Schlagwort: DAX

  • DAX beendet siebte Woche in Folge mit Kursgewinnen – 3,2 Prozent Wochengewinn – Allzeithoch über der 11.400er Marke – Fresenius, FMC und die Versorger E.on und RWE an der DAX-Spitze – Deutsche Lufthansa und Continental mit Wochenverlusten

    Der Deutsche Aktienmarkt beendete die vergangene Handelswoche mit neuen Rekordmarken. Der DAX stieg um 3,2 Prozent und notiert damit bei einem neuen Allzeithoch von 11.402 Punkten. Damit legte der DAX die siebte Woche in Folge zu. Alleine im Februar betrug der gute 700 Punkte.

    DAX steigt über Marke von 11.400 Punkte und legt die siebte Woche in Folge zu

    Gleich zu Wochenbeginn sorgte die Grundsatzeinigung Griechenlands für einen positiven Start in die neue Woche. Der DAX legte am Montag um 0,7 Prozent zu. Auch am Dienstag legten die Aktienmärkte 0,7 Prozent zu und erzielten damit neue Rekordmarken. Ein geänderter Ausblick der US-Notenbank erwartet nun nicht zwangsläufig Zinserhöhungen, was sich positiv auf Aktien auswirkt. Zur lange erwarteten Verschnaufspause kam es dann am Mittwoch. Eine Korrektur blieb jedoch aus. Der DAX trat auf der Stelle und legte nur 5 Punkte zu. Bereits am Donnerstag setzte der DAX den Aufwärtstrend nach positiven Arbeitsmarktdaten und einer günstigen Verbraucherstimmung fort und legte 1 Prozent zu. Den letzten Handelstag im Februar beendete der DAX auf neuen Höchstständen nach einem Tagesgewinn von 0,7 Prozent.

    Fresenius, FMC und die Versorger E.on und RWE an der DAX-Spitze

    Gute Geschäftsergebnisse von Fresenius und der Dialyse-Tochter FMC haben die Kurse der Gesundheitsaktien weiter nach oben getrieben. Das Unternehmen hat 2014 mehr verdient und die Prognosen für das laufende Jahr überzeugten die Analysten. Daraufhin gab es einige Kaufempfehlungen für die beiden Aktien. Der Mutterkonzern Fresenius legte im Wochenverlauf 7,3 Prozent auf 51,18 Euro zu und FMC verteuerte sich um 14 Prozent auf 73,17 Euro. Eine Einschränkung der Emissionszertifikate für zu einer Wertsteigerung. Die beiden Versorger E.on und RWE besitzen eine größere Menge dieser Zertifikate und deren Aktienkurs legte daraufhin deutlich zu. E.on-Papiere kletterten um 8,3 Prozent auf 14,44 Euro und RWE stiegen um 6,9 Prozent auf 24,95 Euro.

    Deutsche Lufthansa und Continental mit Wochenverlusten

    Um 1,4 Prozent ging es bei den Dividendenpapiere der Deutschen Lufthansa nach unten. Die Aktie beendete den Handel bei einem Stand von 13,10 Euro. Um 0,9 Prozent schwächer gingen die Papiere von Continental aus dem Handel. Hier führten Börsenhändler Gewinnmitnahmen als Ursache an. Aktien von Continental kosten aktuell 213,30 Euro.

    Wann fällt die 12.000er Marke?

    Ab März wird die EZB die Märkte mit Zentralbankgeld fluten. Jetzt stellt sich die Frage für alle Börsianer, ob damit die Kurse weiter steigen oder ob die bisherigen Gewinne übertrieben waren? Die nächsten Tage werden somit einen Eindruck von der zukünftigen Kursentwicklung an den Aktienmärkten geben, da auszugehen ist, dass diese Gelder zu einem großen Teil an den Aktienmarkt fließen werden. Für zusätzliche Kursgewinne an den deutschen Aktienmärkten sorgt die Stärke der deutschen Wirtschaft und der damit bereits verbundende Wechsel einiger Investoren von Amerika nach Europa.

  • DAX mit 0,8 Prozent Wochengewinn – Allzeithoch bei 11.051 Punkten – adidas, VW und Continental legen deutlich zu – Münchner Rück, RWE und Bayer Verlierer der Woche

    Auch die sechste Woche in Folge legte der DAX zu und beendete den Handel mit einem neuen Allzeithoch bei 11.051 Punkten. Damit legte der DAX erneut 87 Punkte zu und gewann 0,8 Prozent. Nachdem der DAX schon ein paar mal im Tagesverlauf oberhalb von 11.000 Punkten notierte, konnten nun erstmals Schlusskurse über der Marke von 11.000 Punkten erreicht werden.

    DAX ging erstmals in der Geschichte über der Marke von 11.000 Punkten aus dem Handel

    Zu Wochenbeginn entwickelte sich der DAX schwach. Am Montag und Dienstag machten sich Börsianer noch über die Griechenland-Krise Sorgen. Auch der Ukraine-Konflikt belastete und der DAX verlor 0,4 Prozent am Montag bzw. 0,3 Prozent am Dienstag. Als es zur Wochenmitte zu einer Entspannung kam, legte der DAX am Mittwoch 0,6 Prozent zu. Zum Wochenschluss verlor das Thema Griechenland an Schrecken und der DAX legte zu und stieg auf neue Höchststände. Am Donnerstag und Freitag betrug der Tagesgewinn jeweils 0,4 Prozent.

    Vorstandssuche bringt adidas Kursgewinne, VW und Conti profitieren von starken Absatzzahlen

    Die Aktien des Sportartikelherstellers adidas zogen um 5 Prozent an, nachdem das Unternehmen bekannt gab einen Nachfolger für Vorstandchef Heiner zu suchen. Analysten beflügelten mit positiven Analystenkommentaren diese Entwicklung. Im Wochenverlauf verteuerten sich die adidas-Papiere um 6,1 Prozent auf 68,82 Euro. Kein Halten gab es bei den VW-Papieren. Die Aktie legte im Wochenverlauf 5,8 Prozent zu. Damit notiert die Aktie seit Jahresbeginn 20 Prozent im Plus. Von sehr guten Absatzzahlen im Automobilsektor in Europa wurde VW beflügelt und kletterte auf 225 Euro. Auch der Zulieferer Continental profitierte von dieser positiven Entwicklung und legte im Wochenverlauf 4,5 Prozent auf 215,20 Euro zu.

