Schlagwort: Abgasskandal

  • DAX notiert unverändert zu Vorwoche bei 9.831 Punkten – Commerzbank, Deutsche Post und Vonovia legen am stärksten zu – Volkswagen, BMW und Merck führen Verliererliste an

    Nach einem rasanten Wochenverlauf geht der DAX mit einem Wochengewinn von gerade einmal 7 Punkten aus dem Handel. Der Gewinn in Prozent ausgedrückt, liegt damit bei unveränderten 0,1 Prozent. Zum Wochenschluss notiert der DAX bei einem Stand von 9.831 Punkten nachdem der deutsche Aktienindex zwischenzeitlich sogar unter der Marke von 9.500 Punkten handelte.

    DAX notiert unverändert zu Vorwoche bei 9.831 Punkten

    Der Ausgang der hessischen Kommunalwahlen als Probe für die Landtagswahlen an diesem Wochenende hatte keine Auswirkung auf den DAX. Nach einem vergleichsweise ruhigen Handel ging der Aktienmarkt 0,5 Prozent schwächer aus dem Handel. Wachstumssorgen aus China drückten am Dienstag auf die Kurse. Der Markt erlitt nach schwachen Konjunkturindikatoren 0,9 Prozent an Wert. Am Tag vor der erwarteten EZB-Sitzung kam es zu Tagesgewinnen in der Spitze von 1,5 Prozent, die sich bis zum Handelsende wieder weitgehend auflösten. Am Tagesschluss bleibt ein Gewinn von gerade einmal 0,3 Prozent über. Die Enttäuschung über ein möglicherweise baldiges Ende der Niedrigzinspolitik überschattete das Ergebnis der Sitzung und sorgte für Enttäuschung auf dem Aktienparkett. Der DAX verlor 2,3 Prozent. Am Freitag wurde das Ergebnis der EZB noch einmal genauer angeschaut und als gar nicht so schlecht bewertet. Am letzten Handelstag der Woche sorgte dies für eine starke Performance. Der DAX legte um 3,5 Prozent zu.

    Commerzbank, Deutsche Post und Vonovia legen am stärksten zu

    Die EZB-Entscheidung hat sich vor allem für Banken positiv ausgewirkt. Die Aktie der Commerzbank profitierte davon am meisten. Auch der neue Vorstand sorgen für eine gewisse Ruhe. Dem Aktienkurs verhalfen diese Maßnahmen zu einem Wochengewinn von 4,3 Prozent auf 8,44 Euro. Starke Unternehmenszahlen veröffentlichte die Deutsche Post. Vor allem beim Cash Flow lag das Ergebnis deutlich über den Erwartungen. An der Börse sorgte dies für einem Wochengewinn von 3,8 Prozent auf 23,51 Euro. Ganz unbemerkt legte die Immobilienaktie Vonovia 3,5 Prozent zu und gehört damit zu den Top-Gewinnern beim DAX. Aktuell kosten Papiere von Vonovia 30,26 Euro.

    Volkswagen, BMW und Merck führen Verliererliste an

    Die schwachen Konjunkturdaten aus China haben sich gleich negativ bei den deutschen Automobilherstellern niedergeschlagen. Negative Nachrichten um den VW-Abgasskandal belasteten die Papiere der Wolfsburger zusätzlich. Die Dividendenpapiere von Volkswagen gaben im Wochenverlauf um 6 Prozent auf 113,70 Euro nach. Papiere von BMW notieren 4,7 Prozent schwächer bei 78,72 Euro. Trotz leicht übertroffener Umsatz- und Gewinnzahlen sorgte die unter den Erwartungen liegende Dividendenausschüttung für Unmut an der Börse. Merck-Papiere gaben im Wochenverlauf um 4,7 Prozent auf 76,16 Euro nach.

    DAX nimmt die 10.000er Marke wieder ins Visier

    Der Ausblick für die nächste Woche kann aus der Vorwoche unverändert übernommen werden. Mit dem starken Momentum zum Wochenschluss hat der DAX einen leichten Punktegewinn retten können. Mit den steigenden Ölpreisen könnte der DAX diese Dynamik auch in die nächste Woche mitnehmen und so weitere Kursgewinne einfahren und kurzfristig wieder über die Marke von 10.000 Punkte klettern.

