlicht wurden und zusätzlich einige Analysten die Wachstumsprognosen für Deutschland senkten, ging es mit den Kursen beim DAX deutlich nach unten. Am Dienstag verlor der DAX 1,3 Prozent und am Mittwoch ging es erneut um 1 Prozent nach unten. Nachdem am Donnerstag die Börsianer Hoffnungen auf die Notenbanken setzen, die aufgrund der Eintrübung ihre Kapitalzufuhr weniger stark einschränken, startete der DAX mit rund 100 Punkten Kursgewinn in den Tag. Nach einem valotilen Handelsverlauf blieb zum Tagesende jedoch nur noch ein Plus von 0,1 Prozent. Zum Wochenschluss bauten sämtliche Börsianer ihre Aktienpositionen ab. Der DAX brach um 2,4 Prozent ein.

    Unter den DAX-Aktien verloren vor allem die Papiere aus konjunktursensiblen Bereichen. An die Spitze der Wochenverlierer setzten sich die Papiere der Deutschen Lufthansa. Das Unternehmen hat gleich mit mehreren Problemen gleichzeitig zu kämpfen. Nach dem Pilotenstreik könnte in den nächsten Tagen der Streik bei der Cargo-Tochter fortgesetzt werden. Die Konjunktureintrübung wirkt sich schnell auf das Reiseverhalten aus und belastet damit das Fluggeschäft sowie die zunehmende Ausbreitung von Ebola. Die Aktie der Deutschen Lufthansa verlor im Wochenverlauf 9,3 Prozent auf 10,88 Euro. Eine Umsatzwarnung des US-Konkurrenten Microchip Technologies hat die infineon-Aktie deutlich einbrechen lassen. Die Aktie des deutschen Speicherchipherstellers verlor 9,2 Prozent und ging mit 7,17 Euro aus dem Handel. Siemens-Aktien gehören mit einem Wochenverlust von 9 Prozent auf 83,60 Euro als Schwergewicht im DAX ebenfalls zu den Verlieren.

    Gegen den Trend nach oben ging es dagegen bei Linde. Die Aktie legte 0,6 Prozent auf 149,10 Euro zu. Gesucht waren auch weniger konjunkturabhängige Papiere wie Fresenius und Henkel, die in dem aktuellen Umfeld kaum verändert aus dem Handel gingen. Eine Kaufempfehlung für Fresenius-Papiere aus dem Hause der Deutschen Bank sorgte für eine entsprechend stabile Kursentwicklung mit einem Wochengewinn von 0,5 Prozent auf 39 Euro. Henkel-Aktien mit einem Wochenverlust von 0,4 Prozent auf 77,08 Euro gehören ebenfalls zu den Aktien im DAX mit der besten Wochenperformance.

    Nach den starken Kursverlusten vom Freitag ist es entscheidend wie der Aktienmarkt am Montag darauf reagiert. War dies eine Übertreibung und damit eine gute Chance für einen Einstieg oder muss man sich für die nächsten Wochen auf Kursverluste einstellen. In der Tat sind schwache Konjunkturdaten veröffentlicht worden, welche die Verluste auslösten. Allerdings steht die Berichtssaison erst am Anfang. Sollten die Ergebnisse der einzelnen Unternehmen weniger schwach als damit nun befürchtet ausfallen, die Prognosen über den Erwartungen liegen und zu Entspannungen an den Krisenherden der Welt wie dem Ukraine-Konflikt und den IS-Kämpfen führen, könnte das Pendel schnell in die andere Richtung ausschlagen und der DAX wieder in Richtung neue Allzeithochs marschieren. Diese beiden möglichen Szenarien sollten daher im Hintergrund betrachtet werden um die Aktienengagements entsprechend kurzfristig zu platzieren.