    Münchener Rück, RWE und Bayer mit höchsten Wochenverlusten

    Eine Abstufung durch das Bankhaus Lampe drückte den Kurs der Münchener Rück. Die Aktie gab um 2,1 Prozent auf 178,50 Euro nach. Weiterhin unter Druck stehen die Versorger-Aktien. Die Papiere von RWE verloren 1,6 Prozent auf 23,33 Euro. Ebenfalls nach unten ging es mit den Dividendenpapieren von Bayer, die um 1,5 Prozent auf 124,50 Euro nachgaben.

    Ist jetz der Bann gebrochen?

    Nach dem erneuten Kursanstieg und dem Überwinden der 11.000er Marke scheint der Weg nach oben nun frei zu sein. Rein aus charttechnischer Sicht sind damit zunächst weitere Kursgewinne möglich. Sollte es in den nächsten Tagen zu einer versöhnlichen Lösung um Griechenland-Konflikt kommen und auch die Waffenruhe in der Ukraine mehr halten als erwartet, könnte dies für weiteren Schub beim DAX sorgen. Neue Allzeithochs, Höchststände und Kursgewinne wären damit unausweichlich.

  • DAX knackt erstmals die 11.000er Marke – 1,1 Prozent Wochengewinn – HeidelbergCement, Deutsche Bank und Lanxess legen deutlich zu – Deutsche Lufthansa, Beiersdorf und Henkel notieren im Minus

    Der Deutsche Aktienindex steigt weiter und damit beendete der DAX die fünfte Woche in Folge mit Kursgewinnen. An den letzten fünf Handelstagen legte der DAX 1,1 Prozent zu und ging bei einem Stand von 10.963 Punkten nur knapp unterhalb der 11.000er Marke aus dem Handel. Im Wochenverlauf legte der DAX damit 117 Punkte zu.

    DAX sprang erstmals in der Geschichte über die Marke von 11.000 Punkte

    Zu Beginn der Woche sah es zunächst nicht so gut für deutsche Aktien aus. Die Ukraine-Krise und die Anspannungen um Griechenland sorgten für lange Gesichter auf dem Börsenparkett. Am Montag gab der DAX 1,7 Prozent an Wert ab und am Dienstag schloss der DAX 0,9 Prozent schwächer. Unverändert bei einem Minus von nur noch 2 Punkten gelang es dem DAX den Negativtrend am Mittwoch zu beenden. Stark nach oben ging es dann am Donnerstag mit einem Tagesgewinn von 1,6 Prozent und 0,4 Prozent am Freitag. Der Gipfel von Minsk gab neue Hoffnungen für eine Lösung im Ukraine-Konflikt. Und auch im Schuldenstreit mit Griechenland scheint eine Annäherung der Partner möglich. Hervorragende Daten aus der Deutschen Wirtschaft gaben zusätzliche Impulse und liessen den DAX am Freitag im Handelsverlauf erstmals über die Marke von 11.000 Punkte steigen.

    HeidelbergCement, Deutsche Bank und Lanxess legen deutlich zu

    Für die Aktien von HeidelbergCement ging es in der vergangenen Woche steil nach oben. Der Kurs legte um 5 Prozent auf 69,56 Euro zu. Damit hat sich die Aktie auf Sicht der letzten Monate sehr gut entwickelt. Auch die Deutsche Bank legte zu und verteuerte sich um 4,7 Prozent auf 28,35 Euro. Allerdings liegt die Aktie aus Sicht der letzten 12 Monate noch immer rund 20 Prozent im Minus. Ähnlich sieht es bei Lanxess aus. Die Aktie gehört mit einem Wochengewinn von 2,9 Prozent zu den Wochengewinnern, notiert jedoch auf 12-Monats-Sicht noch im Minus. Für Impulse sorgte bei Lanxess ein möglicher Verkauf eines Geschäftsbereiches.

    Deutsche Lufthansa, Beiersdorf und Henkel notieren im Minus

    Der Streik auf verschiedenen Flughäfen in Deutschland sorgte am Montag für zahlreiche Flugausfälle und belastete das Lufthansa-Papier. Die Aktie verlor in der vergangenen Woche 2,8 Prozent an Wert. Auch der wieder etwas zulegende Ölpreis wirkt sich negativ auf das Ergebnis von Lufthansa aus. Nach einem konservativen Geschäftsausblick gaben die Papiere von Beiersdorf im Wochenverlauf 2,6 Prozent ab. Die Aktie des Nivea-Hertstellers kostet aktuell 75,25 Euro. Auch Henkel gehört mit einem Verlust von 2,1 Prozent zu den Wochenverlieren. Die Aktie notiert damit bei 100,50 Euro.

    Klettert der DAX nach den neusten Rekorden weiter?

    Der DAX notiert so hoch wie nie in seiner Geschichte. Die Geschäfte der Unternehmen laufen derzeit trotz zahlreicher negativer Einflüsse aus dem Ausland hervorragend. Ein schwacher Euro beflügelt die deutschen Exporte und die lockere Geldpolitik der Notenbanken sorgen für günstige Zinsen und jede Menge verfügbares Geld. Da es an Anlagealternativen zu Aktien mangelt, steigen die Kurse immer weiter. Sollten die ausländischen Krisen um die griechischen Schulden und den Ukraine-Konflikt gelöst werden sowie die Ausweitung des IS gestoppt werden können, dürfte das Potential für weitere Kursgewinne gegeben sein. Ein kurzfristiger Einbruch am Aktienmarkt wäre ebenfalls keine Überraschung. Insofern ist eine Vorhersage aktuell schwieriger denn je. Sicher ist nur, dass wir in Zukunft noch höhere Kurse als aktuell sehen werden und dass es beim DAX auch Rückschläge unter das aktuelle Niveau geben wird. Die Frage, die wir jedoch nicht beantworten können, ist wann und wie stark die jeweilige Entwicklung ausfallen wird. Für die kommende Woche sind aus unserer Sicht beide Szenarien möglich. Impulse könnten auch von der EZB-Sitzung und dem Verfallstag am Freitag ausgehen.