  • DAX-Jahresrückblick und Ausblick 2016 – solider Jahresgewinn von 9,6 Prozent – DAX legt 934 Punkte im Jahresverlauf zu – Jahreshoch bei 12.390 und Jahrestief bei 9.325 Punkten – 2016 wird es weiter nach oben gehen

    Mit dem DAX konnte man 2015 nichts falsch machen – solider Jahresgewinn von 9,6 Prozent

    Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende und der Deutsche Aktienindex DAX hat bereits gestern um 14:00 das Börsenjahr beendet. Insgesamt geht 2015 als ein erfolgreiches Jahr in die Geschichtsbücher ein. Mit einem Jahresgewinn von 9,56 hat der DAX einen Gewinn erzielt, über den sich viele Anleger freuen würden. Denn sichere Anlagen wie Staatsanleihen und Tagesgelder werfen meist weniger als 1 Prozent Rendite ab. Da ist ein DAX-Kursgewinn von rund 10 Prozent ein sehr gutes Ergebnis.

    20 DAX-Aktien legen im Kurs zu und schlagen damit andere Anlageformen

    Zumal die Kursgewinne im Index nicht von wenigen, sondern von vielen Aktien getragen wurden, setzte sich der Aufwärtstrend in der Breite durch. Unter den 30 DAX-Aktien überzeugten 20 Papiere mit einer positiven Kursentwicklung. Rechnet man noch die ausgeschütteten Dividenden ein reduziert sich die Zahl der Aktien mit einem Kursverlust weiter. Somit konnte man bei einer Anlage in DAX-Aktien kaum etwas falsch.

    DAX legt 934 Punkte im Jahresverlauf zu – Jahreshoch bei 12.390 und Jahrestief bei 9.325 Punkten

    Auf Jahressicht legt der DAX insgesamt 937 Punkte zu. Damit kletterte der DAX auf 10.473 Punkte. Da der Kursverlauf jedoch nicht linear verlief, gab es zum Teil deutliche Schwankungen. Das Jahreshoch erreichte der DAX bereits im April bei einem Stand von 12.390 Punkten. Im späteren Verlauf ging es dann mit den Kursen wieder nach unten. Der DAX markierte den Jahrestiefstand im September bei 9.325 Punkten.

    „Sell in May and go away“-Regel war 2015 besonders erfolgreich

    Aufgrund dieser breiten Schwankungen konnte man mit etwas Trading deutlich höhere Renditen als die 10 Prozent DAX-Rendite einfahren. Besonders erfolgreich erwies sich damit die „Sell in May an go away“-Regel. Gemäß dieser Regel sollte man im Mai Aktien verkaufen um dann nach der Sommerphase wieder einzusteigen. Wer diese Regel in 2015 befolgte, konnte damit den Aufschwung im ersten Quartal sichern und zu deutlich niedrigeren Kursen im September wieder einsteigen.

    Notenbanken sorgen für starkes Börsenjahr 2015

    Der Kursaufschwung setzte sich bereits zu Beginn des Börsenjahres fort. Nach drei Jahren mit Kursgewinnen war damit der Grundstein für ein erfolgreiches Börsenjahr 2015 gesetzt. Zumal eine andere Börsenweisheit besagt, dass die ersten Handelstage eines Jahres die Richtung für den Jahresverlauf vorgeben. Doch 2015 gab es handfeste Auslöser für die Kursgewinne. Die Notenbanken sorgten für günstiges Geld an den Kapitalmärkten. Auch die Europäische Zentralbank EZB versorgten die Märkte mit günstigem Geld. Ob in Form günstiger Zinsen oder durch Anleihekaufprogramme sorgten die Zentralbanken für viel Liquidität, die an den Aktienmärkten angelegt wurde. Mit diesem Startschuss der Jahresrally 2015 ging es von Januar bis April nach oben. Regelmäßig wurden neue Höchststände vermeldet. 10.000, 11.000, 12.000 – eine 1.000er Marke wurde nach der anderen durchbrochen.

