Kategorie: Wochenrückblick

Im DAX-Wochenrückblick berichtet die Bullenbrief-Redaktion jede Woche über das Geschehen an der Börse. Der Fokus liegt dabei beim DAX, aber auch bedeutende globale Einflüsse werden berücksichtigt. Am Ende eines jeden Wochenberichts gibt die Redaktion einen Ausblick zur eigenen Einschätzung für die Entwicklung an den Börsen.

  • Rabenschwarze Woche beim DAX mit 5 Prozent Wochenverlust und 500 Punkten Kursverlust – Euroschuldenkrise und Konjunktursorgen belasten Aktienmärkte – Henkel legt leicht zu, Versorger mit höchsten Verlusten

    Herbe Verluste gab es in der vergangenen Woche beim DAX. Der Deutsche Aktienindex verlor 4,9 Prozent und notiert damit 492 Punkte unter dem Schlusskurs der Vorwoche. Die 10.000er Marke ist damit wieder in weite Ferne gerückt. Aktuell notiert der DAX bei 9.595 Punkten.

    Euroschuldenkrise und schwache Daten zur Industrieproduktion belasten die Märkte

    Am Montag ist der DAX noch mit einem Tagesgewinn von 0,2 Prozent in die neue Woche gestartet. Obwohl die deutsche Industrieproduktion unter den Erwartungen lag, blieb die Stimmung auf dem Parkett noch gut. Am Dienstag sorgten Gewinnmitnahmen im großen Stil für einen Tagesverlust von 2,2 Prozent. Bei den Anlegern rückt die Euroschuldenkrise wieder in den Fokus. Die vorgezogene Präsidentschaftswahl könnte die Vereinbarungen mit der Troika ins Wanken bringen. In Athen verlor der Aktienmarkt 13 Prozent an Wert. Etwas Entspannung gab es dann am Mittwoch mit einem leichten Tagesgewinn von 0,1 Prozent bzw. 0,6 Prozent Tagesgewinn am Donnerstag. Erfreuliche US-Konjunkturdaten wirkten positiv an der Börse. Insbesondere starke Einzelhandelsumsätze kamen gut auf dem Parkett an. Sorgen um die Konjunktur nach schwachen Daten zur Industrieproduktion in Europa und China führten zu einem hohen Tagesverlust von 2,7 Prozent beim DAX.

    Henkel einzige Aktie mit Wochengewinn – FMC mit geringstem Wochenverlust

    Gute Geschäfte sorgen bei Henkel für Kursgewinne gegen den Trend. Die Aktie des Waschmittelherstellers legte 0,4 Prozent zu und ging bei einem Stand von 89,28 Euro aus dem Handel. Analystenschätzungen mit Kursen von 100 Euro beflügelten die Aktie zusätzlich in einem Umfeld von stark fallenden Aktienkursen. Als weniger anfällige Aktie für Kursschwankungen ist FMC bekannt. In der letzten Woche konnte die Aktie daraus einen Profit schlagen. Mit einem Kursverlust von nur 0,8 Prozent auf 59,10 Euro ist die Aktie unter den Wochengewinnern zu finden.

    Versorger mit hohen Verlusten von fast 10 Prozent

    Der Ölpreis ist weiter deutlich am Fallen. Am Freitag notiert Öl unter der 60. Damit wird der schwache Ölpreis zu einem negativen Faktor für die gesamte Energiebranche. Die sowieso gebeutelten deutschen Energieversorger leiden doppelt darunter. Eine Umstellung der Ermittlung der Dividendenausschüttungen bei RWE sorgt für Verunsicherung, nachdem bereits in der Vergangenheit über Pläne zu Dividendenkürzungen berichtet wurde. Aktien von RWE liegen mit einem Wochenverlust von 9,3 Prozent ganz vorne. E.on folgen dicht dahinter mit einem Verlust von 8,7 Prozent.

    Wie weit fällt der DAX noch?

    Mit der aktuellen Konsolidierung scheint die Jahresendrally erst einmal vorbei zu sein. Zu stark ist derzeit die Verunsicherung. Schwache Konjunkturdaten, Griechenland im erneuten Fokus der Euroschuldenkrise sowie die weitere Eskalation des Russlandkonfliktes sind Rahmenbedingungen die nicht für ein Investment in Unternehmensbeteiligungen sprechen. Selbst der Mangel an Anlagealternativen lassen die Kurse nicht unendlich in den Himmel wachsen. Ob es damit mit der Jahreendrally für dieses Jahr endgültig vorbei ist, lässt sich noch nicht sagen. Mit den hohen Verlusten der letzten Tage ist jedoch Einiges an Vertrauen in den Aktienmarkt verloren gegangen. Momentan scheint auch das Ende der Korrektur noch nicht absehbar. Dies spricht für ein mögliches Ende der Jahresendrally. Weitere Kursverluste in den nächsten Tagen sind damit auch wahrscheinlicher als eine Gegenbewegung. Es ist daher durchaus davon auszugehen, dass der DAX weiter an Wert verliert und auch unter die Marke von 9.000 fallen wird. Ob es weit tiefer geht, lässt sich jetzt noch nicht abschätzen, wäre jedoch keine große Überraschung mehr.

  • DAX springt locker über die 10.000er Marke auf ein neues Allzeithoch und legt in der letzten Handelswoche 1,1 Prozent zu – E.on und infineon legen deutlich zu – adidas dagegen Verlierer der Woche

    Mit neuen Höchstständen hat der DAX die vergangene Börsenwoche beendet. Nachdem der Start in die Woche zunächst eher verhalten war, sprang der DAX am Freitag kräftig an und kletterte ohne Mühe über die Marke von 10.000 Punkte. Dabei markierte er ein neues Allzeithoch und beendete den Handel bei 10.087 Punkten.

