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  • DAX-Wochenrückblick: adidas, Infineon & Deutsche Post glänzen – Qiagen, Münchener Rück und Bayer brechen ein

    Marktlage der Börsen: DAX steigt um 1,9 % – Entspannung an den Märkten und robuste US-Daten treiben den Index

    Die Börsen haben in der vergangenen Woche eine freundliche Grundtendenz gezeigt. Nach Wochen geopolitischer Unsicherheit sorgten diplomatische Fortschritte im Nahen Osten sowie rückläufige Energiepreise für eine spürbare Entspannung an den internationalen Märkten. Gleichzeitig fielen mehrere US-Konjunkturdaten besser aus als erwartet, was die Hoffnung stärkte, dass die globale Wirtschaft trotz hoher Zinsen auf einem stabilen Wachstumspfad bleibt.

    Der DAX konnte von dieser verbesserten Stimmung profitieren und legte auf Wochensicht um 1,9 % zu. Der Schlussstand am Freitagabend lag je nach Indikation zwischen 24.279 und 24.292 Punkten. Damit behauptete der Leitindex sein hohes Niveau und zeigte sich deutlich robuster als viele internationale Pendants.

    Hauptgründe für die positive Entwicklung waren die starke Performance einzelner Schwergewichte wie adidas und Infineon, die Erholung im Technologiesektor sowie die Erwartung, dass die EZB im Sommer erste Zinssenkungen vornehmen könnte. Auch die Berichtssaison in den USA lieferte überwiegend positive Impulse.

    Wochengewinner: adidas, Infineon, Deutsche Post & Siemens im Aufwind

    Die Gewinnerliste der Woche war breit gefächert – insgesamt 28 der 40 DAX-Werte schlossen im Plus. Besonders stark präsentierten sich Konsum-, Technologie- und Logistikwerte.

    adidas: +6,7 % – Konsumlaune und starke US-Daten beflügeln

    adidas war einer der klaren Überflieger der Woche. Die Aktie profitierte von einer spürbaren Erholung im globalen Einzelhandel sowie von positiven Analystenkommentaren, die das Potenzial neuer Produktlinien hervorhoben. Auch die robuste US-Konjunktur wirkte unterstützend.

    Infineon: +7,1 % – Halbleiternachfrage zieht weiter an

    Infineon setzte seine beeindruckende Rallye fort. Die Nachfrage nach Leistungshalbleitern und Chips für Elektromobilität und KI-Anwendungen bleibt hoch. Zudem sorgten optimistische Branchendaten aus Asien für zusätzlichen Rückenwind.

    Deutsche Post: +5,1?% – Logistik profitiert von globaler Stabilisierung

    Die Deutsche Post überzeugte mit einer starken Wochenperformance. Der Konzern profitierte von steigenden Transportvolumina und einer verbesserten globalen Lieferkettensituation. Auch die Erwartung stabiler Dividendenzahlungen stärkte das Vertrauen der Anleger.

    Siemens: +3,8?% – Industriekonzern mit solider Auftragslage

    Siemens legte ebenfalls deutlich zu. Die Aktie reagierte positiv auf Berichte über steigende Investitionen in Automatisierung und Energietechnik. Die Nachfrage aus den USA und Asien bleibt robust.

    Weitere Gewinner

    • Airbus: +4,0 % – Hohe Nachfrage nach neuen Flugzeugmodellen
    • Scout24: +2,3 % – Stabile Plattformumsätze
    • RWE: +2,3 % – Erholung im Energiesektor
    • Commerzbank: +2,2 % – Solide Zinsmargen

    Wochenverlierer: Qiagen, Münchener Rück, Bayer & Hannover Rück unter Druck

    Trotz der insgesamt positiven Marktstimmung gab es auch deutliche Verlierer – insbesondere im Gesundheits- und Versicherungssektor.

    Qiagen: –10,8 % – Schwache Nachfrage im Diagnostikbereich

    Qiagen war der klare Wochenverlierer. Der Diagnostikspezialist litt unter enttäuschenden Branchendaten und einer schwächeren Nachfrage nach Testsystemen. Zudem belasteten negative Analystenkommentare die Aktie.

    Münchener Rück: –8,4 % – Gewinnmitnahmen nach Rekordlauf

    Die Münchener Rück musste einen deutlichen Rücksetzer hinnehmen. Nach einer langen Phase starker Kursgewinne kam es zu umfangreichen Gewinnmitnahmen. Zudem sorgten Berichte über steigende Schadensbelastungen für Verunsicherung.

    Hannover Rück: –6,3 % – Belastung durch höhere Rückversicherungskosten

    Auch Hannover Rück geriet unter Druck. Der Markt rechnet mit steigenden Kosten im Rückversicherungssektor, was die Aktie spürbar belastete.

    Bayer: –5,0 % – Rechtsrisiken und schwache Pharmadaten drücken

    Bayer bleibt ein Sorgenkind im DAX. Neue Unsicherheiten im Zusammenhang mit laufenden Gerichtsverfahren sowie verhaltene Signale aus dem Pharmabereich sorgten für erneute Kursverluste.

    Weitere Verlierer

    • Beiersdorf: –4,8 % – Konsumwerte weniger gefragt
    • GEA Group: –4,1 % – Zurückhaltung im Maschinenbau
    • BMW: –3,9 % – Schwache China-Daten belasten Automobilsektor
    • Volkswagen Vz.: –2,4 % – Absatzsorgen in Europa

    Ausblick auf die kommende Woche: Inflationsdaten, EZB-Signale und US-Arbeitsmarkt im Fokus

    Die kommende Woche verspricht hohe Spannung, denn mehrere marktbewegende Termine stehen an.

    Wichtige Termine

    • Eurozonen-Inflationsdaten: Entscheidend für die Frage, ob die EZB im Juni oder Juli erstmals die Zinsen senkt.
    • US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls): Ein zentraler Indikator für die Fed-Politik.
    • EZB-Reden und Protokolle: Anleger hoffen auf klare Signale zur geldpolitischen Ausrichtung.
    • Hauptversammlungen mehrerer DAX-Konzerne: Dividendenentscheidungen könnten für Bewegung sorgen.
    • US-Tech-Quartalszahlen: Können die globale Tech-Rallye weiter antreiben.

    Erwartung für den DAX

    Sollten die Inflationsdaten moderat ausfallen und die EZB eine Lockerungsperspektive bestätigen, könnte der DAX erneut Kurs auf die Marke von 24.500 bis 24.700 Punkten nehmen. Fallen die US-Arbeitsmarktdaten jedoch zu stark aus, könnte dies die Zinssenkungshoffnungen dämpfen – eine kurzfristige Konsolidierung wäre dann wahrscheinlich.