  • DAX erzielt vierte Woche in Folge Gewinne – 1,4 Prozent Plus in der letzten Handelswoche – Volkswagen, Commerzbank und Deutsche Bank legen deutlich zu – Deutsche Lufthansa, Fresenius und Versorger notieren im Minus

    Mit einem erneuten Wochengewinn hat der DAX die vierte Woche in Folge im Plus beendet. Die Dynamik hat zwar deutlich nachgelassen, aber dennoch reicht es für weitere Kursgewinne und damit zu neuen Allzeithöchstständen. Zum Wochenschluss schloss der Deutsche Aktienindex DAX bei einem Stand von 10.846 Punkten und notiert damit 152 Punkte über dem Schlusskurs der Vorwoche. Dies entspricht einem Wochengewinn von 1,4 Prozent. Am Mittwoch ging die Begeisterung für deutsche Aktien zurück und der Aktienmarkte legte nur noch 0,2 Prozent zu.

    DAX mit guten Tagesgewinnen – zum Wochenende hin setzten Verluste ein

    Gleich zu Beginn der Woche startete der DAX mit einem starken Handelstag in die neue Woche. Der Aktienmarkt trotzte politischen Unsicherheiten wie der Griechenland-Krise und dem Ukraine-Konflikt. Auch schwache Einkaufsmanagerindizes aus den USA und China konnten die gute Stimmung nicht trüben. Der DAX legte am Montag 1,3 Prozent auf 10.828 Punkte zu. Am Dienstag kletterte der DAX auf einen neuen Höchststand von 10.985 Punkten. Am Tagesende blieb nur noch ein Gewinn von 0,6 Prozent auf 10.891 Punkte. Während am Donnerstag der DAX kaum verändert 6 Punkte verlor, betrug der Tagesverlust am Freitag 0,5 Prozent. Zum Wochenschluss fehlten dem DAX schliesslich Impulse für weitere Gewinne. Ein guter US-Arbeitsmarktbericht sorgte zwar für gute Laune, allerdings zogen die Zinsen an den Anleihemärkten in den USA deutlich an. Eine höhere Rendite bei Anleihen führt gleichzeitigzu verstärktem Anlegerinteresse und damit zu weniger Nachfrage nach Aktien.

    Volkswagen, Commerzbank und Deutsche Bank legen deutlich zu

    Für die deutschen Automobilbauer läuft es derzeit richtig rund. Aktien von Volkswagen profitierten unter diesem guten Umfeld mit einem Wochengewinn von 8 Prozent und gingen 15,95 Euro höher aus dem Handel. Damit notiert der Kurs für eine VW-Aktie bei 214,25 Euro. Die Kursverluste aus der Vorwoche sind somit wieder vergessen. Aktien der Commerzbank konnten die Verluste der Vorwoche ebenfalls weitgehend ausbügeln und legten 5,4 Prozent auf 11,25 Euro zu. Aktien der Deutschen Bank profitierten trotz schwacher Unternehmenszahlen und legten 5 Prozent auf 27,08 Euro zu.

    Deutsche Lufthansa, Fresenius und Versorger notieren im Minus

    Der etwas anziehende Ölpreis belastet die Aktie der Deutschen Lufthansa genauso wie die erneuten Streikdrohungen von Gewerkschaften. Dies drückte den Aktienkurs im Wochenverlauf um 7,9 Prozent auf 13,86 Euro nach unten. Die deutschen Versorger können sich nach einem Gerichtsurteil keine Hoffnung mehr auf eine Erstattung der Brennelementesteuer machen. Aktien von RWE verloren 5,4 Prozent auf 23,29 Euro und E.on gaben um 4,3 Prozent auf 13,13 Euro nach. Nach unten ging es auch bei Fresenius mit einem Wochenverlust von 5,3 Prozent. Trotz weiterhin gut laufender Geschäfte sorgte ein Kommentar über eine mögliche Fusion von Konkurrenten in den USA dafür, dass der Wettbewerb für die Fresenius-Tochter Kabi härter werden könnte. Dies veranlasste Aktionäre Gewinne bei Fresenius mitzunehmen.

    DAX vor der Trendwende?

    Nach den starken Kursgewinnen in den vergangenen Wochen wurde die Luft beim DAX zunehmend dünner. Oberhalb von 10.900 Punkten konnte sich der DAX nicht nachhaltig halten und ein Sprung über die 11.000er Marke endete kurz vor dieser symbolischen Marke. Dies zeigt, dass der Markt aktuell vorsichtig agiert. Bei negativen Nachrichten könnte dies auch schnell in die andere Richtung umschlagen und den DAX kräftiger an Wert verlieren lassen. Ein starker Kursverlust innerhalb weniger Tage wäre nach dem steilen Anstieg seit Dezember nicht überraschend.

  • DAX notiert nach weiterer starker Handelswoche bei 10.694 Punkten mit 0,4 Prozent im Plus – Lanxess gewinnt mehr als 10 Prozent, infineon und HeidelbergCement ebenfalls stark – Siemens, Commerzbank und VW mit Verlusten

    Nach den starken Kursgewinnen in den Vorwochen konnte der DAX auch in der vergangenen Woche dieses Niveau halten und sogar leicht zulegen. Allerdings hat die Dynamik etwas nachgelassen. Zum Wochenschluss ging der DAX mit einem Gewinn von 0,4 Prozent aus dem Handel. Damit notiert der Deutsche Aktienindex 45 Punkte über dem Stand der Vorwoche bei 10.694 Punkten. Obwohl es auch in der vergangenen Woche Höchststände um 10.800 Punkte gab, gelang es nicht, dieses Niveau nachhaltig zu überwinden.

    Abwechselnde Tagesgewinne und Tagesverluste prägen das Bild der Woche

    Am Montag begann der DAX die neue Handelswoche mit einem starken Tagesgewinn von 1,4 Prozent. Der DAX markierte damit eine Rekordserie, denn der Markt ging den siebten Tag in Folge mit einem Rekordhoch aus dem Handel. Das Ergebnis der Griechenland-Wahl hatte damit keine negativen Auswirkungen auf die Deutschen Aktienmärkte. Am Dienstag wurde die schöne Serie erst einmal gestoppt. Der Aktienmarkt gab um 1,6 Prozent nach. An den folgenden Tagen gab es weitere Kursgewinne von 0,8 bzw. 0,3 Prozent. Gute Unternehmenszahlen wechselten sich mit schwachen ab und sorgten so für entsprechende Kursbewegungen. Am Freitag beendete der DAX den Handel mit einem Tagesverlust von 0,4 Prozent.

