Schlagwort: Deutsche Börse

  • DAX gibt bei sehr volatilem Handel 3,8 Prozent auf 11.058 Punkte nach – Nur K+S und Deutsche Börse beenden die Handelswoche mit Kursgewinnen – Griechenland-Referendum könnte neues Potential im DAX freisetzen

    Mit dem Wochenverlust von 3,8 Prozent ist fast der gesamte Kursgewinn der Vorwoche wieder verflogen. Der DAX gab bei einem äußerst volatilen Handelsverlauf 434 Punkte ab und ging bei einem Stand von 11.058 Punkten ins Wochenende. Damit konnte der DAX immerhin die 11.000er Marke wieder retten.

    DAX gibt bei sehr volatilem Handel 3,8 Prozent auf 11.058 Punkte nach

    Am Montag sorgte das von Griechenland angekündigte Referendum für panikartige Verkäufe. Im Tagestief notierte der DAX bei 10.964 Punkten – am Tagesende blieb ein Verlust von 3,6 Prozent auf der Kurstafel stehen. Am Dienstag setzte sich die Achterbahnfahrt fort, der DAX schwankte erneut sehr stark und ging mit einem Tagesverlust von 1,2 Prozent aus dem Handel. Eine mögliche Kehrtwende in der Griechenlandkrise sorgte am Mittwoch für steigende Kurse. Es gab Berichte wonach die griechische Regierung die Sparauflagen größtenteils akzeptieren würde. Doch bereits nach kurzer Zeit gab es erneute Zweifel und der DAX gab einen Teil der Gewinne wieder ab. Am Tagesende blieb ein Gewinn von 2,2 Prozent. Am Donnerstag und Freitag gab es keine großen Bewegungen mehr. Der DAX gab um 0,7 bzw. 0,4 Prozent nach. Mit dem US-Feiertag am Freitag blieb der Börsenumsatz schwach und in Europa warten die Marktteilnehmer ganz gespannt auf den Ausgang des Referendums in Griechenland über die Akzeptanz der Sparauflagen am kommenden Sonntag.

    Nur K+S und Deutsche Börse beenden die Handelswoche mit Kursgewinnen

    Im Übernahmepoker um K+S durch den kanadischen Wettbewerber Potash ging es für den Kasseler Düngemittelhersteller um weitere 2,7 Prozent nach oben. Die K+S-Geschäftsleitung hatte das Angebot von 40 Euro als zu niedrig zurückgewiesen. Potash legte mit einem Angebot in Höhe von 41 Euro in bar nach. Der Kurs zog darauf auf 38,66 Euro an und sollte somit weiteres Potential haben, sofern die Übernahmegespräche nicht ins Stocken geraten. Nahezu unverändert ging die Deutsche Börse mit einem Gewinn von 0,4 Prozent auf 77,33 Euro aus dem Handel. Die starken Schwankungen wegen der Griechenlandkrise führen derzeit zu starken Umsätzen an den Börsen und lassen damit die Kasse des Börsenbetreibers klingeln.

    Telekom, infineon und Bayer verlieren mehr als 5 Prozent

    Ohne dass es aktuelle Meldungen gab, reihten sich die Papiere von Deutsche Telekom, infineon und Bayer am Ende der Kursliste des DAX mit Wochenverlusten von mehr als 5 Prozent ein. Aktien der Deutschen Telekom gaben um 5,5 Prozent auf 15,39 Euro nach, Dividendenpapiere von infineon verbilligten sich um 5,4 Prozent auf 11,19 Euro und Bayer gaben um 5,3 Prozent auf 125,85 Euro nach.

    Griechenland-Referendum könnte neues Potential im DAX freisetzen

    Der Ausgang des Griechenland-Referendums könnte neues Potential im DAX freisetzen. Je nachdem wie die Volksabstimmung ausfällt, könnte damit eine neue Richtung vorgegeben werden. Werden die Sparauflagen durch die Bevölkerung abgelehnt, muss Griechenland nicht zwangsläufig den Euroraum verlassen. In allen anderen Fällen könnte das Ergebnis ein Mißtrauen gegenüber der amtierenden Regierung ausdrücken und damit der Hoffnung auf Neuwahlen neue Nahrung geben. Nach dem Zickzack-Kurs der vergangenen Wochen wären Neuwahlen mit einer stabilen Regierung das Beste für das krisengeschüttelte Land und damit auch das Beste für die Geldgeber. Schließlich können nur mit verlässlichen Partnern erfolgreiche Geschäfte gemacht werden und damit zu steigenden Kursen und Erfolg an der Börse führen.