    Insgesamt bleibt die Stimmung verhalten optimistisch, getragen von stabilen Unternehmenszahlen und der Aussicht auf eine geldpolitische Entspannung im Sommer.

  • DAX-Wochenrückblick: Erholung nach Crash – BASF, Bayer und RWE stark, Zalando überrascht mit Kurssprung

    Marktlage: DAX stabilisiert sich nach Schockwoche – geopolitische Risiken bleiben dominant

    Die vergangene Börsenwoche stand ganz im Zeichen der Erholung nach dem massiven Einbruch der Vorwoche. Nachdem der DAX zuvor rund sieben Prozent verloren hatte und auf 23.591 Punkte gefallen war, gelang es dem Leitindex in den letzten Tagen, sich spürbar zu stabilisieren. Zwar blieb die Volatilität hoch, doch die Märkte fanden allmählich zu einer geordneten Struktur zurück. Die Anleger reagierten weiterhin sensibel auf die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten, nachdem der Konflikt zwischen Iran und Israel/USA am Wochenende zuvor eskaliert war. Die Sorge vor einer Ausweitung des Krieges und möglichen Störungen der Ölversorgung prägte das Marktgeschehen ebenso wie die Frage, ob steigende Energiepreise die Inflation erneut antreiben könnten.

    Gleichzeitig richteten sich die Blicke auf die Zentralbanken, denn die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen wurde durch die geopolitischen Risiken gedämpft. Dennoch zeigten sich die Märkte insgesamt robuster als erwartet. Der DAX konnte sich im Wochenverlauf behaupten, auch wenn der Index weiterhin deutlich unter den Höchstständen der vergangenen Monate notiert. Die Stabilisierung war vor allem dem Umstand zu verdanken, dass sich die Energiepreise trotz der angespannten Lage nicht so stark verteuerten wie befürchtet und die Unternehmensnachrichten überwiegend solide ausfielen.

    Wochengewinner: BASF, Bayer, RWE und Brenntag mit deutlichen Kursgewinnen – Zalando überrascht mit zweistelligem Plus

    Unter den stärksten Gewinnern der Woche ragte Zalando heraus, das mit einem beeindruckenden Kursanstieg von 15,9% die Liste klar anführte. Der Onlinehändler profitierte von einer Kombination aus positiven Analystenkommentaren, einer verbesserten Konsumstimmung und der Erwartung, dass das Unternehmen seine Margen im laufenden Jahr steigern kann. Nach den deutlichen Verlusten der Vorwochen war die Aktie reif für eine technische Gegenbewegung, die nun kräftig ausfiel.

    Ebenfalls stark präsentierte sich Brenntag, das um 9,2% zulegte. Der Chemiedistributor profitierte von einer spürbaren Erholung im Industriesektor sowie von der Erwartung, dass sich die Margen im zweiten Quartal stabilisieren könnten. Die Aktie zeigte damit eine der stärksten Reaktionen auf die Marktberuhigung.

    Auch RWE gehörte mit einem Plus von 8,0% zu den klaren Gewinnern. Der Energiekonzern profitierte von einer stabilen Nachfrage im Strommarkt und der Einschätzung, dass die geopolitischen Risiken den Versorgern eher zugutekommen könnten. Die Aktie zeigte sich damit deutlich robuster als viele andere Werte im DAX.

    Mit BASF und Bayer legten zudem zwei Chemie?Schwergewichte kräftig zu. BASF gewann 6,8%, während Bayer um 6,2% zulegte. Beide Werte profitierten von einer technischen Erholung nach den massiven Verlusten der Vorwoche. Bei Bayer kamen zudem Spekulationen über mögliche Portfolioanpassungen hinzu, die den Kurs zusätzlich stützten.

    Weitere Gewinner waren Daimler Truck, Hannover Rück, Symrise, BMW, Allianz, E.ON, Infineon und Münchener Rück, die allesamt im positiven Bereich lagen und damit zur Stabilisierung des Gesamtmarktes beitrugen.

    Wochenverlierer: Beiersdorf, Heidelberg Materials und Qiagen unter Druck – defensive Werte schwächeln

    Trotz der insgesamt freundlicheren Marktstimmung gab es auch in dieser Woche deutliche Verlierer. Besonders hart traf es Beiersdorf, das 6,7% einbüßte. Der Konsumgüterkonzern litt unter einem verhaltenen Ausblick und der Sorge, dass steigende Rohstoffpreise die Margen belasten könnten. Die Aktie reagierte empfindlich auf die Unsicherheit im Konsumsektor.

    Auch Heidelberg Materials musste mit einem Rückgang von 7,5% einen deutlichen Verlust hinnehmen. Der Baustoffkonzern reagierte auf schwächere Branchensignale und die Befürchtung, dass steigende Energiepreise die Kostenstruktur belasten könnten. Die Aktie bleibt damit einer der volatilsten Werte im DAX.

    Mit Qiagen verlor ein weiterer defensiver Wert 7,8%. Der Diagnostikspezialist steht unter Druck, da die Nachfrage nach Testsystemen weiter zurückgeht und der Markt insgesamt weniger Wachstumspotenzial sieht. Die Aktie konnte sich dem Abwärtstrend im Gesundheitssektor nicht entziehen.

    Auch Vonovia, Henkel, MTU Aero Engines, Siemens Energy, Siemens Healthineers, Deutsche Bank und Airbus verzeichneten Verluste, wenn auch in moderaterem Umfang. Die Breite der Verliererliste zeigt, dass die Erholung noch nicht alle Branchen erreicht hat und die Märkte weiterhin selektiv agieren.

    Ausblick: Inflationsdaten, EZB-Signale und geopolitische Risiken bestimmen die neue Woche

    Die kommende Woche wird erneut stark von geopolitischen Entwicklungen geprägt sein. Der Konflikt zwischen Iran und Israel/USA bleibt das dominierende Thema, denn jede weitere Eskalation könnte die Energiepreise in die Höhe treiben und die Märkte erneut belasten. Anleger werden daher aufmerksam verfolgen, ob diplomatische Bemühungen greifen oder ob sich die Lage weiter zuspitzt.

    Parallel dazu stehen wichtige Inflationsdaten aus der Eurozone und den USA an. Sollten die Verbraucherpreise höher ausfallen als erwartet, könnte dies die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen dämpfen und den DAX erneut unter Druck setzen. Umgekehrt könnte eine positive Überraschung die Erholung weiter stützen.

    Zudem beginnt die Phase der Hauptversammlungen, die traditionell für Stabilität sorgt, da viele Unternehmen ihre Dividendenvorschläge bestätigen. In der aktuellen Lage könnte dies ein wichtiger psychologischer Faktor sein, der den Markt stützt.