    Lanxess legt nach starkem Quartal deutlich zu – infineon und HeidelbergCement gewinnen ebenfalls

    Die Aktien des Chemiekonzerns Lanxess legten sich an die Spitze der Wochengewinner im DAX. Nach einem starken letzten Quartal gab es zahlreiche positive Analystenkommentare für die Aktie. Der Kurs von Lanxess legte daraufhin 10,9 Prozent zu auf 42,55 Euro. Auch bei infineon gab es gute Unternehmensszahlen. Der Kurs des infineon-Papiers legte 4,7 Prozent auf 9,98 Euro zu. Der Sprung über die 10 Euro Marke gelang der Aktie im Wochenverlauf, am Freitag ging die Aktie jedoch darunter aus dem Handel. Mit einem Wochengewinn von 3,9 Prozent zählen auch die Papiere von HeidelbergCement zu den Wochengewinnern im DAX.

    Siemens, Commerzbank und Volkswagen markieren das Ende im DAX

    Die schwächste Kursperformance im DAX fuhren die Papiere von Siemens ein. Der Kursverlust beträgt hier 8 Euro was einem Verlust von 7,9 Prozent entspricht. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass eine Dividende in Höhe von 3,30 Euro je Aktie ausgeschüttet wurde. Damit halbiert sich der Wochenverlust zwar nicht ganz, fällt aber deutlich geringer aus. Schwache Geschäftszahlen wurden auf der Hauptversammlung veröffentlicht und schickten die Aktie auf Talfahrt. Aktien der Commerzabnak verloren 6,8 Prozent auf 10,67 Euro und Volkswagen gaben um 2,7 Prozent auf 198,30 Euro nach.

    Geht in der kommenden Woche die Rally weiter?

    Nach der starken Performance der vergangenen Woche liegt der DAX seit Jahresbeginn 9 Prozent im Plus. Damit hatte vor ein paar Wochen noch niemand gerechnet. Der Start in die Berichtssaison ist gemischt verlaufen. So treibt momentan lediglich die Liquidität der Notenbanken die Aktienmärkte an. Sollte das fundamentale Wachstum der Unternehmen nachlassen, dürfte der Kater nicht lange auf sich warten lassen. Erste Signale wie die Ergebnisse von Siemens könnten dabei nur eine Tendenz darstellen, die zu einem Trend werden könnte. Insofern wäre es aus aktueller Sicht durchaus überlegenswert Gewinne einzufahren und auf neue Einstiegsniveaus zu warten.

  • EZB-Entscheidung lässt DAX haussieren – DAX mit 4,7 Prozent Wochengewinn, neuen Allzeithochs und einem Schlussstand von 10.650 Punkten – K+S, BMW und Lanxess mit rund 10 Prozent Wochengewinn – SAP einziger Wert mit leichtem Verlust

    Die vergangene Handelswoche bescherte den Börsianern eine wahre Freude. Der Deutsche Aktienindex DAX legte in den vergangenen fünf Handelstagen 4,7 Prozent an Wert zu. Damit konnte der DAX einen Gewinn von 482 Punkten einfahren und bei einem Stand von 10.650 die Handelswoche beenden. Der Sprung über die 10.000er Marke ist damit geglückt und mit dem Schlussstand vom Freitag notiert der DAX gleichzeit ein neues Allzeithoch. Besser hätte es an der Börse kaum laufen können.

    DAX beendet jeden Handelstag mit einem Gewinn

    Interessant ist die Tatsache, dass in der vergangenen Woche jeder einzelne Handelstag mit einem Tagesgewinn beendet wurde. So gewann der DAX am Montag 0,7 Prozent, am Dienstag ging es um bescheidene 0,1 Prozent nach oben, am Mittwoch beträgt der Tagesgewinn 0,4 Prozent, der Donnerstag war mit einem Gewinn von 1,3 Prozent ein starker Handelstag und zum Wochenschluss schossen die Kurse am Freitag noch um 2,1 Prozent nach oben.

    EZB sorgt mit Anleihekaufprogramm für steigende Aktienkurse und einen schwachen Euro

    Ursache für die starken Kursgewinne war die Entscheidung der EZB ein Anleihekaufprogramm von monatlich 60 Milliarden Euro ab März zu starten. Damit erhalten die Märkte weitere Liquidität, die mit Sicherheit auch ihren Weg an den Aktienmarkt finden wird. Gleichzeit rutschte der Euro ab und verlor gegenüber dem US-Dollar deutlich. Kurse von rund 1,11 US-Dollar je Euro wurden notiert. Damit ist der Euro so schwach wie nie. Während dies sämtliche Importe und Ausgaben im Ausland in Fremdwährung verteuert, werden die Exporte entsprechend günstiger. Damit steigt die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen deutlich an und sorgt so für weitere Phantasie.

    K+S, BMW und Lanxess mit rund 10 Prozent Wochengewinn

    Stärkste Aktie im DAX waren die Dividendentitel des Düngemittelhersteller K+S. Das Kasseler Unternehmen profitiert dabei von guten Zahlen des US-Wettbewerbers Mosaic. Die K+S-Aktie kletterte um 10,8 Prozent auf einen Stand von 27,10 Euro. Der schwache Euro beflügelt vor allem auch die Automobilaktien. Experten zu folge werde BMW am meisten davon profitieren. Die Aktie der Münchener stieg um 9,8 Prozent auf 102,80 Euro. Ebenfalls unter die Top-Werte schafften es die Papiere des Chemiekonzerns Lanxess. Der Wochengewinn beträgt 9,51 Euro. Damit gelang es dem Titel die zuletzt sehr schwache Performancephase zu beenden und auf einen Kurs von 38,36 zu klettern.