    Wirtschaftssorgen und Kursverluste in Asien beenden die Hausse

    Für eine Verunsicherung auf dem Börsenparkett sorgten dann zur Jahresmitte Ängste um die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung. Vor allem in den aufstrebenden asiatischen Wachstumsmärkten zeichnete sich eine Abschwächung an. Da Deutschland als Exporteur vom Erfolg dieser Region abhängig ist, kam es beim DAX zu stärkeren Gewinnmitnahmen. Als China die eigene Währung zur Ankurbelung der heimischen Wirtschaft abwertete, erreichte die negative Stimmung ihren Höhepunkt. Danach ging es an den Märkten wieder aufwärts. Allen voran sorgte die US-Notenbank Fed für ein freundliches Umfeld an den Kapitalmärkten.

    Deutsche Wirtschaft ist stark wie nie und das trotz zahlreicher Krisen, Kriegen und Terror

    Der Erfolg beim DAX ist ein Spiegel der starken Geschäftsentwicklung der deutschen Unternehmen. 2015 war für die meisten Unternehmen ein sehr erfolgreiches Jahr. Die DAX-Bosse haben ihre Hausaufgaben gemacht und die Weichen richtig gestellt. Obwohl es in 2015 auch genügend negative Belastungen und Krisen gab, wurden diese von den deutschen Unternehmen erfolgreich umschifft. Zunächst war die Euro-Finanzkrise und die Schuldenkrise um Griechenland ein Szenario mit ungewissem Ausgang. Der Ukraine-Konflikt stellte eine gewaltige Bedrohung für die westliche Welt dar und schließlich der Kampf gegen den IS mit Terroranschlägen in Frankreich und einer Flüchtlingswelle. All diese Belastungen hatten eine eher untergeordente Auswirkung auf die Kursentwicklung beim DAX.

    adidas, Fresenius und infineon erfolgreichste DAX-Aktien

    Die erfolgreichsten DAX-Aktien waren die Papiere von adidas, Fresenius um infineon mit einem Jahresgewinn von mehr als 50 Prozent. adidas legte mit einem Kurssprung von 56 Prozent am stärksten zu. Die Aktie verteuerte sich um 32,29 Euro auf 89,91 Euro nachdem die Aktie im Vorjahr mit einem Verlust von 39 Prozent den Jahresverlierer stellten. Fresenius und infineon waren sehr erfolgreich und legten jeweils 53 Prozent zu. Ebenfalls stark entwickelten sich die Papiere der Deutschen Börse mit einem Gewinn von 37 Prozent. HeidelbergCement, Continental, Deutsche Telekom, SAP und Fresenius Medical Care legten um mehr als 25 Prozent zu.

    Energiewende und Abgasskandal lässt Aktien verlieren

    Die Energiewende belastet weiter die deutschen Energieversorgungsunternehmen. Nach starken Kursverlusten im Vorjahr ging es auch 2015 weiter nach unten. Den höchsten Jahresverlust erzielten die RWE-Papiere mit einem Kursverlust von 54 Prozent. Die Aktie gab damit um 13,94 Euro auf nur noch 11,71 Euro nach. Hausgemachte Probleme sorgten zu einer starken Belastung bei Volkswagen. Die Abgasaffäre weitete sich immer mehr aus und liess die Aktie abstürzen. Den Tiefstand markierte das VW-Papier bei unter 90 Euro. Im Jahresverlauf gab die Aktie 28 Prozent auf 133,75 Euro nach.

    2016 wird es weiter nach oben gehen

    Da die Notenbanken ihre großzügige Politik auch in 2016 fortsetzen werden, ist mit weiteren Kursgewinnen beim DAX zu rechnen. Der starke Ölpreisverfall ist im aktuellen Umfeld kein Zeichen für eine weltweite Wirtschaftsabschwächung, sondern lediglich ein Indiz dafür, dass Öl als wertvoller Rohstoff Geschichte ist. Zu groß ist derzeit das Angebot und zu intensiv wird Öl gespart bzw. gleich auf alternative Energiequellen zurückgegriffen. Die Unabhängigkeit von Öl als wichtigster Rohstoff schreitet damit immer weiter voran.