  • DAX legt 1,5 Prozent zu – adidas, Bayer und Deutsche Telekom legen deutlich zu – SAP, HeidelbergCement und Lufthansa verlieren dagegen an Wert

    Weiter nach oben ging es beim DAX in der vergangenen Handelswoche. Das Kursplus gegenüber dem Stand der Vorwoche beträgt 1,5 Prozent. Damit gelang dem DAX in einem schwierigen Umfeld ein Kursanstieg von 148 Punkten auf 9.799 Punkten. Im Wochenverlauf notierte der Aktienindex bereits deutlich oberhalb von 9.800 Punkten. Dieses Niveau konnte jedoch nicht bis zum Handelsschluss gehalten werden.

    Der Start in die Woche war zunächst uneinheitlich. Einem Kursplus von 0,1 Prozent vom Montag folgte am Dienstag ein Verlust von 0,3 Prozent, bevor es am Mittwoch dann wieder um 0,3 Prozent nach oben ging. Insgesamt überwog die Unsicherheit im Vorfeld der am Mittwoch Abend stattfindenden US-Notenbanksitzung, von der sich Börsianer genauere Aussagen zur Zinsentwicklung erwarten. Außerdem sorgte das Referendum in Schottland über einen möglichen Austritt aus dem Vereinigten Königreich sowie der große Verfallstag am Freitag für Zurückhaltung zu Wochenbeginn. Nachdem die US-Notenbanker einem schnellen Ende der Niedrigzinsphase eine Absage erteilten, ging es am Donnerstag kräftig nach oben. Der DAX legte alleine an diesem Tag 1,4 Prozent zu. Wenig Veränderung am Tagesende brachte dagegen der Verfallstag am Freitag. Der DAX stieg am Ende um 1 Punkt nachdem das Kursplus im Tagesverlauf schon deutlicher war.

    Unter den DAX-Aktien setzten sich die Papiere von adidas mit einem Wochengewinn von 8,5 Prozent an die Spitze. Beim Herzogenauracher Sportartikelhersteller herrscht die Hoffnung, dass es nun wieder aufwärts geht und das Unternehmen die richtigen Entscheidungen trifft. Nach einer schwachen Geschäftsentwicklung hat die Aktie in den vergangenen Monaten deutlich an Wert verloren. Seit Jahresbeginn notiert adidas 25 Prozent schwächer. Mit dem aktuellen Kursanstieg kletterte die adidas-Aktie wieder über die 60 Euro Marke und kostet aktuell 61,96 Euro. Bayer plant die Kunststoffsparte Material Sciences in eine eigene Gesellschaft auszulagern. Damit würde man sich bei Bayer rein auf das margenträchtige Pharma- und Agrargeschäft konzentrieren und das konjunkturanfällige Kunststoffgeschäft reduzieren. Den Aktionäre gefallen die Bayer-Pläne. Die Bayer-Aktie legte 5,8 Prozent zu und geht bei einem Stand von 112,25 aus dem Handel. Stark entwickelten sich auch die Papiere der Deutschen Telekom mit einem Wochengewinn von 4,6 Prozent auf 12,09 Euro.

    Um 3,7 Prozent nach unten ging es mit den Papieren von SAP. Die Walldorfer Softwareschmiede verlor 2,23 Euro auf 57,63 Euro. Zu schaffen macht dem Unternehmen die Übernahme des amerikanischen Cloud-Anbieters Concur für Reisebuchungen und Abrechnungen. Aktionäre bemängeln weniger die Strategie als vielmehr den Kaufpreis von über 8 Mrd. US-Doller. Um 3,1 Prozent ging es auch mit den HeidelbergCement-Papieren nach unten. Die Aktie ging bei einem Stand von 54,83 Euro aus dem Handel. Obwohl bei Lufthansa ein weiterer Piloten-Streik nach einem neuen Angebot des Arbeitgebers erst einmal abgewendet werden konnte, wollte keiner Lufthansa-Aktien kaufen. Zu unsicher ist der derzeitige Tarifkonflikt. Die Aktien von Lufthansa gingen 37 Cent günstiger bei 13,15 Euro aus dem Handel.

