Schlagwort: Versorger

  • Rabenschwarze DAX-Woche – Index verliert 5,5 Prozent und fällt unter 12.000 Punkte – Kaufkurse oder Verkaufskurse – Berichtssaison könnte neue Kaufargumente liefern

    In der vergangenen Woche beendete der DAX seinen Aufwärtstrend. Der von einigen Börsianern erwartete, vielleicht auch erhoffte Kursrücksetzer ist mit einem Wochenverlust von 5,5 Prozent eingetreten. Bei einem Stand von 11.689 Punkten ging der DAX 686 Punkte tiefer aus dem Handel. Damit notiert der Aktienindex der 30 größten deutschen Aktiengesellschaften wieder unter der 12.000er Marke, nachdem in der Vorwoche noch neue Allzeithochs markiert wurden.

    Griechenland verunsichert – hohe Tagesverluste zum Wochenende

    Beim Start in die neue Handelswoche sorgten schwache Konjunkturdaten aus China bereits am Montag für Verunsicherung. Das Reich der Mitte vermeldete einen Rückgang sowohl bei den Importen als auch den Exporten. Mit einem Tagesverlust von 0,3 Prozent sorgte dies für nicht allzu großes Aufsehen. Mehr im Mittelpunkt stand dagegen eine sich anbahnende Vertrauenskrise um den VW-Chef Winterkorn. Nachdem am Dienstag auch aus den USA schwache Einzelhandelsumsätze die Märkte verunsicherten, ging es am Aktienmarkt um 0,9 Prozent nach unten. 4 Punkte Tagesgewinn und damit unverändert ging der DAX am Mittwoch aus dem Handel. Unsicherheiten um die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands und einen damit verbundenen möglichen Austritt aus dem Euro sorgten am Donnerstag für heftige Reaktionen an den Aktienmärkten. Der DAX fuhr einen Tagesverlust von 1,9 Prozent ein. Dieser Trend setzte sich am Freitag mit einem Tagesverlust von 2,6 Prozent fort. Die Kurse waren einfach nur am Fallen.

    Versorger gegen den Trend ganz vorne

    Während der Gesamtmarkt deutlich an Wert verlor ging es auch mit den meisten Aktien nach unten. Mit E.on gibt es lediglich eine Aktie, die sich den Kursverlusten entziehen konnte. Die Versorger-Aktie legte gegen den Trend 0,9 Prozent zu und ging bei einem Stand von 14,45 Euro ins Wochenende. Mit den geringsten Verlusten von 3 Prozent folgen Beiersdorf und RWE mit einem Wochenverlust von 3,1 Prozent.

    Belastung für Chemiewerte und Finanzsektor

    Am meisten unter der Griechenland-Sorge und einer möglichen Konjunkturabschwächung leiden derzeit die Exportwerte sowie Banken. An der Spitze der Verlierer liegt der Chemiesektor. Bayer gaben um 8,7 Prozent auf 133,50 Euro nach und BASF verbilligten sich um 7,8 Prozent auf 89,18 Euro. Banken leiden unter möglichen Abschreibungen ihres Griechenlandengagements. Deutsche Bank verloren 7,2 Prozent auf 30,70 Euro.

    Kaufkurse oder Verkaufskurse – Berichtssaison könnte neue Kaufargumente liefern

    Nachdem in den vergangenen Wochen einfach ein Kaufrausch an der Börse herrschte ist nun Ernüchterung eingetreten. Die Frage ist, was der DAX nun macht. Die Fakten sehen zumindest so aus, dass der DAX nur einen kleinen Teil seiner Gewinne abgegeben hat und langfristig der Wochenverlust gar nicht sichtbar ist. Die Aktien sind einfach zu schnell gestiegen und nun gab es Gründe für eine kleine Korrektur oder Verschnaufpause. Vielleicht auch einfach nur etwas Luft holen um danach den Anstieg fortzusetzen.