    Günstige Bewertung sorgt für neue Allzeithochs in 2016

    Die Deutschen Unternehmen werden in 2016 an die Erfolge anknüpfen können und Dank der günstigen Bewertungen sind bei den Aktien weitere Kursgewinne zu erwarten. Das Markieren neuer Allzeithochs gilt damit als sicher. Die Bullenbrief-Redaktion erwartet daher in ihrer Jahresprognose für 2016 einen starken Kursanstieg auf 13.050 Punkte. Dies entspricht einem Kursgewinn von 21,5 Prozent.

  • DAX legt 1,6 Prozent zu und klettert auf 11.294 Punkte – Volkswagen, infineon und K+S mit deutlichen Gewinnen – RWE, Lufthansa und Deutsche Bank mit höchsten Verlusten


    Die zweite Woche in Folge hat der DAX mit einem Wochengewinn beendet. In der vergangenen Woche legte der Deutsche Aktienindex DAX 174 Punkte zu und geht damit 1,6 Prozent stärker aus dem Handel. Damit notiert der DAX auf einem aktuellen Niveau von 11.294 Punkten. Die 11.000er Marke konnte damit inzwischen deutlich überschritten werden. Auch charttechnisch hat der DAX mit dem erneuten Kursanstieg wichtige Trendlinien überwunden und so eine gesunde Basis für weitere Kursgewinne gelegt.

    DAX legt 1,6 Prozent zu und klettert auf 11.294 Punkte

    Nach dem Kurssprung in der Vorwoche war dem DAX am Montag die Luft ausgegangen. Der DAX beendete den Handel mit einem Tagesverlust von 0,3 Prozent. Verluste gab es vor allem aufgrund von Unternehmensmeldungen. So sorgten eine Streikankündigung bei der Lufthansa für Verluste wie auch eine mögliche Kapitalerhöhung bei RWE für Kursverluste bei den jeweiligen Papieren. Im Syrien-Konflikt kam es zu einem Zwischenfall zwischen der Türkei und Rußland. Dies sorgte für politische Verunsicherungen und wirkte sich negativ auf den Aktienhandel aus. Der DAX beendete nach Sorgen um eine weitere Eskalation im Konflikt den Handel unterhalb der 11.000er Marke mit einem Tagesverlust von 1,4 Prozent. Ein schwacher Euro hat die exportstarke deutsche Wirtschaft beflügelt. Der DAX kletterte um 2,2 Prozent und glich damit die Verluste der Vortage wieder aus. Am Donnerstag setzte sich die Aufwärtsbewegung fort. Haupttreiber war die Spekulation um die EZB. Demnach soll die lockere Geldpolitik weiter fortgesetzt werden. Der DAX legte 1,4 Prozent zu. Bei geringem Handel aufgrund des Feiertages Thanksgiving in den USA bröckelte der DAX leicht ab. Der Tagesverlust von 0,2 Prozent hält sich aber in Grenzen.

    Volkswagen, infineon und K+S mit deutlichen Gewinnen

    Nach den starken Kursverlusten aufgrund des Abgasskandals erholt sich die VW-Aktie wieder. In der vergangenen Woche gab es Meldungen von VW, denen zufolge die Rückrufaktion deutlich einfacher und kostengünstiger ausfallen könnte. Die Aktie machte daraufhin einen deutlichen Kurssprung. Allerdings hinterlässt der Skandal auf der Absatzseite bereits seine Spuren. Dennoch notieren die VW-Aktien mit einem Wochengewinn von 15,40 Euro 14,2 Prozent über den Kursen der Vorwoche. Hervorragende Geschäftszahlen präsentierte der Chiphersteller infineon. Sämtliche Erwartungen wurden übertroffen und bei der Marge gab es deutliche Verbesserungen. An der Börse haussierte die Aktie und beendete den Handel mit einem Wochengewinn von 14,1 Prozent auf 13,60 Euro. Erneute Übernahmegerüchte liessen auch die K+S-Aktien haussieren. Der Wettbewerber Potash könnte einen erneuten Übernahmeversuch starten. Die K+S-Aktie beendete den Handel mit einem Wochengewinn von 9,4 Prozent auf 26,39 Euro.