    Gute deutsche Konjunkturdaten und eine lockere Geldpolitik durch die EZB sorgen für Kursgewinne

    Am Montag und Dienstag gab der DAX um 0,2 Prozent bzw. 0,3 Prozent jeweils leicht nach. Viele Marktteilnehmer glaubten zu diesem Zeitpunkt an ein Ende der Jahresendrally und sahen eher Gewinnmitnahmen. E.on überraschte am Montag die Märkte mit einer geplanten Abspaltung eines Unternehmensteils und entfachte damit ein Kursfeuerwerk bei den E.on-Aktien. Auch am Mittwoch testete der DAX die 10.000er Marke, schloss am Handelsende jedoch unter dieser psychologischen Marke. Neue Höchststände beim Dow Jones sorgten auch für Gewinne beim DAX, der mit einem Tagesgewinn von 0,4 Prozent aus dem Handel ging. Die EZB-Sitzung sorgte am Donnerstag für Enttäuschung unter den Händlern. Der DAX brach um 1,2 Prozent ein und beendete den Handel bei 9.851 Punkten. Gute Auftragseingänge der deutschen Wirtschaft lösten dagegen am Freitag ein erneutes Kursfeuerwerk aus. Der DAX lag am Handelsende 2,4 Prozent höher als am Vortag.

    Konjunkturzyklische Aktien legen deutlich zu – E.on und infineon mit über 8 Prozent Wochengewinn

    Die Idee einer Abspaltung des Unternehmensteils von der E.on, der sich um die Energieherstellung kümmert, sorgte für viel Fantasie bei den Aktionären. Die E.on-Aktie legte im Wochenverlauf um 8,5 Prozent auf 15,46 Euro zu. Starke Unternehmensdaten aus dem Speicherchipsektor führten zu Käufen bei infinen, die mit 8,1 Prozent nur unwesentlich schwächer als E.on notierten. Ganz vorne unter den Wochengewinnern rangieren auch die Titel von Continental aufgrund eines starken Automobilsektors. Die Aktie des Automobilzulieferers Continental legte um 4,5 Prozent auf 176,85 Euro zu.

    adidas verlieren nach Abstufung 6,3 Prozent, ansonsten kaum Verluste

    Aktien des Sportartikelherstellers adidas gaben nach einer Abstufung um 6,3 Prozent auf 60,44 Euro nach. Ein schwacher Chemiesektor erwischt auch Lanxess, die um 1,3 Prozent verloren und bei einem Stand von 39,41 Euro aus dem Handel gingen. Aktien der Commerzbank gaben um 1,1 Prozent nach. Alle weiteren Aktien mit Wochenverlusten gaben um weniger als 1 Prozent nach.

    Geht die Jahresendrally nun weiter?

    Nachdem der DAX bereits kurzfristig über die 10.000er Marke gestiegen war, ging es am Donnerstag plötzlich um mehr als 1 Prozent nach unten. Der DAX ist damit sogar unter die 9.900er Marke gefallen. Im Tagesverlauf hat es sogar noch schlechter ausgesehen. Auslöser für diesen Rückgang war die EZB-Sitzung. Dies zeigt, wie anfällig die Märkte momentan an. Aktuelle Konjunkturdaten aus Deutschland sind sehr gut. Europa veröffentlicht dagegen auch schon schwache Daten, in Asien sind die Zeiten unendlichen Wachstums auch vorbei und die USA erleben einen neuen Konjunkturboom. Schwache Frühindikatoren lassen bereits erste Alarmglocken auch für die deutsche Wirtschaft klingeln. Da die Börse immer die Zukunftsaussichten vorweg nimmt, baut der Kursaufschwung derzeit auf die lockere Geldpolitik der Notenbanken und die fehlende Alternative für Geldanlagen. Ob dies allerdings für weitere Kursgewinne ausreicht? Deshalb sollte man die eigene Depotstrategie sehr genau überlegen und ruhig mal wieder Gewinne mitnehmen. Die Bullenbrief-Redaktion sieht derzeit einige der beschriebenen Anzeichen, die bald dafür sorgen könnten, dass in einigen Wochen die Aktien auf einem deutlich niedrigeren Niveau wieder zurückgekauft werden können.

  • 2,6 Prozent Wochengewinn im DAX – ifo-Index überrascht positiv – Lufthansa, RWE, Deutsche Bank und E.on mit höchsten Gewinnen – infineon mit Verlusten am Ende der Gewinnerliste

    Der Deutsche Aktienindex knüpft an die Gewinne der Vorwoche an und hat an den vergangenen fünf Handelstagen ebenfalls ordentlich zugelegt. Der DAX stieg um 2,6 Prozent bzw. 248 Punkte auf 9.981 Punkte und hat damit nur knapp den Sprung über die 10.000er Marke verfehlt.

    Starker ifo-Index und Signale der EZB sorgen für Kursgewinne

    Zu Wochenbeginn setzte der DAX die positive Entwicklung auf dem Börsenparkett fort. Der DAX legte bereits am Montag um 0,5 Prozent zu. Beflügelt wurden die Märkte durch einen überraschend starken ifo-Index. Das Barometer zur Vorhersage der möglichen Konjunkturentwicklung ist von 103,2 auf 104,7 Punkte gestiegen. Wegen sinkender Aufträge und schwacher Exporte hatten Analysten die positiven Ausblicke nicht erwartet und wurden auf dem falschen Fuß erwischt. Auch die Bereitschaft der EZB weitere geldpolitische Maßnahmen zur Förderung der Konjunktur in Europa sorgen für ein positives Aktienumfeld und die derzeit laufende Jahresendrally. Auch an den folgenden Tagen kletterte der DAX jeweils zwischen 0,6 und 0,8 Prozent. Ein Anstieg bis knapp unter die 10.000er Marke folgte am Donnerstag. Dem DAX fehlten nur noch 7 Punkte und damit notiert der DAX so hoch wie zuletzt im Juli. Zum Wochenende ging dem DAX jedoch die Puste aus. Am letzten Handelstag der Woche legte der DAX nur noch 6 Punkte zu.