    Die Argumente liegen noch immer auf dem Tisch: Aktien sind moderat bewertet und es fehlt an Anlagealternativen. Die Zentralbanken sorgen mit viel Liquidität weiter für Kaufargumente und der schwache Euro unterstützt die Industrie. Mit der beginnenden Berichtssaison haben es nun die Unternehmen selbst in der Hand die Kurse weiter steigen zu lassen. Sollten die Zahlen über den Erwartungen liegen, wird die Griechenland-Sorge schnell wieder aus den Nachrichten verschwinden und stattdessen der DAX neue Allzeithochs feiern.

  • DAX beendet siebte Woche in Folge mit Kursgewinnen – 3,2 Prozent Wochengewinn – Allzeithoch über der 11.400er Marke – Fresenius, FMC und die Versorger E.on und RWE an der DAX-Spitze – Deutsche Lufthansa und Continental mit Wochenverlusten

    Der Deutsche Aktienmarkt beendete die vergangene Handelswoche mit neuen Rekordmarken. Der DAX stieg um 3,2 Prozent und notiert damit bei einem neuen Allzeithoch von 11.402 Punkten. Damit legte der DAX die siebte Woche in Folge zu. Alleine im Februar betrug der gute 700 Punkte.

    DAX steigt über Marke von 11.400 Punkte und legt die siebte Woche in Folge zu

    Gleich zu Wochenbeginn sorgte die Grundsatzeinigung Griechenlands für einen positiven Start in die neue Woche. Der DAX legte am Montag um 0,7 Prozent zu. Auch am Dienstag legten die Aktienmärkte 0,7 Prozent zu und erzielten damit neue Rekordmarken. Ein geänderter Ausblick der US-Notenbank erwartet nun nicht zwangsläufig Zinserhöhungen, was sich positiv auf Aktien auswirkt. Zur lange erwarteten Verschnaufspause kam es dann am Mittwoch. Eine Korrektur blieb jedoch aus. Der DAX trat auf der Stelle und legte nur 5 Punkte zu. Bereits am Donnerstag setzte der DAX den Aufwärtstrend nach positiven Arbeitsmarktdaten und einer günstigen Verbraucherstimmung fort und legte 1 Prozent zu. Den letzten Handelstag im Februar beendete der DAX auf neuen Höchstständen nach einem Tagesgewinn von 0,7 Prozent.

    Fresenius, FMC und die Versorger E.on und RWE an der DAX-Spitze

    Gute Geschäftsergebnisse von Fresenius und der Dialyse-Tochter FMC haben die Kurse der Gesundheitsaktien weiter nach oben getrieben. Das Unternehmen hat 2014 mehr verdient und die Prognosen für das laufende Jahr überzeugten die Analysten. Daraufhin gab es einige Kaufempfehlungen für die beiden Aktien. Der Mutterkonzern Fresenius legte im Wochenverlauf 7,3 Prozent auf 51,18 Euro zu und FMC verteuerte sich um 14 Prozent auf 73,17 Euro. Eine Einschränkung der Emissionszertifikate für zu einer Wertsteigerung. Die beiden Versorger E.on und RWE besitzen eine größere Menge dieser Zertifikate und deren Aktienkurs legte daraufhin deutlich zu. E.on-Papiere kletterten um 8,3 Prozent auf 14,44 Euro und RWE stiegen um 6,9 Prozent auf 24,95 Euro.

    Deutsche Lufthansa und Continental mit Wochenverlusten

    Um 1,4 Prozent ging es bei den Dividendenpapiere der Deutschen Lufthansa nach unten. Die Aktie beendete den Handel bei einem Stand von 13,10 Euro. Um 0,9 Prozent schwächer gingen die Papiere von Continental aus dem Handel. Hier führten Börsenhändler Gewinnmitnahmen als Ursache an. Aktien von Continental kosten aktuell 213,30 Euro.

    Wann fällt die 12.000er Marke?