    Nachdem die vergangene Woche erfreulich verlief, ist dem Aktienmarkt auch in den nächsten Tagen Einiges zuzutrauen. Die politischen Konflikte scheinen nicht weiter zu eskalieren, die Konjunktur läuft weiter gut, Höchststände an den amerikanischen Aktienmärkte sind eine gute Ausgangslage und auch die Zinsen werden nicht kurzfristig ansteigen. Dieser Cocktail dürfte dazu führen, dass Investments in Aktien weiter beliebt bleiben. Wir gehen daher davon aus, dass der Deutsche Aktienmarkt in den nächsten Wochen weitere Gewinne einfährt und damit bald wieder oberhalb von 10.000 Punkten notiert und neue Allzeithochs erklimmt.

  • Starke Wochenperformance beim DAX mit 2,7 Prozent Gewinn – deutliche Kursgewinne bei Continental, Deutsche Lufthansa und Deutsche Post – adidas einzige Aktie mit Kursverlusten

    Mit einer starken Performance hat der DAX die jüngsten Tiefstkurse hinter sich gelassen und neue Impulse setzen können. Der Deutsche Aktienindex legte im Wochenverlauf um 247 Punkte zu und verteuerte sich damit um 2,7 Prozent. Nach diesen Kursgewinnen geht der DAX bei einem Stand von 9.339 Punkten ins Wochenende. Bereits am Montag konnten die Aktienmärkte deutlich zulegen. Erholt vom Ukraine-Schock haussierten die Aktien um 1,9 Prozent. Das Ausbleiben neuer Hiobsbotschaften liessen den DAX auch am Dienstag kräftig nach oben klettern. Der DAX legte um ein weiteres Prozent zu und hat sich damit mittlerweile um 5 Prozent von den Tiefständen der jüngsten Korrektur erholt. Leichte Gewinnmitnahmen schickten den DAX am Mittwoch um 0,2 Prozent nach unten. Gute Ergebnisse des Einkaufsmanagerindex sorgten auch am Donnerstag für eine gute Stimmung auf dem Parkett. Der DAX konnte 0,9 Prozent zulegen und ging mit 9.402 Punkten in den Feierabend. Am Freitag sorgte der Ukraine-Konflikt wieder für Verunsicherung und liess den DAX um 0,7 nachgeben.

    Von der Erholung in der Vorwoche profitierten vor allem die Papiere von Continental, die mit einem Wochengewinn von 6,4 Prozent den Handel beendeten. Die Aktie des Automobilzulieferers profitiert besonders vom Stimmungsumschwung der zukünftigen Konjunkturentwicklung. Der Kurs legte um 9,85 Euro auf einen Stand von 163,30 Euro zu. Eine gute Woche ging auch für die Papiere der Deutschen Lufthansa, der Deutschen Post, Volkswagen und der Commerzbank zu Ende, die jeweils um 4 Prozent zulegen konnten.

    Unter den 30 DAX-Aktien gibt es mit adidas lediglich ein Dividendenpapier, das gegen den Trend leicht an Wert verlor. Der Kurs des Herzogenauracher Sportartikelhersteller gab um 1,7 Prozent auf 58,29 Euro nach. Börsenprofis machen einen Artikel der FAZ für den Kursrutsch bei adidas verantwortlich, der die hohen Marketingausgaben des Unternehmens kritisierte. Mit den geringen Kursgewinnen zählen die Papiere der Münchener Rück sowie von E.on und Deutscher Telekom ebenfalls zu den Wochenverlieren der vergangenen Woche.

    Nach der Stabilisierung in der vergangenen Woche hat sich die Situation beim DAX wieder verbessert. Der DAX konnte mit den jüngsten Kursgewinnen die Skeptiker positiv überraschen. Damit wird die Kursentwicklung in der kommenden Woche weiter von der aktuellen Entwicklung bei den Unternehmen und an den Krisenherden der Welt beeinflusst sein. Sollte sich die Entspannung im Irak und der Ukraine fortsetzen, sind weitere Kursgewinne sehr wahrscheinlich.

