Schlagwort: Henkel

  • DAX mit Wochenverlust von 3,4 Prozent auf 11.414 Punkte – mit infineon, Henkel und Fresenius notieren lediglich drei Papiere im Plus – Allianz, Bayer und RWE mit deutlichen Kursabschlägen – Kommt es zu einem Zahlungsausfall Griechenlands

    Mit einem Wochenverlust von 3,4 Prozent hat der DAX den Gewinn aus der Vorwoche wieder komplett abgegeben. Der DAX ging in der wegen Pfingsten feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche 401 Punkte leichter aus dem Handel. Aktuell notiert das Deutsche Aktienkursbarometer DAX bei 11.414 Punkten.

    DAX mit Wochenverlust von 3,4 Prozent auf 11.414 Punkte

    Am Dienstag ging der DAX 1,6 Prozent leichter aus dem Handel. Die Griechenlandkrise sowie das Szenario einer Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank belasteten die Aktienmärkte. Als am Mittwoch eine Lösung in der Griechenlandkrise angedeutet wurde, sorgte dies für Rückenwind an den Aktienmärkten. Der DAX legte im Tagesverlauf 1,3 Prozent zu. Doch diese Euphorie ist schnell wieder verflogen. Aktuell scheint der Ausgang ungewiss. Entsprechend orientierungslos bewegt sich der DAX eher nach unten. Am Donnerstag und Freitag kam es erneut zu deutlichen Kursverlusten. Nachdem der DAX am Donnerstag nur 0,8 Prozent nachgab, ging es am Freitag mit 2,3 Prozent deutlich stärker in den Keller.

    infineon, Henkel und Fresenius notieren lediglich drei Papiere im Plus

    Der Kursverlust im Wochenverlauf zieht sich quer durch alle Titel hindurch. So konnten sich lediglich drei Papiere dem Trend entziehen und leicht zulegen. Die Papiere von infineon zeigten sich mit einem Wochengewinn von 1,7 Prozent auf 11,87 Euro am stärksten. Das Technologieunternehmen profitiert dabei von gesteigerten Übernahmephantasien in der Branche. Henkel gelten als aussichtsreicher Kandidat für die Übernahme des Haarspezialisten Wella. Damit könnten die Düsseldorfer ihre Produktpalette um einen attraktiven Bereich erweitern. An der Börse wurde diese Aussicht positiv bewertet. Henkel-Aktien legten um 1,2 Prozent auf 108,95 Euro zu. Positive Analystenschätzungen bescherten der Fresenius-Aktie einen Wochengewinn von 0,8 Prozent auf 57,93 Euro.

    Allianz, Bayer und RWE mit deutlichen Kursabschlägen

    Besonders stark unter die Räder kam der Versicherungssektor. Bei einem möglichen Zahlungsausfall Griechenlands gilt die Finanzbranche als Verlierer. Aktien des Versicherungskonzerns Allianz gaben um 6,1 Prozent auf 142,75 Euro nach. Bayer-Papiere verloren 5,8 Prozent an Wert. Allerdings ist bei dem Kursverlust von 7,95 Euro ein Dividendenabschlag in Höhe von 2,25 Euro zu berücksichtigen. Aktuell notieren die Bayer-Aktien bei 129,15 Euro. Unverändert schlecht stellt sich die Lage für die Versorgerpapiere dar. RWE verloren weitere 5,6 Prozent und notieren aktuell 21,26 Euro nur noch leicht über der 20 Euro-Marke.

    Kommt es zu einem Zahlungsausfall Griechenlands ?

    Momentan ist die griechische Finanzkrise das beherrschende Thema auf dem Börsenparkett. Im Juni laufen einige Kredite aus. Dann wird es spannend, ob es Griechenland gelingt den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Sollte es am Ende tatsächlich zu einem Zahlungsausfall kommen, dürfte dies auch negative Auswirkungen auf die Aktienmärkte haben. Langfristig dürfte dies jedoch nur ein kosmetischer Aspekt bleiben. Die Finanzwirtschaft könnte eine griechische Insolvenz bei kalkulierbaren Risiken verdauen. Aus diesen Gründen erwarten wir in den nächsten Wochen mit einer Fortsetzung der hohen Schwankungen. Das Auf und Ab an den Börsen wird andauern bis endgültige Sicherheit über die Lage Grienchenlands herrscht.