    Ab März wird die EZB die Märkte mit Zentralbankgeld fluten. Jetzt stellt sich die Frage für alle Börsianer, ob damit die Kurse weiter steigen oder ob die bisherigen Gewinne übertrieben waren? Die nächsten Tage werden somit einen Eindruck von der zukünftigen Kursentwicklung an den Aktienmärkten geben, da auszugehen ist, dass diese Gelder zu einem großen Teil an den Aktienmarkt fließen werden. Für zusätzliche Kursgewinne an den deutschen Aktienmärkten sorgt die Stärke der deutschen Wirtschaft und der damit bereits verbundende Wechsel einiger Investoren von Amerika nach Europa.

  • DAX erzielt vierte Woche in Folge Gewinne – 1,4 Prozent Plus in der letzten Handelswoche – Volkswagen, Commerzbank und Deutsche Bank legen deutlich zu – Deutsche Lufthansa, Fresenius und Versorger notieren im Minus

    Mit einem erneuten Wochengewinn hat der DAX die vierte Woche in Folge im Plus beendet. Die Dynamik hat zwar deutlich nachgelassen, aber dennoch reicht es für weitere Kursgewinne und damit zu neuen Allzeithöchstständen. Zum Wochenschluss schloss der Deutsche Aktienindex DAX bei einem Stand von 10.846 Punkten und notiert damit 152 Punkte über dem Schlusskurs der Vorwoche. Dies entspricht einem Wochengewinn von 1,4 Prozent. Am Mittwoch ging die Begeisterung für deutsche Aktien zurück und der Aktienmarkte legte nur noch 0,2 Prozent zu.

    DAX mit guten Tagesgewinnen – zum Wochenende hin setzten Verluste ein

    Gleich zu Beginn der Woche startete der DAX mit einem starken Handelstag in die neue Woche. Der Aktienmarkt trotzte politischen Unsicherheiten wie der Griechenland-Krise und dem Ukraine-Konflikt. Auch schwache Einkaufsmanagerindizes aus den USA und China konnten die gute Stimmung nicht trüben. Der DAX legte am Montag 1,3 Prozent auf 10.828 Punkte zu. Am Dienstag kletterte der DAX auf einen neuen Höchststand von 10.985 Punkten. Am Tagesende blieb nur noch ein Gewinn von 0,6 Prozent auf 10.891 Punkte. Während am Donnerstag der DAX kaum verändert 6 Punkte verlor, betrug der Tagesverlust am Freitag 0,5 Prozent. Zum Wochenschluss fehlten dem DAX schliesslich Impulse für weitere Gewinne. Ein guter US-Arbeitsmarktbericht sorgte zwar für gute Laune, allerdings zogen die Zinsen an den Anleihemärkten in den USA deutlich an. Eine höhere Rendite bei Anleihen führt gleichzeitigzu verstärktem Anlegerinteresse und damit zu weniger Nachfrage nach Aktien.

    Volkswagen, Commerzbank und Deutsche Bank legen deutlich zu

    Für die deutschen Automobilbauer läuft es derzeit richtig rund. Aktien von Volkswagen profitierten unter diesem guten Umfeld mit einem Wochengewinn von 8 Prozent und gingen 15,95 Euro höher aus dem Handel. Damit notiert der Kurs für eine VW-Aktie bei 214,25 Euro. Die Kursverluste aus der Vorwoche sind somit wieder vergessen. Aktien der Commerzbank konnten die Verluste der Vorwoche ebenfalls weitgehend ausbügeln und legten 5,4 Prozent auf 11,25 Euro zu. Aktien der Deutschen Bank profitierten trotz schwacher Unternehmenszahlen und legten 5 Prozent auf 27,08 Euro zu.