    RWE, Lufthansa und Deutsche Bank mit höchsten Verlusten

    Die Suche nach Kapital für Wachstum könnte bei RWE in einer Kapitalerhöhung enden. Da dies an der Börse nicht gut ankam, ging es mit der RWE-Aktie um 5,2 Prozent nach unten. Die RWE-Aktie notiert damit aktuell auf 10,87 Euro. Für Unsicherheit im Luftverkehr sorgen die derzeitigen kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten sowie die Angst vor Terroranschlägen. Außerdem ist das Thema Streik bei Lufthansa immer noch nicht ausgestanden. Die Lufthansa-Aktie verliert 2,6 Prozent auf 13,37 Euro. Aktien der Deutschen Bank liegen ebenfalls auf der Verliererseite. Der Kurs gab im Wochenverlauf 1,7 Prozent auf 23,99 Euro nach.

    Weitere Kursgewinne in der Adventszeit

    Nach der starken Performance in den vergangenen beiden Wochen und dem Überwinden charttechnischer Marken dürfte der DAX zum Sprung über weitere Kursmarken ansetzen. Einer Jahresendrally steht damit nichts im Wege und der DAX könnte neue Allzeithochs in den nächsten Wochen markieren.

  • DAX legte vierte Woche in Folge zu – Wochengewinn von 1,3 Prozent auf 10.988 Punkte – adidas, Commerzbank und K+S liegen im DAX ganz vorne – Abgasskandal lässt VW erneut einbrechen

    Die vergangene Woche hat der DAX mit einem Gewinn von 1,3 Prozent beendet. Damit legte der DAX die vierte Woche in Folge zu. Mit dem jüngsten Kursgewinn kletterte der DAX um 138 Punkte nach oben und notiert aktuell bei einem Stand von 10.988 Punkten nur knapp unterhalb der 11.000er Marke und nahe an der bei etwa 11.060 Punkte verlaufenden 200 Tage-Linie.

    DAX legte vierte Woche in Folge zu – Wochengewinn von 1,3 Prozent auf 10.988 Punkte

    Nachdem der DAX den Monat Oktober mit einem ordentlichen Kursgewinn beendet hat, ist auch der Start in den November geglückt. Gleich zu Beginn der Woche legte der DAX nach einem überraschend guten Einkaufsmanagerindex 0,9 Prozent zu. Deshalb ist es auch nicht weiter schlimm, dass am Dienstag der Handel auf der Stelle trat. Der DAX legte eine Verschnaufpause ein und ging unverändert aus dem Handel. Für rote Zahlen auf dem Börsenparkett am Mittwoch sorgte dagegen das VW-Papier. Nachdem sich der Abgasskandal ausweitete und erstmals auch Benzinmotoren betroffen sind, ging es mit den Dividendentiteln von VW mit 9,5 Prozent Tagesverlust deutlich nach unten. Die VW-Aktie zog auch den DAX mit in den Keller, der mit einem Tagesverlust von 1 Prozent aus dem Handel ging. Kaum verändert zeigte sich der DAX am Donnerstag. Der Tagesgewinn beträgt 0,4 Prozent. Ein überraschend guter US-Arbeitsmarktbericht sorgte am Freitag für ein Kursfeuerwerk. Nachdem der DAX zwischenzeitlich im Minus notierte, verabschiedete er sich mit einem Tagesgewinn von 0,9 Prozent ins Wochenende.