  • DAX mit Wochenverlust von 1,9 Prozent auf 11.197 Punkte – Mit Deutscher Börse, Deutsche Bank und Allianz notieren lediglich drei Papiere im Plus – K+S, Daimler und Beiersdorf mit höchsten Kursverlusten

    Einen Wochenverlust von 1,9 Prozent gab es in der vergangenen Woche beim DAX zu verbuchen. Der Aktienindex der 30 größten deutschen Aktiengesellschaften verlor damit 217 Punkte und ist auf 11.197 Punkte abgerutscht. Steigende Anleihezinsen, ein starker Euro sowie die Unsicherheit über einen Zahlungsausfall in der Finanzkrise Griechenlands haben die Aktienmärkte negativ beeinflusst. Der DAX hat damit die zweite Woche in Folge Verluste eingefahren und sich weiter von den Höchstständen entfernt.

    DAX mit Wochenverlust von 1,9 Prozent auf 11.197 Punkte

    Am Montag legte der DAX zunächst leicht zu. Der Tagesgewinn betrug 0,2 Prozent. Starke Konjunkturdaten aus den USA lieferten Kaufargumente für den deutschen Aktienmarkt. Ein starker Euro und steigende Zinsen führten bereits am Dienstag zu Kursverlusten im DAX. Während steigende Zinsen Anlagealternativen zur Aktie interessanter erscheinen lassen, sorgt ein starker Euro für kleinere Gewinne bei Exportunternehmen. Beide Faktoren haben sich negativ auf den Aktienmarkt ausgewirkt. Für etwas Beruhigung sorgte am Mittwoch die EZB mit der Fortsetzung des Anleihekaufprogramms. Der Tagesgewinn betrug 0,8 Prozent. Vor allem die Finanzprobleme Griechenlands sorgten am Donnerstag und Freitag für kräftige Verluste im DAX von 0,7 bzw. 1,3 Prozent. Solange hier keine Klarheit herrscht, wird es immer wieder Meldungen über eine mögliche Staatspleite geben, die sich dann auch entsprechend negativ auf die Aktienmärkte auswirkt.

    Mit Deutscher Börse, Deutsche Bank und Allianz notieren lediglich drei Papiere im Plus

    Ein Kaufempfehlung durch Warburg liess den Aktienkurs der Deutschen Börse im Wochenverlauf am stärksten steigen. Das Unternehmen ist gut aufgestellt und bei einem Investorentag in London gelang es dem Börsenbetreiber die Analysten zu überzeugen. Die Aktie der Deutschen Börse ging mit einem Wochengewinn von 1 Prozent auf 73,67 Euro aus dem Handel. Steigende Zinsen spielen dagegen den Finanzwerten in die Karten. Damit ist auch der Wochengewinn von 0,7 Prozent bei der Deutschen Bank auf 27,61 zu erklären. Ähnlich ist die Situation beim Versicherungskonzern Allianz zu sehen, der um 0,3 Prozent auf 143,10 Euro leicht zulegte.

    K+S, Daimler und Beiersdorf mit höchsten Kursverlusten

    An der Spitze der Wochenverlierer versammeln sich vor allem Aktien mit einem hohen Exportanteil. Aufgrund des starken Euros führt dies zu einer Verringerung der Gewinne. Unter den DAX-Titeln gaben die Dividendenpapiere von K+S mit 4,1 Prozent auf 28,45 Euro am stärksten nach. Daimler büsten 4 Prozent ihres Wertes ein und gingen bei einem Stand von 81,85 Euro je Aktie aus dem Handel. 3,9 Prozent Kursverlust stehen bei Beiersdorf in den Büchern.

    Setzt sich die Schaukelbörse fort?