    Deutsche Lufthansa, Fresenius und Versorger notieren im Minus

    Der etwas anziehende Ölpreis belastet die Aktie der Deutschen Lufthansa genauso wie die erneuten Streikdrohungen von Gewerkschaften. Dies drückte den Aktienkurs im Wochenverlauf um 7,9 Prozent auf 13,86 Euro nach unten. Die deutschen Versorger können sich nach einem Gerichtsurteil keine Hoffnung mehr auf eine Erstattung der Brennelementesteuer machen. Aktien von RWE verloren 5,4 Prozent auf 23,29 Euro und E.on gaben um 4,3 Prozent auf 13,13 Euro nach. Nach unten ging es auch bei Fresenius mit einem Wochenverlust von 5,3 Prozent. Trotz weiterhin gut laufender Geschäfte sorgte ein Kommentar über eine mögliche Fusion von Konkurrenten in den USA dafür, dass der Wettbewerb für die Fresenius-Tochter Kabi härter werden könnte. Dies veranlasste Aktionäre Gewinne bei Fresenius mitzunehmen.

    DAX vor der Trendwende?

    Nach den starken Kursgewinnen in den vergangenen Wochen wurde die Luft beim DAX zunehmend dünner. Oberhalb von 10.900 Punkten konnte sich der DAX nicht nachhaltig halten und ein Sprung über die 11.000er Marke endete kurz vor dieser symbolischen Marke. Dies zeigt, dass der Markt aktuell vorsichtig agiert. Bei negativen Nachrichten könnte dies auch schnell in die andere Richtung umschlagen und den DAX kräftiger an Wert verlieren lassen. Ein starker Kursverlust innerhalb weniger Tage wäre nach dem steilen Anstieg seit Dezember nicht überraschend.

  • DAX seit Jahrebeginn 1,6 Prozent im Minus – Merck, Henkel und K+S sind die ersten Wochengewinner in 2015 – Versorger fahren Verluste ein und Lanxess leidet unter negativen Analystenmeinungen – Bullenbrief rät: Liquidität erhöhen

    Nach starken Tagesgewinnen und auch Tagesverlusten hat der DAX nach Ablauf der ersten vollen Handelswoche einen klassischen Fehlstart für das Jahr 2015 hingelegt. Der DAX verlor seit dem Jahresendstand von 2014 genau 157 Punkte und ging damit bei einem Stand von 9.649 Punkten ins Wochenende. Der Verlust des laufenden Jahres beträgt damit 1,6 Prozent. 

    Ölpreis, Euro und Konjunkturindikatoren belasten Aktienmärkte

    Gleich am Montag ging es beim DAX in den Keller. Der Tagesverlust zum Wochenauftakt beträgt 3 Prozent. Der Ölpreis gab erneut deutlich nach. Außerdem sorgten Diskussionen um den Verbleib Griechenlands im Euro-Raum sowie ein schwacher Euro für Verunsicherung. Die Sorge vor einer Deflation in Europa beschleunigte die Tagesverluste. Am Dienstag gab es nach dem Ausverkauf vom Montag kaum Veränderungen und am Mittwoch erholten sich die Märkte mit einem Tagesgewinn von 0,5 Prozent. Ein guter US-Arbeitsmarktbericht sowie eine Stabilisierung der Ölpreise sorgten für Entspannung. Dies sorgte am Donnerstag für weitere Gewinne und die sich abzeichnende Ölrpeisstabilisierung liess den DAX kräftig um 3,4 Prozent nach oben schießen. Bereits am Freitag war die Party schon wieder vorbei. Der DAX gab mehr als die Hälfte der Gewinne des Vortages wieder ab und verlor 1,9 Prozent, nachdem der Ölpreis wieder ins Rutschen kam. Außerdem belastet die schwächer als erwartet ausgefallene Industrieproduktion. Auch der US-Arbeitsmarktbericht offenbarte bei genauerer Betrachtung negative Punkte. So war der Stellenaufbau zwar überzeugend, allerdings zu Lasten fallender Löhne.