    Starke Konjunktur und ein schwacher Ölpreis – Lufthansa, RWE und Deutsche Bank gewinnen

    Die starke Konjunktur in Deutschland wird durch einen niedrigen Ölpreis und einen schwächeren Euro beflügelt. Mit dem fallenden Ölpreis steht Energie günstiger zur Verfügung was geringere Kosten verursacht. Ein schwächerer Euro sorgt zusätzlich für günstige Preise der heimischen Produkte, die außerhalb des Euroraumes verkauft werden. Deshalb verwundert es nicht, dass die Aktie der Deutschen Lufthansa mit 7,1 Prozent deutlich zulegen konnte. Kerosin ist ein großer Kostenblock bei den Fluggesellschaften. Diese Kosten dürften mit dem schwachen Ölpreis zukünftig geringer ausfallen. Der Kurs der Lufthansa-Aktie stieg um 95 Cent auf 14,35 Euro. Auf einem Investorentag wurde die Angst der Analysten genommen, dass RWE die Dividende kürzen könnte. Dies sorgte für Ruhe auf dem Börsenparkett und liess die RWE-Papiere um 6,3 Prozent auf 29,13 Euro steigen. Der Wettbewerber E.on legte mit 5,4 Prozent Wochengewinn auf 14,25 Euro nur unbedeutend weniger stark zu. Eine starke Konjunktur sorgt auch für Gewinne bei den Banken. Die Dividendenpapiere des Branchenprimus Deutsche Bank verteuerten sich um 5,4 Prozent auf 26,28 Euro.

    infineon mit 3 Prozent Verlust Wochenverlierer

    Bei infineon sorgt eine hausgemachte Schwäche für Kursverluste. Der Speicherchiphersteller hat für das vergangene Quartal hervorragende Umsatz- und Gewinnzahlen vorgelegt und damit die Analystenschätzungen übertroffen. Für das laufende Quartal werden jedoch Rückgänge erwartet. Die Börsianer straften damit infineon-Papiere ab, die 25 Cent auf 7,88 Euro nachgaben. Nach einer starken Kursentwicklung im vergangenen Monat gab es bei adidas leichte Gewinnmitnahmen. Der Kurs gab in der vergangenen Woche 1,9 Prozent auf 64,50 Euro nach. Eine Erholung gab es auch bei K+S. Der Kalihersteller legte in der Vorwoche mehr als 10 Prozent zu und ging am Freitag mit einem Verlust von 1,4 Prozent ins Wochenende.

    Wann steigt der DAX über die 10.000 Punkte Marke?

    Nachdem es mit der Konjuntur und den Ergebnissen der DAX-Unternehmen weiter gut läuft, dürfen auch die Notierungen der Aktien steigen, ohne dass es zu einer Überteuerung kommt. Fehlende Anlagemöglichkeiten durch historische Tiefstände bei den Anlagezinsen lassen vermehrt Gelder in den Aktienmarkt fließen. Alleine schon aus diesen Gründen muss es mit dem DAX weiter nach oben gehen. Und da die 10.000er Marke nur noch 19 Punkte entfernt liegt, dürfte diese bereits in der kommenden Woche wieder überschritten werden. Die Jahresendrally ist damit im vollen Gange und neue Allzeithochs dürften in den nächsten Wochen zur täglichen Berichterstattung in den Nachrichten gehören.

  • Notenbanken und Deutsche Konjunktur zünden Kursfeuerwerk beim DAX mit 5,2 Prozent Wochengewinn – alle DAX-Aktien mit Kursgewinnen – ThyssenKrupp, K+S, Bayer und infineon legen knapp 10 Prozent zu

    Mit deutlichen Kursgewinnen hat der DAX die vergangene Handelswoche beendet. Der Deutsche Aktinindex stieg um 5,2 Prozent und kletterte damit 480 Punkte nach oben. Zur Schlussglocke stand am Freitag ein Kurs von 9.733 Punkten auf der Anzeigentafel. Damit hat der DAX den höchsten Stand seit 2 Monaten erreicht und notiert im Jahresverlauf wieder leicht im Plus.

    Notenbanken und Deutsche Konjunktur sorgen für Kursfeuerwerk

    Zu Wochenbeginn sah es zunächst nicht so rosig aus. Am Montag schickte Japan mit einem Fall in die Rezession die Aktienmärkte auf Talfahrt. Vor Handelsbeginn wurde erwartet, dass der DAX 1 Prozent verliert. Im Tagesverlauf erholten sich die Märkte insbesondere mit Blick auf die lockere Geldpolitik der Zentralbanken. Am Tagesende notiert der DAX 0,6 Prozent im Plus. Kräftig gestiegene Konjunkturerwartungen für Deutschland sorgten am Dienstag für einen hohen Tagesgewinn beim DAX von 1,6 Prozent. Krisenherde wie der Ukraine-Konflikt, Ebola oder die Spannungen im Nahen Osten werden damit verdrängt. Ruhiger verlief die Entwicklung am Mittwoch und Donnerstag mit leichten Kursgewinnen von 0,2 bzw. 0,1 Prozent. Ein erneutes Kursfeuerwerk gab es am Freitag. Der DAX haussierte um 2,6 Prozent. Anlass waren erneut die Notenbanken – China senkte die Leitzinsen und die EZB bestätigt sämtliche geldpolitischen Instrumente zur Wachstumsbelebung in der Eurozone zu nutzen.

    Zyklische Aktien sind die Gewinner – fast 10 Prozent Wochengewinn

    Das konjunkturelle Umfeld sorgt vor allem bei konjunkturzyklischen Aktien zu kräftigen Kursaufschlägen. Aktien von ThyssenKrupp legten 9,9 Prozent zu und erzielten damit die beste Performance aller DAX-Aktien. Das Dividendenpapier des Stahlherstellers stieg damit um 1,89 Euro auf 20,99 Euro. Bei ThyssenKrupp sorgte nicht nur das Umfeld für diese positive Entwicklung – auch die vorgelegten Zahlen zum Geschäftsverlauf haben die Erwartungen der Analysten übertroffen. Bei K+S geht es 9,4 Prozent nach oben nachdem ein russischer Konkurrent Probleme in einer Mine durch Wassereintritt hat und eine vorübergehende Schließung vermeldete. Dies könnte zu einem steigenden Kali-Preis führen und die Umsätze von K+S beflügeln. Analysten werteten daraufhin die Aussichten für K+S positiv. Bayer und infineon legten bei dem aktuell positiven Börsenumfeld ebenfalls mehr als 7 Prozent zu.