  • DAX knackt erstmals die 11.000er Marke – 1,1 Prozent Wochengewinn – HeidelbergCement, Deutsche Bank und Lanxess legen deutlich zu – Deutsche Lufthansa, Beiersdorf und Henkel notieren im Minus

    Der Deutsche Aktienindex steigt weiter und damit beendete der DAX die fünfte Woche in Folge mit Kursgewinnen. An den letzten fünf Handelstagen legte der DAX 1,1 Prozent zu und ging bei einem Stand von 10.963 Punkten nur knapp unterhalb der 11.000er Marke aus dem Handel. Im Wochenverlauf legte der DAX damit 117 Punkte zu.

    DAX sprang erstmals in der Geschichte über die Marke von 11.000 Punkte

    Zu Beginn der Woche sah es zunächst nicht so gut für deutsche Aktien aus. Die Ukraine-Krise und die Anspannungen um Griechenland sorgten für lange Gesichter auf dem Börsenparkett. Am Montag gab der DAX 1,7 Prozent an Wert ab und am Dienstag schloss der DAX 0,9 Prozent schwächer. Unverändert bei einem Minus von nur noch 2 Punkten gelang es dem DAX den Negativtrend am Mittwoch zu beenden. Stark nach oben ging es dann am Donnerstag mit einem Tagesgewinn von 1,6 Prozent und 0,4 Prozent am Freitag. Der Gipfel von Minsk gab neue Hoffnungen für eine Lösung im Ukraine-Konflikt. Und auch im Schuldenstreit mit Griechenland scheint eine Annäherung der Partner möglich. Hervorragende Daten aus der Deutschen Wirtschaft gaben zusätzliche Impulse und liessen den DAX am Freitag im Handelsverlauf erstmals über die Marke von 11.000 Punkte steigen.

    HeidelbergCement, Deutsche Bank und Lanxess legen deutlich zu

    Für die Aktien von HeidelbergCement ging es in der vergangenen Woche steil nach oben. Der Kurs legte um 5 Prozent auf 69,56 Euro zu. Damit hat sich die Aktie auf Sicht der letzten Monate sehr gut entwickelt. Auch die Deutsche Bank legte zu und verteuerte sich um 4,7 Prozent auf 28,35 Euro. Allerdings liegt die Aktie aus Sicht der letzten 12 Monate noch immer rund 20 Prozent im Minus. Ähnlich sieht es bei Lanxess aus. Die Aktie gehört mit einem Wochengewinn von 2,9 Prozent zu den Wochengewinnern, notiert jedoch auf 12-Monats-Sicht noch im Minus. Für Impulse sorgte bei Lanxess ein möglicher Verkauf eines Geschäftsbereiches.

    Deutsche Lufthansa, Beiersdorf und Henkel notieren im Minus

    Der Streik auf verschiedenen Flughäfen in Deutschland sorgte am Montag für zahlreiche Flugausfälle und belastete das Lufthansa-Papier. Die Aktie verlor in der vergangenen Woche 2,8 Prozent an Wert. Auch der wieder etwas zulegende Ölpreis wirkt sich negativ auf das Ergebnis von Lufthansa aus. Nach einem konservativen Geschäftsausblick gaben die Papiere von Beiersdorf im Wochenverlauf 2,6 Prozent ab. Die Aktie des Nivea-Hertstellers kostet aktuell 75,25 Euro. Auch Henkel gehört mit einem Verlust von 2,1 Prozent zu den Wochenverlieren. Die Aktie notiert damit bei 100,50 Euro.

    Klettert der DAX nach den neusten Rekorden weiter?

    Der DAX notiert so hoch wie nie in seiner Geschichte. Die Geschäfte der Unternehmen laufen derzeit trotz zahlreicher negativer Einflüsse aus dem Ausland hervorragend. Ein schwacher Euro beflügelt die deutschen Exporte und die lockere Geldpolitik der Notenbanken sorgen für günstige Zinsen und jede Menge verfügbares Geld. Da es an Anlagealternativen zu Aktien mangelt, steigen die Kurse immer weiter. Sollten die ausländischen Krisen um die griechischen Schulden und den Ukraine-Konflikt gelöst werden sowie die Ausweitung des IS gestoppt werden können, dürfte das Potential für weitere Kursgewinne gegeben sein. Ein kurzfristiger Einbruch am Aktienmarkt wäre ebenfalls keine Überraschung. Insofern ist eine Vorhersage aktuell schwieriger denn je. Sicher ist nur, dass wir in Zukunft noch höhere Kurse als aktuell sehen werden und dass es beim DAX auch Rückschläge unter das aktuelle Niveau geben wird. Die Frage, die wir jedoch nicht beantworten können, ist wann und wie stark die jeweilige Entwicklung ausfallen wird. Für die kommende Woche sind aus unserer Sicht beide Szenarien möglich. Impulse könnten auch von der EZB-Sitzung und dem Verfallstag am Freitag ausgehen.