    Nach dem steilen Kursanstieg des DAX prägt seit ein paar Wochen das Auf und Ab das Geschehen beim DAX. Die Schaukelbörse mit teilweise kräftigen Schwankungen ist das Ergebnis zahlreicher Verunsicherungen auf dem Börsenparkett. Vor allem steigende Zinsen, ein starker Euro sowie die ungelöste Finanzierungsfrage Griechenlands belasten derzeit die Anleger auf dem Börsenparkett. Die Unternehmen selbst haben größtenteils sehr gute Quartalsergebnisse veröffentlicht. Somit besteht zumindest aktuell von dieser Seite keine Gefahr.

    Sollten sich allerdings die aktuellen Sorgen auch auf die Geschäftstätigkeit der Unternehmen negativ auswirken, könnte es beim DAX weiter nach unten gehen und sich die Kursverluste sogar verstärken. Aktuell ist es allerdings noch unsicher wie es am Aktienmarkt weitergeht. Genauso gut könnte bei einer Lösung der genannten Probleme der DAX die Fahrt erneut aufnehmen und neue Allzeithöchststände markieren. Auch in einem solchen Fall wäre eine kurzzeitige Verschnaufpause wie sie der DAX momentan durchmacht nicht unüblich und verstärkt nur den Aufwärtstrend.

    Aktuell ist es schwer zu erkennen, welche Richtung der DAX einschlagen wird. Langfristig orientierte Anleger sollten bei Käufen von sicheren Unternehmen in keinem Fall einen Fehler machen. Schließlich kauft man kaum zu wirklichen Tiefstkurs ein und wann es wieder nach oben geht, kann sowieso niemand sagen.

  • DAX verliert 3 Prozent auf 11.454 Punkte – Lufthansa, Deutsche Börse und Volkswagen sind die DAX-Wochengewinner – Strategiewechsel hilft Deutsche Bank Aktie nicht – Wie geht es mit der Konsolidierung weiter

    Nach dem Wochengewinn der Vorwoche ging es in der vergangenen feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche wieder nach unten und damit setzt sich die Achterbahnfahrt des DAX fort. Der Wochenverlust beträgt 356 Punkte bzw. 3 Prozent. Aktuell notiert der DAX bei einem Stand von 11.454 Punkten weiter unter der 12.000er Marke.

    DAX setzt Achterbahnfahrt fort – Wochenverlust von 3 Prozent auf 11.454 Punkte

    Der Start in die neue Handelswoche war zunächst geglückt. Der DAX ging am Montag 1,9 Prozent höher aus dem Handel. Das Ende des Machtkampfes im VW-Konzern zwischen Martin Winterkorn und Ferndinand Piech wurde durch den Rücktritt Piechs beendet. Auch im griechischen Schludenstreit gibt es eine neue Personalie. Die Gespräche mit den Geldgebern des griechischen Staates werden nicht mehr durch den Finanzminister geführt. Beide Veränderungen wurden an der Börse sehr gut aufgenommen. Doch bereits am Dienstag hat sich das Blatt wieder gewendet und der DAX sackte um 1,9 Prozent ab. Auf dem Parkett sprachen die Börsianer lediglich von Gewinnmitnahmen. Ein extrem schwaches US-Bruttoinlandsprodukt sorgte am Mittwoch für einen Kursverfall von 3,2 Prozent. Nachdem 1 Prozent erwartet wurde wuchs die US-Wirtschaft in den ersten drei Monaten des Jahres lediglich um 0,2 Prozent. Daraufhin gerieten besonders die Dividendenpapiere von exportorientierten Unterhnehmen unter die Räder. Wenig Veränderung gab es am Donnerstag. Der DAX stabilisierte sich nach den Verlusten des Vortages und legte 0,2 Prozent zu. Damit ging der Handel ruhig in das verlängerte Wochenende mit dem Feiertag des „Tag der Arbeit“.

