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  • DAX springt locker über die 10.000er Marke auf ein neues Allzeithoch und legt in der letzten Handelswoche 1,1 Prozent zu – E.on und infineon legen deutlich zu – adidas dagegen Verlierer der Woche

    Mit neuen Höchstständen hat der DAX die vergangene Börsenwoche beendet. Nachdem der Start in die Woche zunächst eher verhalten war, sprang der DAX am Freitag kräftig an und kletterte ohne Mühe über die Marke von 10.000 Punkte. Dabei markierte er ein neues Allzeithoch und beendete den Handel bei 10.087 Punkten.

    Gute deutsche Konjunkturdaten und eine lockere Geldpolitik durch die EZB sorgen für Kursgewinne

    Am Montag und Dienstag gab der DAX um 0,2 Prozent bzw. 0,3 Prozent jeweils leicht nach. Viele Marktteilnehmer glaubten zu diesem Zeitpunkt an ein Ende der Jahresendrally und sahen eher Gewinnmitnahmen. E.on überraschte am Montag die Märkte mit einer geplanten Abspaltung eines Unternehmensteils und entfachte damit ein Kursfeuerwerk bei den E.on-Aktien. Auch am Mittwoch testete der DAX die 10.000er Marke, schloss am Handelsende jedoch unter dieser psychologischen Marke. Neue Höchststände beim Dow Jones sorgten auch für Gewinne beim DAX, der mit einem Tagesgewinn von 0,4 Prozent aus dem Handel ging. Die EZB-Sitzung sorgte am Donnerstag für Enttäuschung unter den Händlern. Der DAX brach um 1,2 Prozent ein und beendete den Handel bei 9.851 Punkten. Gute Auftragseingänge der deutschen Wirtschaft lösten dagegen am Freitag ein erneutes Kursfeuerwerk aus. Der DAX lag am Handelsende 2,4 Prozent höher als am Vortag.

    Konjunkturzyklische Aktien legen deutlich zu – E.on und infineon mit über 8 Prozent Wochengewinn

    Die Idee einer Abspaltung des Unternehmensteils von der E.on, der sich um die Energieherstellung kümmert, sorgte für viel Fantasie bei den Aktionären. Die E.on-Aktie legte im Wochenverlauf um 8,5 Prozent auf 15,46 Euro zu. Starke Unternehmensdaten aus dem Speicherchipsektor führten zu Käufen bei infinen, die mit 8,1 Prozent nur unwesentlich schwächer als E.on notierten. Ganz vorne unter den Wochengewinnern rangieren auch die Titel von Continental aufgrund eines starken Automobilsektors. Die Aktie des Automobilzulieferers Continental legte um 4,5 Prozent auf 176,85 Euro zu.

    adidas verlieren nach Abstufung 6,3 Prozent, ansonsten kaum Verluste

    Aktien des Sportartikelherstellers adidas gaben nach einer Abstufung um 6,3 Prozent auf 60,44 Euro nach. Ein schwacher Chemiesektor erwischt auch Lanxess, die um 1,3 Prozent verloren und bei einem Stand von 39,41 Euro aus dem Handel gingen. Aktien der Commerzbank gaben um 1,1 Prozent nach. Alle weiteren Aktien mit Wochenverlusten gaben um weniger als 1 Prozent nach.

    Geht die Jahresendrally nun weiter?

    Nachdem der DAX bereits kurzfristig über die 10.000er Marke gestiegen war, ging es am Donnerstag plötzlich um mehr als 1 Prozent nach unten. Der DAX ist damit sogar unter die 9.900er Marke gefallen. Im Tagesverlauf hat es sogar noch schlechter ausgesehen. Auslöser für diesen Rückgang war die EZB-Sitzung. Dies zeigt, wie anfällig die Märkte momentan an. Aktuelle Konjunkturdaten aus Deutschland sind sehr gut. Europa veröffentlicht dagegen auch schon schwache Daten, in Asien sind die Zeiten unendlichen Wachstums auch vorbei und die USA erleben einen neuen Konjunkturboom. Schwache Frühindikatoren lassen bereits erste Alarmglocken auch für die deutsche Wirtschaft klingeln. Da die Börse immer die Zukunftsaussichten vorweg nimmt, baut der Kursaufschwung derzeit auf die lockere Geldpolitik der Notenbanken und die fehlende Alternative für Geldanlagen. Ob dies allerdings für weitere Kursgewinne ausreicht? Deshalb sollte man die eigene Depotstrategie sehr genau überlegen und ruhig mal wieder Gewinne mitnehmen. Die Bullenbrief-Redaktion sieht derzeit einige der beschriebenen Anzeichen, die bald dafür sorgen könnten, dass in einigen Wochen die Aktien auf einem deutlich niedrigeren Niveau wieder zurückgekauft werden können.