    Insgesamt bleibt die Erwartungshaltung vorsichtig optimistisch. Sollte sich die geopolitische Lage nicht weiter verschärfen und die Inflationsdaten im Rahmen bleiben, könnte der DAX seine Erholung fortsetzen. Ein erneuter Test der Marke von 24.000 Punkten ist möglich, sofern die Märkte Ruhe finden. Bei einer weiteren Eskalation im Nahen Osten hingegen wären erneute Rücksetzer wahrscheinlich.

  • DAX-Wochenrückblick: Stabiler Markt, neue Rekorde und klare Gewinner–Verlierer-Trends

    Marktlage: DAX behauptet sich über 25.000 Punkten – robuste Stimmung trotz Gegenwinds

    Die vergangene Börsenwoche zeigte eine bemerkenswert stabile Marktverfassung. Trotz anhaltender Unsicherheiten rund um die globale Konjunktur, gemischter Signale aus den USA und der weiterhin sensiblen Zinspolitik der großen Zentralbanken blieb die Stimmung an den Märkten überwiegend positiv. Besonders die Hoffnung auf eine weiter nachlassende Inflation und die Erwartung, dass die EZB ihren moderaten Kurs beibehält, sorgten für Unterstützung. Der DAX konnte sich im Wochenverlauf gut behaupten und schloss am Freitag bei 25.261 Punkten, was einem leichten Wochenplus entspricht. Damit bleibt der Leitindex in Reichweite seiner jüngsten Rekordstände und zeigt, dass die Anleger trotz kurzfristiger Schwankungen weiterhin Vertrauen in die Marktentwicklung haben.

    Wochengewinner: Deutsche Börse, E.ON, Telekom und weitere Werte mit deutlichen Aufschlägen

    Unter den stärksten Gewinnern der Woche ragte die Deutsche Börse heraus, deren Aktie um 5,7?% zulegte. Der Konzern profitierte von einem anhaltend hohen Handelsvolumen, das durch die jüngsten Marktbewegungen zusätzlich befeuert wurde. Investoren honorierten zudem die stabile Ertragslage und die Aussicht auf ein weiterhin solides Wachstum im laufenden Jahr.

    Fast ebenso stark präsentierte sich E.ON, das mit einem Wochenplus von 5,6?% zu den auffälligsten Gewinnern gehörte. Der Energieversorger profitierte von einer verbesserten regulatorischen Sichtbarkeit und positiven Erwartungen hinsichtlich der Netzentgelte. Die defensive Ausrichtung des Unternehmens erwies sich in einem wechselhaften Marktumfeld erneut als Vorteil.

    Auch die Deutsche Telekom zeigte eine beeindruckende Performance und legte um 4,2?% zu. Die Aktie profitierte von einem robusten operativen Geschäft, starken US?Zahlen und einer weiterhin attraktiven Dividendenperspektive. Die Telekom bleibt damit einer der stabilsten Ankerwerte im DAX.

    Ebenfalls im Plus lagen Vonovia mit einem Anstieg von 4,5?%, was auf eine spürbare Erholung im Immobiliensektor hindeutet, sowie Hannover Rück, das mit einem Wochenplus von 2,6?% von einer starken Nachfrage im Rückversicherungsgeschäft profitierte. Auch Symrise, Qiagen, Scout24, Infineon und Münchener Rück konnten sich im positiven Bereich behaupten und trugen zur insgesamt freundlichen Marktstimmung bei.

    Wochenverlierer: MTU Aero Engines, Heidelberg Materials und Rheinmetall unter Druck

    Auf der Verliererseite stand in dieser Woche vor allem MTU Aero Engines, das mit einem deutlichen Rückgang von 9,1?% den schwächsten Wert im DAX stellte. Der Triebwerkshersteller litt unter erneuten Sorgen hinsichtlich möglicher Verzögerungen und Kostensteigerungen bei wichtigen Programmen. Zudem belasteten Berichte über technische Herausforderungen im Triebwerksbereich die Stimmung der Anleger.

    Ebenfalls stark unter Druck stand Heidelberg Materials, das im Wochenverlauf 7,9?% verlor. Der Baustoffkonzern reagierte empfindlich auf Hinweise, dass sich die Nachfrage in einigen Kernmärkten abschwächen könnte. Auch steigende Energiekosten und ein verhaltener Ausblick im Bausektor sorgten für Zurückhaltung bei Investoren.

    Ein weiterer deutlicher Verlierer war Rheinmetall, das trotz langfristig starker Perspektiven kurzfristig 4,4?% einbüßte. Nach einer langen Phase nahezu ungebremster Kursanstiege kam es zu spürbaren Gewinnmitnahmen. Zudem sorgten politische Diskussionen über die zukünftige Ausgestaltung der Verteidigungsbudgets für Unsicherheit.

    Auch Fresenius Medical Care mit einem Minus von 4,2?%, Bayer mit –3,8?%, Brenntag mit –3,3?% sowie Airbus mit –2,9?% mussten Rückschläge hinnehmen. Diese Werte litten teils unter branchenspezifischen Belastungen, teils unter verhaltenen Ausblicken oder schlicht unter Gewinnmitnahmen nach zuvor starken Wochen.

    Ausblick: Inflationsdaten, Zentralbank?Signale – und ein geopolitischer Schock, der die Märkte dominieren wird

    Die kommende Woche steht unter völlig neuen Vorzeichen. Während Anleger ursprünglich vor allem auf Inflationsdaten, Zentralbank?Signale und Unternehmenszahlen geblickt hätten, rückt nun ein Ereignis in den Mittelpunkt, das die Märkte weltweit erschüttert: der am Wochenende eskalierte Krieg zwischen den USA/Israel und Iran. Die Angriffe auf iranische Führungspersonen und die massiven Gegenschläge Teherans haben die geopolitische Lage im Nahen Osten dramatisch verschärft. Internationale Medien berichten, dass Investoren sich auf einen ausgeprägten Risk?Off?Modus einstellen, sobald die Märkte wieder öffnen.

    Besonders kritisch ist die Lage, weil der Konflikt eine Region betrifft, die für die weltweite Energieversorgung von zentraler Bedeutung ist. Analysten warnen bereits vor einem möglichen Ölpreisschock, sollte der Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus beeinträchtigen – eine Route, über die rund ein Viertel des globalen Ölhandels läuft. Ein deutlicher Anstieg der Energiepreise könnte die Inflation erneut anheizen und die geldpolitischen Spielräume der Zentralbanken einengen. Für den DAX wäre dies ein Belastungsfaktor, da höhere Energiepreise sowohl die Unternehmensgewinne als auch die Kaufkraft der Verbraucher dämpfen.

    Parallel dazu werden die Märkte genau beobachten, wie die Federal Reserve und die Europäische Zentralbank auf die neue Unsicherheit reagieren. Zwar stehen in dieser Woche keine großen Zinsentscheidungen an, doch jede Äußerung führender Notenbanker wird nun durch die geopolitische Brille betrachtet. Ein zu restriktiver Ton könnte die Nervosität verstärken, während eine moderatere Einschätzung stützend wirken könnte.