    Keine Aktie verliert an Wert – geringste Kursgewinne bei FMC, Lufthansa und Fresenius

    Die vergangene Handelswoche ist keine Woche in der es wirkliche Börsenverlierer gibt – alle 30 Aktien im DAX haben die Woche mit Kursgewinnen beendet. Die geringsten Kursgewinne gab es bei Aktien, die eher weniger stark von der Konjunktur abhängig sind. So verwundert es nicht, dass die Aktien von Fresenius aus dem Medizinbereich eher am unteren Ende notierten. Die schwächste Wochenperformance erzielten die FMC-Papiere mit einem Wochengewinn von 0,9 Prozent. Lufthansa legten 1,9 Prozent zu und Fresenius sowie Deutsche Börse verteuerten sich um 2,3 Prozent.

    War das schon der Start zur Jahresendrally?

    Nach der starken Kursentwicklung in der vergangenen Woche könnte es gerade so weitergehen. Auch in 2015 setzen viele internationale Analysten auf Deutschland. Hier läuft die Konjunktur rund und die Wirtschaft befindet sich auf soliden Beinen. Eine hervorragende Infrastruktur im Land sowie geordnete politische Verhältnisse sprechen für ein Investment in deutsche Unternehmen. Damit sind die Grundlagen für weitere Kursgewinne gegeben und eine Fortsetzung der Jahresendrally bleibt damit nicht nur ein Wunsch, sondern könnte in der Tat Realität sein.

  • DAX verliert 0,4 Prozent im Wochenverlauf – zweite Woche mit Kursverlusten – adidas, Merck und Deutsche Telekom legen gegen den Trend zu – RWE, Commerzbank und E.on mit höchsten Kursverlusten

    Nach dem Wochenverlust von 0,4 Prozent in der Vorwoche setzt der DAX die Kursverluste fort und hat auch an den vergangenen Handelstagen einen Wochenverlust von 0,4 Prozent eingefahren. Damit geht der Deutsche Aktienindex die zweite Woche in Folge mit Verlusten aus dem Handel. Der Kursrückgang beträgt 39 Punkte und der Schlusskurs vom Freitag liegt bei 9.253 Punkten.

    Fehlende Impulse und schwache Konjunktur in Europa

    Neue Rekordhochs bei den Aktinindizes in den USA sorgten am Montag auch für Kursgewinne in Europa. Der DAX ging zu Wochenbeginn mit einem Tagesplus von 0,7 Prozent aus dem Handel. Fehlende Impulse und die schwache Konjunktur in Europa sorgen dafür, dass der DAX nicht richtig nach oben ausbrechen kann. Aber die Aussicht auf eine lockere Geldpolitik durch die EZB begrenzt das Risiko nach unten. Die Kursbewegungen am Dienstag waren mit einem Tagesgewinn von 0,2 Prozent entsprechend gering. Nach einer vierwöchigen Kursrally an der Wall Street ging dem Dow Jones die Puste aus. Dies hatte auch Folgen für den DAX. Ein kleiner Ausverkauf führte zu Tagesverlusten von 1,7 Prozent. Am Donnerstag drehte sich das Blatt wieder und der DAX legte 0,4 Prozent zu. Zum Wochenschluss am Freitag gab es keine nennenswerte Bewegung mit einem Tagesgewinn von 4 Punkten.

    Gute Unternehmensdaten beflügeln – Wochengewinner: adidas, Merck und Deutsche Telekom

    Aktien des Sportartikelherstellers adidas gehören in der vergangenen Woche mit einem Plus von 6 Prozent zu den Wochengewinnern. Auf der chinesischen Onlineplattform boomt das Geschäft für adidas. Diese Meldungen verteuerten den Börsenkurs auf Wochensicht um 3,57 Euro auf 63,10 Euro. Hervorragende Geschäftszahlen sorgen auch bei Merck für steigende Kurs. Die Merck-Aktie legte um 4,5 Prozent zu und ging bei einem Stand von 74,29 Euro aus dem Handel. Im Zuge positiver Vodafone-Zahlen legen die Papiere der Deutschen Telekom zu. Die T-Aktie gewinnt 3,9 Prozent und kostet damit 12,51 Euro an der Börse.

    Sinkende Strompreise belasten die Versorger – RWE, Commerzbank und E.ON auf Verliererseite

    Schwache Strompreise und die Aussicht auf fallende Dividenden haben auf die Kurse bei den Energieversorgern gedrückt. Im Wochenverlauf verloren die Papiere von RWE mit einem Kursverlust von 5,4 Prozent am stärksten. Auch E.ON gaben 4,5 Prozent nach. Damit notieren RWE aktuell bei 26,41 Euro und E.ON kostet nur noch 12,82 Euro. Nur etwas schwächer als E.ON entwickelten sich die Papiere der Commerzbank mit einem Wochenverlust von 4,7 Prozent auf 11,46 Euro. Schwache Ergebnisse der italienischen Banca Popolare di Milano sowie milliardenschwere Strafzahlungen wegen Devisenmanipulationen belasteten den Bankensektor.

    Börsianer erwarten weitere Kursgewinne

    Momentan bewegt sich der DAX in einer engenen Range. Da es weder Impulse für steigende noch für fallende Kurse gibt, ist das Kurspotential derzeit begrenzt. Die schwache Konjunktur in Europa verhindert weitere Kursgewinne während die Aussicht auf eine lockere Geldpolitik durch die EZB das Kursrisiko nach unten absichert. Solange dieser Zustand erhalten bleibt, dürfte es auch beim DAX keine nachhaltige Kursänderung geben. Mittelfristig könnten jedoch der aktuell niedrige Ölpreis sowie der schwache Euro dazu führen, dass sich die Exporte der deutschen Wirtschaft unter diesen Umständen besser entwickeln. Damit würden dann exportstarke deutsche Unternehmen im Fokus stehen und deren Aktienkurse dürften sich mittelfristig positiv entwickeln.