  • DAX seit Jahrebeginn 1,6 Prozent im Minus – Merck, Henkel und K+S sind die ersten Wochengewinner in 2015 – Versorger fahren Verluste ein und Lanxess leidet unter negativen Analystenmeinungen – Bullenbrief rät: Liquidität erhöhen

    Nach starken Tagesgewinnen und auch Tagesverlusten hat der DAX nach Ablauf der ersten vollen Handelswoche einen klassischen Fehlstart für das Jahr 2015 hingelegt. Der DAX verlor seit dem Jahresendstand von 2014 genau 157 Punkte und ging damit bei einem Stand von 9.649 Punkten ins Wochenende. Der Verlust des laufenden Jahres beträgt damit 1,6 Prozent. 

    Ölpreis, Euro und Konjunkturindikatoren belasten Aktienmärkte

    Gleich am Montag ging es beim DAX in den Keller. Der Tagesverlust zum Wochenauftakt beträgt 3 Prozent. Der Ölpreis gab erneut deutlich nach. Außerdem sorgten Diskussionen um den Verbleib Griechenlands im Euro-Raum sowie ein schwacher Euro für Verunsicherung. Die Sorge vor einer Deflation in Europa beschleunigte die Tagesverluste. Am Dienstag gab es nach dem Ausverkauf vom Montag kaum Veränderungen und am Mittwoch erholten sich die Märkte mit einem Tagesgewinn von 0,5 Prozent. Ein guter US-Arbeitsmarktbericht sowie eine Stabilisierung der Ölpreise sorgten für Entspannung. Dies sorgte am Donnerstag für weitere Gewinne und die sich abzeichnende Ölrpeisstabilisierung liess den DAX kräftig um 3,4 Prozent nach oben schießen. Bereits am Freitag war die Party schon wieder vorbei. Der DAX gab mehr als die Hälfte der Gewinne des Vortages wieder ab und verlor 1,9 Prozent, nachdem der Ölpreis wieder ins Rutschen kam. Außerdem belastet die schwächer als erwartet ausgefallene Industrieproduktion. Auch der US-Arbeitsmarktbericht offenbarte bei genauerer Betrachtung negative Punkte. So war der Stellenaufbau zwar überzeugend, allerdings zu Lasten fallender Löhne.

    Merck, Henkel und K+S sind die ersten Wochengewinner in 2015

    Von den 30 DAX-Aktien setzten sich die Papiere von Merck mit einem Wochengewinn 5,8 Prozent an die Spitze des DAX-Feldes. Dem Pharma-Konzern gelang es trotz eines unsicheren Umfeldes deutliche Kurssteigerungen einzufahren. Der aktuelle Kurs für eine Merck-Aktie berägt 82,29 Euro. Mit Henkel setzt sich ein weiteres Unternehmen der eher konjunkturunabhängigen Firmen an die Spitze. Die Henkel-Aktie legte 4,8 Prozent zu und ging bei einem Stand von 92,43 Euro aus dem Handel. Auch die K+S-Aktie konnte sich dem negativen Stimmungsfeld entziehen und gegen den Trend 4,8 Prozent auf 23,75 Euro zulegen. Die sonst für Kursschwankungen eher anfällige K+S-Aktie hält sich damit die letzten Wochen relativ stabil.