    adidas, Commerzbank und K+S liegen im DAX ganz vorne

    Hervorragende Quartalszahlen für Gewinn und Umsatz lieferte der Sportartikelhersteller adidas. Daraufhin wurde auch das Papier an der Börse gekauft. Die Aktie der Herzogenauracher geht mit einem Wochengewinn von 7,9 Prozent auf 88,01 Euro aus dem Handel und legt damit im Wochenverlauf 6,46 Euro zu. Auch die Commerzbank konnte im letzten Quartal den Gewinn deutlich steigern. Außerdem stellt das Bankhaus die Zahlung einer Dividende wieder in Aussicht. Aktien der Commerzbank legten im Wochenverlauf 7,2 Prozent auf 10,73 Euro zu. Nach guten Zahlen des Konkurrenten Mosaic und einer Kaufempfehlung durch die Commerzbank-Analysten ging es auch für K+S deutlich nach oben. Die Aktie gewinn 6,3 Prozent auf 24,40 Euro.

    Abgasskandal lässt VW erneut einbrechen

    Der Abgasskandal des Volkswagen-Konzerns macht sich erneut an der Börse bemerkbar. Nachdem sich der Skandal ausweitert und erstmals auch Benzinmotoren betroffen sind, verliert das Unternehmen zunehmend das Vertrauen der Kunden und Anleger. An der Börse sackte der Kurs nach dieser neuen Meldung um 9,5 Prozent ein. Auf Wochensicht hat die VW-Aktie einen Verlust von 11,1 Prozent eingefahren. Die Kursverluste der weiteren Wochenverlierer Vonovia mit 2,2 Prozent auf 29,66 Euro und Deutsche Börse von 1,8 Prozent auf 82,25 Euro fallen dagegen kaum ins Gewicht.

    11.000 Punkte zum Greifen nah

    Der Trend zeigt weiterhin nach oben. Die Kursgewinne beim DAX wurden durch gute Quartalsergebnisse untermauert. Der starke Arbeitsmarktbericht aus den USA könnte die Zinswende schneller als erwartet einläuten, allerdings verliert damit der Euro an Wert und sorgt damit für höhere Gewinne bei exportorientierten Unternehmen. Insgesamt ist damit die Aufwärtsphantasie beim DAX weiter gegeben. Die Jahresendrally kann damit weitergehen und neue Allzeithochs erreicht werden.

  • 1,4 Prozent Wochenverlust auf 9.553 Punkte – DAX verliert dritte Woche in Folge – Versorger und Lufthansa legen stark zu – Abgasskandal lässt VW-Aktie weiter purzeln

    Mit der vergangenen Woche hat der DAX die dritte Woche in Folge mit einem Kursverlust beendet. Der Aktienindex der 30 größten Deutschen Aktien verlor an den letzten fünf Handelstagen 1,4 Prozent an Wert. Dies entspricht einem Kursverlust von 135 Punkten. Damit geht der DAX bei einem Stand von 9.553 Punkten aus dem Handel.

    1,4 Prozent Wochenverlust auf 9.553 Punkte – DAX verliert dritte Woche in Folge

    Gleich am Montag ging es mit dem DAX kräftig in den Keller. Der VW-Abgasskandal belastet den kompletten Automobilsektor. Sowohl Automobilhersteller als auch Zulieferer wurden abgestraft und an der Börse verkauft. Nur knapp über dem Tagestief schloss der DAX mit einem Tagesverlust von 2,1 Prozent. Nach einem sehr volatilen Handel schloss der DAX am Dienstag 0,3 Prozent leichter. Nachdem der DAX im Tagesverlauf nahe des Jahrestiefs notierte, ging es im Tagesverlauf wieder nach oben. Das sogenannte Windows-Dressing sorgte zum Quartalsende für kräftige Kursgewinne. Auch gute Wirtschaftsdaten aus den USA beflügelten die Aktienmärkte. Der DAX schloss 2,1 Prozent höher. Am Donnerstag ging es mit den Aktien wieder nach unten. Der DAX verlor 1,6 Prozent. Eine Umfrage unter Einkäufern in den USA zeichnet ein negatives Stimmungsbild. Ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht löste am Freitag einen Kursrutsch von 150 Punkten aus. Im weiteren Tagesverlauf erholten sich die Märkte und der DAX beendete den Handel mit einem Plus von 0,5 Prozent.