    Lufthansa, Deutsche Börse und Volkswagen sind die DAX-Wochengewinner

    Oft ganz unten war in den vergangenen Wochen die Lufthansa-Aktie zu finden. In der letzteen Handelswoche legte die Aktie 1 Prozent auf 12,40 Euro zu. Die Aktie ist bereits stark gefallen – die Geschäfte und der Absturz der Germanwings-Maschine belasten das Papier. Das aktuelle Marktumfeld konnte das Papier daher nicht weiter erschüttern und so ging es gegen den Trend leicht nach oben. Die hohe Volatilität sorgt für steigend Umsätze an den Börsen. Der Börsenbetreiber Deutsche Börse profitiert davon und hat die Zahlen für das laufende Jahr nach einem starken ersten Quartal erhöht. An der Börse kam dies gut an. Die Aktie verlor lediglich 0,6 Prozent auf 74,31 Euro. Und bei VW kehrt nach dem Machtkampf der vergangenen Woche wieder Ruhe ein. Die Aktie notiert 0,7 Prozent schwächer bei 231,45 Euro.

    Strategiewechsel hilft Deutsche Bank Aktie nicht

    Einen herben Verlust von 9 Prozentgab es in der vergangenen Woche für Deutsche Bank Aktionäre. Der Kurs des Frankfurter Kreditinstitutes verlor 2,85 Euro auf 28,72 Euro nachdem der Strategiewechsel über den Verkauf der Postbank bekannt wurde. Börsianern gefiel bei der Entscheidung nicht, dass die Bank weiter an der Universalbank festhalte und der Verkauf der Postbank nicht weit genug gehe. Insgesamt schwächer entwickelte sich der Pharma-Sektor. Darunter litten die Papiere von Merck mit einem Wochenverlust von 8 Prozent auf 96,79 Euro. Unter den Exportwerten gaben die Papiere von infinen mit einem Kursverlust von 7,4 Prozent auf 10,58 Euro am stärksten nach.

    War das die Konsolidierung

    Viele Börsianer fragen sich, ob das nun die lange erwartete Konsolidierung ist und ob sie schon vorbei ist. Interessant dabei ist, dass im Vorfeld jeder von auf mögliche Konsolidierung wartete und jeder darauf hoffte. Jetzt wo sie da ist ist es auch keinem Recht.

    Die aktuellen Kursverluste und insbesondere der Rückgang von 3,2 Prozent am Mittwoch sind ein klares Zeichen für eine Konsolidierung. Dass danach wieder Ruhe eingekehrt ist zeigt, dass die Märkte stabil sind. Insofern dürfte der größte Teil der Konsolidierung bereits überstanden sein. Vielleicht ist damit auch schon das Ende eingeläutet. Wer sich bei dem aktuellen Niveau solide DAX-Aktien ins Depot legt sollte auf jeden Fall in ein paar Jahren seine Freude an den heutigen Einstiegskursen haben.

  • DAX hat Verluste der Vorwoche gut verdaut und legt 2 Prozent zu – wie geht es mit der Jahresendrally nun weiter? – Telekom, Dt. Börse, Continental und SAP gewinnen, Commerzbank, Lufthansa und RWE mit Verlusten

    Starke Schwankungen bestimmten in den vergangenen fünf Handelstagen das Bild. Dabei waren die Schwankungen nicht nur von Tag zu Tag besonders hoch, sondern auch innerhalb eines Tages gab es starke Kursveränderungen. So notiert der DAX vormittags noch im Plus und am Abend wurde der Handel mit einem starken Minus beendet. Auf Wochensicht hat sich der Markt nach den starken Kursverlusten der Vorwochen wieder erholt. Der Wochengewinn beträgt genau 2 Prozent. Damit legte der DAX 192 Punkte zu und notiert aktuell bei 9.787 Punkten.

    Ölpreis- und Rubelverfall sorgen für positive Konjunktureffekte – bergen aber mögliche Risiken

    Wie schon in den Vorwochen verunsichert die Rußland-Krise die Aktienmärkte. Hinzu kommt der immer weitere Verfall des Ölpreises. Mit Preisen von unter 60 USD je Barrel notiert der Preis für das schwarze Gold in der Nähe des 5 Jahres-Tiefs. Da Rußlands Wirtschaft zum größten Teil aus der Ölindustrie besteht, hat ein solcher Preisverfall einen massiven Einfluss auf die dortige Konjunktur. Hinzu kommt, dass aufgrund der Rußland-Krise der Rubel deutlich an Wert verloren hat. Als Gegenmaßnahme erhöhte die russische Zentralbank den Zinssatz von 10 auf 17 Prozent. Da höhe Zinsen jedoch schädlich für die Konjunkturentwicklung sind, bleibt abzuwarten wie sich die Märkte entwickeln werden.

