Schlagwort: Einkaufsmanagerindex

  • DAX startet schwach in den Februar – 5,2 Prozent Wochenverlust auf 9.286 Punkte – E.on einzige Aktie mit einem Wochenplus, RWE und K+S immerhin unter 1 Prozent Verlust – Fresenius und infineon verlieren 10 Prozent – Trend zeigt eindeutig nach unten

    Nach einem schwachen Januar und einem Monatsverlust von 9 Prozent hat der DAX an die negative Entwicklung nahtlos angesetzt und ist auch mit deutlichen Kursrückgängen in den Februar gestartet. In der ersten Februar-Woche gab der DAX in Summe um 5,2 Prozent nach. Jeder einzelne Handelstag wurde mit einem Tagesverlust beendet. Dies bedeutet einen Kursverlust auf Wochensicht von 512 Punkte auf einen Stand von 9.286 Punkte.

    DAX startet schwach in den Februar – 5,2 Prozent Wochenverlust auf 9.286 Punkte

    Zu Wochenbeginn sorgten erneut Konjunktursorgen aus China für schwache Aktienkurse auf dem Frankfurter Aktienparkett. Der erneute Ölpreisverfall führte zu weiterer Unsicherheit mit fallenden Kursnotierungen. Damit ging es am Montag zunächst mit einem Tagesverlust von 0,4 Prozent nach unten. Eine durchwachsene Berichtssaison zog die Kurse weiter in den Keller. Am Dienstag schloss der DAX 1,8 Prozent schwächer. Eine überraschend schlechte Stimmung zeichnet der US-Einkaufsmanagerindex ISM – die Aktienmärkte reagierten darauf mit weiteren Kursverlusten. Beim DAX ging es um 1,5 Prozent nach unten. Nach einem volatilen Handelsverlauf ging es am Donnerstag weiter nach unten. Der DAX verlor 0,4 Prozent. In den USA veröffentlichte Arbeitsmarktdaten deuten auf eine Zinserhöhung in den USA hin. Dies belastete am Freitag erneut die Märkte und fuhr dem DAX einen Tagesverlust von 1,1 Prozent ein.

    E.on einzige Aktie mit einem Wochenplus, RWE und K+S immerhin unter 1 Prozent Verlust

    Unter dem insgesamt schwachen Börsenumfeld gibt es lediglich eine Aktie, welche die vergangene Handelswoche mit einem Kursgewinn beendet hat. Die Papiere des Energieversorgers E.on legten gegen den Trend 0,9 Prozent im Kurs zu. Zwar ist dies nach den starken Kursverlusten bei den Energieversorgern nur ein schwacher Trend, immerhin könnte dies als Zeichen gewertet werden, dass damit ein Boden gefunden ist. Auch Wettbewerber RWE schlug sich mit einem Wochenverlust von nur 0,3 Prozent deutlich besser als der Aktienmarkt. Die Aktien von E.on gehen damit bei einem Stand von 9,50 Euro aus dem Handel und RWE-Aktien kosten an der Börse 12,83 Euro. Besonders robust zeigt sich auch die K+S-Aktie mit einem Verlust von 0,5 Prozent auf 19,31 Euro.

    Fresenius und infineon verlieren 10 Prozent

    Weniger gut sieht es dagegen beim Fresenius-Konzern aus. Die Aktie des Gesundheitsunternehmens gab um 10 Prozent auf 54,83 Euro nach. Auch bei der auf Dialyse spezialisierten Tochter FMC ging es deutlich nach unten. Hier verlor die Aktie 8,8 Prozent auf 74,45 Euro. Noch schlechter erwischte es nur infineon. Das Unternehmen enttäuschte mit der Vorlage der Geschäftszahlen und tauchte anschließend um 9,9 Prozent ab. Aktien des Speicherchiphersteller infineon kosten an der Börse nur noch 11,06 Euro.