    Schwache Zahlen führen zu Kursverlusten bei SAP

    Bei diesem äußerst positiven Umfeld für Aktien gab es beim DAX lediglich eine einzelne Aktie mit einem Wochenverlust. Die Papiere von SAP gaben nach der Veröffentlichung von unter den Erwartungen liegenden Geschäftszahlen um 0,1 Prozent nach. Der Kurs des Walldorfer Softwareunternehmens ging bei einem Stand von 57,49 Euro aus dem Handel. Zu den Aktien mit den schwächsten Kursgewinnen zählen Deutsche Post mit einem Kursplus von 1,1 Prozent auf 27,84 Euro sowie mit einem Plus von jeweils 1,4 Prozent die Aktien von Fresenius Medical Care und Merck.

    Griechenland-Wahl dürfte Märkte beeinflussen

    Am Sonntag finden in Griechenland vorgezogene Neuwahlen statt. Dies könnte zu einem Regierungswechsel und damit auch zu einem Ende der dortigen Sparbemühungen führen. Im schlimmsten Fall könnte damit ein Austritt Griechenlands aus der Währungsunion des Euro bevorstehen. Dass dies keinen Untergang für den Euro bedeutet, steht fest. Allerdings ist nicht klar wie die Börse auf diesen Schritt reagieren könnte. Auf jeden Fall ist mit Unsicherheit an den Märkten zu rechnen. Im Falle eines Regierungswechsels dürfte es daher in den kommenden Wochen an den Märkten eher unruhiger werden. Dass sich die starken Kursgewinne der vergangenen Tage fortsetzen und der DAX damit nahtlos über die 11.000er Marke steigt, ist damit eher unwahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher ist ein Szenario, bei dem es einen Rücksetzer unter die 10.000er Marke gibt.

  • DAX markiert neues Allzeithoch bei 10.202,97 Punkten – starke Woche mit 5,4 Prozent Wochengewinn – Fresenius, Conti und Beiersdorf legen zweistellig zu – leichte Verluste bei RWE, ThyssenKrupp und Commerzbank

    Starke Schwankungen standen beim DAX in der vergangenen Woche auf der Tagesordnung. Dabei gab es nicht nur starke Tagesänderungen, sondern auch innerhalb einzelner Tage extrem hohe Schwankungen. Notierte der DAX am Morgen noch deutlich im Minus konnte es durchaus passieren, dass am Ende des Tages ein großes Plus auf der Kurstafel stand. In diesem äußerst dynamischen Umfeld legte der DAX auf Wochensicht 5,4 Prozent zu und hat damit neue Allzeithöchststände oberhalb von 10.200 Punkten notiert. Zum Handelsende notierte der DAX 519 Punkte über dem Schlusskurs der Vorwoche bei einem Stand von 10.168 Punkten.

    Euro, EZB und Schweizer Nationalbank beflügeln Aktienmärkte

    Als Auslöser für die Hausse werden der Euro und die EZB genannt. Die EZB plant mit Anleihekäufen die Konjunktur anzukurbeln und die Anleihemärkte zu stabilisieren. Dies führt zu einer erhöhten Liquidität an verfügbaren Euros, die teilweise im Aktienmarkt angelegt werden und damit die Aktienkurse nach oben treiben. Andererseits verliert dadurch der Euro auch an Wert gegenüber anderen ausländischen Devisen. Als daraufhin die Schweizer Nationalbank den Mindestkurs zum Euro aufgab, kam die Gemeinschaftswährung weiter ins Rutschen. Dies macht die Waren und Dienstleistungen deutscher Unternehmen im Ausland günstiger und beflügelt damit die Export-Geschäfte deutscher Unternehmen.

    Am Montag sorgten weiter fallende Ölpreise zunächst auch für fallende Notierungen am Aktienmarkt. Im Tagesverlauf stezten sich jedoch gute Unternehmensdaten durch. Vor allem SAP überraschte positiv. Gingen Analysten von schwachen Zahlen aus, war davon nichts zu sehen. Am Tagesende blieb ein Gewinn von 1,4 Prozent. Am Dienstag stand die Export-Rolle deutscher Unternehmen aufgrund des schwachen Euro im Fokus. Dies sorgte für kräftige Gewinne beim DAX und damit zu einem Tagesgewinn von 1,6 Prozent. In den USA sind die veröffentlichten Einzelhandelsdaten deutlich schlechter als erwartet ausgefallen. Da gerade die US-Wirtschaft stark vom Konsum abhängt, ist dies ein negatives Zeichen. Weil die USA derzeit als Konjunkturlokomotive gelten, hat dies zu Verunsicherung an den Märkten geführt und den DAX 1,3 Prozent niedriger notieren lassen. Am Donnerstag sorgte die Schweizer Nationalbank für ein Kursfeuerwerk mit einem Tagesgewinn von 2,2 Prozent beim DAX. Die Schweizer haben den Mindestkurs aufgegeben. Der Euro verlor daraufhin deutlich und sorgte auch am Freitag mit einem Tagesgewinn von 1,4 Prozent für einen starken Abschluss der Woche.

    Fresenius, Continental und Beiersdorf legen nach guten Zahlen mehr als 10 Prozent zu

    Unter den DAX-Titeln legten die Papiere von Fresenius mit einem Wochengewinn von 10,9 Prozent am stärksten zu. Neben dem aktuellen Umfeld gab die US-Gesundheitsbehörde grünes Licht für den Bau eines Fresenius-Werkes in den USA. Die Fresenius-Aktie notiert 4,76 Euro höher bei 48,31 Euro. Starke Absatzzahlen deutscher Automobilhersteller beflügeln die Automobilzulieferer. Besonders positiv wirkt sich dies auf die Continental-Aktie aus, die 10,2 Prozent zulegte und bei einem Stand von 188,70 Euro aus dem Handel ging. Auch Beiersdorf hatte ein starkes letztes Quartal und damit die Jahresziele übertroffen. Die Aktie des Nivea-Herstellers legte 10,1 Prozent auf 75,05 Euro zu.