    Auch die Unternehmenszahlen, die in den kommenden Tagen veröffentlicht werden, geraten durch die geopolitische Lage in einen neuen Kontext. Branchen wie Energie, Rüstung und Versorger könnten kurzfristig profitieren, während zyklische Industrien, Technologieunternehmen und Logistiker eher unter Druck geraten dürften. Besonders Airlines und Tourismuswerte könnten empfindlich reagieren, da steigende Kerosinpreise und geopolitische Risiken ihre Kosten erhöhen.

    Insgesamt ist die Erwartungshaltung für den DAX kurzfristig deutlich vorsichtiger geworden. Während der Index in den vergangenen Wochen eine robuste Entwicklung zeigte, könnte die geopolitische Eskalation zu einem schwächeren Wochenstart führen. Entscheidend wird sein, ob sich der Konflikt weiter ausweitet oder ob diplomatische Bemühungen greifen. Sollte sich die Lage stabilisieren und die Inflationsdaten positiv überraschen, könnte der DAX seinen Weg Richtung 25.500 Punkte dennoch fortsetzen. Bei einer weiteren Eskalation hingegen wären deutliche Rücksetzer wahrscheinlich.

  • DAX-Wochenrückblick: Leitindex steigt auf 24.764 Punkte – Top-Gewinner, größte Verlierer und Ausblick auf die neue Börsenwoche

    DAX?Wochenrückblick: Leitindex gewinnt und schließt bei 24.764 Punkten

    Die vergangene Börsenwoche verlief für den deutschen Leitindex insgesamt positiv. Trotz zwischenzeitlicher Schwankungen konnte der DAX im Wochenvergleich zulegen und ging am Freitag bei 24.764,05 Punkten aus dem Handel. Gegenüber der Vorwoche entspricht dies einem moderaten Plus von rund 1 %.

    Getrieben wurde die Aufwärtsbewegung vor allem von der Hoffnung auf eine allmähliche Entspannung bei der Inflation, stabilen Unternehmenszahlen aus Europa sowie einer freundlichen Vorgabe der US?Börsen. Gleichzeitig blieben die Märkte sensibel für jede neue Äußerung der großen Zentralbanken – insbesondere der US?Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB). Unterm Strich überwogen jedoch die positiven Impulse, sodass der DAX die Woche im grünen Bereich beendete.

    Wochengewinner im DAX: Diese Aktien überzeugten mit starken Kurszuwächsen

    Auf Basis der Wochenveränderungen gehörten folgende Titel zu den auffälligsten Gewinnern der vergangenen Woche. Die Prozentangaben sind gerundet und dienen der Einordnung der Größenordnung:

    Siemens Energy – rund +5 %

    Grund: Fortschritte bei der Stabilisierung des Windkraftgeschäfts und positive Signale zu laufenden Projekten sorgten für spürbare Erleichterung im Markt. Zudem werteten Analysten die mittelfristigen Perspektiven im Bereich Energiewende und Netzinfrastruktur erneut positiv.

    Rheinmetall – rund +4 %

    Grund: Anhaltend hohe Nachfrage nach Verteidigungstechnik und neue Auftragsmeldungen aus Europa stützten die Aktie. Der Markt preist weiterhin robuste Umsatz- und Gewinnperspektiven ein, was Rheinmetall zu einem der Favoriten im DAX macht.

    Bayer – rund +3 %

    Grund: Die Aktie profitierte von der Hoffnung auf Fortschritte in Rechtsstreitigkeiten sowie von Spekulationen über mögliche Portfolioanpassungen. Positive Analystenkommentare und eine leichte Stimmungsaufhellung im Chemie? und Pharmasektor unterstützten den Kurs.

    Vonovia – rund +2–3 %

    Grund: Sinkende langfristige Renditen am Anleihemarkt und die Erwartung, dass der Zinsgipfel erreicht sein könnte, spielten dem Immobiliensektor in die Karten. Vonovia profitierte zusätzlich von der Einschätzung, dass der Wohnimmobilienmarkt sich langsam stabilisiert.

    Wochenverlierer im DAX: Diese Aktien gerieten unter Druck

    Nicht alle DAX?Werte konnten von der freundlichen Grundtendenz profitieren. Einige Titel mussten im Wochenverlauf deutliche Rücksetzer hinnehmen:

    Infineon – rund –5 bis –6 %

    Grund: Der Chipkonzern litt unter einer vorsichtigen Brancheneinschätzung und Zurückhaltung im zyklischen Halbleiterbereich, insbesondere im Automobil? und Industriegütersegment. Gewinnmitnahmen nach vorangegangenen Kursanstiegen verstärkten den Druck.

    Adidas – rund –4 bis –5 %

    Grund: Enttäuschende Signale aus wichtigen Absatzmärkten sowie Sorgen um die Konsumlaune drückten auf die Stimmung. Nach der starken Performance der letzten Monate nutzten viele Investoren die Gelegenheit, Gewinne mitzunehmen.

    BASF – rund –4 %

    Grund: Der Chemiekonzern steht weiterhin im Spannungsfeld aus hohen Energiekosten, schwächerer Industrienachfrage und Unsicherheit über die globale Konjunktur – insbesondere mit Blick auf China. Neue Daten zur Industrieproduktion fielen verhalten aus und belasteten den Kurs.

    Porsche AG – rund –3 bis –4 %

    Grund: Die Aktie reagierte sensibel auf Diskussionen über Margendruck im Premium?Segment und eine mögliche Abkühlung im Luxusgüterbereich. Zudem sorgten skeptische Analystenstimmen für zusätzlichen Verkaufsdruck.

    Ausblick: Wichtige Termine und mögliche Auswirkungen auf den DAX in der kommenden Woche

    Die neue Handelswoche dürfte erneut stark von makroökonomischen Daten und geldpolitischen Signalen geprägt sein. Mehrere Termine haben das Potenzial, die Richtung am Markt kurzfristig zu beeinflussen:

    Inflationsdaten aus Deutschland und der Eurozone

    Neue Verbraucherpreisdaten geben Hinweise darauf, ob der disinflationäre Trend anhält. Mögliche Wirkung:

    • Überraschend niedrige Inflation: Könnte die Erwartung früherer oder stärkerer Zinssenkungen durch die EZB befeuern – tendenziell positiv für den DAX.
    • Hartnäckig hohe Inflation: Würde die Fantasie auf schnelle Lockerungen dämpfen – eher belastend für zinssensitive Sektoren wie Immobilien und Technologie.