  • DAX mit 0,9 Prozent Wochengewinn nach Berg- und Talfahrt – starke Wochengewinne bei adidas, HeidelbergCement und Lufthansa-Papieren – Kursverluste dagegen bei Henkel, Fresenius und SAP

    Mit einem Wochengewinn von 0,9 Prozent hat der DAX die vergangene Handelswoche beendet und damit 83 Punkte zugelegt. Der Anstieg verhalf dem DAX zu einem Wochenschlussstand von 9.093 Punkten. Damit konnte der Aktienmarkt wieder deutlicher über der Marke von 9.000 Punkten notieren. So gut der Anstieg aus Wochensicht auch aussieht, war die Entwicklung im Wochenverlauf viel spannender und  unsicherer, wohin die Reise beim DAX letztendlich hingeht. Ein täglich wechselndes Auf und Ab sorgte für starke Kursschwankungen.

    Am Montag ging es mit einem Tagesgewinn von 1,9 Prozent kräftig nach oben. Aktienanalysten der UBS sehen deutsche Aktien im europäischen Vergleich besonders günstig bewertet und raten zum Kauf. Ein schwacher Frühindikator des ZEW-Institutes sowie schwache Unternehmensdaten von Henkel verunsicherten die Märkte wieder. Der DAX verlor 1,2 Prozent. Gute Quartalszahlen von E.on sowie steigende Einzelhandelsumsätze in den USA wurden mit DAX-Gewinnen von 1,4 Prozent am Mittwoch begleitet. Ein Rückgang beim deutschen Bruttoinlandsprodukt von 0,2 Prozent spiegelt eine Reduzierung der Wirtschaftsleistung wider. Diese negative Nachricht belastete den DAX, versöhnliche Worte des russischen Präsidaten Putin zum Ukraine-Konflikt liessen insgesamt die Aktien jedoch um 0,2 Prozent steigen. Am Freitag notierte der DAX lange im Plus und alles sah nach einem versöhnlichen Wochenausklang aus, doch die Rhetorik im Ukraine-Konflikt verschärfte sich. Für den DAX ging es binnen weniger Minuten nach unten, so dass am Ende ein Tagesverlust von 1,4 Prozent in den Büchern stand.

    Trotz dieser hohen Schwankungen gelang es den Papieren von adidas im Wochenverlauf um 4,6 Prozent zuzulegen. Nachdem die Aktie in der Vorwoche bereits deutlich eingebrochen ist, sorgen nun Schnäppchenjäger für Kursgewinne. Die Aktie ging bei einem Stand von 59,30 Euro aus dem Handel. Aktien des Zementherstellers HeidelbergCement legten um 4,4 Prozent auf 55,07 Euro zu. Diskussionen über Erleichterungen für die Luftfahrtbranche führten zu Kursgewinnen bei der Deutschlen Lufthansa. Die Aktie verteuerte sich um 4,1 Prozent auf 12,66 Euro.

    Gegen den Trend nach unten ging es mit den Papieren von Henkel. Nach schwachen Quartalszahlen und einem negativen Ausblick wegen des Wegfalls der Russland-Geschäfte schickten Börsianer die Henkel-Papiere auf Talfahrt. Der Kurs gab um 2,4 Prozent auf 79,07 Euro nach. Die weniger konjunktursensiblen Aktien standen in der vergangenen Woche nicht in der Gunst der Anleger. So verloren Fresenius 0,8 Prozent auf 35,72 Euro, SAP gaben um 0,6 Prozent auf 56,60 Euro nach und Fresenius Medical Care verbilligen sich um 0,5 Prozent auf 51,18 Euro. Die Verluste hielten sich damit jedoch in allen Fällen immer noch in engen Grenzen.

    Nach den starken Schwankungen der vergangenen Tage ist davon auszugehen, dass sich auch in der kommenden Woche kein eindeutiger Trend ableiten lässt. Momentan sind die Märkte sehr unsicher und dies spiegelt sich in der Kursentwicklung der Aktien wider. Je nach politischer Entwicklung an den Krisenherden wie Ukraine, Gaza und Irak kann es schnell Kursgewinne oder Verluste geben. Da die Berichtssaison langsam dem Ende entgegen geht, ist von dieser Seite nicht viel zu erwarten. Unter diesen Bedingungen erwarten wir für die kommenden Handelstage eher kurzfristig ausgelöste Schwankungen, auf die nur dann zu reagieren ist, wenn eine größere Meldung hinter der Marktentwicklung steckt.