    RWE, ThyssenKrupp und Commerzbank mit Verlusten unter 1 Prozent – Verlierer der Woche

    Aktien des Versorgers RWE liegen mit einem Wochenverlust von 0,9 Prozent an der Spitze der Wochenverlierer. Der Rückgang des Ölpreises belastet diesen Geschäftsbereiches besonders stark. Immerhin gelang es RWE mit dem Verkauf der DEA-Tochter in der vergangenen Woche zu einem erwarteten Preis dieses Risiko zu reduzieren. Aktien von RWE sind aktuell 23,50 Euro wert. Aktien von ThyssenKrupp litten unter der Abstufung des Stahlsektors. Die Aktie verlor 0,9 Prozent auf 20,73 Euro. Ebenfalls schwächer gingen die Papiere der Commerzbank aus dem Handel. Der Kurs gab um 0,8 Prozent auf 10,54 Euro nach.

    Hohe Schwankungen dürften anhalten – Griechenland-Wahl und EZB geben Richtung vor

    Die hohen Tagesschwankungen der vergangenen Woche dürften auch die nächsten Tage anhalten. Momentan ist die Richtung in welche sich der DAX bewegt unklar. Solange dies der Fall ist, wird es auch weiter starke Ausbrüche nach oben und unten geben. Für zusätzliche Spannung könnte die EZB-Notenbanksitzung am 22. Januar sorgen. Dass die Notenbank Liquiditätsmaßnahmen ergreift und Staatsanleihenkäufe durchführt, wird allgemein erwartet. Für Kursbewegung könnten jedoch Informationen über die Höhe der Liquidität sorgen. Außerdem steht nächste Woche die Wahl in Griechenland auf der Tagesordnung. Hier geht die Opposition mit einem Ende der Sparmaßnahmen in den Wahlkampf und könnte damit für Kursbewegungen auf dem Parkett sorgen. Wie schon in der Vorwoche raten wir beim aktuellen Aktienumfeld gerade auf dem Niveau mit neuen Höchstständen über Gewinnmitnahmen nachzudenken und Liquidität zu schaffen.

  • DAX seit Jahrebeginn 1,6 Prozent im Minus – Merck, Henkel und K+S sind die ersten Wochengewinner in 2015 – Versorger fahren Verluste ein und Lanxess leidet unter negativen Analystenmeinungen – Bullenbrief rät: Liquidität erhöhen

    Nach starken Tagesgewinnen und auch Tagesverlusten hat der DAX nach Ablauf der ersten vollen Handelswoche einen klassischen Fehlstart für das Jahr 2015 hingelegt. Der DAX verlor seit dem Jahresendstand von 2014 genau 157 Punkte und ging damit bei einem Stand von 9.649 Punkten ins Wochenende. Der Verlust des laufenden Jahres beträgt damit 1,6 Prozent. 

    Ölpreis, Euro und Konjunkturindikatoren belasten Aktienmärkte

    Gleich am Montag ging es beim DAX in den Keller. Der Tagesverlust zum Wochenauftakt beträgt 3 Prozent. Der Ölpreis gab erneut deutlich nach. Außerdem sorgten Diskussionen um den Verbleib Griechenlands im Euro-Raum sowie ein schwacher Euro für Verunsicherung. Die Sorge vor einer Deflation in Europa beschleunigte die Tagesverluste. Am Dienstag gab es nach dem Ausverkauf vom Montag kaum Veränderungen und am Mittwoch erholten sich die Märkte mit einem Tagesgewinn von 0,5 Prozent. Ein guter US-Arbeitsmarktbericht sowie eine Stabilisierung der Ölpreise sorgten für Entspannung. Dies sorgte am Donnerstag für weitere Gewinne und die sich abzeichnende Ölrpeisstabilisierung liess den DAX kräftig um 3,4 Prozent nach oben schießen. Bereits am Freitag war die Party schon wieder vorbei. Der DAX gab mehr als die Hälfte der Gewinne des Vortages wieder ab und verlor 1,9 Prozent, nachdem der Ölpreis wieder ins Rutschen kam. Außerdem belastet die schwächer als erwartet ausgefallene Industrieproduktion. Auch der US-Arbeitsmarktbericht offenbarte bei genauerer Betrachtung negative Punkte. So war der Stellenaufbau zwar überzeugend, allerdings zu Lasten fallender Löhne.

    Merck, Henkel und K+S sind die ersten Wochengewinner in 2015

    Von den 30 DAX-Aktien setzten sich die Papiere von Merck mit einem Wochengewinn 5,8 Prozent an die Spitze des DAX-Feldes. Dem Pharma-Konzern gelang es trotz eines unsicheren Umfeldes deutliche Kurssteigerungen einzufahren. Der aktuelle Kurs für eine Merck-Aktie berägt 82,29 Euro. Mit Henkel setzt sich ein weiteres Unternehmen der eher konjunkturunabhängigen Firmen an die Spitze. Die Henkel-Aktie legte 4,8 Prozent zu und ging bei einem Stand von 92,43 Euro aus dem Handel. Auch die K+S-Aktie konnte sich dem negativen Stimmungsfeld entziehen und gegen den Trend 4,8 Prozent auf 23,75 Euro zulegen. Die sonst für Kursschwankungen eher anfällige K+S-Aktie hält sich damit die letzten Wochen relativ stabil.

    Versorger fahren Verluste ein – Lanxess leidet unter negativen Analystenmeinungen 

    Den höchsten Wochenverlust mit einem Rückgang um 9,1 Prozent auf 34,46 Euro verzeichneten die Papiere von Lanxess. Auf die Aktie hagelt es seit Tagen negative Analystenkommentare und Abstufungen ein. Diese negtive Stimmung spiegelt sich in der aktuellen Kursentwicklung wieder. Einmal mehr leiden die Versorger-Aktien unter dem fallenden Ölpreis. RWE und E.on kamen deutlich unter die Räder und verloren 7,6 bzw. 7,0 Prozent. Damit sind die RWE-Papiere nur noch 23,72 Euro wert. E.on-Aktien kosten aktuell 13,04 Euro.