    US?Arbeitsmarktdaten und Konjunkturindikatoren

    Die Entwicklung am US?Arbeitsmarkt bleibt ein zentraler Faktor für die Zinspolitik der Fed. Mögliche Wirkung:

    • Leichte Abkühlung: Könnte die Hoffnung auf Zinssenkungen stützen und Risikoanlagen wie Aktien Rückenwind geben.
    • Sehr starke Daten: Würden die Fed zu einem vorsichtigeren Kurs zwingen – das könnte die Risikobereitschaft dämpfen.

    Fortsetzung der Berichtssaison im DAX

    Mehrere DAX?Konzerne legen Quartalszahlen und Ausblicke vor. Mögliche Wirkung:

    • Positive Überraschungen: Können einzelne Titel deutlich antreiben und den Index mitziehen.
    • Enttäuschungen: Führen schnell zu spürbaren Kursabschlägen, insbesondere bei hoch bewerteten Wachstumswerten.

    Hauptversammlungen und Dividendensaison

    Mit Blick auf die anlaufende Dividendensaison rücken Ausschüttungen und Ausblicke auf das laufende Geschäftsjahr in den Fokus. Mögliche Wirkung:

    • Attraktive Dividendenrenditen: Können den DAX stabilisieren und insbesondere defensive Werte stützen.
    • Zurückhaltende Ausblicke: Könnten die Stimmung im breiten Markt eintrüben.

    Erwartungshaltung für den DAX: Zwischen Erholungschance und Datenrisiko

    Aus heutiger Sicht spricht vieles dafür, dass der DAX nach dem Anstieg auf 24.764 Punkte zunächst in eine Phase der Konsolidierung übergehen könnte. Fallen die Inflationsdaten moderat aus und signalisieren die Zentralbanken keine überraschend restriktive Haltung, ist eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung in Richtung 25.000 Punkte und darüber hinaus durchaus denkbar.

    Gleichzeitig bleibt das Umfeld datengetrieben:

    • Positive Überraschungen bei Konjunktur und Unternehmenszahlen könnten eine weitere Rallye auslösen.
    • Negative Überraschungen – insbesondere bei Inflation oder Wachstum – hätten das Potenzial, kurzfristig deutliche Rücksetzer auszulösen.

    Für Anleger bedeutet das: Die Richtung stimmt aktuell nach oben, aber die Märkte bleiben sensibel. Stock?Picking und ein genauer Blick auf Termine und Sektoren werden in der kommenden Woche wichtiger denn je.

  • DAX legt in Quartal 9,2 Prozent auf 11.526 Punkte zu – Wirecard explodiert um 21 Prozent – Infineon, Bayer und ThyssenKrupp mit höchstem Wochenverlust

    In der vergangenen Woche hat der DAX deutlich an Wert gewonnen. Insgesamt hat der DAX das erste Quartal des Jahres 2019 positiv abgeschlossen. Am Freitag ging der Deutsche Aktienindex bei einem Stand von 11.526 Punkte aus dem Handel. Damit notiert das Börsenbarometer fast 1.000 Punkte höher als zum Jahreswechsel. Der Gewinn im ersten Quartal beträgt 9,2 Prozent was einem Punkteanstieg von 967 Zählern entspricht.

    DAX legt in Quartal 9,2 Prozent auf 11.526 Punkte zu

    In der vergangenen Woche hat der DAX am Montag noch mit einem leichten Tagesverlust von 0,2 Prozent den Handel beendet. Der schwache Einkaufsmanagerindex aus der Vorwoche belastete noch den Handel. Mit einem Tagesgewinn von 0,6 Prozent drehte sich am Dienstag die Stimmung auf dem Börsenparkett. Allerdings ist die Hälfte des Gewinns dem Kursanstieg bei Wirecard zu verdanken. Die Wirecard-Aktie schoss um 26 Prozent nach oben, nachdem die Manipulationsvorwürfe nicht bestätigt wurden. Keine einheitliche Tendenz hat sich am Mittwoch abgezeichnet. Der Aktienmarkt beendete den Handel unverändert. Wenig Bewegung gab es auch am Donnerstag. Der Brexit lähmt momentan das Handelsgeschehen. Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen China und den USA sorgten am Freitag für ein positive Aktienklima. Die Börse steig um 0,9 Prozent.

    Wirecard explodiert um 21 Prozent

    Nachdem die Financial Times über Wochen Manipulationsvorwürfe in Asien bei dem Aschheimer Unternehmen in den Raum stellt sorgte das Ergebnis der Prüfung in der vergangenen Woche für Erleichterung. Der Prüfbericht deckte keine signifikanten Verstöße auf und damit sind die Vorwürfe haltlos. Die Aktie legte im Wochenverlauf um 21 Prozent auf 111,70 Euro zu. Die Kurse notieren damit noch weit unter den Höchstständen, jedoch dürfte sich die Lage damit etwas beruhigen. Trotzdem lässt die Financial Times nicht locker und hat zum Wochenschluss mit erneuten Berichten Druck auf die Aktie ausgeübt. Es bleibt daher spannend, ob das Zeitungsblatt damit dem eigenen Journalismus letztendlich nicht mehr schadet.

    Infineon, Bayer und ThyssenKrupp mit höchstem Wochenverlust

    Den höchsten Wochenverlust von 10,5 Prozent hat die Aktie von infineon eingefahren. Der Halbleiterkonzern hat die Börsianer mit einer Gewinnwarnung überrascht. Die Aktie verlor auf 17,68 Euro. Bayer hat erneut vor einem US-Gericht im Glyphosat-Streit unterlegen und wurde zu einer Schadenersatzzahlung verurteilt. Ein Produkt der Bayer-Tochter Monsanto steht im Verdacht bei dem Kläger Krebs ausgelöst zu haben. Eine zusätzliche Abstufung durch die Bank of America-Merril Lynch sorgte in Summe für einen Wochenverlust von 8,1 Prozent auf 57,60 Euro. Die schwächeren Konjunkturaussichten drücken insgesamt auf die konjunktursensiblen Dividendenpapier. Bei ThyssenKrupp geht es daher um 7,6 Prozent auf 12,24 Euro nach unten.

    DAX ist weiter in seiner Range gefangen

    Der DAX bewegt sich seit einiger Zeit in einem Korridor zwischen 10.500 und 12.000 Punkten. Um aus dieser Range auszubrechen bedarf es nachhaltiger Entwicklungen. Aktuell drohen mit den schwächeren Konjunkturaussichten und dem bevorstehenden Brexit mehr negative als positive Überraschungen. Es ist daher davon auszugehen, dass es dem DAX nicht gelingen wird diese Range zu verlassen. Für die kommenden Monate ist eine Seitwärtsbewegung des wahrscheinlichste Szenario.