    Merck, Henkel und K+S sind die ersten Wochengewinner in 2015

    Von den 30 DAX-Aktien setzten sich die Papiere von Merck mit einem Wochengewinn 5,8 Prozent an die Spitze des DAX-Feldes. Dem Pharma-Konzern gelang es trotz eines unsicheren Umfeldes deutliche Kurssteigerungen einzufahren. Der aktuelle Kurs für eine Merck-Aktie berägt 82,29 Euro. Mit Henkel setzt sich ein weiteres Unternehmen der eher konjunkturunabhängigen Firmen an die Spitze. Die Henkel-Aktie legte 4,8 Prozent zu und ging bei einem Stand von 92,43 Euro aus dem Handel. Auch die K+S-Aktie konnte sich dem negativen Stimmungsfeld entziehen und gegen den Trend 4,8 Prozent auf 23,75 Euro zulegen. Die sonst für Kursschwankungen eher anfällige K+S-Aktie hält sich damit die letzten Wochen relativ stabil.

    Versorger fahren Verluste ein – Lanxess leidet unter negativen Analystenmeinungen 

    Den höchsten Wochenverlust mit einem Rückgang um 9,1 Prozent auf 34,46 Euro verzeichneten die Papiere von Lanxess. Auf die Aktie hagelt es seit Tagen negative Analystenkommentare und Abstufungen ein. Diese negtive Stimmung spiegelt sich in der aktuellen Kursentwicklung wieder. Einmal mehr leiden die Versorger-Aktien unter dem fallenden Ölpreis. RWE und E.on kamen deutlich unter die Räder und verloren 7,6 bzw. 7,0 Prozent. Damit sind die RWE-Papiere nur noch 23,72 Euro wert. E.on-Aktien kosten aktuell 13,04 Euro.

    Ölpreisentwicklung bestimmt derzeit die Aktienmarktentwicklung – Empfehlung für Liquiditätsaufbau

    Momentan hängt die Kursentwicklung der Dividendenpapiere direkt an der Entwicklung des Ölpreises. Fällt der Ölpreis weiter, hat dies negative Auswirkungen auf den Aktienmarkt. So lange diese Korrelation anhält, wird der DAX nicht auf eigenen Beinen stehen und entsprechend schnell nach oben und unten ausbrechen. Allerdings ist davon auszugehen, dass es sich hier nur um einen vorübergehenden Zustand handelt. Wir gehen davon aus, dass der Ölpreis mit den aktuellen Kursen ein Tief erreicht hat und sich auf diesem stabilisieren wird. Möglicherweise geht es auch wieder etwas nach oben. Wir können uns allerdings auch gut vorstellen, dass die 100 US-Dolar Marke nicht so schnell wieder erreicht wird. Viel bedeutender für die Entwicklung beim DAX dürfte dann die Sorge um eine Deflation in Europa und die Entwicklung der Konjunktur sein. Da wir hier nicht zu viel in 2015 erwarten, dürfte es beim DAX höchstens zu einer leichten Erholung reichen. Daher empfehlen wir bei stärkeren Kursgwinnen im DAX Liquidität durch Verkäufe aufzubauen.

  • Rabenschwarze Woche beim DAX mit 5 Prozent Wochenverlust und 500 Punkten Kursverlust – Euroschuldenkrise und Konjunktursorgen belasten Aktienmärkte – Henkel legt leicht zu, Versorger mit höchsten Verlusten

    Herbe Verluste gab es in der vergangenen Woche beim DAX. Der Deutsche Aktienindex verlor 4,9 Prozent und notiert damit 492 Punkte unter dem Schlusskurs der Vorwoche. Die 10.000er Marke ist damit wieder in weite Ferne gerückt. Aktuell notiert der DAX bei 9.595 Punkten.

    Euroschuldenkrise und schwache Daten zur Industrieproduktion belasten die Märkte

    Am Montag ist der DAX noch mit einem Tagesgewinn von 0,2 Prozent in die neue Woche gestartet. Obwohl die deutsche Industrieproduktion unter den Erwartungen lag, blieb die Stimmung auf dem Parkett noch gut. Am Dienstag sorgten Gewinnmitnahmen im großen Stil für einen Tagesverlust von 2,2 Prozent. Bei den Anlegern rückt die Euroschuldenkrise wieder in den Fokus. Die vorgezogene Präsidentschaftswahl könnte die Vereinbarungen mit der Troika ins Wanken bringen. In Athen verlor der Aktienmarkt 13 Prozent an Wert. Etwas Entspannung gab es dann am Mittwoch mit einem leichten Tagesgewinn von 0,1 Prozent bzw. 0,6 Prozent Tagesgewinn am Donnerstag. Erfreuliche US-Konjunkturdaten wirkten positiv an der Börse. Insbesondere starke Einzelhandelsumsätze kamen gut auf dem Parkett an. Sorgen um die Konjunktur nach schwachen Daten zur Industrieproduktion in Europa und China führten zu einem hohen Tagesverlust von 2,7 Prozent beim DAX.