    Versorger und Lufthansa legen stark zu

    Nachdem die Aktien der Versorger in den vergangenen Monaten deutlich unter Abgabedruck standen, legten die beiden Papiere von RWE und E.on stark zu. RWE kletterten um 8,7 Prozent auf 10,43 Euro und E.on verteuerten sich um 7,7 Prozent auf 7,95 Euro. Da der Atomausstieg den Konzernen zu schaffen macht, wurden Aussagen aus der Politik dahingehend gedeutet, dass sich eine Einigung zur Unterstüzung für wichtige Energieversorger abzeichnet. Zumindest beim Bodenpersonal könnte es der Deutschen Lufthansa gelingen einen Tarifbaschluss zu erzielen und damit Streiks zu verhindern. Die Aktie der Fluggesellschaft legt 7,1 Prozent auf 12,67 Euro zu.

    Abgasskandal lässt VW-Aktie weiter purzeln

    Der Abgasskandal belastet weiter die Aktie des Volkswagen-Konzerns. Der Kurs gab um 13,9 Prozent nach. Neben hohen Kosten für Klagen und mögliche Rückrufe ist damit auch das Image von Volkswagen beschädigt. Analysten senkten ihre Kursziele zum Teil deutlich. Die Aktie markiert ein neues Jahrestief und beendete den Handel bei 92,36 Euro. Ebenfalls nach unten ging es mit Fresenius, die um 8,4 Prozent auf 58,27 Euro verloren und Deutsche Telekom mit einem Wochenverlust von 6,4 Prozent auf 15 Euro.

    DAX könnte Boden gefunden haben

    Nach den starken Schwankungen mit Verlusten unterm Strich könnte das schlimmste inzwischen überstanden sein. Möglicherweise kommt es am Ende doch nicht so schlimm wie erwartet und dies könnte die Aktienkurse bald wieder steigen lassen. Die deutsche Konjunktur ist weiter intakt, die EZB könnte das Anleihekaufprogramm fortsetzen und die Basis für weitere Kursgewinne liefern. Wer darauf setzt, könnte auf dem aktuellen Kursniveau günstige Kaufgelegenheiten finden.

  • DAX verliert 2,3 Prozent auf 9.689 Punkte – Beiersdorf, FMC und Münchener Rück legen gegen den Trend zu – VW nach Abgasskandal im freien Fall und Automobilsektor unter Druck

    Der DAX verliert die zweite Woche in Folge. Mit einem Wochenverlust von 2,3 Prozent beim Deutschen Aktienindex sieht der Verlust relativ gering aus, nachdem die Kursausschläge und damit die Volatilität in der vergangenen Woche sehr hoch waren. Zum Wochenschluss steht ein Kursverlust von 228 Punkten in den Büchern. Damit ist der DAX weiter unter die 10.000er Marke gerutscht und notiert bei 9.689 Punkten rund 350 Punkte über dem Jahrestiefstand.

    DAX verliert 2,3 Prozent auf 9.689 Punkte – hohe Volatilität in der vergangenen Woche