    Versorger fahren Verluste ein – Lanxess leidet unter negativen Analystenmeinungen 

    Den höchsten Wochenverlust mit einem Rückgang um 9,1 Prozent auf 34,46 Euro verzeichneten die Papiere von Lanxess. Auf die Aktie hagelt es seit Tagen negative Analystenkommentare und Abstufungen ein. Diese negtive Stimmung spiegelt sich in der aktuellen Kursentwicklung wieder. Einmal mehr leiden die Versorger-Aktien unter dem fallenden Ölpreis. RWE und E.on kamen deutlich unter die Räder und verloren 7,6 bzw. 7,0 Prozent. Damit sind die RWE-Papiere nur noch 23,72 Euro wert. E.on-Aktien kosten aktuell 13,04 Euro.

    Ölpreisentwicklung bestimmt derzeit die Aktienmarktentwicklung – Empfehlung für Liquiditätsaufbau

    Momentan hängt die Kursentwicklung der Dividendenpapiere direkt an der Entwicklung des Ölpreises. Fällt der Ölpreis weiter, hat dies negative Auswirkungen auf den Aktienmarkt. So lange diese Korrelation anhält, wird der DAX nicht auf eigenen Beinen stehen und entsprechend schnell nach oben und unten ausbrechen. Allerdings ist davon auszugehen, dass es sich hier nur um einen vorübergehenden Zustand handelt. Wir gehen davon aus, dass der Ölpreis mit den aktuellen Kursen ein Tief erreicht hat und sich auf diesem stabilisieren wird. Möglicherweise geht es auch wieder etwas nach oben. Wir können uns allerdings auch gut vorstellen, dass die 100 US-Dolar Marke nicht so schnell wieder erreicht wird. Viel bedeutender für die Entwicklung beim DAX dürfte dann die Sorge um eine Deflation in Europa und die Entwicklung der Konjunktur sein. Da wir hier nicht zu viel in 2015 erwarten, dürfte es beim DAX höchstens zu einer leichten Erholung reichen. Daher empfehlen wir bei stärkeren Kursgwinnen im DAX Liquidität durch Verkäufe aufzubauen.

  • Rabenschwarze Woche beim DAX mit 5 Prozent Wochenverlust und 500 Punkten Kursverlust – Euroschuldenkrise und Konjunktursorgen belasten Aktienmärkte – Henkel legt leicht zu, Versorger mit höchsten Verlusten

    Herbe Verluste gab es in der vergangenen Woche beim DAX. Der Deutsche Aktienindex verlor 4,9 Prozent und notiert damit 492 Punkte unter dem Schlusskurs der Vorwoche. Die 10.000er Marke ist damit wieder in weite Ferne gerückt. Aktuell notiert der DAX bei 9.595 Punkten.

    Euroschuldenkrise und schwache Daten zur Industrieproduktion belasten die Märkte

    Am Montag ist der DAX noch mit einem Tagesgewinn von 0,2 Prozent in die neue Woche gestartet. Obwohl die deutsche Industrieproduktion unter den Erwartungen lag, blieb die Stimmung auf dem Parkett noch gut. Am Dienstag sorgten Gewinnmitnahmen im großen Stil für einen Tagesverlust von 2,2 Prozent. Bei den Anlegern rückt die Euroschuldenkrise wieder in den Fokus. Die vorgezogene Präsidentschaftswahl könnte die Vereinbarungen mit der Troika ins Wanken bringen. In Athen verlor der Aktienmarkt 13 Prozent an Wert. Etwas Entspannung gab es dann am Mittwoch mit einem leichten Tagesgewinn von 0,1 Prozent bzw. 0,6 Prozent Tagesgewinn am Donnerstag. Erfreuliche US-Konjunkturdaten wirkten positiv an der Börse. Insbesondere starke Einzelhandelsumsätze kamen gut auf dem Parkett an. Sorgen um die Konjunktur nach schwachen Daten zur Industrieproduktion in Europa und China führten zu einem hohen Tagesverlust von 2,7 Prozent beim DAX.

    Henkel einzige Aktie mit Wochengewinn – FMC mit geringstem Wochenverlust

    Gute Geschäfte sorgen bei Henkel für Kursgewinne gegen den Trend. Die Aktie des Waschmittelherstellers legte 0,4 Prozent zu und ging bei einem Stand von 89,28 Euro aus dem Handel. Analystenschätzungen mit Kursen von 100 Euro beflügelten die Aktie zusätzlich in einem Umfeld von stark fallenden Aktienkursen. Als weniger anfällige Aktie für Kursschwankungen ist FMC bekannt. In der letzten Woche konnte die Aktie daraus einen Profit schlagen. Mit einem Kursverlust von nur 0,8 Prozent auf 59,10 Euro ist die Aktie unter den Wochengewinnern zu finden.