    Am Montag startete der Handel nach den beschriebenen Problemen erst einmal mit kräftigen Verlusten in die neue Woche. Der DAX fiel um 2,7 Prozent auf 9.334 Punkte. Als am Dienstag ein positiver Trend einsetzte und der Rubel sowie Ölpreis sich zu stabilisieren schienen, legten auch die Aktienmärkte wieder zu. Der DAX holte fast die gesamten Kursverluste des Vortages wieder ein und legte im Tagesverlauf 2,5 Prozent zu. Eine kurze Verschnaufpause am Mittwoch führte zu einem Tagesminus von 0,2 Prozent. Nach der Sitzung der US-Notenbank können Börsianer weiter auf Unterstützung hoffen. Diese gute Nachricht führte zu einem starken Tagesgewinn von 2,8 Prozent im DAX. Auch gute Konjunkturdaten wie der ifo und ZEW-Indikator unterstützen die positive Tagesentwicklung. Am Freitag war wieder einmal großer Verfallstag an der Terminbörse, der gewöhnlich unerwartete Kursausschläge hervorrufen kann. Diesmal ging der DAX mit einem leichten Minus von 0,3 Prozent aus dem Handel.

    Deutsche Telekom, Deutsche Börse, Continental und SAP mit mehr als 4 Prozent Gewinn

    Den höchsten Sprung nach oben machen die Papiere der Deutschen Telekom. Die Aktie legte um 4,8 Prozent auf 13,31 Euro zu. Die Gespräche über den Verkauf der mit der France Telekom gemeinsamen Tochter in Großbritannien macht Fortschritte. Neben einem Erlös für den Verkauf des Anteils könnte die Telekom Großaktionär bei British Telekom werden und sich damit die Aussicht auf hohe zukünftige Dividendenzahlungen sichern. Die aktuellen Kursschwankungen führen traditionell zu guten Geschäften bei Börsenbetreibern. Aktien der Deutschen Börse profitieren mit einem Kursanstieg von 4,2 Prozent auf 59,25 Euro. Volle Fahrt voraus heißt es beim Automobilzulieferer Continental. Die Geschäfte laufen prächtig und auch die Aussichten sind rosig. An der Börse legte der Kurs um 4,2 Prozent auf 173,60 Euro zu. Gute Geschäftszahlen von Oracle beflügelten den Wettbewerber SAP. Die Aktie der Walldorfer gewinnt 4,1 Prozent auf 57,86 Euro.

    Commerzbank, Lufthansa und RWE verlieren

    Die Commerzbank leidet unter ihren Rußlandgeschäften. Sollte es hier zu Zahlungsausfällen kommen, dürfte dies die Commerzbank besonders stark belasten. Die Commerzbank zählt in Europa zu den führenden Geldhäusern. Der Kurs der Commerzbank-Aktie geriet in den vergangenen Tagen unter Druck und gab um 4,1 Prozent nach. Damit sind die Kurse für die Commerzbank wieder unter 11 Euro gefallen und notieren bei 10,89 Euro. Ein Auf und Ab gab es bei der Lufthansa-Aktie. Die Kursschwankungen bei der Fluggesellschaft gehen mit der Entwicklung des Ölpreises einher. Fällt dieser, steigt der Kurs bei der Lufthansa, da damit die Kosten für den Flugbetrieb für günstigeres Kerosin die Gewinne sprudeln lassen. Kommt der Ölpreis wieder zurück und wird teurer, tritt genau der gegenteilige Effekt ein und der Kurs der Lufthansa-Aktie verliert an Wert. Negative Analystenkommentare sorgten für Kursverluste bei RWE. Der Kurs gab um 2,9 Prozent auf 26,25 Euro nach.