  • 2,6 Prozent Wochengewinn im DAX – ifo-Index überrascht positiv – Lufthansa, RWE, Deutsche Bank und E.on mit höchsten Gewinnen – infineon mit Verlusten am Ende der Gewinnerliste

    Der Deutsche Aktienindex knüpft an die Gewinne der Vorwoche an und hat an den vergangenen fünf Handelstagen ebenfalls ordentlich zugelegt. Der DAX stieg um 2,6 Prozent bzw. 248 Punkte auf 9.981 Punkte und hat damit nur knapp den Sprung über die 10.000er Marke verfehlt.

    Starker ifo-Index und Signale der EZB sorgen für Kursgewinne

    Zu Wochenbeginn setzte der DAX die positive Entwicklung auf dem Börsenparkett fort. Der DAX legte bereits am Montag um 0,5 Prozent zu. Beflügelt wurden die Märkte durch einen überraschend starken ifo-Index. Das Barometer zur Vorhersage der möglichen Konjunkturentwicklung ist von 103,2 auf 104,7 Punkte gestiegen. Wegen sinkender Aufträge und schwacher Exporte hatten Analysten die positiven Ausblicke nicht erwartet und wurden auf dem falschen Fuß erwischt. Auch die Bereitschaft der EZB weitere geldpolitische Maßnahmen zur Förderung der Konjunktur in Europa sorgen für ein positives Aktienumfeld und die derzeit laufende Jahresendrally. Auch an den folgenden Tagen kletterte der DAX jeweils zwischen 0,6 und 0,8 Prozent. Ein Anstieg bis knapp unter die 10.000er Marke folgte am Donnerstag. Dem DAX fehlten nur noch 7 Punkte und damit notiert der DAX so hoch wie zuletzt im Juli. Zum Wochenende ging dem DAX jedoch die Puste aus. Am letzten Handelstag der Woche legte der DAX nur noch 6 Punkte zu.

    Starke Konjunktur und ein schwacher Ölpreis – Lufthansa, RWE und Deutsche Bank gewinnen

    Die starke Konjunktur in Deutschland wird durch einen niedrigen Ölpreis und einen schwächeren Euro beflügelt. Mit dem fallenden Ölpreis steht Energie günstiger zur Verfügung was geringere Kosten verursacht. Ein schwächerer Euro sorgt zusätzlich für günstige Preise der heimischen Produkte, die außerhalb des Euroraumes verkauft werden. Deshalb verwundert es nicht, dass die Aktie der Deutschen Lufthansa mit 7,1 Prozent deutlich zulegen konnte. Kerosin ist ein großer Kostenblock bei den Fluggesellschaften. Diese Kosten dürften mit dem schwachen Ölpreis zukünftig geringer ausfallen. Der Kurs der Lufthansa-Aktie stieg um 95 Cent auf 14,35 Euro. Auf einem Investorentag wurde die Angst der Analysten genommen, dass RWE die Dividende kürzen könnte. Dies sorgte für Ruhe auf dem Börsenparkett und liess die RWE-Papiere um 6,3 Prozent auf 29,13 Euro steigen. Der Wettbewerber E.on legte mit 5,4 Prozent Wochengewinn auf 14,25 Euro nur unbedeutend weniger stark zu. Eine starke Konjunktur sorgt auch für Gewinne bei den Banken. Die Dividendenpapiere des Branchenprimus Deutsche Bank verteuerten sich um 5,4 Prozent auf 26,28 Euro.

    infineon mit 3 Prozent Verlust Wochenverlierer

    Bei infineon sorgt eine hausgemachte Schwäche für Kursverluste. Der Speicherchiphersteller hat für das vergangene Quartal hervorragende Umsatz- und Gewinnzahlen vorgelegt und damit die Analystenschätzungen übertroffen. Für das laufende Quartal werden jedoch Rückgänge erwartet. Die Börsianer straften damit infineon-Papiere ab, die 25 Cent auf 7,88 Euro nachgaben. Nach einer starken Kursentwicklung im vergangenen Monat gab es bei adidas leichte Gewinnmitnahmen. Der Kurs gab in der vergangenen Woche 1,9 Prozent auf 64,50 Euro nach. Eine Erholung gab es auch bei K+S. Der Kalihersteller legte in der Vorwoche mehr als 10 Prozent zu und ging am Freitag mit einem Verlust von 1,4 Prozent ins Wochenende.

    Wann steigt der DAX über die 10.000 Punkte Marke?

    Nachdem es mit der Konjuntur und den Ergebnissen der DAX-Unternehmen weiter gut läuft, dürfen auch die Notierungen der Aktien steigen, ohne dass es zu einer Überteuerung kommt. Fehlende Anlagemöglichkeiten durch historische Tiefstände bei den Anlagezinsen lassen vermehrt Gelder in den Aktienmarkt fließen. Alleine schon aus diesen Gründen muss es mit dem DAX weiter nach oben gehen. Und da die 10.000er Marke nur noch 19 Punkte entfernt liegt, dürfte diese bereits in der kommenden Woche wieder überschritten werden. Die Jahresendrally ist damit im vollen Gange und neue Allzeithochs dürften in den nächsten Wochen zur täglichen Berichterstattung in den Nachrichten gehören.