    Versorger mit hohen Verlusten von fast 10 Prozent

    Der Ölpreis ist weiter deutlich am Fallen. Am Freitag notiert Öl unter der 60. Damit wird der schwache Ölpreis zu einem negativen Faktor für die gesamte Energiebranche. Die sowieso gebeutelten deutschen Energieversorger leiden doppelt darunter. Eine Umstellung der Ermittlung der Dividendenausschüttungen bei RWE sorgt für Verunsicherung, nachdem bereits in der Vergangenheit über Pläne zu Dividendenkürzungen berichtet wurde. Aktien von RWE liegen mit einem Wochenverlust von 9,3 Prozent ganz vorne. E.on folgen dicht dahinter mit einem Verlust von 8,7 Prozent.

    Wie weit fällt der DAX noch?

    Mit der aktuellen Konsolidierung scheint die Jahresendrally erst einmal vorbei zu sein. Zu stark ist derzeit die Verunsicherung. Schwache Konjunkturdaten, Griechenland im erneuten Fokus der Euroschuldenkrise sowie die weitere Eskalation des Russlandkonfliktes sind Rahmenbedingungen die nicht für ein Investment in Unternehmensbeteiligungen sprechen. Selbst der Mangel an Anlagealternativen lassen die Kurse nicht unendlich in den Himmel wachsen. Ob es damit mit der Jahreendrally für dieses Jahr endgültig vorbei ist, lässt sich noch nicht sagen. Mit den hohen Verlusten der letzten Tage ist jedoch Einiges an Vertrauen in den Aktienmarkt verloren gegangen. Momentan scheint auch das Ende der Korrektur noch nicht absehbar. Dies spricht für ein mögliches Ende der Jahresendrally. Weitere Kursverluste in den nächsten Tagen sind damit auch wahrscheinlicher als eine Gegenbewegung. Es ist daher durchaus davon auszugehen, dass der DAX weiter an Wert verliert und auch unter die Marke von 9.000 fallen wird. Ob es weit tiefer geht, lässt sich jetzt noch nicht abschätzen, wäre jedoch keine große Überraschung mehr.

  • DAX legt im Wochenverlauf nach sehr volatilem Handel 0,7 Prozent zu – Wochengewinn geht auf Konto eines Super-Freitags mit 3,1 Prozent Tagesgewinn – Continental, Lufthansa und VW gewinnen – Deutsche Bank, RWE und Henkel verlieren

    Der Deutsche Aktienindex DAX ging auf Wochensicht betrachtet mit einem leichten Wochengewinn von 0,7 Prozent aus dem Handel und beendete damit bei einem Stand von 8.850 Punkten am Freitag den Handel. Aus dieser Sicht nichts Besonderes – betrachtet man allerdings die einzelnen Handelstage etwas genauer, sieht man die enormen Schwankungen, mit denen der Markt aktuell zu kämpfen hat. Und ohne den Gewinn von 3,1 Prozent am letzten Tag der Woche, dem Super-Freitag, hätte der DAX einen deutlichen Wochenverlust eingefahren.

    Zu Wochenbeginn ging es am Montag beim DAX zunächst in den Keller. Neue Jahrestiefstände wurden markiert. Doch dann sorgten Schnäppchenjäger für Kursgewinne. Am Tagesende beendete der DAX den Handel mit einem Gewinn von 0,3 Prozent. Am Dienstag sorgte ein schwacher ZEW-Frühindikator für ein Absacken – zeitweise notierte das Deutsche Aktienbarometer 1,3 Prozent im Minus. Durch die Unterstützung einer robusten Wall Street beendete der DAX jedoch den Handel mit einem Tagesgewinn von 0,2 Prozent. Schwache Konjunkturdaten aus den USA trübten das Bild jedoch am Mittwoch und von der Wall Street gab es keine Unterstützung. Der DAX beendete daraufhin den Handel mit deutlichen Kursverlusten von 2,9 Prozent. An diesem Tag gingen alle Aktien aus dem DAX mit Tagesverlusten aus dem Handel. Am Donnerstag setzte der DAX die Talfahrt zunächst fort. Sorgen um die Wirtschaft in der Eurozone führten zu panikartigen Verkäufen. Zeitweise notierte der DAX deutlich unter 8.400 Punkten und damit auf dem tiefsten Niveau seit einem Jahr. Am Nachmittag sorgten jedoch Aussagen der US-Notenbank über eine mögliche Fortsetzung der Liquiditätsversorgung für Erleichterung auf dem Parkett. Am Tagesende beendet der DAX den Handel noch mit einem Gewinn von 0,1 Prozent. Am Freitag kam es dann zu einer kompletten Gegenbewegung. Der DAX legte 3,1 Prozent zu und beendete damit den Handel mit einem außerordentlich hohen Kursgewinn. An diesem Tag beendeten alle DAX-30-Aktien den Tag mit Handelsgewinnen.