    Wie geht es weiter mit der Jahresendrally – Zeit um Gewinne mitzunehmen?

    Nach den starken Verlusten in den vergangenen Wochen haben einige Marktteilnehmer mit den Kursgewinnen in den vergangenen Tagen wieder die Rückkehr zur Jahresendrally ausgerufen. Ob damit wieder wirklich alles glänzt, ist mehr als fraglich. Die jüngste Kurserholung ist unserer Ansicht nach zum Einen als Gegenreaktion der überzogen starken Kursverluste sowie der Nachricht der US-Notenbank zu verdanken, die für Aktionäre freundliche Zinspolitik zunächst fortzusetzen. Völlig ausgeblendet werden momentan die Gefahren am Aktienmarkt. So gibt es weiterhin zahlreiche Konfliktherde sowie eine Rezession von Rußland, die sich auch auf andere Märkte ausdehnen wird. Nach wie vor steht Griechenland auf sehr wackeligen Beinen und die Konjunktur in China hat ebenfalls den Glanz einstiger Zeiten verloren. Treten diese Punkte wieder ins Bewusstsein, wird die Jahresendrally schnell vorbei sein. Unter diesen Gesichtspunkten gehen wir davon aus, dass es in absehbarer Zeit wieder günstigere Kurse für einen Einstieg geben wird und die Zeit für Gewinnmitnahmen nicht viel besser werden wird.

  • DAX mit dritter Woche in Folge mit Kursgewinnen – 1,4 Prozent Wochengewinn – Commerzbank, Deutsche Bank und Merck – adidas, Deutsche Börse und Volkswagen mit Verlusten

    In der vergangenen Handelswoche legte der DAX 1,4 Prozent zu und hat damit die dritte Woche in Folge mit Kursgewinnen beendet. Der Anstieg entspricht einem Gewinn von 131 Punkten auf einen Wochenendstand von 9.470 Punkte. Damit hat der DAX rund die Hälfte des Kursverlustes bereits wieder gut gemacht betrachtet man das Rekordhoch bei 10.051 Punkten und das Jahrestief bei 8.903 Punkten.

    Zu Wochenbeginn sorgte die EZB für deutliche Kursgewinne. EZB-Präsident stellt eine lockere Zinspolitik in Aussicht und setzt damit die Zeichen für anhaltend niedrige Zinsen. Zu den großen Gewinnern zählen dadurch konjunktursensible Aktien. Am Montag legte der DAX 1,8 Prozent zu und am Dienstag folgte ein Tagesgewinn von 0,8 Prozent. Ohne Impulse kam es am Mittwoch zu Gewinnmitnahmen. Der DAX verlor mit 0,2 Prozent Tagesverlust leicht an Wert. Am Donnerstag verunsicherte der Ukraine-Konflikt die Börsenmärkte. Der DAX gab um 1,1 Prozent nach. Nahezu unverändert mit einem Tagesverlust von 0,1 Prozent verabschiedete sich der DAX aus dem Freitagshandel.

    Die höchsten Wochengewinne erzielten die Papiere aus dem Finanzsektor. Die in Aussicht gestellte lockere Zinspolitik durch die EZB wirkt sich für das Finanzgewerbe besonders positiv aus. Aktien der Commerzbank legten um 4,3 Prozent auf 11,52 Euro zu und die Dividendenpapiere der Deutschen Bank verteuerten sich um 3,6 Prozent auf 26,04 Euro. Ebenfalls um mehr als 3 Prozent nach oben ging es mit den Aktien von Merck und Bayer aus dem Pharmasektor.

    Weiterhin auf der Verkäuferliste stehen die Aktien von adidas. Der Kurs der Papiere des Sportartikelherstellers gab um 2,1 Prozent auf 57,04 Euro nach. Aktien der Deutschen Börse verloren 1 Prozent auf 54,11 Euro und Volkswagen verbilligten sich um 0,8 Prozent auf 170,85 Euro.