  • DAX gewinnt 2 Prozent auf 10.768 Punkte – Bayer, Deutsche Bank E.on und RWE mit höchstem Wochengewinn – Linde, infineon und SAP mit höchsten Verlusten

    In der verkürzten Handelswoche ist dem DAX ein erfolgreicher Start in das Börsenjahr 2019 gelungen. Auf Wochensicht legte der Deutsche Aktienindex um rund 2 Prozent zu. Damit notiert der DAX 209 Punkte über dem Jahresendstand bei einem aktuellen Kurs von 10.768 Punkten.

    DAX gewinnt 2 Prozent auf 10.768 Punkte

    Nachdem der DAX am Mittwoch noch mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent in das neue Jahr startete ging es am zweiten Tag bereits wieder nach unten. Der Tagesverlust betrug 1,6 Prozent nachdem Apple negative Quartalszahlen veröffentlichte und damit der Handelsstreit zwischen USA und China in den Fokus trat. Vor allem der Automobilsektor litt unter diesen Vorgaben. Doch als sich am Freitag eine Entspannung um den Handelsstreit abzuzeichnen scheint und die Arbeitsmarktdaten positiv überraschten, ging es mit den Aktienkursen deutlich nach oben. Der DAX schoss am Freitag um 3,4 Prozent nach oben und hat damit ein mehr als beachtliches Tagesplus eingefahren.

    Bayer, Deutsche Bank E.on und RWE mit höchstem Wochengewinn

    Unter den DAX-Aktien legten die Papiere von Bayer mit einem Wochengewinn in Höhe von 7,2 Prozent am stärksten zu. Bayer hat sich im Streit um Schadenersatzzahlungen für mögliche Krebserkrankungen durch den Unkrautvernichter Glyphosat eine bessere Ausgangsposition verschafft. An der Börse stieg die Aktie um 4,34 Euro auf 64,90 Euro gegenüber dem Vorjahresschlusskurs. Aktien des Vorjahresverlierers Deutsche Bank legten gegen den Trend mit 6,7 Prozent auf 7,44 Euro ebenfalls deutlich zu. Und schließlich sorgten auch die Versorger für einen steigenden DAX. Bei E.on ging es um 5,2 Prozent auf 9,08 Euro nach oben und RWE kletterten um 5,1 Prozent auf 19,92 Euro.

    Linde, infineon und SAP mit höchsten Verlusten

    Die höchsten Verluste in Höhe von 2,2 Prozent wurden dagegen mit den Papieren von Linde eingefahren. Die Aktie verlor 3 Euro auf 135,55 Euro. Nach der Gewinnwarnung von Apple schnitt vor allem auch der Technologiesektor negativ ab. Infineon verloren 1,3 Prozent auf 17,14 Euro und bei SAP ging es um 0,6 Prozent auf 86,44 Euro nach unten.

    Start ins Börsenjahr 2019 wird positiv bewertet

    Mit dem Wochengewinn in Höhe von 2 Prozent wird der Start in das neue Börsenjahr positiv bewertet. Bereits im Vorfeld wurde darüber spekuliert, dass eine negative Auftaktwoche zu weiteren Kursverlusten führen könnte. Dies ist mit dem Wochengewinn durch die hohen Kursgewinne vom Freitag verhindert worden. Damit steht einem erfolgreichen Börsenjahr aus charttechnischer Sicht nichts im Wege und der DAX könnte in Richtung weiterer Jahreshochs marschieren.

  • Jahresrückblick: DAX verliert 18,3 Prozent und fällt auf 10.559 Punkte – DAX markiert Allzeithoch bei 13.597 Punkten – Zahlreiche Krisen lassen DAX einbrechen – DAX könnte Boden gefunden haben

    Im vergangenen Jahr hat der Deutsche Aktienindex 2.359 Punkte an Wert verloren. Damit notiert der DAX 18,3 Prozent unter dem Stand von vor einem Jahr. Zahlreiche charttechnische Marken wurden auf dem Weg nach unten durchbrochen. Zum Jahresende notiert der DAX bei einem Stand von 10.559 Punkten.

    DAX verliert 18,3 Prozent und fällt auf 10.559 Punkte

    Damit hat der DAX eine starke Serie beendet. In den vergangenen sechs Jahren hat der DAX auf Jahressicht ausschließlich Gewinne eingefahren. Der DAX hat damit das erste Mal seit sechs Jahren wieder Verluste gemacht. Damals hatte der DAX im Jahre 2011 einen Verlust von 14,7 Prozent eingefahren.

    Einen größeren Verlust als in 2018 gab es zuletzt vor genau zehn Jahren als die internationale Finanzkrise im Jahre 2008 ihren Höhepunkt hatte. Damals ging es um 40,4 Prozent nach unten. Der DAX notierte bei einem Stand von 4.810 Zählern.

    DAX markiert Allzeithoch bei 13.597 Punkten

    Aber es gab nicht nur negative Entwicklungen. Zu Beginn des Jahres setzte der Aktienmarkt seinen Aufwärtstrend fort. Die Geldschwemme der Notenbanken und das niedrige Zinsniveau haben die Aktienkurse steigen lassen. Am 23. Januar notierte der DAX auf Allzeithoch bei 13.597 Punkten. Doch während der DAX noch einige Monate immer wieder zwischen 12.000 und 13.000 Punkten schwankte ging es ab September nur noch nach unten.

    Zahlreiche Krisen lassen DAX einbrechen

    Der Handelsstreit zwischen den USA und China, aber auch zwischen Europa und den USA haben die Aktienmärkte negativ berührt. Hinzu kommt der nahende Brexit. In Italien gab es einen Haushaltsstreit um die Verschuldung des Landes und in Frankreich gestalten sich die Reformen für den Präsidenten schwieriger als gedacht. Die meisten dieser politischen Unsicherheiten konnten immer wieder nur kurzfristig die Aktienmärkte negativ beeinflussen.

    Selbst die steigenden Zinsen und die Rückkehr der Notenbanken zur Normalität sorgten für keine Verunsicherung an den Aktienmärkten. Als allerdings ab dem dritten Quartal Unternehmen verstärkt mit Gewinnwarnungen die Aktienmärkte überraschten, ging es mit den Kursen nach unten. Der Abschwung ist damit auch bei den deutschen Unternehmen angekommen. Lange wollten die Börsianer nicht wahrhaben, dass der starke Euro und die Handelsbeschränkungen negative Auswirkungen auf die Bilanzen deutscher Unternehmen haben werden.