  • Pause beim Aufwärtstrend im DAX – 0,4 Prozent Wochenverlust – Deutsche Lufthansa, HeidelbergCement und Beiersdorf mit starker Performance – Lange Gesichter bei Lanxess

    Nach drei Wochen mit starken Kursgewinnen in Folge hat der DAX die vergangenen fünf Handelstag am Ende mit einem leichten Verlust beendet. Der DAX gab um 0,4 Prozent nach und verlor damit 35 Punkte. Am Freitagabend schloß der Aktienindex bei einem Stand von 9.292 Punkten. Damit hat der DAX die Kursmarke von 9.300 Punkten nach unten durchbrochen.

    Schwache Konjunktur in Europa und starke US-Wirtschaft belasten den DAX

    Schwache Konjunkturdaten aus Europa und Deutschland drückten zu Wochenbeginn die Stimmung beim DAX. Bereits am Montag ging es mit den deutschen Aktien um 0,8 Prozent nach unten. Am Dienstag sorgte die gesenkte Wirtschaftsprognose der EU-Komission für weitere Verkäufe und einen Tagesverlust von 0,9 Prozent. Gute Wirtschaftsdaten aus den USA sorgten am Mittwoch für gute Stimmung auf dem Börsenparkett und beflügelten auch die Deutschen Aktien. Der DAX legte 1,6 Prozent zu. Aussagen zur Unterstützung von Konjunkturprogrammen durch die EZB sorgten für starke Kursgewinne im Tagesverlauf, die zum Handelsende jedoch teilweise wieder abgegeben wurden. Am Tagesende blieb ein Plus von 0,7 Prozent. Die brummende US-Wirtschaft wird damit wieder zum Risiko für die Börsen. Denn eine starke Wirtschaft macht Zinsanhebungen durch die US-Notenbank wahrscheinlicher. Dies würde ein langsames Ende der liquiditätsgetriebenen Kursgewinne bedeuten. Der DAX ging am Freitag 0,9 Prozent leichter aus dem Handel.

    Gute Unternehmensdaten beflügeln – Wochengewinner: Lufthansa, HeidelbergCement und Beiersdorf

    Nach der Gewinnwarnung in der Vorwoche und den starken Kursverlusten startete die Aktie der Deutschen Lufthansa in dieser Wochde durch. Als Gegenreaktion sowie ein weiter schwacher Ölpreis führten zu Kursgewinnen beim Kranich-Papier. Die Aktie der Deutschen Lufthansa legte um 7,6 Prozent zu und ging mit einem Kurs von 12,68 Euro aus dem Handel. HeidelbergCement überraschte mit dem veröffentlichten Gewinn, der 8 Prozent über den Analystenerwartungen lag. Dieses gute Ergebnis zahlt sich mit einem Kursgewinn von 6,1 Prozent aus. Die Papiere gingen damit bei einem Stand von 57,65 Euro aus dem Handel. Auch bei Beiersdorf laufen die Geschäfte rund. Die Aktie legte um 4 Prozent auf 67,17 Euro zu.

    Kurseinbruch bei Lanxess – Deutsche Bank und BMW schwächeln

    Die Ankündigung eines Verlustes für das laufende Geschäftsjahr liess den Wert von Lanxess einbrechen. Der Spezialchemiehersteller liegt mit einem Wochenverlust von 9,3 Prozent an der Spitze der Kursverlierer. Die Aktie ist damit nur noch 37,64 Euro wert. Auch für die Aktie der Deutschen Bank ging es nach unten. Der Kurs gab um 2,5 Prozent auf 24,27 Euro nach. Bei BMW lag der Vorsteuergewinn unter den Erwartungen. Außerdem bremste der Chef von BMW die Erwartungen für den chinesischen Markt. Dies sind alles Nachrichten, die auf dem Börsenparkett nicht besonders gut ankommen. BMW-Aktien gaben daraufhin 2,3 Prozent nach und notieren aktuell bei 83,33 Euro.

    Börsianer erwarten weitere Kursgewinne

    Nach den starken Vorwochen scheint der leichte Kursverlust in der vergangenen Woche eher eine Ausnahme zu sein und wird als kurze Verschnaufpause interpretiert. In der Tat könnten gute Nachrichten von der Unternehmerseite für weitere Kursgewinne sorgen. Immerhin zieht die Wirtschaft in den USA an und dürfte damit auch die europäischen Unternehmen positiv beeinflussen. Die Konjunkturprogramme der EZB sollte positive Impulse für Deutschland bringen und damit dem DAX weitere Kursgewinne bescheren.

  • Starke Woche für den DAX mit 3,8 Prozent Gewinn – Telekom, Bayer und K+S mit höchsten Kursgewinnen – nur Lufthansa, Linde und Deutsche Bank mit Wochenverlust

    Die vergangene Handelswoche beendete der DAX mit einem Wochengewinn von 3,8 Prozent. Noch vor zwei Wochen notierte der Deutsche Aktienindex auf Jahrestief und legte seitdem eine beeindruckende Kursrally auf das Parkett. Am Freitag ging der Aktienmarkt bei einem Stand von 9.327 Punkten aus dem Handel und legte damit 339 Punkte gegenüber dem Schlussstand der Vorwoche zu.

    Notenbanken sorgen für Kursgewinne an den Aktienbörsen

    Am Montag startete der DAX zunächst mit einem Minus von 0,9 Prozent in die Woche. Ein überraschend schwacher ifo-Index schickte den DAX auf Talfahrt. Im Tagesverlauf erholten sich die Aktien jedoch wieder etwas von den Tiefständen. Kräftig nach oben ging es mit den Dividendenpapiere dagegen am Dienstag. Mit einem Tagesgewinn von 1,9 Prozent beendete der DAX den Handel. Positive Impulse gab es von den Quartalsberichten in den USA. Am Donnerstag und Freitag setzte der DAX die positive Kursentwicklung mit Tagesgewinnen von 0,2 bzw. 0,4 Prozent fort. Die lockere Geldpolitik von den Notenbanken ist weiterhin ein Kurstreiber für die Aktienmärkte.