    Henkel einzige Aktie mit Wochengewinn – FMC mit geringstem Wochenverlust

    Gute Geschäfte sorgen bei Henkel für Kursgewinne gegen den Trend. Die Aktie des Waschmittelherstellers legte 0,4 Prozent zu und ging bei einem Stand von 89,28 Euro aus dem Handel. Analystenschätzungen mit Kursen von 100 Euro beflügelten die Aktie zusätzlich in einem Umfeld von stark fallenden Aktienkursen. Als weniger anfällige Aktie für Kursschwankungen ist FMC bekannt. In der letzten Woche konnte die Aktie daraus einen Profit schlagen. Mit einem Kursverlust von nur 0,8 Prozent auf 59,10 Euro ist die Aktie unter den Wochengewinnern zu finden.

    Versorger mit hohen Verlusten von fast 10 Prozent

    Der Ölpreis ist weiter deutlich am Fallen. Am Freitag notiert Öl unter der 60. Damit wird der schwache Ölpreis zu einem negativen Faktor für die gesamte Energiebranche. Die sowieso gebeutelten deutschen Energieversorger leiden doppelt darunter. Eine Umstellung der Ermittlung der Dividendenausschüttungen bei RWE sorgt für Verunsicherung, nachdem bereits in der Vergangenheit über Pläne zu Dividendenkürzungen berichtet wurde. Aktien von RWE liegen mit einem Wochenverlust von 9,3 Prozent ganz vorne. E.on folgen dicht dahinter mit einem Verlust von 8,7 Prozent.

    Wie weit fällt der DAX noch?

    Mit der aktuellen Konsolidierung scheint die Jahresendrally erst einmal vorbei zu sein. Zu stark ist derzeit die Verunsicherung. Schwache Konjunkturdaten, Griechenland im erneuten Fokus der Euroschuldenkrise sowie die weitere Eskalation des Russlandkonfliktes sind Rahmenbedingungen die nicht für ein Investment in Unternehmensbeteiligungen sprechen. Selbst der Mangel an Anlagealternativen lassen die Kurse nicht unendlich in den Himmel wachsen. Ob es damit mit der Jahreendrally für dieses Jahr endgültig vorbei ist, lässt sich noch nicht sagen. Mit den hohen Verlusten der letzten Tage ist jedoch Einiges an Vertrauen in den Aktienmarkt verloren gegangen. Momentan scheint auch das Ende der Korrektur noch nicht absehbar. Dies spricht für ein mögliches Ende der Jahresendrally. Weitere Kursverluste in den nächsten Tagen sind damit auch wahrscheinlicher als eine Gegenbewegung. Es ist daher durchaus davon auszugehen, dass der DAX weiter an Wert verliert und auch unter die Marke von 9.000 fallen wird. Ob es weit tiefer geht, lässt sich jetzt noch nicht abschätzen, wäre jedoch keine große Überraschung mehr.

  • DAX verliert 0,4 Prozent im Wochenverlauf – zweite Woche mit Kursverlusten – adidas, Merck und Deutsche Telekom legen gegen den Trend zu – RWE, Commerzbank und E.on mit höchsten Kursverlusten

    Nach dem Wochenverlust von 0,4 Prozent in der Vorwoche setzt der DAX die Kursverluste fort und hat auch an den vergangenen Handelstagen einen Wochenverlust von 0,4 Prozent eingefahren. Damit geht der Deutsche Aktienindex die zweite Woche in Folge mit Verlusten aus dem Handel. Der Kursrückgang beträgt 39 Punkte und der Schlusskurs vom Freitag liegt bei 9.253 Punkten.