    Ölpreisentwicklung bestimmt derzeit die Aktienmarktentwicklung – Empfehlung für Liquiditätsaufbau

    Momentan hängt die Kursentwicklung der Dividendenpapiere direkt an der Entwicklung des Ölpreises. Fällt der Ölpreis weiter, hat dies negative Auswirkungen auf den Aktienmarkt. So lange diese Korrelation anhält, wird der DAX nicht auf eigenen Beinen stehen und entsprechend schnell nach oben und unten ausbrechen. Allerdings ist davon auszugehen, dass es sich hier nur um einen vorübergehenden Zustand handelt. Wir gehen davon aus, dass der Ölpreis mit den aktuellen Kursen ein Tief erreicht hat und sich auf diesem stabilisieren wird. Möglicherweise geht es auch wieder etwas nach oben. Wir können uns allerdings auch gut vorstellen, dass die 100 US-Dolar Marke nicht so schnell wieder erreicht wird. Viel bedeutender für die Entwicklung beim DAX dürfte dann die Sorge um eine Deflation in Europa und die Entwicklung der Konjunktur sein. Da wir hier nicht zu viel in 2015 erwarten, dürfte es beim DAX höchstens zu einer leichten Erholung reichen. Daher empfehlen wir bei stärkeren Kursgwinnen im DAX Liquidität durch Verkäufe aufzubauen.

  • DAX hat Verluste der Vorwoche gut verdaut und legt 2 Prozent zu – wie geht es mit der Jahresendrally nun weiter? – Telekom, Dt. Börse, Continental und SAP gewinnen, Commerzbank, Lufthansa und RWE mit Verlusten

    Starke Schwankungen bestimmten in den vergangenen fünf Handelstagen das Bild. Dabei waren die Schwankungen nicht nur von Tag zu Tag besonders hoch, sondern auch innerhalb eines Tages gab es starke Kursveränderungen. So notiert der DAX vormittags noch im Plus und am Abend wurde der Handel mit einem starken Minus beendet. Auf Wochensicht hat sich der Markt nach den starken Kursverlusten der Vorwochen wieder erholt. Der Wochengewinn beträgt genau 2 Prozent. Damit legte der DAX 192 Punkte zu und notiert aktuell bei 9.787 Punkten.

    Ölpreis- und Rubelverfall sorgen für positive Konjunktureffekte – bergen aber mögliche Risiken

    Wie schon in den Vorwochen verunsichert die Rußland-Krise die Aktienmärkte. Hinzu kommt der immer weitere Verfall des Ölpreises. Mit Preisen von unter 60 USD je Barrel notiert der Preis für das schwarze Gold in der Nähe des 5 Jahres-Tiefs. Da Rußlands Wirtschaft zum größten Teil aus der Ölindustrie besteht, hat ein solcher Preisverfall einen massiven Einfluss auf die dortige Konjunktur. Hinzu kommt, dass aufgrund der Rußland-Krise der Rubel deutlich an Wert verloren hat. Als Gegenmaßnahme erhöhte die russische Zentralbank den Zinssatz von 10 auf 17 Prozent. Da höhe Zinsen jedoch schädlich für die Konjunkturentwicklung sind, bleibt abzuwarten wie sich die Märkte entwickeln werden.

    Am Montag startete der Handel nach den beschriebenen Problemen erst einmal mit kräftigen Verlusten in die neue Woche. Der DAX fiel um 2,7 Prozent auf 9.334 Punkte. Als am Dienstag ein positiver Trend einsetzte und der Rubel sowie Ölpreis sich zu stabilisieren schienen, legten auch die Aktienmärkte wieder zu. Der DAX holte fast die gesamten Kursverluste des Vortages wieder ein und legte im Tagesverlauf 2,5 Prozent zu. Eine kurze Verschnaufpause am Mittwoch führte zu einem Tagesminus von 0,2 Prozent. Nach der Sitzung der US-Notenbank können Börsianer weiter auf Unterstützung hoffen. Diese gute Nachricht führte zu einem starken Tagesgewinn von 2,8 Prozent im DAX. Auch gute Konjunkturdaten wie der ifo und ZEW-Indikator unterstützen die positive Tagesentwicklung. Am Freitag war wieder einmal großer Verfallstag an der Terminbörse, der gewöhnlich unerwartete Kursausschläge hervorrufen kann. Diesmal ging der DAX mit einem leichten Minus von 0,3 Prozent aus dem Handel.

    Deutsche Telekom, Deutsche Börse, Continental und SAP mit mehr als 4 Prozent Gewinn

    Den höchsten Sprung nach oben machen die Papiere der Deutschen Telekom. Die Aktie legte um 4,8 Prozent auf 13,31 Euro zu. Die Gespräche über den Verkauf der mit der France Telekom gemeinsamen Tochter in Großbritannien macht Fortschritte. Neben einem Erlös für den Verkauf des Anteils könnte die Telekom Großaktionär bei British Telekom werden und sich damit die Aussicht auf hohe zukünftige Dividendenzahlungen sichern. Die aktuellen Kursschwankungen führen traditionell zu guten Geschäften bei Börsenbetreibern. Aktien der Deutschen Börse profitieren mit einem Kursanstieg von 4,2 Prozent auf 59,25 Euro. Volle Fahrt voraus heißt es beim Automobilzulieferer Continental. Die Geschäfte laufen prächtig und auch die Aussichten sind rosig. An der Börse legte der Kurs um 4,2 Prozent auf 173,60 Euro zu. Gute Geschäftszahlen von Oracle beflügelten den Wettbewerber SAP. Die Aktie der Walldorfer gewinnt 4,1 Prozent auf 57,86 Euro.

    Commerzbank, Lufthansa und RWE verlieren

    Die Commerzbank leidet unter ihren Rußlandgeschäften. Sollte es hier zu Zahlungsausfällen kommen, dürfte dies die Commerzbank besonders stark belasten. Die Commerzbank zählt in Europa zu den führenden Geldhäusern. Der Kurs der Commerzbank-Aktie geriet in den vergangenen Tagen unter Druck und gab um 4,1 Prozent nach. Damit sind die Kurse für die Commerzbank wieder unter 11 Euro gefallen und notieren bei 10,89 Euro. Ein Auf und Ab gab es bei der Lufthansa-Aktie. Die Kursschwankungen bei der Fluggesellschaft gehen mit der Entwicklung des Ölpreises einher. Fällt dieser, steigt der Kurs bei der Lufthansa, da damit die Kosten für den Flugbetrieb für günstigeres Kerosin die Gewinne sprudeln lassen. Kommt der Ölpreis wieder zurück und wird teurer, tritt genau der gegenteilige Effekt ein und der Kurs der Lufthansa-Aktie verliert an Wert. Negative Analystenkommentare sorgten für Kursverluste bei RWE. Der Kurs gab um 2,9 Prozent auf 26,25 Euro nach.