    Lediglich sechs Aktien mit positiver Kursentwicklung – RWE bestes Papier

    Im DAX gab es lediglich sechs Aktien mit einer positiven Kursentwicklung. Das höchste Plus erzielten dabei die Papiere von RWE mit einem Jahresgewinn in Höhe von 11,5 Prozent. Allerdings bewegt sich das Papier mit 18,96 Euro weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Adidas und Deutsche Börse zählen mit einem Plus von 8,4 Prozent bzw. 9,1 Prozent ebenfalls zu den Top-Aktien. Münchener Rück legen mit 5,4 Prozent ebenfalls leicht zu während Deutsche Telekom und Merck mit einem Plus von 0,2 bzw. 0,3 Prozent so gut wie unverändert rangieren. Die Aktien von Wirecard und der Commerzbank sind in dieser Jahresbetrachtung nicht berücksichtigt, da die Papiere nicht die letzten 12 Monate dem DAX angehörten.

    Deutsche Bank, Continental und Bayer mit höchstem Jahresverlust

    Schlechte Zeiten gibt es weiterhin für den Finanzsektor. Die niedrigen Zinsmargen sowie strukturelle Probleme belasten die deutschen Geldhäuser. Die Aktien der Deutschen Bank sind mit 56 Prozent größter Verlierer im DAX. Der einstiege Highflyer notiert bei gerade einmal 6,97 Euro.

    Gewinnwarnungen und der Dieselskandal belasten die Automobilbranche. Allen voran verlieren Continental 46,4 Prozent. Bayer, HeidelbergCement und Deutsche Post geben um rund 40 Prozent nach. ThyssenKrupp sind auf nur noch 14,98 Euro eingebrochen und bei der Deutschen Lufthansa hat sich der etwas höhere Kerosinpreis negativ auf die Bilanz niedergeschlagen.

    DAX könnte Boden gefunden haben

    Für das kommende Jahr sehen die ersten Anzeichen nicht anders aus. Die Risiken bleiben. Allerdings gibt es den einen großen Unterschied, dass die negativen Signale an der Börse angekommen und durch fallende Kurse verarbeitet sind. Die Euphorie der vergangenen Jahre ist damit verschwunden. Auf dem Börsenparkett herrscht ein realeres Bild. Negative Ergebnisse dürften damit nicht mehr überraschen. Insofern kann es eigentlich nur noch positive Überraschungen geben. Zumal in 2019 ab dem zweiten Halbjahr in den USA der Präsidentschaftswahlkampf startet. Und mit diesem waren in der Vergangenheit immer steigende Aktienkurse verbunden.

    In diesem Sinne blicken wir optimistisch in das Aktienjahr 2019. Wir gehen davon aus, dass der DAX wieder in Richtung Allzeithoch marschiert. Für den DAX erwarten wir daher einen Jahresschlussstand in 2019 von 13.278 Punkten. Dies würde einem Plus von 25,8 Prozent entsprechen.

  • DAX verliert 3 Prozent auf 11.201 Punkte – Linde, Lufthansa und Conti mit guten Gewinnen – Bayer und Deutsche Bank mit zweistelligen Verlusten

    Mit einem Minus von rund 3 Prozent hat der DAX die vergangene Handelswoche negativ beendet. Seit Monatsbeginn hat der DAX einen Kursrückgang von 8,5 Prozent eingefahren und seit Jahresbeginn beträgt der Verlust 17 Prozent. Aktuell notiert der Deutsche Aktienindex bei 11.201 Punkten nur knapp oberhalb der Jahrestiefstände.

    DAX verliert 3 Prozent auf 11.201 Punkte

    Nach einem Kursaufschwung im Laufe des Montags verlor der DAX am zum Handelsende erneut und ging mit einem Wochenverlust von 0,3 Prozent aus dem Handel. Die Seitwärtsbewegung der letzten Tage ging am Dienstag in eine erneute Abwärtswelle über. Der DAX brach um 2,2 Prozent ein. Der Fall des Dow Jones unter die 200 Tage Linie hat auch den deutschen Aktienmarkt verunsichert. Schwache Einkaufsmanagerindizes sorgten am Mittwoch für erneuten Kursdruck. Der Tagesverlust betrug 0,7 Prozent. Eine Gegenbewegung mit einem Tagesgewinn von 1 Prozent setzte am Donnerstag ein. Dies war jedoch nur von geringer Dauer geprägt. Bereits am Freitag traten die Themen Brexit, Verschuldung Italien und der Handelsstreit der USA in den Vordergrund und sorgten für erneute Kursverluste. Zum Wochenschluss gab der DAX um 0,9 Prozent nach.

    Linde, Lufthansa und Conti mit guten Gewinnen

    Trotz negativem Aktienmarktumfeld legten die Dividendentitel von Linde nach der genehmigten Fusion mit Praxair deutlich zu. Die Indexgewichtung von Linde steigt sowohl im DAX wie auch im EuroStoxx50 deutlich an. Indexfonds werden Linde-Papiere kaufen und dies brachte einen Wochengewinn für Linde-Aktien in Höhe von 5,3 Prozent. Aktie der Deutschen Lufthansa legten um 5,1 Prozent auf 18,86 Euro zu. Bei Continental wurden im dritten Quartal die eigenen Ziele übertroffen. Damit scheint die Phase der Gewinnwarnungen beim Automobilzulieferer gestoppt zu sein. Die Aktie legte gegenüber der Vorwoche um 3,5 Prozent auf 136,10 Euro zu.

    Bayer und Deutsche Bank mit zweistelligen Verlusten

    Ganz anders sieht es dagegen bei den Papieren von Bayer aus. Eine Schadensersatzzahlung gegen die Bayer-Tochter Monsanto sorgte in den USA für Aufsehen. Die Zahlungen sind zwar unter den Erwartungen geblieben, allerdings ist die Unsicherheit weiterhin hoch. An der Börse rutschte das DAX-Schwergewicht Bayer um 14,7 Prozent ab und notiert bei nur noch 66,15 Euro. Deutlich nach unten ging es nach den Quartalszahlen der Deutschen Bank. Auf der Ergebnisseite wurden die Erwartungen nach unten geschraubt. An der Börse ging es daraufhin um 10,3 Prozent auf 8,52 Euro nach unten.

    DAX wird in den kommenden Wochen weiter fallen

    Die Aussichten sind für den DAX derzeit alles andere als gut. Aufgrund Brexit, US-Handelsstreit, Italien-Krise, schwacher Frühindikatoren und eines angeschlagenen Chartbildes ist in den kommenden Wochen mit weiteren Kursverlusten beim DAX zu rechnen. Der Oktober wird seinem Namen als schwacher Börsenmonat alle Ehre machen und auch im November ist mit keiner Trendumkehr zu rechnen. Ein Fall unter die Marke von 10.000 Punkten könnte deshalb in den kommenden Wochen drohen.
  • DAX verliert über 5 Prozent auf 11.524 Punkte – Bayer einzige Aktie mit Wochengewinnen, Deutsche Telekom unverändert – Wirecard, RWE, infineon und Covestro mit zweistelligen Verlusten

    Mit einem Minus von mehr als 5 Prozent hat der DAX die vergangene Handelswoche deutlich im negativen Bereich beendet. Steigende Zinsen in den USA, die Schuldenproblematik Italiens sowie der andauernde Handelsstreit zwischen China und den USA drückten die Aktienkurse unter die Marke von 12.000 Punkte. Der Deutsche Aktienindex ging bei einem Stand von 11.524 Punkten aus dem Handel.