    Fehlende Impulse und schwache Konjunktur in Europa

    Neue Rekordhochs bei den Aktinindizes in den USA sorgten am Montag auch für Kursgewinne in Europa. Der DAX ging zu Wochenbeginn mit einem Tagesplus von 0,7 Prozent aus dem Handel. Fehlende Impulse und die schwache Konjunktur in Europa sorgen dafür, dass der DAX nicht richtig nach oben ausbrechen kann. Aber die Aussicht auf eine lockere Geldpolitik durch die EZB begrenzt das Risiko nach unten. Die Kursbewegungen am Dienstag waren mit einem Tagesgewinn von 0,2 Prozent entsprechend gering. Nach einer vierwöchigen Kursrally an der Wall Street ging dem Dow Jones die Puste aus. Dies hatte auch Folgen für den DAX. Ein kleiner Ausverkauf führte zu Tagesverlusten von 1,7 Prozent. Am Donnerstag drehte sich das Blatt wieder und der DAX legte 0,4 Prozent zu. Zum Wochenschluss am Freitag gab es keine nennenswerte Bewegung mit einem Tagesgewinn von 4 Punkten.

    Gute Unternehmensdaten beflügeln – Wochengewinner: adidas, Merck und Deutsche Telekom

    Aktien des Sportartikelherstellers adidas gehören in der vergangenen Woche mit einem Plus von 6 Prozent zu den Wochengewinnern. Auf der chinesischen Onlineplattform boomt das Geschäft für adidas. Diese Meldungen verteuerten den Börsenkurs auf Wochensicht um 3,57 Euro auf 63,10 Euro. Hervorragende Geschäftszahlen sorgen auch bei Merck für steigende Kurs. Die Merck-Aktie legte um 4,5 Prozent zu und ging bei einem Stand von 74,29 Euro aus dem Handel. Im Zuge positiver Vodafone-Zahlen legen die Papiere der Deutschen Telekom zu. Die T-Aktie gewinnt 3,9 Prozent und kostet damit 12,51 Euro an der Börse.

    Sinkende Strompreise belasten die Versorger – RWE, Commerzbank und E.ON auf Verliererseite

    Schwache Strompreise und die Aussicht auf fallende Dividenden haben auf die Kurse bei den Energieversorgern gedrückt. Im Wochenverlauf verloren die Papiere von RWE mit einem Kursverlust von 5,4 Prozent am stärksten. Auch E.ON gaben 4,5 Prozent nach. Damit notieren RWE aktuell bei 26,41 Euro und E.ON kostet nur noch 12,82 Euro. Nur etwas schwächer als E.ON entwickelten sich die Papiere der Commerzbank mit einem Wochenverlust von 4,7 Prozent auf 11,46 Euro. Schwache Ergebnisse der italienischen Banca Popolare di Milano sowie milliardenschwere Strafzahlungen wegen Devisenmanipulationen belasteten den Bankensektor.

    Börsianer erwarten weitere Kursgewinne

    Momentan bewegt sich der DAX in einer engenen Range. Da es weder Impulse für steigende noch für fallende Kurse gibt, ist das Kurspotential derzeit begrenzt. Die schwache Konjunktur in Europa verhindert weitere Kursgewinne während die Aussicht auf eine lockere Geldpolitik durch die EZB das Kursrisiko nach unten absichert. Solange dieser Zustand erhalten bleibt, dürfte es auch beim DAX keine nachhaltige Kursänderung geben. Mittelfristig könnten jedoch der aktuell niedrige Ölpreis sowie der schwache Euro dazu führen, dass sich die Exporte der deutschen Wirtschaft unter diesen Umständen besser entwickeln. Damit würden dann exportstarke deutsche Unternehmen im Fokus stehen und deren Aktienkurse dürften sich mittelfristig positiv entwickeln.