    Unter den DAX-Aktien legten vor allem die konjunktursensiblen Aktien besonders deutlich zu. An der Spitze der Gewinner sind Papiere aus dem Automobilsektor zu finden. Ein weiter fallender Ölpreis sorgte hier für eine besonders gute Stimmung unter den Börsianern. Die Dividendenpapiere von Continental legten in diesem Marktumfeld mit 9,1 Prozent Wochengewinn besonders deutlich zu. Die Continental-Aktien gingen bei einem Stand von 151,65 Euro aus dem Handel. Auch die Papiere der Deutschen Lufthansa profitieren von den günstigen Ölpreisen. Die Aktie haussierten um 7,2 Prozent auf 11,66 Euro. Deutliche Kursgewinne von jeweils 6 Prozent verzeichneten auch die Automobilhersteller. Aktien von Volkswagen legten 9,05 Euro auf 160 Euro zu und Daimler verteuerten sich um 5,96 Euro auf 59,35 Euro.

    Weniger gut entwickelten sich dagegen die Papiere der konservativen Branchen. Auch die Aktien aus dem Finanzsektor konnten sich nicht der guten Marktentwicklung anschließen. Aktien der Deutschen Bank bilden mit einem Wochenverlust von 4,8 Prozent das Schlusslicht beim DAX. Ebenfalls deutlich nach unten ging es bei RWE. Der Kurs verlor 4,7 Prozent auf 26,46 Euro. Aktien von Henkel gaben um 2,7 Prozent auf 74,99 Euro nach.

    Nachdem in der vergangenen Woche die Kurse stark zwischen Kursverlusten und Kursgewinnen schwankten, stehen mit der aktuellen Berichtssaison die Unternehmen auch in den kommenden Wochen im Vordergrund. Letzte Woche reagierte der Markt stark auf Meldungen zur schwachen Konjunktur in Europa. Sollte sich dies im Zahlenwerk der Unternehmen in den nächsten Wochen widerspiegeln, stellt sich die Frage, ob die Unternehmensergebnisse am Ende besser oder schlechter als erwartet ausfallen. Darüber hinaus sorgen zahlreiche Konflikte wie z.B. der Kampf gegen den IS für Verunsicherung. Auch die weitere Ausbreitung von Ebola könnte die Weltwirtschaft nachhaltig schwächen. Aus diesen Gründen dürften die kommenden Wochen richtungsweisend für die weitere Kursentwicklung beim DAX sein. Sollte es keine neuen negativen Überraschungen geben, ist von starken Kursgewinnen in den nächsten Wochen auszugehen.

  • Schwächeanfall sorgt für Talfahrt beim DAX – 4,4 Prozent Wochenverlust – Lufthansa, infineon und Siemens mit höchsten Verlusten – Linde und Fresenius legen entgegen dem Trend leicht zu

    Deutlich nach unten ging es in der vergangenen Handelswochen mit den im DAX notierten Wertpapieren. Schwache Konjunkturdaten, die Angst vor einer Rezession in Deutschland sowie deutlich weniger Gewinne bei deutschen Unternehmen haben die Kurse der größten deutschen Aktiengesellschaften zum Teil deutlich nach unten gedrückt. Der DAX ging bei einem Stand von 8.789 Punkten ins Wochenende und hat damit ein neues Jahrestief markiert. Auch auf Sicht der letzten 52 Wochen notiert der Deutsche Aktienindex damit sehr nahe am 52-Wochen-Tief. Auf Wochensicht hat der DAX damit 4,4 Prozent an Wert verloren.