    Deutsche Telekom, Bayer und K+S mit höchstem Wochengewinn im DAX

    Die Spitze der Wochengewinner wird von den Papieren der T-Aktie angeführt. Mit einem Wochengewinn von 7,6 Prozent verteuerten sich die Dividendenpapiere der Deutschen Telekom um 85 Cent auf einen Kurs von 12,02 Euro. Ein überraschend starker Zuwachs bei den Kundenzahlen der US-Tochter beflügelte den Aktienkurs der deutschen Muttergesellschaft. Die Aktien von Bayer legten beim Kurs um 7,3 Prozent zu, nachdem das Unternehmen ausgezeichnete Unternehmenszahlen veröffentlichte und die Jahresprognose anhob. Bayer-Aktien gingen mit einem Stand von 113,45 Euro aus dem Handel. K+S profitierten von Käufen nach Analystenempfehlungen. Die Papiere des Kasseler Kaliproduzenten gewannen 6,7 Prozent auf 22,26 Euro.

    Deutsche Lufthansa, Linde und Deutsche Bank als einzige Aktien mit Wochenverlusten

    Am anderen Ende der Liste platzierten sich die Aktien der Deutschen Lufthansa. Nach einer Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2015 stellt die Deutsche Lufthansa auch die Zahlung einer Dividende zur Dispositionen. Dies schlägt sich negativ auf den Aktienkurs nieder, der 3,3 Prozent verlor. Aktien der Deutschen Lufthansa beendeten den Handel bei 11,79 Euro. Linde-Aktionäre verkauften nach einer Gewinnwarnung des Unternehmens ebenfalls die Dividendenpapiere. Der Kurs von Linde gab im Wochenverlauf 1,8 Prozent nach und verabschiedete sich bei 147,15 Euro aus dem Handel. Das Trio der Wochenverlierer vervollständigt die Aktie der Deutschen Bank mit einem Verlust von 0,8 Prozent auf 24,88 Euro. Alle anderen Aktien im DAX beendeten die Woche mit Kursgewinnen.

    Nach 10 Prozent Kursrally wird die Luft dünner

    Mit der starken Kursentwicklung in den vergangenen Wochen hat der DAX mehr als 10 Prozent wieder zugelegt. Damit ist die Luft für weitere Kursgewinne erst einmal dünner geworden. Momentan befinden wir uns mitten in der Berichtssaison. Bislang wurden die veröffentlichten Unternehmensdaten gemischt aufgenommen. Deshalb sollten die Erwartungen an die kommende Woche auch nicht zu hoch gesetzt werden. Börsianer sprechen von der kommenden Woche gerne von der „Woche der Wahrheit“, bei der sich zeigen wird, ob sich die negativen Konjunkturnachrichten in den Bilanzen der Unternehmen niederschlagen. Weiteres Kurspotential hat der DAX aus charttechnischer Sicht.

    Aus Sicht der Bullenbrief-Redaktion ist eine Konsolidierung auf dem aktuellen Niveau nicht unwahrscheinlich. Wir gehen davon aus, dass sich die Aktienmärkte in den nächsten Tagen auf dem aktuellen Kursniveau einpendeln und abhängig von der weiteren Geschäftsentwicklung zum Jahresende weiter zulegen oder gar an Wert verlieren.

  • DAX sehr volatil, aber stabil mit 1,6 Prozent Wochengewinn – Commerzbank, Adidas und Telekom mit deutlichen Kursgewinnen – Verluste bei SAP, schwache Entwicklung bei Lanxess und BASF

    Mit einem Wochengewinn von 1,6 Prozent hat der DAX die vergangene Handelswoche erfolgreich beendet und 138 Punkte zugelegt. Damit notiert der Deutsche Aktienindex bei einem Stand von 8.988 Punkten. Im Wochenverlauf kletterte der DAX sogar über die Marke von 9.000 Punkten. Verluste am Freitag sorgten jedoch dafür, dass der Aktienmarkt dieses Niveau nicht bis ins Wochenende retten konnte.

    DAX sehr volatil, aber dennoch stabil mit einem Wochengewinn von 1,6 Prozent

    Zu Wochenbeginng ging es mit dem DAX erst einmal nach unten. Nachdem der DAX am Freitag der Vorwoche  noch kräftig zulegte, kam es am Montag zu einer Konsolidierung. Außerdem sorgten Befürchtungen, dass die US-Notenbank die expansive Geldpolitik zurückfahren könnte, für ein Ende des Börsenbooms. Die Börsen verloren weltweit an Wert. Beim DAX betrug der Tagesverlust 1,5 Prozent. Doch bereits am Dienstag lege der DAX wieder zu. Denn die Marktteilnehmer setzen momentan alle darauf, dass die EZB die Geldschleusen öffnet und damit die Aktienmärkte beflügelt. Außerdem sorgten gute Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte am Dienstag für einen sehr starken Tagesgewinn von 1,9 Prozent. Am Mittwoch setzte sich die gute Stimmung am Markt fort und der DAX legte 0,6 Prozent zu. Gute Konjunktur- und Unternehmensdaten haben am Donnerstag den DAX weiter steigen lassen. Der DAX kletterte nach einem Tagesgewinn von 1,2 über die Marke von 9.000 Punkten und beendete den Handel bei einem Stand von 9.047 Punkten. Nach enttäuschenden Immobiliendaten aus den USA sorgten Gewinnmitnahmen für fallende Kurse. Auch BASF belastete den deutschen Aktienmarkt, da der Ausblick für die Zukunft am unteren Ende der Erwartungen lag. Der DAX ging mit einem Tagesminus von 0,7 Prozent ins Wochenende.

    Commerzbank hausieren mit 9 Prozent – Adidas und Telekom legen stark zu

    Gute Laune dürften die Aktionäre der Commerzbank haben. Die Titel des Frankfurter Kreditinstitutes legten um 9,5 Prozent auf 11,77 Euro zu. Am Sonntag verkündet die EZB die Ergebnisse des Stresstestes. Bei den deutschen Bankern ist man zuversichtlich, dass alle Institute die Anforderungen erfüllen. Die Commerzbank wurde immer wieder mal als Wackelkandidat genannt – nun dürfte Gewissheit herrschen, dass die Kapitaldecke der Commerzbank groß genug ist. Adidas profitierte von einem möglichen Übernahmeangebot der defizitären Reebok-Tochter. Ein Konsortium plant der Adidas-Geschäftsführung ein Angebot zum Kauf zu unterbreiten. Damit könnte adidas das Reebok-Engagement mit einem blauen Auge beenden. Adidas-Aktionäre begrüßen die Spekulationen. Der Kurs der Adidas-Papiere legte um 5,6 Prozent auf 57,22 Euro zu. In der Gunst der Anleger sind auch Telekom-Papiere wieder gestiegen. Aktien der Deutschen Telekom legten um 4,6 Prozent auf 11,17 Euro zu.