  • Schwarze Woche für den DAX – Aktienindex verliert 6,6 Prozent – lediglich FMC mit 2,6 Prozent Wochengewinn im Plus – adidas verliert mehr als 20 Prozent, zweistellige Kursverluste bei Lufthansa und E.on

    Nach dem Wochenverlust von 4,5 Prozent in der Vorwoche legte der DAX mit einem Wochenverlust von 6,6 Prozent  in den vergangenen 5 Handelstagen noch einen oben drauf. Damit beträgt der Kursverlust alleine innerhalb der letzten beiden Wochen mehr als 10 Prozent. Nur noch mit Mühe notiert der DAX oberhalb der Marke von 9.000 Punkten. Am Freitag ging es im Tagesverlauf kräftig nach unten. Der Markt machte kurz vor 8.900 Punkten halt und drehte zum Wochenschluss wieder leicht nach oben. Zum Wochenende notiert der DAX bei 9.009 Punkten.

    Schwache Konjunkturdaten aus Europa, ein Rückgang der deutschen Industrieproduktion, ein schwacher ifo-Frühindikator sowie zahlreiche politische Konflikte haben die Börsen auf Tauchstation geschickt. Luft mit minimalen Erholungsbewegungen holte der DAX nur vereinzelt. Von einer wirklichen Erholung konnte dabei jeweils keine Rede sein. Zu stark sind die Börsianer derzeit von den Kriegen in der Ukraine, im Irak und dem Gaza-Gebiet negativ beeinflusst. Der Ausbruch des Ebola-Erregers in Afrika sorgt ebenfalls für Unsicherheit und könnte mittelfristig negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung haben.

    Unter den DAX-Aktien gibt es mit Fresenius Medical Care lediglich eine Aktie mit einem Wochengewinn. Die positive Geschäftsentwicklung liess den Kurs der Aktie gegen den Trend um 2,6 Prozent auf 51,44 Euro steigen. Analystenempfehlungen trieben den Kurs weiter an. Leicht im Minus und damit ebenfalls ganz vorne bei der Betrachtung der Wochengewinner sind die Papiere von K+S mit einem Wochenverlust von 1,4 Prozent auf 23,16 Euro und die Deutsche Börse mit einem Kursrückgang um 3 Prozent auf 52,39 Euro.

    Richtig in den Keller ging es dagegen mit den Papieren von adidas. Nachdem das Unternehmen letzte Woche eine Gewinnwarnung veröffentlichte, hagelte es nun negative Analysteneinschätzungen. Die Aktie verlor 20,4 Prozent und kostet damit nur noch 56,70 Euro. Die adidas-Aktie ist damit das Schlusslicht im DAX mit einem Kursverlust von mehr als 30 Prozent auf Sicht von einem Jahr. Aktien der Deutschen Lufthansa gaben um 16,1 Prozent auf 12,16 Euro nach. Die europäischen Fluggesellschaften leiden derzeit unter den von Rußland angedrohten Überflugsverboten über Sibirien. Dies würde die Fluggesellschaften zu zeitintensiven und teuren Flugrouten zwingen. E.on-Papiere verbilligten sich um 10,2 Prozent auf 13,15 Euro.

    Nach den starken Kursverlusten der beiden letzten Wochen wäre es eigentlich Zeit für eine kurze Erholung. Die Nachrichtenlage ist derzeit weiterhin negativ und das Stimmungsumfeld sehr angeschlagen, allerdings könnten in dem aktuellen Umfeld bereits einzelne positive Nachrichten zu einer Gegenbewegung führen. Ob dies dann mittelfristig anhält, ist derzeit schwer vorhersehbar. Allerdings haben die Chancen auf einen Kursgewinn in der kommenden Woche deutlich zugenommen.