    Nachdem am Montag die guten Arbeitsmarktdaten aus den USA die Märkte stützten und der DAX zunächst gut zulegen konnte, sorgten schwache Auftragseingänge für Kursverluste gegen Handelsende. Am Montag wurde damit der Handel mit einem leichten Gewinn von 0,2 Prozent beendet. Als am Dienstag schwache Produktionsdaten der deutschen Wirtschaft veröffentlicht wurden und zusätzlich einige Analysten die Wachstumsprognosen für Deutschland senkten, ging es mit den Kursen beim DAX deutlich nach unten. Am Dienstag verlor der DAX 1,3 Prozent und am Mittwoch ging es erneut um 1 Prozent nach unten. Nachdem am Donnerstag die Börsianer Hoffnungen auf die Notenbanken setzen, die aufgrund der Eintrübung ihre Kapitalzufuhr weniger stark einschränken, startete der DAX mit rund 100 Punkten Kursgewinn in den Tag. Nach einem valotilen Handelsverlauf blieb zum Tagesende jedoch nur noch ein Plus von 0,1 Prozent. Zum Wochenschluss bauten sämtliche Börsianer ihre Aktienpositionen ab. Der DAX brach um 2,4 Prozent ein.

    Unter den DAX-Aktien verloren vor allem die Papiere aus konjunktursensiblen Bereichen. An die Spitze der Wochenverlierer setzten sich die Papiere der Deutschen Lufthansa. Das Unternehmen hat gleich mit mehreren Problemen gleichzeitig zu kämpfen. Nach dem Pilotenstreik könnte in den nächsten Tagen der Streik bei der Cargo-Tochter fortgesetzt werden. Die Konjunktureintrübung wirkt sich schnell auf das Reiseverhalten aus und belastet damit das Fluggeschäft sowie die zunehmende Ausbreitung von Ebola. Die Aktie der Deutschen Lufthansa verlor im Wochenverlauf 9,3 Prozent auf 10,88 Euro. Eine Umsatzwarnung des US-Konkurrenten Microchip Technologies hat die infineon-Aktie deutlich einbrechen lassen. Die Aktie des deutschen Speicherchipherstellers verlor 9,2 Prozent und ging mit 7,17 Euro aus dem Handel. Siemens-Aktien gehören mit einem Wochenverlust von 9 Prozent auf 83,60 Euro als Schwergewicht im DAX ebenfalls zu den Verlieren.

    Gegen den Trend nach oben ging es dagegen bei Linde. Die Aktie legte 0,6 Prozent auf 149,10 Euro zu. Gesucht waren auch weniger konjunkturabhängige Papiere wie Fresenius und Henkel, die in dem aktuellen Umfeld kaum verändert aus dem Handel gingen. Eine Kaufempfehlung für Fresenius-Papiere aus dem Hause der Deutschen Bank sorgte für eine entsprechend stabile Kursentwicklung mit einem Wochengewinn von 0,5 Prozent auf 39 Euro. Henkel-Aktien mit einem Wochenverlust von 0,4 Prozent auf 77,08 Euro gehören ebenfalls zu den Aktien im DAX mit der besten Wochenperformance.

    Nach den starken Kursverlusten vom Freitag ist es entscheidend wie der Aktienmarkt am Montag darauf reagiert. War dies eine Übertreibung und damit eine gute Chance für einen Einstieg oder muss man sich für die nächsten Wochen auf Kursverluste einstellen. In der Tat sind schwache Konjunkturdaten veröffentlicht worden, welche die Verluste auslösten. Allerdings steht die Berichtssaison erst am Anfang. Sollten die Ergebnisse der einzelnen Unternehmen weniger schwach als damit nun befürchtet ausfallen, die Prognosen über den Erwartungen liegen und zu Entspannungen an den Krisenherden der Welt wie dem Ukraine-Konflikt und den IS-Kämpfen führen, könnte das Pendel schnell in die andere Richtung ausschlagen und der DAX wieder in Richtung neue Allzeithochs marschieren. Diese beiden möglichen Szenarien sollten daher im Hintergrund betrachtet werden um die Aktienengagements entsprechend kurzfristig zu platzieren.