    Schwacher Geschäftsausblick bei SAP sorgt für fallende Kurse

    Bei SAP wurden die Ergebnisse zwar geliefert, allerdings wurde der Ausblick revidiert. Dies straften die Börsianer direkt mit Verkäufen ab. Papiere von SAP verloren im Wochenverlauf 4,4 Prozent auf 51,64 Euro. Die Aktien des Walldorfer Softwarekonzerns sind damit die Wochenverlierer im DAX. Ebenfalls nach unten ging es mit den Dividendenpapieren des Spezialchemieherstellers Lanxess. Die Aktie verlor 1,3 Prozent auf 39,87 Euro. Auch BASF sorgte mit einem schwachen Geschäftsausblick dafür, dass der Kurs des eigenen Papiers 0,8 Prozent an Wert verlor. Die BASF-Aktien gingen damit bei einem Stand von 68,78 Euro aus dem Handel.

    Aktuelle Marktlage könnte weitere Kursgewinne bringen

    In der kommenden Woche könnten dem DAX neue Kursgewinne bevorstehen. Aktuell stehen die Unternehmensdaten im Fokus und diese könnten robust verlaufen und damit die Skeptiker auf dem falschen Fuß erwischen. Bereits in der vergangenen Woche sorgte ein stabiles Umfeld bei hohen Schwankungen zu einer teilweise sehr guten Kursentwicklung beim DAX. Damit könnte der DAX bereits in der kommenden Woche nachhaltig über die Marke von 9.000 Punkten klettern.

  • DAX legt im Wochenverlauf nach sehr volatilem Handel 0,7 Prozent zu – Wochengewinn geht auf Konto eines Super-Freitags mit 3,1 Prozent Tagesgewinn – Continental, Lufthansa und VW gewinnen – Deutsche Bank, RWE und Henkel verlieren

    Der Deutsche Aktienindex DAX ging auf Wochensicht betrachtet mit einem leichten Wochengewinn von 0,7 Prozent aus dem Handel und beendete damit bei einem Stand von 8.850 Punkten am Freitag den Handel. Aus dieser Sicht nichts Besonderes – betrachtet man allerdings die einzelnen Handelstage etwas genauer, sieht man die enormen Schwankungen, mit denen der Markt aktuell zu kämpfen hat. Und ohne den Gewinn von 3,1 Prozent am letzten Tag der Woche, dem Super-Freitag, hätte der DAX einen deutlichen Wochenverlust eingefahren.

    Zu Wochenbeginn ging es am Montag beim DAX zunächst in den Keller. Neue Jahrestiefstände wurden markiert. Doch dann sorgten Schnäppchenjäger für Kursgewinne. Am Tagesende beendete der DAX den Handel mit einem Gewinn von 0,3 Prozent. Am Dienstag sorgte ein schwacher ZEW-Frühindikator für ein Absacken – zeitweise notierte das Deutsche Aktienbarometer 1,3 Prozent im Minus. Durch die Unterstützung einer robusten Wall Street beendete der DAX jedoch den Handel mit einem Tagesgewinn von 0,2 Prozent. Schwache Konjunkturdaten aus den USA trübten das Bild jedoch am Mittwoch und von der Wall Street gab es keine Unterstützung. Der DAX beendete daraufhin den Handel mit deutlichen Kursverlusten von 2,9 Prozent. An diesem Tag gingen alle Aktien aus dem DAX mit Tagesverlusten aus dem Handel. Am Donnerstag setzte der DAX die Talfahrt zunächst fort. Sorgen um die Wirtschaft in der Eurozone führten zu panikartigen Verkäufen. Zeitweise notierte der DAX deutlich unter 8.400 Punkten und damit auf dem tiefsten Niveau seit einem Jahr. Am Nachmittag sorgten jedoch Aussagen der US-Notenbank über eine mögliche Fortsetzung der Liquiditätsversorgung für Erleichterung auf dem Parkett. Am Tagesende beendet der DAX den Handel noch mit einem Gewinn von 0,1 Prozent. Am Freitag kam es dann zu einer kompletten Gegenbewegung. Der DAX legte 3,1 Prozent zu und beendete damit den Handel mit einem außerordentlich hohen Kursgewinn. An diesem Tag beendeten alle DAX-30-Aktien den Tag mit Handelsgewinnen.

    Unter den DAX-Aktien legten vor allem die konjunktursensiblen Aktien besonders deutlich zu. An der Spitze der Gewinner sind Papiere aus dem Automobilsektor zu finden. Ein weiter fallender Ölpreis sorgte hier für eine besonders gute Stimmung unter den Börsianern. Die Dividendenpapiere von Continental legten in diesem Marktumfeld mit 9,1 Prozent Wochengewinn besonders deutlich zu. Die Continental-Aktien gingen bei einem Stand von 151,65 Euro aus dem Handel. Auch die Papiere der Deutschen Lufthansa profitieren von den günstigen Ölpreisen. Die Aktie haussierten um 7,2 Prozent auf 11,66 Euro. Deutliche Kursgewinne von jeweils 6 Prozent verzeichneten auch die Automobilhersteller. Aktien von Volkswagen legten 9,05 Euro auf 160 Euro zu und Daimler verteuerten sich um 5,96 Euro auf 59,35 Euro.

    Weniger gut entwickelten sich dagegen die Papiere der konservativen Branchen. Auch die Aktien aus dem Finanzsektor konnten sich nicht der guten Marktentwicklung anschließen. Aktien der Deutschen Bank bilden mit einem Wochenverlust von 4,8 Prozent das Schlusslicht beim DAX. Ebenfalls deutlich nach unten ging es bei RWE. Der Kurs verlor 4,7 Prozent auf 26,46 Euro. Aktien von Henkel gaben um 2,7 Prozent auf 74,99 Euro nach.