    DAX verliert über 5 Prozent auf 11.524 Punkte

    Der negative Trend zeigte sich gleich zu Wochenbeginn. Am Montag ging es beim DAX um 1,4 Prozent nach unten. Damit hatte der DAX die psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten nach unten durchbrochen. Am Dienstag konnte der Abwärtstrend zunächst gestoppt werden. Stützend wirkte dabei der Renditerückgang an den Anleihemärkten. Doch bereits einen Tag später setzte sich am Mittwoch die negative Entwicklung fort. Der DAX ging mit einem Tagesverlust von 2,2 Prozent aus dem Handel und durchbrach dabei die aus charttechnischer Sicht wichtige Marke von 11.800 Punkten. Auch am Donnerstag kam der Aktienmarkt nicht zur Ruhe. Mit einem erneuten Kursrückgang von 1,5 Prozent weiteten sich die Verluste aus. Solide Geschäftszahlen der US-Banken konnten noch keine Trendwende herbeiführen, aber die Kursverluste zumindest für einen Tag anhalten. Mit einem Tagesverlust von 0,1 Prozent ging der DAX unverändert aus dem Handel.

    Bayer einzige Aktie mit Wochengewinnen, Deutsche Telekom unverändert

    Positive Nachrichten für Bayer haben den Aktienkurs der Leverkusener trotz eines äußerst schwachen Umfeldes steigen lassen. Zum einen plant Bayer nach der milliardenschweren Übernahme von Monsanto den Verkauf der Tierarzneisparte. Für die zweite positive Nachricht sorgt der Fall Glyphosat. Hier kann Bayer auf einen neuen US-Prozess hoffen und dies könnte in Summe zu deutlich geringeren Schadenersatzforderungen führen. An der Börse legte das Bayer-Papier um 2,8 Prozent auf 76,10 Euro zu. Die in unruhigen Zeiten stabilen Aktien aus dem Telekommunikationssektor haben auch in der vergangenen Woche an dieser Tradition festgehalten. So notiert die Aktie der Deutschen Telekom mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 13,85 Euro.

    Wirecard, RWE, infineon und Covestro mit zweistelligen Verlusten

    Beim aktuellen Kurseinbruch traf es die in den vergangenen Monaten besonders gut gelaufenen Technologieaktien am stärkten. Der DAX-Neuling Wirecard gab im Wochenverlauf 16,4 Prozent auf 168,05 Euro nach, obwohl das Unternehmen den Geschäftsausblick erneut bestätigte. Nach einer Gewinnwarnung legte auch RWE den Rückwärtsgang ein. Der Kurs gab um 15,2 Prozent auf 17,52 Euro nach. Aktien von infineon und Covestro gaben jeweils um 10 Prozent nach.

    DAX könnte bis unter die 10.000er Marke fallen

    Die Meldungen sind nicht wirklich neu aber nun haben die Nachrichten zu Kursverlusten an den Aktienmärkten geführt. Dieser negative Trend könnte sich auch in den kommenden Tagen fortsetzen und den DAX weiter verlieren lassen. Ein Kursrückgang bin in den vierstelligen Bereich von unter 10.000 Punkten ist dabei denkbar bevor es zu einer deutlichen Trendumkehr kommt. Bis dahin ist lediglich mit einzelnen Gegenreaktionen zu rechnen.

  • DAX gewinnt 1,4 Prozent auf 12.124 Punkte – Commerzbank, Volkswagen und Linde mit höchsten Wochengewinnen – Merck, Bayer und infineon mit höchsten Verlusten

    Mit einem Plus von 1,4 Prozent ist dem DAX erneut der Sprung über die 12.000er Marke gelungen. Damit klettert der Deutsche Aktienindex um 165 Punkte auf 12.124 Zähler. Auch wenn es am Aktienmarkt damit zu einer Erholung kam ist der Trend weiterhin negativ.

    DAX gewinnt 1,4 Prozent auf 12.124 Punkte

    Zu Wochenbeginn ging es beim DAX vorsichtig nach oben. Der DAX legte um 0,2 Prozent gegenüber dem Handelsschluss der Vorwoche zu. Zurückhaltung war auch am Dienstag auf dem Börsenparkett zu spüren. Der schwelende Streit um den Handelskonflikt sorgt momentan für Unsicherheit. Hoffnung auf Gespräche zwischen China und den USA und damit eine Beruhigung im Handelskonflikt sorgten für einen Tagesgewinn beim DAX in Höhe von 0,5 Prozent. Keine Neuigkeiten gab es von der EZB-Sitzung am Donnerstag – der DAX ging mit einem Plus von 0,2 Prozent so gut wie unverändert aus dem Handel. Zum Wochenende legte der DAX mit einem Plus von 0,6 Prozent ordentlich zu, ohne das es deutliche Gründe für diesen Kursanstieg gab.

    Commerzbank, Volkswagen und Linde mit höchsten Wochengewinnen

    Eine Spekulation über eine Großfusion zwischen der Commerzbank und der Deutschen Bank sorgte für einen deutlichen Kursgewinn beim kleineren Institut. Die Aktie der Commerzbank legt um 7,5 Prozent auf 8,82 Euro zu. Aktien von Volkswagen zählen mit einem Kursplus in Höhe von 5,8 Prozent auf 144 Euro ebenfalls zu den Wochengewinnern und bei Linde geht es um 4,8 Prozent auf 197,10 Euro nach oben.

    Merck, Bayer und infineon mit höchsten Verlusten

    Auf der Verliererseite standen dagegen die Papiere von Merck. Die Aktie wird von den Analysten derzeit als weniger aussichtsreich eingestuft. Der Kurs gab gegenüber der Vorwoche 2,7 Prozent auf 86,40 Euro nach. Bei Bayer geht es um 2,3 Prozent auf 71,82 Euro nach unten. Eine schwache Sektoranalyse belastet die Speicherchiphersteller. Diesem Trend konnten sich die Papiere von infineon nicht entziehen und notieren mit einem Kursverlust von 1,6 Prozent auf 19,76 ebenfalls als Wochenverlierer.

    September als traditionell schwacher Börsenmonat

    Zahlreiche Konflikte belasten derzeit den Aktienmarkt. Der September gilt darüber hinaus traditionell als schwacher Börsenmonat. Unter dieser Konstellation sind für den DAX derzeit keine großen Sprünge zu erwarten. Daher ist in den kommenden Tagen eher mit erneut fallenden Kursen unter die Marke von 12.000 zu rechnen.