    Trend zeigt eindeutig nach unten

    Nach der erneut schwachen Handelswoche zeigt der Trend weiter nach unten. Die Aktienmärkte sind angeschlagen und mit weiteren Kursverlusten wird gerechnet. Es ist daher nur noch eine Frage der Zeit bis der DAX auch unter die 9.000er Marke fällt. Die Stimmung an den Börsen ist nachhaltig angeschlagen. Von daher bedarf es wirklich positiver Meldungen um den DAX wieder aus dem Abwärtssog zu holen. Zu viele negative Meldungen belasten derzeit das Handelsumfeld: Konjunktursorgen, steigende Zinsen, schwächelnde Unternehmensergebnisse. Sollte es hierzu positive Meldungen geben, könnte das den DAX wieder in die Richtung nach oben umschwenken.

  • Starke Wochenperformance beim DAX mit 2,7 Prozent Gewinn – deutliche Kursgewinne bei Continental, Deutsche Lufthansa und Deutsche Post – adidas einzige Aktie mit Kursverlusten

    Mit einer starken Performance hat der DAX die jüngsten Tiefstkurse hinter sich gelassen und neue Impulse setzen können. Der Deutsche Aktienindex legte im Wochenverlauf um 247 Punkte zu und verteuerte sich damit um 2,7 Prozent. Nach diesen Kursgewinnen geht der DAX bei einem Stand von 9.339 Punkten ins Wochenende. Bereits am Montag konnten die Aktienmärkte deutlich zulegen. Erholt vom Ukraine-Schock haussierten die Aktien um 1,9 Prozent. Das Ausbleiben neuer Hiobsbotschaften liessen den DAX auch am Dienstag kräftig nach oben klettern. Der DAX legte um ein weiteres Prozent zu und hat sich damit mittlerweile um 5 Prozent von den Tiefständen der jüngsten Korrektur erholt. Leichte Gewinnmitnahmen schickten den DAX am Mittwoch um 0,2 Prozent nach unten. Gute Ergebnisse des Einkaufsmanagerindex sorgten auch am Donnerstag für eine gute Stimmung auf dem Parkett. Der DAX konnte 0,9 Prozent zulegen und ging mit 9.402 Punkten in den Feierabend. Am Freitag sorgte der Ukraine-Konflikt wieder für Verunsicherung und liess den DAX um 0,7 nachgeben.

    Von der Erholung in der Vorwoche profitierten vor allem die Papiere von Continental, die mit einem Wochengewinn von 6,4 Prozent den Handel beendeten. Die Aktie des Automobilzulieferers profitiert besonders vom Stimmungsumschwung der zukünftigen Konjunkturentwicklung. Der Kurs legte um 9,85 Euro auf einen Stand von 163,30 Euro zu. Eine gute Woche ging auch für die Papiere der Deutschen Lufthansa, der Deutschen Post, Volkswagen und der Commerzbank zu Ende, die jeweils um 4 Prozent zulegen konnten.

    Unter den 30 DAX-Aktien gibt es mit adidas lediglich ein Dividendenpapier, das gegen den Trend leicht an Wert verlor. Der Kurs des Herzogenauracher Sportartikelhersteller gab um 1,7 Prozent auf 58,29 Euro nach. Börsenprofis machen einen Artikel der FAZ für den Kursrutsch bei adidas verantwortlich, der die hohen Marketingausgaben des Unternehmens kritisierte. Mit den geringen Kursgewinnen zählen die Papiere der Münchener Rück sowie von E.on und Deutscher Telekom ebenfalls zu den Wochenverlieren der vergangenen Woche.

    Nach der Stabilisierung in der vergangenen Woche hat sich die Situation beim DAX wieder verbessert. Der DAX konnte mit den jüngsten Kursgewinnen die Skeptiker positiv überraschen. Damit wird die Kursentwicklung in der kommenden Woche weiter von der aktuellen Entwicklung bei den Unternehmen und an den Krisenherden der Welt beeinflusst sein. Sollte sich die Entspannung im Irak und der Ukraine fortsetzen, sind weitere Kursgewinne sehr wahrscheinlich.