    Nachdem in der vergangenen Woche die Kurse stark zwischen Kursverlusten und Kursgewinnen schwankten, stehen mit der aktuellen Berichtssaison die Unternehmen auch in den kommenden Wochen im Vordergrund. Letzte Woche reagierte der Markt stark auf Meldungen zur schwachen Konjunktur in Europa. Sollte sich dies im Zahlenwerk der Unternehmen in den nächsten Wochen widerspiegeln, stellt sich die Frage, ob die Unternehmensergebnisse am Ende besser oder schlechter als erwartet ausfallen. Darüber hinaus sorgen zahlreiche Konflikte wie z.B. der Kampf gegen den IS für Verunsicherung. Auch die weitere Ausbreitung von Ebola könnte die Weltwirtschaft nachhaltig schwächen. Aus diesen Gründen dürften die kommenden Wochen richtungsweisend für die weitere Kursentwicklung beim DAX sein. Sollte es keine neuen negativen Überraschungen geben, ist von starken Kursgewinnen in den nächsten Wochen auszugehen.

  • Schwächeanfall sorgt für Talfahrt beim DAX – 4,4 Prozent Wochenverlust – Lufthansa, infineon und Siemens mit höchsten Verlusten – Linde und Fresenius legen entgegen dem Trend leicht zu

    Deutlich nach unten ging es in der vergangenen Handelswochen mit den im DAX notierten Wertpapieren. Schwache Konjunkturdaten, die Angst vor einer Rezession in Deutschland sowie deutlich weniger Gewinne bei deutschen Unternehmen haben die Kurse der größten deutschen Aktiengesellschaften zum Teil deutlich nach unten gedrückt. Der DAX ging bei einem Stand von 8.789 Punkten ins Wochenende und hat damit ein neues Jahrestief markiert. Auch auf Sicht der letzten 52 Wochen notiert der Deutsche Aktienindex damit sehr nahe am 52-Wochen-Tief. Auf Wochensicht hat der DAX damit 4,4 Prozent an Wert verloren.

    Nachdem am Montag die guten Arbeitsmarktdaten aus den USA die Märkte stützten und der DAX zunächst gut zulegen konnte, sorgten schwache Auftragseingänge für Kursverluste gegen Handelsende. Am Montag wurde damit der Handel mit einem leichten Gewinn von 0,2 Prozent beendet. Als am Dienstag schwache Produktionsdaten der deutschen Wirtschaft veröffentlicht wurden und zusätzlich einige Analysten die Wachstumsprognosen für Deutschland senkten, ging es mit den Kursen beim DAX deutlich nach unten. Am Dienstag verlor der DAX 1,3 Prozent und am Mittwoch ging es erneut um 1 Prozent nach unten. Nachdem am Donnerstag die Börsianer Hoffnungen auf die Notenbanken setzen, die aufgrund der Eintrübung ihre Kapitalzufuhr weniger stark einschränken, startete der DAX mit rund 100 Punkten Kursgewinn in den Tag. Nach einem valotilen Handelsverlauf blieb zum Tagesende jedoch nur noch ein Plus von 0,1 Prozent. Zum Wochenschluss bauten sämtliche Börsianer ihre Aktienpositionen ab. Der DAX brach um 2,4 Prozent ein.

    Unter den DAX-Aktien verloren vor allem die Papiere aus konjunktursensiblen Bereichen. An die Spitze der Wochenverlierer setzten sich die Papiere der Deutschen Lufthansa. Das Unternehmen hat gleich mit mehreren Problemen gleichzeitig zu kämpfen. Nach dem Pilotenstreik könnte in den nächsten Tagen der Streik bei der Cargo-Tochter fortgesetzt werden. Die Konjunktureintrübung wirkt sich schnell auf das Reiseverhalten aus und belastet damit das Fluggeschäft sowie die zunehmende Ausbreitung von Ebola. Die Aktie der Deutschen Lufthansa verlor im Wochenverlauf 9,3 Prozent auf 10,88 Euro. Eine Umsatzwarnung des US-Konkurrenten Microchip Technologies hat die infineon-Aktie deutlich einbrechen lassen. Die Aktie des deutschen Speicherchipherstellers verlor 9,2 Prozent und ging mit 7,17 Euro aus dem Handel. Siemens-Aktien gehören mit einem Wochenverlust von 9 Prozent auf 83,60 Euro als Schwergewicht im DAX ebenfalls zu den Verlieren.

    Gegen den Trend nach oben ging es dagegen bei Linde. Die Aktie legte 0,6 Prozent auf 149,10 Euro zu. Gesucht waren auch weniger konjunkturabhängige Papiere wie Fresenius und Henkel, die in dem aktuellen Umfeld kaum verändert aus dem Handel gingen. Eine Kaufempfehlung für Fresenius-Papiere aus dem Hause der Deutschen Bank sorgte für eine entsprechend stabile Kursentwicklung mit einem Wochengewinn von 0,5 Prozent auf 39 Euro. Henkel-Aktien mit einem Wochenverlust von 0,4 Prozent auf 77,08 Euro gehören ebenfalls zu den Aktien im DAX mit der besten Wochenperformance.

    Nach den starken Kursverlusten vom Freitag ist es entscheidend wie der Aktienmarkt am Montag darauf reagiert. War dies eine Übertreibung und damit eine gute Chance für einen Einstieg oder muss man sich für die nächsten Wochen auf Kursverluste einstellen. In der Tat sind schwache Konjunkturdaten veröffentlicht worden, welche die Verluste auslösten. Allerdings steht die Berichtssaison erst am Anfang. Sollten die Ergebnisse der einzelnen Unternehmen weniger schwach als damit nun befürchtet ausfallen, die Prognosen über den Erwartungen liegen und zu Entspannungen an den Krisenherden der Welt wie dem Ukraine-Konflikt und den IS-Kämpfen führen, könnte das Pendel schnell in die andere Richtung ausschlagen und der DAX wieder in Richtung neue Allzeithochs marschieren. Diese beiden möglichen Szenarien sollten daher im Hintergrund betrachtet werden um die Aktienengagements entsprechend kurzfristig zu platzieren.