  • DAX mit 0,9 Prozent Wochengewinn nach Berg- und Talfahrt – starke Wochengewinne bei adidas, HeidelbergCement und Lufthansa-Papieren – Kursverluste dagegen bei Henkel, Fresenius und SAP

    Mit einem Wochengewinn von 0,9 Prozent hat der DAX die vergangene Handelswoche beendet und damit 83 Punkte zugelegt. Der Anstieg verhalf dem DAX zu einem Wochenschlussstand von 9.093 Punkten. Damit konnte der Aktienmarkt wieder deutlicher über der Marke von 9.000 Punkten notieren. So gut der Anstieg aus Wochensicht auch aussieht, war die Entwicklung im Wochenverlauf viel spannender und  unsicherer, wohin die Reise beim DAX letztendlich hingeht. Ein täglich wechselndes Auf und Ab sorgte für starke Kursschwankungen.

    Am Montag ging es mit einem Tagesgewinn von 1,9 Prozent kräftig nach oben. Aktienanalysten der UBS sehen deutsche Aktien im europäischen Vergleich besonders günstig bewertet und raten zum Kauf. Ein schwacher Frühindikator des ZEW-Institutes sowie schwache Unternehmensdaten von Henkel verunsicherten die Märkte wieder. Der DAX verlor 1,2 Prozent. Gute Quartalszahlen von E.on sowie steigende Einzelhandelsumsätze in den USA wurden mit DAX-Gewinnen von 1,4 Prozent am Mittwoch begleitet. Ein Rückgang beim deutschen Bruttoinlandsprodukt von 0,2 Prozent spiegelt eine Reduzierung der Wirtschaftsleistung wider. Diese negative Nachricht belastete den DAX, versöhnliche Worte des russischen Präsidaten Putin zum Ukraine-Konflikt liessen insgesamt die Aktien jedoch um 0,2 Prozent steigen. Am Freitag notierte der DAX lange im Plus und alles sah nach einem versöhnlichen Wochenausklang aus, doch die Rhetorik im Ukraine-Konflikt verschärfte sich. Für den DAX ging es binnen weniger Minuten nach unten, so dass am Ende ein Tagesverlust von 1,4 Prozent in den Büchern stand.

    Trotz dieser hohen Schwankungen gelang es den Papieren von adidas im Wochenverlauf um 4,6 Prozent zuzulegen. Nachdem die Aktie in der Vorwoche bereits deutlich eingebrochen ist, sorgen nun Schnäppchenjäger für Kursgewinne. Die Aktie ging bei einem Stand von 59,30 Euro aus dem Handel. Aktien des Zementherstellers HeidelbergCement legten um 4,4 Prozent auf 55,07 Euro zu. Diskussionen über Erleichterungen für die Luftfahrtbranche führten zu Kursgewinnen bei der Deutschlen Lufthansa. Die Aktie verteuerte sich um 4,1 Prozent auf 12,66 Euro.

    Gegen den Trend nach unten ging es mit den Papieren von Henkel. Nach schwachen Quartalszahlen und einem negativen Ausblick wegen des Wegfalls der Russland-Geschäfte schickten Börsianer die Henkel-Papiere auf Talfahrt. Der Kurs gab um 2,4 Prozent auf 79,07 Euro nach. Die weniger konjunktursensiblen Aktien standen in der vergangenen Woche nicht in der Gunst der Anleger. So verloren Fresenius 0,8 Prozent auf 35,72 Euro, SAP gaben um 0,6 Prozent auf 56,60 Euro nach und Fresenius Medical Care verbilligen sich um 0,5 Prozent auf 51,18 Euro. Die Verluste hielten sich damit jedoch in allen Fällen immer noch in engen Grenzen.

    Nach den starken Schwankungen der vergangenen Tage ist davon auszugehen, dass sich auch in der kommenden Woche kein eindeutiger Trend ableiten lässt. Momentan sind die Märkte sehr unsicher und dies spiegelt sich in der Kursentwicklung der Aktien wider. Je nach politischer Entwicklung an den Krisenherden wie Ukraine, Gaza und Irak kann es schnell Kursgewinne oder Verluste geben. Da die Berichtssaison langsam dem Ende entgegen geht, ist von dieser Seite nicht viel zu erwarten. Unter diesen Bedingungen erwarten wir für die kommenden Handelstage eher kurzfristig ausgelöste Schwankungen, auf die nur dann zu reagieren ist, wenn eine größere Meldung hinter der Marktentwicklung steckt.