    Wie geht es weiter mit der Jahresendrally – Zeit um Gewinne mitzunehmen?

    Nach den starken Verlusten in den vergangenen Wochen haben einige Marktteilnehmer mit den Kursgewinnen in den vergangenen Tagen wieder die Rückkehr zur Jahresendrally ausgerufen. Ob damit wieder wirklich alles glänzt, ist mehr als fraglich. Die jüngste Kurserholung ist unserer Ansicht nach zum Einen als Gegenreaktion der überzogen starken Kursverluste sowie der Nachricht der US-Notenbank zu verdanken, die für Aktionäre freundliche Zinspolitik zunächst fortzusetzen. Völlig ausgeblendet werden momentan die Gefahren am Aktienmarkt. So gibt es weiterhin zahlreiche Konfliktherde sowie eine Rezession von Rußland, die sich auch auf andere Märkte ausdehnen wird. Nach wie vor steht Griechenland auf sehr wackeligen Beinen und die Konjunktur in China hat ebenfalls den Glanz einstiger Zeiten verloren. Treten diese Punkte wieder ins Bewusstsein, wird die Jahresendrally schnell vorbei sein. Unter diesen Gesichtspunkten gehen wir davon aus, dass es in absehbarer Zeit wieder günstigere Kurse für einen Einstieg geben wird und die Zeit für Gewinnmitnahmen nicht viel besser werden wird.

  • Rabenschwarze Woche beim DAX mit 5 Prozent Wochenverlust und 500 Punkten Kursverlust – Euroschuldenkrise und Konjunktursorgen belasten Aktienmärkte – Henkel legt leicht zu, Versorger mit höchsten Verlusten

    Herbe Verluste gab es in der vergangenen Woche beim DAX. Der Deutsche Aktienindex verlor 4,9 Prozent und notiert damit 492 Punkte unter dem Schlusskurs der Vorwoche. Die 10.000er Marke ist damit wieder in weite Ferne gerückt. Aktuell notiert der DAX bei 9.595 Punkten.

    Euroschuldenkrise und schwache Daten zur Industrieproduktion belasten die Märkte

    Am Montag ist der DAX noch mit einem Tagesgewinn von 0,2 Prozent in die neue Woche gestartet. Obwohl die deutsche Industrieproduktion unter den Erwartungen lag, blieb die Stimmung auf dem Parkett noch gut. Am Dienstag sorgten Gewinnmitnahmen im großen Stil für einen Tagesverlust von 2,2 Prozent. Bei den Anlegern rückt die Euroschuldenkrise wieder in den Fokus. Die vorgezogene Präsidentschaftswahl könnte die Vereinbarungen mit der Troika ins Wanken bringen. In Athen verlor der Aktienmarkt 13 Prozent an Wert. Etwas Entspannung gab es dann am Mittwoch mit einem leichten Tagesgewinn von 0,1 Prozent bzw. 0,6 Prozent Tagesgewinn am Donnerstag. Erfreuliche US-Konjunkturdaten wirkten positiv an der Börse. Insbesondere starke Einzelhandelsumsätze kamen gut auf dem Parkett an. Sorgen um die Konjunktur nach schwachen Daten zur Industrieproduktion in Europa und China führten zu einem hohen Tagesverlust von 2,7 Prozent beim DAX.

    Henkel einzige Aktie mit Wochengewinn – FMC mit geringstem Wochenverlust

    Gute Geschäfte sorgen bei Henkel für Kursgewinne gegen den Trend. Die Aktie des Waschmittelherstellers legte 0,4 Prozent zu und ging bei einem Stand von 89,28 Euro aus dem Handel. Analystenschätzungen mit Kursen von 100 Euro beflügelten die Aktie zusätzlich in einem Umfeld von stark fallenden Aktienkursen. Als weniger anfällige Aktie für Kursschwankungen ist FMC bekannt. In der letzten Woche konnte die Aktie daraus einen Profit schlagen. Mit einem Kursverlust von nur 0,8 Prozent auf 59,10 Euro ist die Aktie unter den Wochengewinnern zu finden.

    Versorger mit hohen Verlusten von fast 10 Prozent

    Der Ölpreis ist weiter deutlich am Fallen. Am Freitag notiert Öl unter der 60. Damit wird der schwache Ölpreis zu einem negativen Faktor für die gesamte Energiebranche. Die sowieso gebeutelten deutschen Energieversorger leiden doppelt darunter. Eine Umstellung der Ermittlung der Dividendenausschüttungen bei RWE sorgt für Verunsicherung, nachdem bereits in der Vergangenheit über Pläne zu Dividendenkürzungen berichtet wurde. Aktien von RWE liegen mit einem Wochenverlust von 9,3 Prozent ganz vorne. E.on folgen dicht dahinter mit einem Verlust von 8,7 Prozent.

    Wie weit fällt der DAX noch?

    Mit der aktuellen Konsolidierung scheint die Jahresendrally erst einmal vorbei zu sein. Zu stark ist derzeit die Verunsicherung. Schwache Konjunkturdaten, Griechenland im erneuten Fokus der Euroschuldenkrise sowie die weitere Eskalation des Russlandkonfliktes sind Rahmenbedingungen die nicht für ein Investment in Unternehmensbeteiligungen sprechen. Selbst der Mangel an Anlagealternativen lassen die Kurse nicht unendlich in den Himmel wachsen. Ob es damit mit der Jahreendrally für dieses Jahr endgültig vorbei ist, lässt sich noch nicht sagen. Mit den hohen Verlusten der letzten Tage ist jedoch Einiges an Vertrauen in den Aktienmarkt verloren gegangen. Momentan scheint auch das Ende der Korrektur noch nicht absehbar. Dies spricht für ein mögliches Ende der Jahresendrally. Weitere Kursverluste in den nächsten Tagen sind damit auch wahrscheinlicher als eine Gegenbewegung. Es ist daher durchaus davon auszugehen, dass der DAX weiter an Wert verliert und auch unter die Marke von 9.000 fallen wird. Ob es weit tiefer geht, lässt sich jetzt noch nicht abschätzen, wäre jedoch keine große Überraschung mehr.