  • DAX verliert 4,5 Prozent in nur einer Woche – Kurseinbruch bei adidas, starke Verluste für Lufthansa und HeidelbergCement – positive Entwicklung bei Fresenius, Fresenius Medical Care und Deutsche Telekom

    Eine schwarze Woche mit einem Verlust von 4,5 Prozent erlebte der deutsche Aktienindex. Die Krise in der Ukraine, ein schwacher ifo-Geschäftsklimaindex und eine durchwachsene Berichtssaison schickten die deutschen Standardaktien auf Talfahrt. Der DAX verlor damit innerhalb der letzten fünf Handelstage 434 Punkte und ging bei einem Stand von 9.210 Punkten aus dem Handel. Bereits am Montag rauschten die Kurse kräftig in den Keller. Konjunktursorgen sowie die Sanktionen gegen Russland haben die Aktionäre verunsichert. Am Dienstag liessen gute Unternehmensdaten sowie ein gestiegenes Verbrauchervertrauen in den USA die Kurse kurzfristig steigen. Doch bereits an den folgenden Tagen ging es zum Teil kräftig nach unten. Am Mittwoch verlor der DAX 0,6 Prozent, am Donnerstag ging es um 1,9 Prozent nach unten und am Freitag rauschte der DAX um 2,1 Prozent nach unten.

    Unter den DAX-Aktien kamen die Dividendenpapiere von adidas unter die Räder. Der Kurs brach um 18,1 Prozent ein. Nachdem der Sportartikelhersteller nach der Fußball-WM noch mit positiven Meldungen überraschte, sorgte eine Gewinnwarnung für Ernüchterung. Dem Unternehmen macht das Golfgeschäft sowie der starke Euro zu schaffen. Die Aktie ging bei einem Stand von 58,35 Euro aus dem Handel. Damit notiert die Aktie 12,90 Euro unter dem Stand der Vorwoche. Aktien der Deutschen Lufthansa wurden ebenfalls verkauft. Hier sorgten Einmaleffekte wie der Pilotenstreik sowie der starke Euro für eine Delle im Ergebnis. Lufthansa-Papiere verbilligten sich im Wochenverlauf um 9,5 Prozent und sind damit nur noch 13,13 Euro wert. Der Gewinn bei HeidelbergCement lag 20 Prozent unter den Erwartungen der Börsianer. Auf dem Parkett wurde die Aktie mit einem Verlust von 7,3 Prozent abgestraft. Die Aktie ging bei einem Stand von 53,99 Euro aus dem Handel.

    Ein überzeugendes Zahlenwerk hat dagegen für Kursgewinne bei Fresenius gesorgt. Sowohl die Aktie der Fresenius legte gegen den Trend mit 2,9 Prozent deutlich zu auf 111,35 Euro als auch die Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care verteuerten sich um 1,3 Prozent auf 50,79 Euro. Bei der Deutschen Telekom kommt Bewegung in den Verkauf der US-Tochter. Dies sorgt für Freude bei den Aktionären und liess den Kurs im Wochenvergleich lediglich um 0,3 Prozent nachgeben. Die T-Aktie kostet damit 12,09 Euro.

    Der Markt erscheint aktuell ziemlich angeschlagen. Momentan überwiegen die negativen Nacrichten und kaum jemand ist bereit in Deutsche Aktien zu investieren. Die starken Konjunkturdaten aus den USA sorgen verstärkt dafür, dass Anleger Gelder in Deutschland abziehen und in US-Aktien anlegen. Zusätzlich sorgt die starke Konjunkturentwicklung in den USA dafür, dass die Notenbank dort bald die Zinsen stärker anheben dürfte. Dies könnte des Ende der Niedrigzinsphase einläuten. An den Aktienmärkten dürfte es damit in den nächsten Wochen weiter sehr nervös zugehen. Die aktuelle Empfehlung lautet daher zunächst zuschauen und falls der Trend dreht, ganz schnell wieder einsteigen.