    Ob sich der Aufwärtstrend in der kommenden Woche weiter fortsetzen wird, ist derzeit unklar. Aufgrund des weiter zunehmenden Ukraine-Konfliktes wird es wohl zu weiteren Wirtschaftssanktionen kommen. Dies wirkt sich auch negativ auf die Konjunktur aus und könnte die Märkte weiter verunsichern. Die EZB mit ihrer Zinspolitik sowie die gute aktuelle Wirtschaftslage in den USA mit Höchstständen bei den dortigen Aktienmärkten könnten die positive Kursentwicklung beim DAX weiter unterstützen.

  • Schwarze Woche für den DAX – Aktienindex verliert 6,6 Prozent – lediglich FMC mit 2,6 Prozent Wochengewinn im Plus – adidas verliert mehr als 20 Prozent, zweistellige Kursverluste bei Lufthansa und E.on

    Nach dem Wochenverlust von 4,5 Prozent in der Vorwoche legte der DAX mit einem Wochenverlust von 6,6 Prozent  in den vergangenen 5 Handelstagen noch einen oben drauf. Damit beträgt der Kursverlust alleine innerhalb der letzten beiden Wochen mehr als 10 Prozent. Nur noch mit Mühe notiert der DAX oberhalb der Marke von 9.000 Punkten. Am Freitag ging es im Tagesverlauf kräftig nach unten. Der Markt machte kurz vor 8.900 Punkten halt und drehte zum Wochenschluss wieder leicht nach oben. Zum Wochenende notiert der DAX bei 9.009 Punkten.

    Schwache Konjunkturdaten aus Europa, ein Rückgang der deutschen Industrieproduktion, ein schwacher ifo-Frühindikator sowie zahlreiche politische Konflikte haben die Börsen auf Tauchstation geschickt. Luft mit minimalen Erholungsbewegungen holte der DAX nur vereinzelt. Von einer wirklichen Erholung konnte dabei jeweils keine Rede sein. Zu stark sind die Börsianer derzeit von den Kriegen in der Ukraine, im Irak und dem Gaza-Gebiet negativ beeinflusst. Der Ausbruch des Ebola-Erregers in Afrika sorgt ebenfalls für Unsicherheit und könnte mittelfristig negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung haben.

    Unter den DAX-Aktien gibt es mit Fresenius Medical Care lediglich eine Aktie mit einem Wochengewinn. Die positive Geschäftsentwicklung liess den Kurs der Aktie gegen den Trend um 2,6 Prozent auf 51,44 Euro steigen. Analystenempfehlungen trieben den Kurs weiter an. Leicht im Minus und damit ebenfalls ganz vorne bei der Betrachtung der Wochengewinner sind die Papiere von K+S mit einem Wochenverlust von 1,4 Prozent auf 23,16 Euro und die Deutsche Börse mit einem Kursrückgang um 3 Prozent auf 52,39 Euro.

    Richtig in den Keller ging es dagegen mit den Papieren von adidas. Nachdem das Unternehmen letzte Woche eine Gewinnwarnung veröffentlichte, hagelte es nun negative Analysteneinschätzungen. Die Aktie verlor 20,4 Prozent und kostet damit nur noch 56,70 Euro. Die adidas-Aktie ist damit das Schlusslicht im DAX mit einem Kursverlust von mehr als 30 Prozent auf Sicht von einem Jahr. Aktien der Deutschen Lufthansa gaben um 16,1 Prozent auf 12,16 Euro nach. Die europäischen Fluggesellschaften leiden derzeit unter den von Rußland angedrohten Überflugsverboten über Sibirien. Dies würde die Fluggesellschaften zu zeitintensiven und teuren Flugrouten zwingen. E.on-Papiere verbilligten sich um 10,2 Prozent auf 13,15 Euro.

    Nach den starken Kursverlusten der beiden letzten Wochen wäre es eigentlich Zeit für eine kurze Erholung. Die Nachrichtenlage ist derzeit weiterhin negativ und das Stimmungsumfeld sehr angeschlagen, allerdings könnten in dem aktuellen Umfeld bereits einzelne positive Nachrichten zu einer Gegenbewegung führen. Ob dies dann mittelfristig anhält, ist derzeit schwer vorhersehbar. Allerdings haben die Chancen auf einen Kursgewinn in der kommenden Woche deutlich zugenommen.