  • Schwächeanfall sorgt für Talfahrt beim DAX – 4,4 Prozent Wochenverlust – Lufthansa, infineon und Siemens mit höchsten Verlusten – Linde und Fresenius legen entgegen dem Trend leicht zu

    Deutlich nach unten ging es in der vergangenen Handelswochen mit den im DAX notierten Wertpapieren. Schwache Konjunkturdaten, die Angst vor einer Rezession in Deutschland sowie deutlich weniger Gewinne bei deutschen Unternehmen haben die Kurse der größten deutschen Aktiengesellschaften zum Teil deutlich nach unten gedrückt. Der DAX ging bei einem Stand von 8.789 Punkten ins Wochenende und hat damit ein neues Jahrestief markiert. Auch auf Sicht der letzten 52 Wochen notiert der Deutsche Aktienindex damit sehr nahe am 52-Wochen-Tief. Auf Wochensicht hat der DAX damit 4,4 Prozent an Wert verloren.

    Nachdem am Montag die guten Arbeitsmarktdaten aus den USA die Märkte stützten und der DAX zunächst gut zulegen konnte, sorgten schwache Auftragseingänge für Kursverluste gegen Handelsende. Am Montag wurde damit der Handel mit einem leichten Gewinn von 0,2 Prozent beendet. Als am Dienstag schwache Produktionsdaten der deutschen Wirtschaft veröffentlicht wurden und zusätzlich einige Analysten die Wachstumsprognosen für Deutschland senkten, ging es mit den Kursen beim DAX deutlich nach unten. Am Dienstag verlor der DAX 1,3 Prozent und am Mittwoch ging es erneut um 1 Prozent nach unten. Nachdem am Donnerstag die Börsianer Hoffnungen auf die Notenbanken setzen, die aufgrund der Eintrübung ihre Kapitalzufuhr weniger stark einschränken, startete der DAX mit rund 100 Punkten Kursgewinn in den Tag. Nach einem valotilen Handelsverlauf blieb zum Tagesende jedoch nur noch ein Plus von 0,1 Prozent. Zum Wochenschluss bauten sämtliche Börsianer ihre Aktienpositionen ab. Der DAX brach um 2,4 Prozent ein.

    Unter den DAX-Aktien verloren vor allem die Papiere aus konjunktursensiblen Bereichen. An die Spitze der Wochenverlierer setzten sich die Papiere der Deutschen Lufthansa. Das Unternehmen hat gleich mit mehreren Problemen gleichzeitig zu kämpfen. Nach dem Pilotenstreik könnte in den nächsten Tagen der Streik bei der Cargo-Tochter fortgesetzt werden. Die Konjunktureintrübung wirkt sich schnell auf das Reiseverhalten aus und belastet damit das Fluggeschäft sowie die zunehmende Ausbreitung von Ebola. Die Aktie der Deutschen Lufthansa verlor im Wochenverlauf 9,3 Prozent auf 10,88 Euro. Eine Umsatzwarnung des US-Konkurrenten Microchip Technologies hat die infineon-Aktie deutlich einbrechen lassen. Die Aktie des deutschen Speicherchipherstellers verlor 9,2 Prozent und ging mit 7,17 Euro aus dem Handel. Siemens-Aktien gehören mit einem Wochenverlust von 9 Prozent auf 83,60 Euro als Schwergewicht im DAX ebenfalls zu den Verlieren.

    Gegen den Trend nach oben ging es dagegen bei Linde. Die Aktie legte 0,6 Prozent auf 149,10 Euro zu. Gesucht waren auch weniger konjunkturabhängige Papiere wie Fresenius und Henkel, die in dem aktuellen Umfeld kaum verändert aus dem Handel gingen. Eine Kaufempfehlung für Fresenius-Papiere aus dem Hause der Deutschen Bank sorgte für eine entsprechend stabile Kursentwicklung mit einem Wochengewinn von 0,5 Prozent auf 39 Euro. Henkel-Aktien mit einem Wochenverlust von 0,4 Prozent auf 77,08 Euro gehören ebenfalls zu den Aktien im DAX mit der besten Wochenperformance.

    Nach den starken Kursverlusten vom Freitag ist es entscheidend wie der Aktienmarkt am Montag darauf reagiert. War dies eine Übertreibung und damit eine gute Chance für einen Einstieg oder muss man sich für die nächsten Wochen auf Kursverluste einstellen. In der Tat sind schwache Konjunkturdaten veröffentlicht worden, welche die Verluste auslösten. Allerdings steht die Berichtssaison erst am Anfang. Sollten die Ergebnisse der einzelnen Unternehmen weniger schwach als damit nun befürchtet ausfallen, die Prognosen über den Erwartungen liegen und zu Entspannungen an den Krisenherden der Welt wie dem Ukraine-Konflikt und den IS-Kämpfen führen, könnte das Pendel schnell in die andere Richtung ausschlagen und der DAX wieder in Richtung neue Allzeithochs marschieren. Diese beiden möglichen Szenarien sollten daher im Hintergrund betrachtet werden um die Aktienengagements entsprechend kurzfristig zu platzieren.