    Zu Wochenbeginn ist der Start noch geglückt. Trotz eines holprigen Starts legte der DAX im Tagesverlauf 0,3 Prozent zu und notierte zwischenzeitlich auch über der Marke von 10.000 Punkten. Belastend für den DAX war der Kurseinbruch von Volkswagen mit einem Tagesverlust von 18,6 Prozent. Nach Abgastests in den USA stellte sich heraus, dass die Wolfsburger Dieselfahrzeuge dahingehend programmiert wurden, dass diese bei der Abgasuntersuchung geringere Emissionen verursachen als im normalen Betrieb. Damit könnten den Wolfsburgern Strafzahlungen in Milliardenhöhe, Schadenersatzforderungen sowie hohe Kosten für mögliche Rückrufe ins Haus stehen. Am Dienstag setzte sich die Talfahrt bei VW mit einem Verlust von 20 Prozent fort. Im Sog gaben auch andere Aktien aus dem Automobilsektor deutlich nach. An der Börse verlor der DAX 3,8 Prozent an Wert. Der Gewinn von 0,4 Prozent am Mittwoch ist damit eine reine Gegenbewegung nach den heftigen Kursverlusten vom Vortag. VW und der Rücktritt Winterkorns stand im Mittelpunkt des Börsengeschehens. Als am Donnerstag Presseberichte über angebliche Manipulationen bei BMW im Raum standen, ging es mit den Aktien von BMW und dem Automobilsektor erneut deutlich nach unten. Der DAX verbuchte einen Tagesverlust in Höhe von 1,9 Prozent. Die Talfahrt von VW setzte sich auch am Freitag fort, da nach den USA auch Europa im Visier der Abgasprüfer steht und sich der Skandal auf den Nutzfahrzeugebereich von Volkswagen ausweiten könnte. Am Aktienmarkt selbst gab es dagegen eine kräftige Erhöhung der Kurse in Höhe von 2,8 Prozent.

    Beiersdorf, FMC und Münchener Rück legen gegen den Trend zu

    Trotz hoher Kursverluste im DAX notieren mit 14 Aktien fast die Hälfte der Dividendenpapiere aus dem DAX im Plus. Den höchsten Gewinn von 5 Prozent erzielten die Papiere von Beiersdorf. Ganz ohne Nachrichten schaffte es der Konsumgüterkonzern gegen den Trend um 3,67 Euro auf 76,65 Euro zuzulegen. Positive Kommentare von Analysten beflügelten den Kursgewinn entgegen der Marktschwäche. FMC konnten sich ebenfalls positiv entwickeln und legten um 2,3 Prozent auf 71,82 Euro zu. Münchener Rück notierten 2,2 Prozent höher bei 167,85 Euro.

    Kurseinbruch bei Volkswagen, RWE, Daimler und BMW mit deutlichen Abschlägen

    Aufgrund des Abgasskandals kam es bei Volkswagen zu einem deutlichen Kurseinbruch. Die Aktie verlor ein Drittel ihres Wertes und geht mit einem Wochenverlust von 34 Prozent aus dem Handel. Damit verlor die Aktie 55,1 Euro auf 107,30 Euro. Neben dem Abgasskandal belastet als Folge ein Downgrading des VW-Ratings. Damit wird für VW auch die Refinanzierung teurer. Die Prämien am Bondmarkt sind für VW direkt gestiegen. Zahlreiche Abstufungen von Analysten haben den Kursverfall bei VW beschleunigt. Der Atomausstieg macht RWE zu schaffen. Die Versorger-Aktie verlor 11,9 Prozent auf 9,60 Euro und markiert damit mehrjährige Tiefstände. Aufgrund des Abgasskandals von VW wurde der gesamte Automobilsektor in Mitleidenschaft gezogen. Die Wettbewerber Daimler und BMW kamen ebenfalls unter die Räder. Während Daimler 9,1 Prozent auf 65,72 Euro verloren, gaben BMW um 8 Prozent auf 78,89 Euro nach.

    Ist das bereinigende Gewitter nun vorbei?

    Nach den hefitgen Kursverlusten der vergangenen Woche trotz guter Konjunkturindikatoren stellt sich die Frage, ob die Kursverluste an der Börse übertrieben sind oder ob die Frühindikatoren falsche Signale liefern. Der Abgasskandal ist eine Sondersituation, aber ob dies die Kursverluste in der gesehenen Höhe rechtfertigt, ist noch offen. Fraglich ist auch wie die Abgaswerte bei den anderen Herstellern bei neutralen Tagesbedingungen aussehen. Ein Augenmerk darauf wird in den kommenden Wochen mit Sicherheit weitere Überraschungen ans Tageslicht bringen. Von daher könnte das aktuelle Kursniveau eine interessante Basis für Investments in Aktien bieten. Zumindest mittelfristig dürften wir wieder höhere Kurse mit neuen Allzeithochs sehen.